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14Antworten2’883Aufrufevon Gast · 16. April 2007letzter Beitrag vor 20 Jahren
  1. EvoVIIIMR16. April 2007
    Wie sieht's bei euch aus, wer hat Teile des Eigenheims mit WIR bezahlt? War es problemlos, die WIR an den Mann zu bringen und wieviel % der gesamten Kosten waren das?

    Danke für die Infos

  2. Till145 Beiträge16. April 2007
    Hallo

    alle streiten es ab und trotzdem ist es immer noch so. Willst du in WIR bezahlen, bekommst du nicht das beste Preisangebot - oder dann aber bei gleichem Angebot wie BAR, die schlechtere Leistung. Handwerker können viele Leistungen wie etwa Löhne, Steuern, Sozialabgaben, Versicherung, Material und vieles mehr nicht in WIR bezahlen, folglich müssen sie den Hauptharst in BAR einnehmen und wenns denn sein muss, den Unternehmer(Zusatz)gewinn halt noch in WIR.

    Gruss

    Till

  3. EvoVIIIMR16. April 2007
    Danke Till ;-)

    Dann hast du aber das Gefühl, dass ich eventuell so zwischen 10 und 20 % in WIR bezahlen könnte? Wär mir wichtiger als ein paar Tausender "Rabatt"...

  4. Till145 Beiträge16. April 2007
    Hallo

    klar doch, schaue einfach, dass du eine gute Barzahlungs-Offerte von einem guten Handwerker/Lieferanten bekommst, rufe ihn danach an, ob er an diesen Auftrag noch 'etwas' WIR an Zahlung nimmt. Meist akzeptiert er diese 'Nachverhandlung' und du profitierst von einem guten Handwerker zu einem guten Preis. Auf keinen Fall solltest du Firmen anstellen, die einen 'grossen' WIR-Anteil annehmen, die sind in Qualität und Leistung schlicht nicht seriös.

    Ich habe vor vielen Jahren mein WIR-Konto aufgelöst und dadurch halt auch Kunden verloren. Es konnte aber einfach nicht sein, dass ich 'dank' den WIR-Anteilen einen Firmengewinn ausgewiesen habe, um darauf die Steuern in BAR zu bezahlen. Dann lieber weniger Umsatz, weniger Gewinn - und keine WIR mehr.

    Gruss von einem Buchhalter

    Till

  5. Mike480 Beiträge16. April 2007
    Wenn ich mich so in den verschiedenen Austellungen umschaue bietet der eine oder andere Handwerker an einen WIR-Anteil zu nehmen. Aber wie Till schon sagte in beschränktem Rahmen. Ich wär also auch vorsichtig, wenn einer zu viel WIR nimmt. Aber ich bin eben ein anderer Buchhalter....

  6. soraya219 Beiträge16. April 2007
    wir konnten einen kleine teil mit WIR bezahlen und haben so ein paar tausend franken gespart. wir mussten aber unseren gu fast "zwingen", sie zu nehmen. wir haben uns dann auf einen kleinen betrag geeinigt, den er auch wieder losbringt. (aber dies erst, als wir schon am bauen waren.)

    aber wenn ich ein geschäft hätte - ich würde WIR nie und nimmer akzeptieren!! das ist meiner meinung nach für (fast) keine firma profitabel! was ich dann noch den gipfel der wir-bank finde: spesen auf wir-konten müssen in SFR bezahlt werden! das heisst ja, dass die bank auch lieber SFR als WIR hat!

  7. EvoVIIIMR16. April 2007
    Vielen Dank für die Antworten, werde also auch versuchen "nachzuverhandeln" um zumindest einen Teil in WIR bezahlen zu können.

    Schönen Abend noch ;-)

  8. Till145 Beiträge16. April 2007
    Hallo

    den gipfel der wir-bank finde: spesen auf wir-konten müssen in SFR bezahlt werden!
    das war früher ganz anders! Spesen und Zinsen konnten vollumfänglich auch in WIR bezahlt werden. Irgendwann dann haben sie umgestellt, vermutlich als sie gemerkt haben, dass sie ihre Bankangestellten, Sozialleistungen und vieles mehr auch in BAR bezahlen müssen.

    Aber du hast vollkommen Recht, nicht mal die WIR-Bank glaubt an ihr eigenes Zahlungsmittel. Gut, habe ich mich davon losgelöst - und kehre bestimmt nie wieder zurück!

    Gruss

    Till

  9. edja200050 Beiträge16. April 2007
    nur so nebenbei:

    was ist eine WIR zahlung? hab zwar schnell mal gegoogelt und bin auf der WIR-Bank gelandet, aber viel mehr hab ich auf die schnelle nicht gefunden - also helft einem ösi bzw. gsiberger auf die sprünge /emoticons/default_smile.png

  10. raycecile2’603 Beiträge17. April 2007
    Bei der WIR-Bank bist du an der richtigen Stelle gelandet, dieser Wirtschaftsring hatte ein eigenes Zahlungssystem unter zusammengeschlossenen Firmen.

    Wofür es heute noch gut sein soll entzieht sich meiner Kenntnis, wahrscheinlich diente es dazu weniger Bargeld über Banken transferieren zu müssen als die Überweisungen noch Wochen dauerten und teuer waren.

  11. Till145 Beiträge17. April 2007
    Hallo

    WIR-Geld bringt nur dem 'Herausgeber', der WIR-Bank einen Vorteil, die verrechnet auf jeder Transaktion eine Kommission in CHF. Einfacher kann man kein Geld verdienen.

    WIR-Geld kann man nur als Zahlungsmittel innerhalb den angeschlossenen Teilnehmern des WIR-Kreises verwenden. Die WIR-Bank argumentiert damit, dass man dadurch gesicherte Aufträge bekommt, da ja jeder 'Besitzer' von WIR-Geld dies auch möglichst rasch wieder los haben will und damit logischerweise auch wieder Lieferanten aus diesem WIR-Kreis berücksichtigt. Eigentlich handelt es sich um ein reines 'Tausch-System', da werden Waren und Leistungen untereinander ausgetauscht, der Ausgleich und die 'Bewertung' erfolgt über das WIR-Konto. Dumm an der Sache ist nur, dass wichtige Güter und Leistungen nicht mit WIR bezahlt werden können und oft nur Ladenhüter, überzählige Ware oder Unnötiges verramscht werden.

    Juristisch genau genommen wiederspricht WIR-Geld unserer Bundesverfassung, denn darin steht klar und deutlich : die Landeswährung ist der Schweizerfranken!

    Gruss

    Till

  12. Mike480 Beiträge17. April 2007
    Till hat einen wichtigen Punkt angesprochen, der mich schon immer gestört hat. Genau genommen ist nämlich WIR gesetzeswiedrig. Mir entzieht sich die Kenntnis, wiso dieses "Parallelsystem" trotzdem geduldet wird.

  13. Till145 Beiträge17. April 2007
    Hallo

    Mike, es wird geduldet, weil es eigentlich ein 'Tauschsystem' ohne eigentliche Bezahlung ist. Früher war es somit juristisch legal (Gebührenverrechnung alles in WIR), heute finde ich es heikel, dass die WIR-Bank aus einem Tauschsystem sämtliche Gebühren in BAR einkassiert. Seitdem auch BAR-Konti bei der WIR-Bank geführt werden (können), haben die nun aber eine Banklizenz und alles ist wieder in Butter. Clever aufgegleist und heute dank Grösse auch mit Lizenz. Viele Teilnehmer bleiben die Dummen und die Teppichetage sahnt kräftig Fränkli ab.

    Gruss

    Till

  14. soraya219 Beiträge17. April 2007
    till,

    mein chef hat das konto auch aufgelöst und möchte es nie wieder mit dieser bank zu tun haben.

    finde es gut, dass du das auch gemacht hast. kleinbetriebe sind nämlich die "armen" die dann auf den wir hocken bleiben..

    aber eben, manchmal ist man fast gezwungen. wir haben einmal einen grösseren auftrag nur erhalten, weil wir einen teil in wir akzeptiert haben!

  15. Mike480 Beiträge17. April 2007
    Till danke für die "Aufklärung". Endlich ist mir klar, warum da nie jemand dagegen eingegriffen hat. Aber wenn ich da so von euren Erfahrungen lese ist das Ganze trotzdem nicht besonderns begrüssenswert.