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Welche Bank finanziert 100 %

15Antworten8’099Aufrufevon actihippo · 13. Januar 2010letzter Beitrag vor 16 Jahren
  1. actihippo2 Beiträge13. Januar 2010
    Hallo zusammen,

    als Neu-Schweizer (2,5 Jahre hier ) fühlen wir uns so wohl, dass wir hier gern ein Haus bauen möchten. Allerdings fehlen uns die benötigten 20 % Eigenmittel. Gibt es andere Möglichkeiten?

    Für Tips bin ich dankbar!

    Viele Grüsse

    Nils

  2. smart80286 Beiträge13. Januar 2010
    falls es überhaupt andere wege gäbe: vergiss es.

    viel zu risikoreich. (es soll zwar banken geben, die mit 10% auch schon einsteigen).

    ich würde eher eine vernünftige planung machen:

    -2-4 jahre konsequent sparen

    -günstigeren ort suchen

    -abstriche bei umfang

  3. Moudi2’458 Beiträge13. Januar 2010
    als Neu-Schweizer (2,5 Jahre hier ) fühlen wir uns so wohl, dass wir hier gern ein Haus bauen möchten. Allerdings fehlen uns die benötigten 20 % Eigenmittel. Gibt es andere Möglichkeiten?
    ...hoffentlich keine !

    Sorry für die klaren Worte, aber nach 1 Jahr Finanzkrise, die mit dem Zusammenbruch des Immomarktes in der USA begann, sollte jedem klar sein, wohin 0 EK führen kann !

    Grüsse moudi

  4. Automation2’255 Beiträge14. Januar 2010
    Allerdings fehlen uns die benötigten 20 % Eigenmittel. Gibt es andere Möglichkeiten?

    Für Tips bin ich dankbar!

    Viele Grüsse

    Nils
    100% wird keine Bank finanzieren, hoffentlich auch nicht. Wenn du aber schon mal 15% bringen kannst, kann das ein Anfang sein.
    Auch mein Tipp, lege zuerst mal Kohle auf die Seite, sonst treibst du dich selber in den Ruin.

  5. local14. Januar 2010
    Das muss ich etwas relativieren:

    Es gibt durchaus Banken, die das tun - allerdings bedingt das ein grosses ( ! ) Vermögen und entsprechendes Einkommen. Die Banken werden hier von ihren Regeln abweichen, das ihnen als Sicherheit bspw. ein Aktion-Depot gegenübersteht. Damit decken sie das 20% Risiko ab.

    Der Haken an der Geschichte: Würdest du diese Bedingungen erfüllen um zu 100% finanziert zu werden, wäre es dir auch ein leichtes, die 20% oder mehr als EK einzubringen.

    lg, local

    PS: Jaja, ich weiss: "Wer hat, dem wird gegeben..."

  6. banjo107193 Beiträge14. Januar 2010
    Ich würde mal sagen: Jede Bank finanziert mit 100%, wenn das Risiko/Nutzen-Verhältniss stimmt. Der 20%-Mythos wird immer gerne vorgeschoben, ist aber nur ein ganz grober Anhaltspunkt.

    Die Frage, die stellt ist eher: Ist es klug mit 100% zu finanzieren...

  7. meteo66 Beiträge17. Januar 2011
    Ich würde mal sagen: Jede Bank finanziert mit 100%, wenn das Risiko/Nutzen-Verhältniss stimmt. Der 20%-Mythos wird immer gerne vorgeschoben, ist aber nur ein ganz grober Anhaltspunkt.

    Die Frage, die stellt ist eher: Ist es klug mit 100% zu finanzieren...
    Hallo banjo

    Hast Du erfahrungen?

    Bei mir ging es um eine Umfinanzierung

    Grüsse

    meteo

  8. banjo107193 Beiträge17. Januar 2011
    Salut Meteo

    Persönlich habe ich keinerlei Erfahrung (habe damals mit 10% finanziert). Aber alle Banken funktionieren nach ganz einfachen Prinzipien.

    1. Sie wollen Gewinn machen.

    2. Das Risiko muss sich in der Redite wiederspiegeln und andersherum

    Daraus folgt:

    1. Die Bank WILL Dir Geld leihen, nur so macht sie Profit.

    2. Wenn Du genug Sicherheiten mitbringst z.B. Aktiendepot, superduper Job, Vermögen o Ä wird sie den Finanzierungssatz anpassen. Denn je mehr Sicherheiten, desto geringer das Risiko, desto niedriger der Zinssatz...

    Was natürlich nicht geht ist einfach so hinzugehen und zu sagen: So lieben Bänkster, jetzt mal her mit den Flocken. Das wird wohl eher nicht laufen.

    Wenn Du allerdings sagst: Hallöchen, ich hätte hier 1,5mio CHF in Staatsanleihen, die würde ich verpfänden, dann möcht ich die Bank sehen, die Dir darauf keine 700K Chf zu guten Zinsen leiht....

    Greet Banjo

  9. meteo66 Beiträge17. Januar 2011
    Hallo Banjo

    Danke für Deine Antwort.

    Das mit den 1.5 Mio verpfändeten Wertschriften ist ein 100% sicheres und wasserdichtes Geschäft. Das würde selbst ich machen, wenn ich Bänker wäre ;-)

    --> Null Risiko.

    Das Prinzip ist aber eigentlich so, dass "Geld ausleihen" ein ganz normales Geschäft ist.

    - man leiht Geld aus

    - man bezahlt dafür Zinsen

    - die Immobilie ist dafür die Sicherheit.

    Nur eben, viele bauen heute solche Schrottimmobilien, dass diese schon nach wenigen Jahren nur noch mit Riesenverlust weiterzuverkaufen sind. Dann war der Gegenwert dann eben doch nicht so gross. Hier verstehe ich die Banken, dass 20% EK her müssen und danach zusätzlich 15% amortisiert werden müssen. So ist die Bank immer auf der sicheren Seite. Verlieren tut quasi immer nur der Eigentümer (Eigen-"dümmer").

    Bei mir geht es um eine Umfinanzierung für einen Bekannten.

    - Verkaufsanstrengungen für Haus starten

    - Verkauf erfolgt aber erst in ca 9 Monaten

    - Derweil Landkauf und Bau neues Haus

    Das Problem ist aber, dass die 20% EK im ersten Haus "gefangen" sind.

    Kennst Du oder jemand anders sich da aus, wie man da vorzugehen hat? Eigentlich ist ja die erste Immobilie die Sicherheit.

    - Hypo 500'000

    - Anlagekosten 650'000

    - Verkauf 760'000

    Grüsse

    meteo

  10. Marty638 Beiträge18. Januar 2011
    Hallo Banjo

    Danke für Deine Antwort.

    Das mit den 1.5 Mio verpfändeten Wertschriften ist ein 100% sicheres und wasserdichtes Geschäft. Das würde selbst ich machen, wenn ich Bänker wäre ;-)

    --> Null Risiko.

    meteo
    NULL RISIKO??? Hab noch selten so ein Quatsch gelesen!

  11. meteo66 Beiträge18. Januar 2011
    Hallo marty6

    Okay, ich korrigiere mich: 0.0001% Risiko.

    Vielleicht kannst Du etwas mehr als nur einen Satz zum Thread beitragen. Du schreibst, das sei Quatsch - eine Begründung lieferst Du aber nicht. Ich finde solche Antworten schlicht und ergreifend nicht dieses Forums würdig!

    Oder vielleicht kannst Du mir erklären, wo das Risiko liegt, wenn 1.5 Mio an Wertschriften verpfändet werden.... selbst wenn diese Wertschriften 50% an Wert verlieren ist das ausgeleihene Geld immer noch zu 100% abgedeckt.

    Grüsse

    meteo

  12. Marty638 Beiträge18. Januar 2011
    Hallo marty6

    Okay, ich korrigiere mich: 0.0001% Risiko.

    Vielleicht kannst Du etwas mehr als nur einen Satz zum Thread beitragen. Du schreibst, das sei Quatsch - eine Begründung lieferst Du aber nicht. Ich finde solche Antworten schlicht und ergreifend nicht dieses Forums würdig!

    Oder vielleicht kannst Du mir erklären, wo das Risiko liegt, wenn 1.5 Mio an Wertschriften verpfändet werden.... selbst wenn diese Wertschriften 50% an Wert verlieren ist das ausgeleihene Geld immer noch zu 100% abgedeckt.

    Grüsse

    meteo
    Hallo meteo,

    Ich weiss nicht was Du beruflich machst und möchte es auch nicht wirklich wissen, es sollte Dir jedoch aus bewusst sein das es ein NULLRISIKO NIRGENDS gibt!

    Banjo erwähnte 1,5 Mio in Staatsanleihen, von welchem Staat diese Papiere sein sollen wurde nicht explizit erwähnt. Entgegen Deiner Äusserung ist dies absolut nicht 100% sicher, Griechenland, Portugal, Irland, Spanien etc. lassen grüssen... :-(

    Gruss

    marty6

  13. meteo66 Beiträge18. Januar 2011
    Hallo marty6

    Ja, da gebe ich Dir Recht - das sind aber auch die Worst-Case-Staaten, die Du das grad aufführst. Die Qualität der Anleihen wird eine Bank sicher begutachten und wenn die dauernd nur fallen, allenfalls später sogar andere Sicherheiten verlangen.

    Genau so gut kann auch ein Haus selber für eine Bank zur (im wahrsten Sinne des Wortes) Hypothk werden. Ich denke da nur an all die Häuser die im aktuellen Stil gebaut werden: Pultdach, kein Charakter, aber modern.

    Zwischengedanke:

    Man erinnere sich nur an all die 70er Jahre Häuser, die wir alle kennen. In den Immoinseraten erkennt man sie auf den ersen Blick: bräunlich, nicht isoliert, Oelheizung, uraltküche und kaum renoviert. Und de Eigentümer will das Ding dann noch vergolden und 700'000 für so ein Teil, das kaum mehr CHF 350'000 mehr an realem Wert hat.

    Und genauso wird es dann wohl auch dem aktuellen Stil gehen, den man in 10 bis 15 Jahren nicht mehr sehen kann (und will). Dann noch eine Strasse in der Nähe, die plötzlich gebaut wird. Dazu im falschen Quartier gebaut: Plötzlich sitzt man in einem Vorortsghetto.

    Tja, und dann hat das Haus, das einstmals CHF 700'000 gekostet hat, plötzlich KEINEN Wert mehr, weil sich kein Käufer findet (Ein Haus ist immer nur so viel Wert, wie sich dafür ein Käufer findet).

    Deshalb würde ich als Bank nebst der EK-Regel auch sehr stark auf den Haustyp achten. Irgend ein Supermodernhypeschrott würde ich mit 30% bis 40% EK belegen. Ein Landhaus, zeitlos, stilecht, da ist ein Späterer Verkauf quasi garantiert. Da würde ich auch 10% EK durchgehen lassen.

    Tja, aber ich bin keine Bank 🙂)

    Grüsse in den Abend

    meteo

  14. Marty638 Beiträge18. Januar 2011
    (Ein Haus ist immer nur so viel Wert, wie sich dafür ein Käufer findet).

    meteo
    Hallo meteo,

    Dies beschränkt sich nicht nur auf Häuser, das ist im Prinzip für alles ja der Fall 🙂

    Gruss und schönen Abend

    Marty6

  15. winner601’773 Beiträge19. Januar 2011
    Deshalb würde ich als Bank nebst der EK-Regel auch sehr stark auf den Haustyp achten. Irgend ein Supermodernhypeschrott würde ich mit 30% bis 40% EK belegen. Ein Landhaus, zeitlos, stilecht, da ist ein Späterer Verkauf quasi garantiert. Da würde ich auch 10% EK durchgehen lassen.

    Tja, aber ich bin keine Bank 🙂)

    Grüsse in den Abend

    meteo
    Deine Meinung in Ehren..... ich z.B. würde nie mehr ein Landhausstil-Haus kaufen.... und wenn das in meiner Gegend alle machen, wäre so ein Haus unverkäuflich.

    Für jeden Stil gibt es Leute, die ihn mögen. Bei deinem Beispiel der 70er-Jahre-Häuser ist ja eher der fehlende Unterhalt (Uraltküche...) das KO-Kriterium. Bei einem Haus, das NICHT unterhalten wird, fällt der Preis gegen Null oder darunter (Abbruchkosten). Lediglich der Landwert dürfte - sofern die Lage gut ist - tendenziell steigen.

    Und es war ist und wird immer so sein: Angebot und Nachfrage müssen sich treffen......

  16. aristocat610 Beiträge19. Januar 2011
    Man erinnere sich nur an all die 70er Jahre Häuser, die wir alle kennen. In den Immoinseraten erkennt man sie auf den ersen Blick: bräunlich, nicht isoliert, Oelheizung, uraltküche und kaum renoviert. Und de Eigentümer will das Ding dann noch vergolden und 700'000 für so ein Teil, das kaum mehr CHF 350'000 mehr an realem Wert hat.
    So verallgemeinern kann man das nicht, ich weiss von Immobilien aus den 70igern, die heute das fünfache an Wert haben. In meiner Region bezahlt man teilweise sehr viel Geld für solche Häuser oder Wohnungen. Ob diese auch so viel Wert haben, ist wieder eine andere Sache...