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Wieviel kostet eine grosse Rennovation

8Antworten11’131Aufrufevon odioso · 1. Juli 2008letzter Beitrag vor 18 Jahren
  1. odioso23 Beiträge1. Juli 2008
    Ich weiss, die Frage ist zu allgemein und zu wenig konkret.

    Ich habe ein Angebot erhalten für ein kleines Bauernhaus (ca. Baujahr 1935) mit etwas Land. Das alles zu einem Schnäppchenpreis. Innen habe ich es noch nicht gesehen. Das werde ich noch tun. Mein Budget ist ziemlich limitiert. Innen könnte ich das meiste selber machen (Boden, Wände könnte ich selber machen, das Elektrische und Heizung von einem Freund). Neue Fenster müssen auch noch her.

    Was ich nicht abschätzen kann ist aussen (Fassade, Dach, Fundament?). Reicht ein Anstrich oder muss es neu und wie gemacht werden? Gibt es irgendwelche Tipps auf was ich achten soll bei der Besichtigung (Damit die bösen Überraschungen nicht noch kommen? Danke für jeden Hinweis.

  2. wellingtonia2’316 Beiträge1. Juli 2008
    Hallo odioso

    Kannst du vom Zustand her jetzt schon einziehen?

    Geht dein Budget nicht schon für den Ankauf drauf?

    In welchem Zeitrahmen möchtest du die Renovation machen?

    Andy

  3. hufi114 Beiträge1. Juli 2008
    Hallo Odioso

    Fenster, Fassade, Dach, Heizung. Da bist du schon bald auf 100'000 Franken. Bin gerdade am Umbauen eines alten Hauses Jahrgang 1954. Da kommt schon einiges zusammen. Ich würde zusammen mit einem Architeckten durchs Haus, der kann sicher grob abschätzen was zu machen ist und wie teuer dich das zu stehen kommt.

    Gruss

    Hufi

  4. odioso23 Beiträge1. Juli 2008
    >Kannst du vom Zustand her jetzt schon einziehen?

    Ja und nein. Man kann darin leben. Es sieht im ersten Anschein nach, dass der ehemalige Eigentümer seit Erbauung alles so 1:1 belassen hat. Sprich man sieht sich 70 Jahre zurückversetzt.

    >Geht dein Budget nicht schon für den Ankauf drauf?

    Ich weiss, dass für die Rennovierung einiges noch investieren muss. Ich hätte Luft. Ich würde innen das meiste selber machen. Ich brauche nur das Mininum.

    In welchem Zeitrahmen möchtest du die Renovation machen? Langsam. Immer wenn ich Zeit habe, nehme ich was vor.

    Was mir Sorgen macht: Irgendwie habe ich so eine vielleicht unbegründete Befürchtung, dass irgendwann eine Behörde antrabt und sagt, dass dies oder jenes von einem Fachmann saniert werden muss (Fassade des Hauses muss isoliert werden gemäss Paragraph xy usw). Eigentlich möchte ich die Fassade vorerst mal streichen und nichts weiter. Braucht man überhaupt einen Architekten oder Baubewilligung, wenn man nur innen ausbaut (keine Wände verschiebt) und aussen nur repariert?

    Ich habe an 150'000 -200'000 Rennovationskosten gedacht. Ich denke das kann man mal 2 multiplizieren, wenn ich es von Professionellen Handwerker machen liesse.

    Ein Ikea Standard reicht mir völlig aus. Ich backe lieber kleine Brötchen und würde später mehr investieren. Ich möchte einfach keine bösen Überraschungen in 6 stelliger Höhe.

  5. hufi114 Beiträge1. Juli 2008
    Also wenn du nur Innenausbau machst und aussen keine Veränderungen vornimmst (z.B. Dachfenster oder Terasse), dann brauchst du meiner Ansicht nach keine Baubewilligung, aber das kann dir die Gemeinde sicher auch genau sagen, wenn du denen sagst was du gedenkst zu machen. Nur die Fassade streichen kostet nicht so viel, und wenn du viel selber machst, dann kommst du mit deinen 150'000 - 200'000 sicher ganz schön weit. Ich würde mir einfach gut überlegen ob du die Fassade nicht gleich dämmen willst wenn du schon ein Gerüst hast um zu streichen und du das Dach auch machen lässt. 1. wirst du jede Menge Energiekosten sparen und 2. wirst du dann vom Klimarappen noch unterstützt (wirst du aber so oder so wenn du die Fenster und das Dach machen lässt.), ist zwar nicht viel, aber immerhin etwas.

  6. john_w641’215 Beiträge1. Juli 2008
    Also selber machen und nur mal ein wenig streichen ist wohl nicht genug für ein 70 Jahre altes Haus. Also ich würde auf jeden Fall das was gemacht wird gleich dauerhaft und richtig machen. Also wenn Fassade dann mit dämmen usw. Und auch die nicht so offensichtlichen Kosten sauber abklären. Bei einem 70 Jahre alten Haus ist sicher die Elektroinstallation sanierungsbedürftig. Und bei eine Handänderung werden da Massnahmen fällig die ins Geld gehen können. Das gleiche bei Heizung, Sanitär usw.

    In wie weit die Behörden "plötzlich" Auflagen machen weiss ich nicht, aber dazu können uns sicher andere Forenteilnehmer etwas sagen.

  7. Isabelle294 Beiträge1. Juli 2008 · bearbeitet
    Dein Vorhaben klingt interessant.

    Ich würde ein unabhängiges Baugutachten erstellen lassen, um die grossen bösen Überraschungen zu vermeiden, die Dir ja Sorgen zu bereiten scheinen. Je nach dem, wird dies sogar von Deiner Bank gesponsert als Voraussetzung für die Hypothek. In der Zürcher Region könnte ich Dir auch jemanden empfehlen.

    Dann würde ich mit den Handwerkerfreunden eine Bestandsaufnahme machen und für die Arbeiten, die anstehen, zusätzlich von verschiedenen Bauunternehmen eine Grundsatzofferte einholen. Dabei kommen dann meist Details auf, die man selber nicht so direkt im Auge hatte oder aus den Abhängigkeiten verschiedener Gewerke voneinander auftreten. So hast Du einen Überblick über den Umfang und "Wert" der Gesamtarbeiten und kannst abschätzen, was Deine Eigenleistung sein kann und wert ist.

    Dann anhand all der Infos ganz realistisch planen, wie viel Zeit/ Eigenleistung man Freunden und sich selbst zumuten kann und leisten will. Der Spaß - jahrelang auf einer Baustelle zu leben, hält sich in Grenzen (ich spreche aus einer ähnlichen Erfahrung). Und wenn man manche Dinge zweimal anpacken muß (Dein Bsp. Fassade) dann dauerts noch länger. /emoticons/default_ohmy.png

    Und auch die "schlichten Standards" kritisch betrachten. Im eigenen Heim wachsen die eigenen Ansprüchen und die des Häuschens oft schneller als man denkt. /emoticons/default_biggrin.png

    Und wenn dann alle Fakten auf dem Tisch sind und Du verschiedene Meinungen eingeholt hast und das Schnäppchen noch immer eins ist, dann schlag zu und freu Dich darauf, Deinem Häuschen neues Leben einzuhauchen. Es wird es Dir danken. /emoticons/default_wink.png

    P.S.: Im Kanton Zürich darfst Du innen einiges machen ohne Bewilligung, aber das Stellen von neuen Wänden bedarf der Genehmigung. Am besten ist, Du diskutierst Dein Vorhaben einfach mal mit dem Stadt-/ Quartiersarchitekten. Wir haben damit bis dato gute Erfahrungen gemacht.

  8. wellingtonia2’316 Beiträge2. Juli 2008
    >Kannst du vom Zustand her jetzt schon einziehen?

    Ja und nein. Man kann darin leben. Es sieht im ersten Anschein nach, dass der ehemalige Eigentümer seit Erbauung alles so 1:1 belassen hat. Sprich man sieht sich 70 Jahre zurückversetzt.

    >Geht dein Budget nicht schon für den Ankauf drauf?

    Ich weiss, dass für die Rennovierung einiges noch investieren muss. Ich hätte Luft. Ich würde innen das meiste selber machen. Ich brauche nur das Mininum.

    In welchem Zeitrahmen möchtest du die Renovation machen? Langsam. Immer wenn ich Zeit habe, nehme ich was vor.

    Was mir Sorgen macht: Irgendwie habe ich so eine vielleicht unbegründete Befürchtung, dass irgendwann eine Behörde antrabt und sagt, dass dies oder jenes von einem Fachmann saniert werden muss (Fassade des Hauses muss isoliert werden gemäss Paragraph xy usw). Eigentlich möchte ich die Fassade vorerst mal streichen und nichts weiter. Braucht man überhaupt einen Architekten oder Baubewilligung, wenn man nur innen ausbaut (keine Wände verschiebt) und aussen nur repariert?

    Ich habe an 150'000 -200'000 Rennovationskosten gedacht. Ich denke das kann man mal 2 multiplizieren, wenn ich es von Professionellen Handwerker machen liesse.

    Ein Ikea Standard reicht mir völlig aus. Ich backe lieber kleine Brötchen und würde später mehr investieren. Ich möchte einfach keine bösen Überraschungen in 6 stelliger Höhe.
    Hallo odioso

    Du würdest somit eine Doppelbelastung in Kauf nehmen und in deinem jetzigen Job so weiterfahren wie gehabt. Wenn du diese Krisensituation mit deinen Liebsten meisters, kommst du auf die günstigste Art zu einm Haus.

    Behörden können dir nur Vorschriften machen wenn du am äusseren Erscheinungsbild etwas veränderst oder in der Nutzung von bestehenden Räumen z.B. eine Scheune wird zu Wohnraum ausgebaut d.h. der ursprüngliche Oekonomieteil der für die Landwirtschaft gedacht war, wird zu Wohnraum umfunktioniert. Veränderungen betr. Brandschutzvorschriften wie z.B. ein anderes Heizsystem müssen vom örtlichen Kaminfeger gegenüber der Gebäudeversicherung kontrolliert werden. Wenn du Schritt für Schritt vorgehst und gewisse Abhängigkeiten (Ersatz von alten Fenstern mit Gerüst und gleichzeitige Dämmung der Fasade) berücksichtigst, kannst du im Endeffekt auch Geld sparen.

    Unter http://www.haus-forum.ch/members/wellingtonia.html

    kannst du die eine oder andere Anregung finden. Für eine Abschätzung der Gesamtinvestitionen kann ich dir eine Check-Liste zur Ermittlung des aktuellen Zustandes zusenden.

    Andy

  9. Andi8426 Beiträge2. Juli 2008
    Bei uns hat es geheissen, dass auch eine Baubewilligung her muss, wenn man innen Wände verstellt.

    Je nach dem kannst du aber auf der Gemeinde ein vereinfachtes Verfahren machen.

    Aber evtl. steht dein Haus auch auf Landwirtschaftszone (wie unseres, bzw. das meiner Schwiegereltern). Dann muss dein Gesuch (zumindest bei uns im AG) über den Kanton laufen...