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Wasser drückt durch Wand in der Einstellhalle / Wasser drückt auch von unten im Boden

3Antworten5’062Aufrufevon Luzern1901 · 20. März 2012letzter Beitrag vor 15 Jahren
  1. Luzern19011 Beiträge20. März 2012
    Wir wohnen in einem Haus mit insgesamt 30 Stockwerkeigentümern. Das Haus wurde im Juni 2010 fertiggestellt. Das Haus ist in den Hang hinein gebaut. Die Einstellhalle ist auf einer Seite von Erdreich umgeben und auf der anderen Seite nicht (da in den Hang gebaut). Bei der Wand der Einstellhalle, wo hinter der Wand Erdreich ist, drückt an mehreren Stellen das Wasser durch die Wand. Dies äussert sich einerseits darin, dass es dort teils ganz massiv verkalkt ist, und teils sieht man an der Wand einfach mehr oder weniger runde Wasserflächen. Vor ca. 6 Monaten (nach mehrmaligem Rügen...) hat die Baufirma die fechten Stellen dann mal mit einer "dunkelgrauen" Masse überzogen, womit der Wasserdurchbruch kurzfristig gestoppt war (was jedoch sehr unschön anzusehen war, sah man doch von Weitem wo korrigiert wurde). Den Wasserdurchbrüchen konnte damit jedoch nicht Einhalt geboten werden. Das Wasser suchte sich einfach den Weg an anderen Stellen, u.a. etwa dort wo diese "graue Masse" endete. Die Baufirma meinte diese Woche zu mir, bei der 2 Jahres-Bauabnahme würden die neuen Stellen dann auch wieder abgedichtet. Ich entgegnete, dass das bloss sog. "Pflästerlipolitik" sei, suche sich doch das Wasser stets wieder neue Wege.

    Das Wasser drückt jedoch nicht bloss von der Wand her sondern auch noch von unten durch den Garagenboden. Es hat deswegen teils auf dem Garagenboden grössere feuchte Stellen, die auch von blossem Auge sehr gut erkennbar sind.

    Wir die Stockwerkeigentümer sind der Ansicht, dass der Wasserabfluss (Meteorwasser) vorliegend nicht korrekt geregelt wurde. Eine sog. Sickerleitung dürfte vergessen gegangen sein oder sie wurde zumindest nicht fachgerecht montiert. Von Seiten der Baufirma hiess es diese Woche auf Nachfrage, man habe keine Sickerleitung gemacht, dann wieder doch (alles nur mündlich). Und weiter: Das sei ja eh nur die Einstellhalle und kein Wohnzimmer, und da müsse man mit solchen Wasserdurchbrüchen halt leben. Ich entgegnete dann mal, dass dies langfristig sicher auch der Bausubstanz abträglich sei, worauf der Typ von der Baufirma meinte, das sei nicht so, Wasser schade dem Beton nicht, und durch den Kalk werde das sogar noch fester als zuvor.

    Bei uns steht in ca. 1 Monat die sog. 2 Jahres-Bauabnahme an. Ich wäre um Tipps sehr froh! Dabei geht es vor allem um die Frage, ob es sich vorliegend um einen Baumangel handelt oder nicht. Und falls ja, wie man das beheben kann!? Meines Erachtens handelt es sich sogar um einen Prototypen eines Baumangels. Wie dargelegt sieht das die Baufirma jedoch anders... Vielen herzlichen Dank jedenfalls bereits im Voraus für alle Antworten!

  2. Arcuos2’160 Beiträge20. März 2012
    Hallo Luzern1901

    erstmal willkommen im Forum!/emoticons/default_smile.png

    Wir haben in unserem Keller auch solche "graue Abdichtungsmasse"... auch Hanglage usw...

    Nun ist unser Keller aber trocken und es sind auch keine Wassereinbrüche mehr passiert. Der Grund für die Wassereinbrüche war, dass die Meteorwasserabläufe in den Oberlichtschächten nicht funktionierten! Diese wurden nicht gespühlt und es befand sich noch Bauschutt in den Abläufen.

    Es kann übrigens bereits nach einem Jahr auch massive Kalkansammlungen in der Meteorleitung geben, da der Kalk ja vom Hang ausgeschwämmt wird und sich dann im Rohr absetzt. Eine regelmässige Kontrolle und Spühlung ist somit dringend emfpehlenswert!

    Nun zu Deinem Fall:

    1) "Normal" ist das - auch für eine Einstellhalle - nicht!

    2) Wenn ihr so einen Hangdruck habt, dann müsste eine Meteorwasserleitung (Drainage) vorhanden sein.

    3) Diese muss gespühlt werden (nach Erstellung und je nach Bedarf alle 2-3 Jahre). Normalerweise gibts dafür ein Protokoll inklusive Video...

    Zur 2-jährigen Garantieabnahme würde ich auf jeden Fall noch einen neutralen Spezialisten hinzuziehen.

    Grüssle

    Arcuos

  3. Hauschenbauer30 Beiträge21. März 2012
    Ich finde es falsch das du nur auf den Baumeister los gehst. Sollte es nähmlich so sein das keine Sickerleitung erstellt wurde weil diese durch die Gemeinde nicht erlaubt wurde, ist der Baumeister aus dem schneider betreffend vergessen der Ssickerleitung. Dann würde wiederum ein Planungsfehler vorliegen da das Abdichtungskonzept mangelhaft ist beziehungsweise gar nicht existiert. /emoticons/default_wink.png

    Da du mit keinem Wort euren Architekten erwähnt hast nehme ich schwer an, dass dieser einfach gesagt hat, jaaaaah der Baumeister ist schuld...

  4. Bauprofi739 Beiträge21. März 2012
    Hallo Luzern1901

    So wie Du es beschreibst dürfte der Beton vom Baumeister nicht eine WU (Wasserundurchlässig) sein. Eine äussere Abdichtung scheint wohl nicht vorhanden oder schlecht ausgeführt zu sein. Hierzu wäre es erst einmal wichtig was denn im Baubeschrieb zu dem Gebäude steht. Wenn die Abnahme ansteht, würde ich empfehlen einen externe Fachmann hinzuzuziehen der vorab den Baubeschrieb und das Objekt prüft. Dann bei der Abnahme dabei ist. Der kann dann Klartext mit dem Baumeister reden.

    Gruss Bauprofi