Wer sagt, dass Du die 38kWh/m2 mit einer L/W WP nicht erreichst? Dein Architekt? Hat er denn den
Energienachweis bereits gerechnet/ausgefüllt? Hast Du ihn auch schon gesehen?
Mit Vermeiden von Wärmebrücken und besserer Dämmung erreichst Du diese Kennzahl mit einer
L/W WP
Der Meinung war ich auch. Zwei unabhängige HLS-Fachplaner/Haustechnik-Ingenieure haben mich dazu eines besseren belehrt - nur mit einer L/W-Wärmepumpe und guter Dämmung erreicht man den theoretischen Minergie-Wert nicht immer. Hätte dies bei unserem Haus allein mit der L/W-Wärmepumpe geklappt, hätten wir das auch so gemacht.
Ja, dass es möglich ist beweisen die zertifizierten Häuser, wo es geklappt hat. Je nach Hausform, Grundstück und Architektur klappt es eben nicht, ohne noch ein anderes System dazuzunehmen.
1. Bei Minergie werden Wärmepumpen ja künstlich (ideologisch?) bestraft, indem deren Strom mit dem Faktor zwei gewichtet wird. D.h. du hast für die Wasseraufbereitung bereits einen künstlich hohen gewichteten Energiewert, unabhängig von der Dicke der Dämmung.
2. Je nach Fensterfläche und Ausrichtung sind hier die möglichen Dämmwerte eben auch beschränkt, Fensterflächen sind technologiebedingt bzgl. Dämmwert beschränkt. D.h. du hast noch begrenzt Spielraum mit der Wandstärke. Diese kann man je nach Grundriss, Lichteinfall, Grenzabstände etc. auch nicht beliebig dicker machen, vor allem im Massivbau - wer will schon eine 1 m-Wand? Andererseits benötigt man recht viel Dämmmaterial, wenn das Haus nicht einfach eine nach Süden ausgerichtete "Box" sein soll, d.h. es kann sein, dass die dickere Dämmung teurer kommt als das Kombinieren mit einem zweiten oder besserem Haustechnik-System, wenn man alles Nötige einbezieht.
Es sind durchaus einige Variablen, die man bei so einer Betrachtung optimieren kann. Insofern ist die Frage nach der Begründung, wieso es nicht klappen soll, sicher berechtigt.
Ich war jetzt gerade noch schnell auf der Gebäudeliste Minergie. Dort hat es sehr viele Neubauten (noch nicht fertiggestellt), welche
für Heizung und WW zu 100% mit L/W WP angegeben sind!
@lollo68: frag doch mal Deinen Architekten, wieso dies nicht möglich sein soll und in der Gebäudeliste trotzdem so viele Häuser angegeben
sind. Macht der Architekt die Energieberechnungen selber?
Ich habe auch bei Sole/Wasser WP gesehen, dass viele Bauherren nur diese Lösung für WW und Heizung haben.
Ein Architekt hat mir erklärt, dass man schaut, wo das Bauland liegt und man nimmt die schlechten Temperaturzahlen auch wenn diese nur für ein Paar Wochen pro Jahr gültig sind und dann wird alles gerechnet.
Ich könnte noch dem Ingenieur fragen, ob ich z.B. das Dach besser dämmen könnte um nur die L/W WP installieren zu können. Die Fenster haben schon ein U-Wert von 0.7, die Aussenwände 24 cm Isofloc.
Eine WP mit Erdsonde hat abgesehen vom höheren einmaligen Investitionsbetrag nur Vorteile:
- tiefere Betriebskosten als Luft-Wasser WP (ca 30% weniger Stromverbrauch)
- garantiert keine Lärmprobleme (Nachbarn)
- Erdsonde hält mindestens 50 Jahre
- günstigerer Preis der WP
- die Erdsonde kann auch für die passive Kühlung des Hauses eingesetzt werden. Im Sommer wird mit minimalem Energieaufwand das Haus über die Bodenheizung und/oder die Zuluft gekühlt. Besonders im Tessin dürfte dies ein nicht zu unterschätzender Komfortgewinn sein. Als willkommener Nebeneffekt wird die im Winter abgekühlte Erdsonde regeneriert.
Empfehlung:
- Wärmepumpe mit Erdsonde für Heizung und Warmwasser
- Erdsonde zusätzlich für passive Kühlung über Bodenheizung und Zuluft nutzen (Erdregister für die Zuluft entfällt)
- Photovoltaik einplanen und bei Bedarf später ausführen lassen.
Die passive Kühlung mittels Erdsonde braucht je nach Effizienzklasse der Umwälzpumpen zwischen 40 bis 200 Watt pro Betriebstunde. Durch die erhöhte Temperatur der Erdsonde arbeitet die WP effizienter und verbraucht damit auch weniger Strom. Unter dem Strich dürfte also sogar ein Nettogewinn resultieren.
Wir haben dieses Konzept bei unserem Minergiehaus umgesetzt und gute Erfahrungen damit gemacht.
Für Heizung, Warmwasser und passive Kühlung haben wir zwischen dem 16.11.09 und 16.11.10 insgesamt 2852 kWh Strom verbraucht (WP mit Erdsonde, EBF 264 m2, 4 Personen).
Bei den heutigen Energiepreisen rechnet sich kaum eine Investition zum Energiesparen. Aus diesem Grund werden auch alle Energiesparmassnahmen entweder gesetzlich vorgeschrieben oder aber subventioniert.
Die Investition in eine Erdsonde lohnt sich heute finanziell eindeutig nicht; je nach Entwicklung der Energiepreise könnte sich das aber ändern.
Nicht schlecht die 2852 KWh, damit toppst du deinen guten Wert vom letzten Jahr (3180). Damit erreicht dein Haus in der Praxis einen Minergie-Wert von 21.6 kWh/m2a, etwa die Hälfte dessen, was du damals (Pre-2009) für den Minergie-Standard hättest erreichen müssen (42 kWh/m2a). Was war der theoretische berechnete Wert?
Die Investition in eine Erdsonde lohnt sich heute finanziell eindeutig nicht; je nach Entwicklung der Energiepreise könnte sich das aber ändern.
Ich empfehle das gesparte Geld der Erdsonde besser in PV zu investieren.
Wie hoch ist euer Wärmebedarf gemäss Ernergienachweis? Wie hoch ist eure Innentemp. während der Heizperiode?
Die passive Kühlung mittels Erdsonde braucht je nach Effizienzklasse der Umwälzpumpen zwischen 40 bis 200 Watt pro Betriebstunde. Durch die erhöhte Temperatur der Erdsonde arbeitet die WP effizienter und verbraucht damit auch weniger Strom. Unter dem Strich dürfte also sogar ein Nettogewinn resultieren.
Die Idee mit dem "reinpumpen von Wärme im Sommer" gefällt mir. Das wäre vor allem auch interessant in Kombination von Wärmeüberschuss eines Sonnenkollektors im Sommer oder - in Zukunft - mit ungenutzter Abwärme einer Brennstoffzelle. Schade dass solche möglichen Effizienzgewinne in der Minergie-Berechnung nicht abgedeckt sind.
Hast Du keine Pläne bei der die Dämmuing als solche eingezeichnet ist? Interessant wäre auch noch, wie ihr die Fenster und die Storenkästen einbaut. Denn da
gibt es viele nicht so optimale Varianten. Habt ihr euch schon für ein bestimmtes Fenster entschieden?
Was haben die Aussenwände für einen U-Wert? Wichtig ist auch den Übergang zwischen Holzfassade und Betonkeller korrekt auszuführen, damit keine Wärme-
der Keller wird nicht Minergie zertifiziert, nur das Haus.
Der Ingenieur hat nur die Dämmungsdicke gegen Keller und Erde beim Rechnen genommen. Zusätzlich die Innenwändedämmung Richtung Keller.
Fenster werden innen gebaut, vielleicht gibt es mehr Wärmebrücke. Ich habe die Fenster bei einem Haus der Holzbaufirma gesehen und im dunkelgrau es war wie ein Bild.
Mehr über die Fenster weiss ich nicht, da die Offerte durch die Holzbaufirma gelaufen ist.
Die Aussenwände haben ein U-Wert von 0.14 W/m2K.
Die Storenkästen sind in eine Nische eingebaut und wo es keine gibt, kommt die Dämmung aus Steinwolle.
Ich habe den Ingenieur gefragt, wo kann ich die Dämmung verbessern um nur eine L/W WP installieren zu können.
Ich habe den Ingenieur gefragt, wo kann ich die Dämmung verbessern um nur eine L/W WP installieren zu können.
Sofern du die Info hast, sollte dir der Architekt die Zusatzkosten für die bessere Isolation berechnen können. Ich denke, das sollte beim Entscheid berücksichtigt werden.
Fenster werden innen gebaut, vielleicht gibt es mehr Wärmebrücke.
Das wäre genau nicht optimal.
Die Storenkästen sind in eine Nische eingebaut und wo es keine gibt, kommt die Dämmung aus Steinwolle.
Es ist entscheidend wie diese Punkt im Detail gemacht werden. Schaue diese Punkte doch mit dem Ing. an.
Zusätzlich die Innenwändedämmung Richtung Keller.
Hast Du im Keller eine Innenwanddämmung? Du hast doch geschrieben Du hättest eine Perimeterdämmung. Was stimmt nun?Hast Du unter der Bodenplatte keine Dämmung?
Hast Du im Keller eine Innenwanddämmung? Du hast doch geschrieben Du hättest eine Perimeterdämmung. Was stimmt nun?
Hast Du unter der Bodenplatte keine Dämmung?
@pippen
Ich war nicht so klar. Ich habe gemeint die Innenwände im EG wo die Kellertreppe steht. Diese Wände sind mit Flumroc 80mm gedämmt.
Unter der Bodenplatte gibt es keine Dämmung aber der Boden im EG hat eine Dämmung (U-Wert 0.18W/m2K).
Was ich noch entdeckt habe ist, dass bei mir wurde die Klimastation Robbia (1078 m. ü. M.) und beim Nachbar Locarno Monti (367 m. ü. M.) genommen. Isone liegt bei 718 m. ü. M.