Unsere Nachbarn haben vor ca. 30 Jahren ein Wasserregister unter ihrem Rasen verlegt (plus Wärmepumpe im Keller eingebaut). Nun wollen sie, dass wir einen grossen Teil unserer Bäume fällen, weil im Winter die Nachmittags-Sonne teilweise verdeckt wird. Die Bäume stehen süd-westlich des Nachbargrundstücks ca. 20 m entfernt.
Meine Frage:
Kann es wirklich zutreffen, dass die Funktion einer solchen Heizung von der Nachmittags-Sonne im Winter abhängt?
(Im Sommer wird lediglich die Abendsonne am Bescheinen des Nachbargrundstückes gehindert).
Dazu kann ich aus meinen Unterlagen (Merkblatt A2 des AWP) zitieren:
Mit den Erdkollektoranlagen wird nicht die eigentliche Erdwärme genutzt, sondern die in den oberen Erdschichten über Sonneneinstrahlung, Regen bzw. Aussenlufteinflüsse gespeicherte Umweltwärme. etc. etc.
Was aber stimmt, dein Nachbar hat Probleme nicht Du. Kannst Ihn ja mal fragen was es Ihm Wert ist die Bäume zu fällen.
Es muss/sollte funktionieren. Mein ehemaliger Nachbar heizt seit über 25 Jahren so, ausser er gibt nicht zu, dass er im Winter nur elektrisch heizt. Dürfte dann aber relativ hohe Stromkosten geben.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass auf 1.5m Tiefe noch viel Sonnenwärme ankommt.
bei 20m Entfernung hat Dein Nachbar wohl keine Chance auch nur im geringsten eine Fällung zu fordern.... da hätte er damals eben 2000m? mehr Land kaufen müssen.... dann hätte er mehr Freifläche.
Zudem, würde ich ihn netterweise darauf hinweisen, dass seine 30jährige WP wohl auch schon technisch "Scheintot" ist und er sich darum eh eine neue mit besserem Wirkungsgrad zulegen sollte.
Bei Bodenfrost und Schneelage ist es sowieso vorbei mit lustig, da kommt kein Grad mehr in den Boden.... da entnimmt er eh nur noch Wärme aus unteren Schichten ohne jeglichen Nachschub von oben..
Das ganze funktioniert bis zum Wintereinsatz natürlich mit Wärme von beiden/allen Seiten. Im Winter selbst wird die Fehldifferenz via Elektroheizung zugeführt. Das war schon von Beginn an so und wenn dem so ist, er es also auch so gewöhnt ist, merkt er dies sowieso nicht.... oder es ist ihm, wie auch vielen anderen, nicht bewusst.
Das gleiche passiert auch bei Sohlebohrungen, wenn die Tiefe nicht ausreicht oder bei der verkauften, gebohrten Tiefe (aber wegen nicht passendem Untergrund) die erforderliche/errechnete Wattzahl je Bohrmeter nicht erreicht wird. Auch dann hat kein Bauherr kalte Füße.... die Wärme wird auf jeden Fall in der WP erzeugt!
So wie ich das Bild deute, stehen deine grossen Bäume direkt vor seiner Südseite. So das er Nachmittags und Abends keine Sonne auf seiner Rasenfläche hat.
Würde mich auch stören.
Den rechtlichen Aspekt bewusst weglassend:
Gewisse Bäume haben eine Berechtigung. Irgendwann werden Sie so gross, das es dadurch Beeinträchtigungen gibt und sie störend wirken. Dies scheint bei dir ganz klar der Fall zu sein.
Vermutlich ist die scheintote Wärmepumpe einfach der letzte Tropfen welcher das Fass zum überlaufen gebracht hat.
Ich währe der Fällaktion nicht abgeneigt. Ein verärgerter Nachbar kann viel Idille zerstören und das ganze Klima vergiften.
Sprich doch mit Ihm wie es mit den Fällkosten und den Ersatzpflanzungen respektive der anfallenden Kosten aussieht.
Eine einvernehmliche Lösung ist immer besser als Krieg mit dem Nachbarn.
Es muss/sollte funktionieren. Mein ehemaliger Nachbar heizt seit über 25 Jahren so, ausser er gibt nicht zu, dass er im Winter nur elektrisch heizt. Dürfte dann aber relativ hohe Stromkosten geben.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass auf 1.5m Tiefe noch viel Sonnenwärme ankommt.
schöne Grüsse
Hallo Cino
Danke für die gute Dokumentation.
Die entscheidenden Faktoren sind Tiefe (gegen Frost an der Oberfläche), genügend Abstand der Rohre zueinander, Feuchte in der Verlegetiefe und die Zusammensetzung des Untergrundes und der Auffüllung. Nur feinkörniger Untergrund und Auffüllung sowie genügend Feuchte können einen "Wärmenachfluss" ermöglichen.
Praktisch müssten dich zu hohe Bäume zur Südseite auch stören.
Es sei denn du benötigst einen Sichtschutz.
Evtl. bekommst du mit deinem Nachbarn einen Sponsor für eine anstehende Fällaktion.
Ganz herzlichen Dank für die vielen interessanten Informationen !
Hallo Turbo.
Danke, ja - ich sehe es auch so dass gewisse Massnahmen sinnvoll sind.
Wir wollten Lösungen durch Gespräche mit unseren Nachbarn finden. Sie haben jedoch auf unsere Angebote mit geradezu grotesken Forderungen reagiert. Du reichst den kleinen Finger, sie wollen den ganzen Arm. So geht es nicht.
Nun streben sie den gerichtlichen Weg an.
Der Fall ist im letzten Beobachter (September) dokumentiert.