Mich würde interessieren, wer von Euch einen grösseren Haus-Umbau vor- oder hinter sich hat (oder gerade dabei ist) und wer dieses Vorhaben mit einem Architekten gemacht und wer alles selber geplant und koordiniert hat? Würdet ihr es wieder so machen? Was würdet Ihr evtl. anders machen?
wir machen alles selbst, haben aber einen Kollegen der Architekt ist und uns beraten kann. Ohne wäre es schwierig. Allerdings beginnt unser Bau erst so im Mai.
Ja, ich würde es bisher jederzeit wieder genau so machen. Es ist schade, dass man fast keine Architekten findet, die *wirklich* auf die Wünsche der Kunden eingehen. Bei uns war es z.B. so, dass am Anfang alle von Minergie-P abgeraten haben, zu teuer etc.
Nun haben wir aber trotzdem eine super Lösung gefunden, Minergie-P und mit allem für uns erdenklichen Luxus, zu einem sehr akzeptablen Preis - allerdings sind bis jetzt auch hunderte von Arbeitsstunden in das Projekt gegangen...
Was halt einfach schlimm ist, sind die mafiösen Zustände im Baugewerbe. Dass mir ein Türhersteller mehr als 15% Rabatt gibt, sobald ich ihm einen Architekten nenne, ist doch einfach nicht akzeptabel.
Was halt einfach schlimm ist, sind die mafiösen Zustände im Baugewerbe. Dass mir ein Türhersteller mehr als 15% Rabatt gibt, sobald ich ihm einen Architekten nenne, ist doch einfach nicht akzeptabel.
es geht ja noch weiter - gewisse Lieferanten beliefern weder Baumärkte noch Endkunden, nur das Handwerk (z.B. im Sanitärbereich).Und bei den Handwerkern selbst da ist ja auch immer eine Mischkalkulation - d.h. ein Teil des Einkommens wird über die Marge beim Material verdient. Warum das so sein muss und man nicht transparente Offerten macht versteht niemand. Und wie viel Geld dann hinten rum noch mal den Besitzer wechselt als sog. Provision? Wer weiss das schon. Und genau da ist eben der vertrauenswürdige Architekt dann auch eine wichtige Person beim beurteilen von Preisen, Leistungen, Angeboten usw. Wobei ganz klar der Architekt als Berater und Interessenvertreter des Bauherrn zu agieren hat, sonst ist es zwecklos.
Wir haben bei unserem Umbau komplett auf einen Architekten verzichtet - die Bauführung hat mein Schwiegerpapa gemacht. Eigentlich reicht es für die Bauführung, wenn einfach jemand auf der Baustelle ist, wenn man den Umbau einigermassen schlau koordiniert. Und ja: wir haben isoliert, Wände herausgebrochen, Wände gemauert, Bäder ersetzt, Heizkörper verschoben, neue Küche eingebaut - halt das ganze Programm! Ein bisschen Ahnung von der Materie sollte man halt schon haben und gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz viele Beziehungen zu Fachleuten.
Und für ganz schwierige Fragen gibt's ja noch dieses Forum hier!!!
Bei uns hat die Architektur ein Holzbau-Unternehmer gemacht. Ebenso hat der Architekt einen grossen Teil der Devisierung (Baumeister, Spengerl, Zimmerei, Fenster, Türen, Heizung/Sanitär) übernommen.
Unser Part bestand primär darin, dass wir bei der Devisierung mitgeholfen zu haben und anschliessend einen grossen Teil der Bauleitung (Koordination Handwerker, Besuch/Kontrolle Baustelle, Kostenkontrolle) übernommen haben.
Das ganze war für uns (als Bauleien) wirklich spannend und aufschlussreich. Diese Hobby-Bauleitung funktioniert aber nur dann, wenn man auf gute Handwerker zählen kann. Handwerker die mitstudieren und untereinander harmonieren. Wir haben uns bewusst auf lokale Handwerker konzentriert, welche uns teilweise auch bekannt waren. Bei heiklen Fragen konnten wir auf den Architekten zurückgreiffen.
Wir bauen mit einem Architekten um. In unserem Fall wäre eine Selbstgang gar nicht möglich, da es sich um einen grossen Umbau handelt. Es sind auch weitere Experten involviert (Baustatiker z. Bsp.).
Baugesuch heute eingereicht! /emoticons/default_biggrin.png
Bei uns handelt es sich sogar um einen Neubau (Minergie-P) in Hanglage und ausser einem Statiker und einem Energieplaner benötigen wir keine anderen Experten /emoticons/default_wink.png
Auch wir hatten einen Architekten für unseren Umbau. Zum Beginn haben wir uns auch gefragt, ob wir dies nicht selber machen können oder über einen GU. Aber jetzt sind wir sicher, dass ein Architekt das richtige war für uns.
Ja, er hat viel gekostet.
Ja, wir mussten viel diskutieren.
Aber: Ich hätte niemals diese Zeit investieren wollen, ich hätte niemals soviel den Handwerkern nachrennen wollen, ich hätte nicht die Ideen gehabt, und ich hätte mich nicht mit Verträgen, Garantien, nicht gewährten Rabatten usw. rumschlagen wollen.
Nebenbei, wir haben auch selber Böden und Decken rausgerissen. Küche demoliert. Selber gemalt. Böden verlegt.
Wir hatten eine Mischlösung gewählt für den Umbau: Baugesuch und die ganze Planung mit dem Architekten, plus Unterstützung vom kantonalen Energieberater und unseren Handwerkern. Für die Auftragsvergabe und die Ausführung hat mein Mann die Bauleitung gemacht, was perfekt funktioniert weil er sein neues Hobby gerne macht und die Möglichkeit hat, auch mal unter der Woche frei zu nehmen und in der Mittagspause auf der Baustelle vorbeizuschauen (Präsenz markieren, Fragen klären). Auch sonst haben wir einiges selber gemacht, vorwiegend bei den Abbruch/Ausbrucharbeiten und nachher streichen, Laminat verlegen uä. Jetzt sind wir gerade daran aus der Baustelle ein Wohnhaus zu machen😉
Wir bauen einen Wintergarten an und versuchen das ohne Architekt.Der Wintergartenbauer hat uns die Pläne gemacht.Der Wintergarten ist im ersten Stock,vom Wintergarten aus gesehen oder anders gesagt unser Haus steht am Hang.Unter dem Wintergarten machen wir noch ein Abstellraum,er wird gemauert,Platz kann man ja immer brauchen.Wir habe schon fast das ganze Haus umgebaut in den letzten 30 Jahren und bisher immer ohne Architekt,hoffe dass es auch dieses mal funktioniert.Klar muss man sich genau informieren,klare und genaue Offerten einholen und dann nicht noch dies und das wollen was nicht in den Offerten steht.