Vaterschaftsurlaub bei der Migros
- imported_admin262 Beiträge30. Juli 2006Bern - Frisch gebackene Väter, die bei der Migros arbeiten, können sich künftig mehr Zeit für die Familie nehmen. (bert/sda)
Die Migros dehnt eine Regelung der Migros-Genossenschaft Zürich auf den ganzen Konzern aus.
Der Detailhandelskonzern führt ab dem 1. Januar 2007 für 25´000 Mitarbeiter einen bezahlten Vaterschaftsurlaub von zwei Wochen ein.
Die zehn bezahlten Tage können die betroffenen Väter an einem Stück oder als einzelne Tage beziehen, wie Migros-Kommunikationschefin Monica Glisenti einen Bericht der «SonntagsZeitung» bestätigte. Zusätzlich haben die Mitarbeiter Anrecht auf bis zu zwei Wochen unbezahlten Urlaub.
Die Migros dehnt damit eine Regelung der Migros-Genossenschaft Zürich auf den ganzen Konzern aus. Diese steht im Rahmen des neuen Landes-Gesamtarbeitsvertrags (L-GAV). Wegen der laufenden Verhandlungen für den L-GAV wollte Glisenti keine weiteren Einzelheiten dazu nennen.
Keine gesetzliche Grundlage
Mit Ausnahme der Globus-Gruppe, der einen eigenen GAV hat, sind alle Schweizer Migros-Firmen dem L-GAV unterstellt. Dazu gehören auch der Reiseveranstalter Hotelplan, die Migrosbank, die Bäckerei Jowa, Chocolat Frey oder die Mineralölgesellschaft Migrol. Im Gegensatz zum Mutterschaftsurlaub (14 Wochen bei 80 Prozent des Lohnes) ist die Auszeit für Väter nach der Geburt eines Kindes nicht gesetzlich geregelt.
Seit Anfang dieses Jahres können indes frisch gebackene Väter, die bei der Swisscom arbeiten, ebenfalls zwei Wochen Auszeit für ihre Familie nehmen.
Entwicklungsland Schweiz
In Sachen Vater- und Mutterschaftsurlaub ist die Schweiz aber im Vergleich etwa zu skandinavischen Ländern ein Entwicklungsland. Dänemark kennt einen bezahlten Mutterschaftsurlaub von 28 Wochen, wovon 10 Wochen auf den Vater übertragen werden können.
In Finnland dauert die bezahlte Auszeit ein Jahr, die ersten 21 Wochen für die Mutter, die übrigen 31 dürfen sich die Eltern teilen. Schweden kennt einen bezahlten Elternurlaub von 15 Monaten, davon mindestens einen Monat für den Vater.
http://www.news.ch/Vaterschaftsurlaub+bei+der+Migros/248129/detail.htm?ref=rss
- dad0645 Beiträge30. Juli 2006tja, da können sich die schweizer ein grosse stück abschneiden....
bei uns zählt wohl nur umsatz und leistung, familie nicht... schade.
kein wunder gibts in der CH immer weniger kinder, es wird ja auch nicht wirklich attraktiv gemacht.
- luccio300 Beiträge31. Juli 2006ja da muss die schweiz noch ein bisschen von den nachbarn (egal ob die nahen oder die fernen) lernen, denn schlussändlich helfen heutzutage sehr viele männer mit und hätten meiner meinung nach auch das anrecht auf vaterschaftsurlaub, so dass man die frau ein bisschen mehr unterstützen kann und mehr zeit mit dem kinde verbringen kann.
- Winnetou261 Beiträge31. Juli 2006Das ist sicherlich alles Gut und Recht, es stellt sich einfach die Frage wer diese Kosten dann schlussendlich trägt ... und da würde ich ganz einfach behaupten .... alle welche dann Kufkraft mässig weniger verdienen.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Firma ohne völligen Eigennutzen den Mitarbeitern ein derartiges Geschenk macht.
Und es stellt sich gleich noch eine weitere Frage ... wo ist den die Familie geblieben, denn insbesondere in südlichen Ländern leben die Bewohner noch vor was eine Familie ist und da hilft die Grossmutter, Onkel, Pate und was auch immer und so kann eine junge Familie meiner Ansicht nach besser gedeihen als wenn einfach der Ernährer (ist jetzt böse gesagt) bezahlten Vaterschaftsurlaub geniessen kann.
Vieleicht ist meine Einstellung veraltet, aber es kann und darf doch nicht sein, dass wir als Familien auf Almosen angewiesen sind welche sich irgendwann (mindestens finanziell) rächen werden. Besser wäre doch einfach die Steuern für Familien auf einen erträglichen Rahmen zu bringen, zum Beispiel indem man die Steuerprogression nicht nach einigen Zehntausend Franken steuerbares Einkommen einfriert sondern diese weiterzieht bis zum Beispiel 24 Millionen (Ospel) und diese Mindereinnahmen so problemlos kompensieren könnte.
- imported_admin262 Beiträge31. Juli 2006
Besser wäre doch einfach die Steuern für Familien auf einen erträglichen Rahmen zu bringen, zum Beispiel indem man die Steuerprogression nicht nach einigen Zehntausend Franken steuerbares Einkommen einfriert sondern diese weiterzieht bis zum Beispiel 24 Millionen (Ospel) und diese Mindereinnahmen so problemlos kompensieren könnte.
Die Steuerprogression ist sowieso aus der Mode... Heute hat man Steuerdegression!
- Winnetou261 Beiträge31. Juli 2006Und noch schlimmer und übler wird es mir wenn ich sehe, dass die Nationalräte und andere Politiker ein Einkommen von SFr. 0.- und ein vermögen von 0.- ausweisen insbesondere die Grünen und Roten sind da Meister.