d.h. aber Ihr heizt die Rohre elektrisch, damit das liegende Wasser darin warm bleibt..???/emoticons/default_eek.png Wie sieht es dann bei Kosten/Nutzen aus? Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies sinnvoll ist... oder?/emoticons/default_confused.png Im Bad haben wir exakt 12 Sek., in der Küche 15-18 Sek... das sind für uns akzeptable Werte.
Meines Wissens geht die Heizung nur an, wenn Wasser durchfliesst resp. am Durchlaufen ist... Bei der Kosten-Nutzen-Frage teilen sich die Meinungen; Je eher du über Warmwasser verfügst, desto geringer dein Wasserverbrauch. Ob sich die Wasserkosten am Schluss mit den Stromkosten kompensieren weiss ich nicht genau - auf jeden Fall steigt deine "Lebensqualität", wenn das Warmwasser schnell da ist... Heute Abend messe ich mal die Zeit... denke, dass es bei mir zwischen 5 bis 10 Sekunden sind.
Meines Wissens geht die Heizung nur an, wenn Wasser durchfliesst resp. am Durchlaufen ist...
Das Gegenteil ist richtig. Wenn warmes Wasser fliesst, heizt das Wärmeband nicht mehr. Erst wenn das stehende Wasser wieder erkaltet, erfolgt ein 'Nachheizen'.
Ansonsten müsste ein Durchlauferhitzer zum Einsatz kommen.
Wäre ein Durchlauferhitzer nicht viel sinnvoller? Der würde nur heizen, wenn tatsächlich WW benötigt wird. Leider wird dieser einiges teurer sein.
Bei einem Neubau würde ich heute darauf achten, dass die WW Leitungen vom Boiler weg durchgehend isoliert wären und die Leitungslängen kurz gehalten werden.
Ich frage mich aber wie es über 25 Sekunden dauern kann bis das WW da ist. So grosse Häuser gibt es doch nicht. Oder sind da die Durchflussgeschwindigkeiten so tief?
...Ich frage mich aber wie es über 25 Sekunden dauern kann bis das WW da ist. So grosse Häuser gibt es doch nicht. Oder sind da die Durchflussgeschwindigkeiten so tief?
Eben - das ist ja das was mich so erstaunt. Bei uns kommt das WW aus dem Boiler, welcher im Nebenhaus installiert ist (Zentrale Versorung/Heizung für 3 Häuser ? je 6 Parteien). Bei uns sind die Rohre vermutlich dicker ausgelegt als bei einem EFH und zudem sehr gut isoliert (führen ca. 15m durch unbeheizte Gemeinschaftsgarage und Keller)... aber selbst ohne Wasserbezug der anderen im Haus haben wir im Bad stehts nach 12-13 Sek. Warmwasser... 25 Sekunden halte ich für äusserst lang und inakzeptabel -> Planungsfehler/Ausführungsfehler.
Bezüglich "Begleitheizung": Meines Erachtens kann sowas nur eine Notlösung sein. Wenn ich um das stehende Wasser in den Rohren das ganze Rohr mitheizen muss, dann ist dies sicherlich sehr ineffizient und mit hohen Stromkosten verbunden und stünde in keinem Verhältnis zu den 3-4 Litern Wasser, welches vergeudet wird.../emoticons/default_wink.png
Du wohnst ja in einem Mehrfamilienhaus. Da habt ihr bestimmt Zirkulationsleitungen. Das ist natürlich etwas ganz anderes. Da zirkuliert das WW dauernd und wird immer wieder aufgeheizt.
Der eigentliche Weg besteht bei Dir also nur vom Abgang dieser Zirkulationsleitung bis zu Deinem Wasserhahn.
Ja das ist halt genau die Kontroverse zwischen Wassersparen,Komfort und Energiebilanz.
Deshalb umdenken und WW nur dann aufbereiten wenn man es benötigt und kurze Leitungswege planen. Auch im Mehrfamilienhaus ist dies eine energetisch sinnvolle Massnahme.
Nach SIA wird nicht in Sekunden gemessen bis das Warmwasser fliesst sondern
in Liter.
Der Grund liegt darin, dass nicht alle den gleichen Durchfluss in Liter pro Minute haben. Manche haben ja sogar zum Wasser sparen sogenannte "Neoperl-Strahlregler" als Düsen. das vermindert den Durchfluss enorm, je nach Modell. Zudem zieht die Düse auch Luft an, welche die Wassertemp. beeinflusst.
Ich habe diesen Check gemacht und komme auf 3.5 Liter. Das wäre dann nach SIA Norm viel zu viel. Nur finde ich diese SIA Norm nirgends und frage mich auch, ob die rechtlich verbindlich ist und ich vom Unternehmer verlangen kann, dass dieser Mangel behoben wird.
Mich stört vor allem der hohe Wasserverbrauch. Mit 3 kleinen Kindern brauchen wir sicher 10 mal täglich warmes Wasser im Badezimmer. Somit hätten wir 35 Liter warmes Wasser einfach 'verschwendet'.
Hallo, wir haben für die Bad-Warmwasserzufuhr in einem Anbau eine kleine Umwälzpumpe mit Timer vom Sanitär eingebaut bekommen. Damit zirkuliert das Warmwasser zu den Stosszeiten, und wir müssen nicht die ganze Leitung entleeren, bevor warmes Wasser kommt.
Übrigens sollten alle Warmwasserleitungen im Haus isoliert sein.
Übrigens sollten alle Warmwasserleitungen im Haus isoliert sein.
Das ist korrekt, wird in der Schweiz aber praktisch nie über die ganze Länge gemacht. Meistens wird nur der Leitungsteil in unbeheizten Räumen isoliert.
Vom Wassererwärmer bis zum Warmwasserverteiler muss die Leitung gedämmt sein. Min. 40mm nach Energiegesetz. Die Kunststoffrohre (Sanipex, Optiflex, Instaflex, usw.) werden nie gedämmt. Ausser, das Bad befindet sich in der am weitesten entfernten Hausecke. Da wird über den Pexschlauch ein Dämmschlauch gezogen und ein Heizband mit eingepackt. Ausstosszeiten über 12 Sek. sind meistens, NICHT immer, resultate falsche Planung. Sei es der Architekt, der jede Nasszelle in einer anderen Ecke plaziert oder der Installateur, der zu grosse Dimensionen verwendet.
Vielfach ist aber der Bauherr schuld, finde ich. Weil dieser in der anderen Ecke des Hauses im OG eine Regenbrause will, die einen hohen Wasserverbrauch hat und darum mit einem oder gar zwei dicken Schläuchen versorgt werden muss.
Wir haben darauf geachtet, dass alle Nasszellen übereinander liegen. Über dem Technikraum das Gästebad und die Küche, darüber das Familienbad, darüber das Elternbad. Dafür mussten wir ein Zimmer mit tageslicht opfern, da Hanglage.
Wir haben darauf geachtet, dass alle Nasszellen übereinander liegen. Über dem Technikraum das Gästebad und die Küche, darüber das Familienbad, darüber das Elternbad.
Genau so ist es bei uns auch. Das Bad im OG ist über dem WC im EG und die Küche in der Nähe des WCs. Haben auch keinerlei Probleme, sondern schnell Warmwasser (Dies im Vergleich zum Mietshaus wo wir vorhin wohnten. Dort dauerte es immer extrem lange, bis warmes Wasser kam.).
Danke für Deine Ausführungen, die sind sehr hilfreich.
Wieso müssen denn die Kunststoffrohre nicht gedämmt sein? Denn bei uns
ist der Warmwasserverteiler im Technikraum. Von da gehen alle Leitungen ungedämmt zu den Verbrauchern.
Wir haben auch darauf geachtet, die Leitungen möglichst kurz zu halten. Trotzdem kühlt uns das WW sehr schnell wieder aus. Genau deshalb weil die Kunststoffrohre nicht gedämmt sind. So viel ich weiss ist das in Deutschland anders. Da werden alle Rohre bis zum Verbraucher durchgehend gedämmt.
Bei uns dauert es, im Vergleich zu vielen hier, nicht so lange bis WW kommt (7-8 Sek), aber nach 10min. kommt bereits wieder kaltes Wasser. Das stört mich. Da nützen mir auch die kurzen Leitungen nichts, da wir speziell darauf geachtet haben.
Das Gegenteil ist richtig. Wenn warmes Wasser fliesst, heizt das Wärmeband nicht mehr. Erst wenn das stehende Wasser wieder erkaltet, erfolgt ein 'Nachheizen'.
Ja, es ist tatsächlich so, dass die Begleitheizung (gelber Draht) auch ohne Warmwasser zu produzieren warm ist.../emoticons/default_additional/110.gif Hier noch das versprochene Bild als Erläuterung...
In der Schweiz müssen alle Wasser- und Gasleitungen ersetzt werden können, die einbetoniert werden. Darum haben wir Schweizer Kunststoffrohre mit Leerrohr. In Deutschland wird das Wasser meines Wissens, nicht einbetoniert. Unsere Nachbarn verlegen die Rohre im UB oder in der Dämmung. Wieso bei Dir die Rohre schnell auskühlen weiss ich nicht. Der Beton und die Wände welche die Installation in sich haben, sind ja im warmen Bereich.
Wieso bei Dir die Rohre schnell auskühlen weiss ich nicht. Der Beton und die Wände welche die Installation in sich haben, sind ja im warmen Bereich.
Es ist zwar alles im warmen Bereich nur ist dieser Bereich nicht 55°C heiss.
Bei 20°C Umgebung und einer so grossen Oberfläche kühlt das Wasser in kürzester Zeit aus.
In der Schweiz müssen alle Wasser- und Gasleitungen ersetzt werden können, die einbetoniert werden. Darum haben wir Schweizer Kunststoffrohre mit Leerrohr.
Trotzdem verstehe ich nicht, wieso diese Leerrohre nicht gedämmt sein können. Man könnte doch Leerrohre verwenden welche bereits eine Isolation enthalten.
Die Leerrohre sind dafür gedacht, dass man die Leitungen später mal austauschen kann. Wenn eine Dämmung etwas bringen soll, dann sollte diese direkt am Rohr anliegen. Dann kannst Du das mit dem späteren Auswechseln aber vergessen. Deshalb gibt es dieses Produkt nicht.
Das ist mir klar, dass die Leerrohre dafür gedacht sind. Aber ich stelle mir Leerrohre vor, welche aussenherum direkt eine Isolierung angebracht haben. Dann hat ein solche Leerrohr halt nicht einen Aussendurchmesser von 20mm sondern vielleicht 60mm oder mehr.
Wenn eine Dämmung etwas bringen soll, dann sollte diese direkt am Rohr anliegen.
Da bin ich nicht mit Dir einverstanden.
Dies gilt nur, wenn der Zwischenraum zwischen Leitung und Leerrohr von etwas umgeben ist, welches durchfliessen, durchziehen kann. Und so die Wärme abtransportiert werden kann. Dies ist aber nicht der Fall. Dies ist stehende Luft.