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Unser Gartenprojekt

14Antworten3’603Aufrufevon Claudia72 · 22. März 2019letzter Beitrag vor 7 Jahren
  1. Claudia7254 Beiträge22. März 2019
    Liebe Susann

    ja, unser Winter ist definitiv viel zu lang - nicht nur für die Zierkirsche ?

    Ich wusste aber nicht, dass die in tieferen Lagen manchmal auch mit dem Blattaustrieb blüht. Hab in meinen Jahrzehnten am See offensichtlich nie so genau drauf geachtet und im Garten hatte ich keine. 

    Und ja, was gefällt ist immer sehr individuell.... ?

    Windgeschützt ist bei uns leider nichts - zwar sehr sonnig (Südhang) und mit super Aussicht, dafür aber halt windexponiert (v.a. Süd/West). Den windgeschütztesten Platz auf der Ostseite kriegen Gemüse und Beeren.... 

    Wir haben einen 70-er Jahre Garten übernommen, der erstmal von tonnenweisen Föhren und Contoneaster befreit werden musste ? 

    Schritt für Schritt wird nun ein Naturgarten draus. Ab ca. Mitte April hat unterstützt uns der Gärtner, vorher ist er komplett ausgebucht.... 

    Wir machen sehr viel selbst, aber was Maschinen braucht, die über eine Motorsäge hinausgehen, überlassen wir lieber dem Profi ?

    Und so ungefähr soll’s dann mal aussehen....  

    Allfällige Ideen und Anregungen sind herzlich willkommen! 

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    1× hilfreich
  2. Susann6’311 Beiträge22. März 2019 · bearbeitet
    Edit: Mach doch ein neues Thema auf, wir sind hier ein wenig OT...
    Ich kann deinen Post dann verschieben
    ------

    Wow, das wird schön ?

    Dito 😀  
    Wir haben vor 15 Jahren unser Haus aus den 60ern übernommen. Wir mussten zwei Nadelbäume fällen, inzwischen auch sieben alte Obstbäume, dazu jede Menge Cotoneaster und Lonicera entfernen - von letzterem finde ich aber immer wieder welchen ? 
    Ich mache eigentlich auch das meiste selber, ausser eben die groben Sachen und Bauten, wie Teich oder die Mauer am Hang. Und den Baumschnitt, den mache ich auch nicht mehr selber.

    Ist die Skizze von dir? Sehr schön! 
    Was plant ihr da aussen rum, sind das verschiedene Gehölze als Hecke? 
    Der Teich ist toll - aber schwimmen geht eher nicht, oder? Kann es sehr empfehlen 🙂  

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    Aber so oder so, Wasser im Garten ist echt eine Bereicherung (zumal du ja offenbar einen See verlassen musstest).

  3. Claudia7254 Beiträge23. März 2019
    Liebe Susann

    Herzlichen Dank für dein Feedback und deinen Weiher-Input!

    Es klingt so, als hättest du einen ähnliche Ausgangslage gehabt. Wir sind grad mittendrin im Roden. Am liebsten würd ich die gerodeten Flächen jetzt schon bepflanzen,  aber da das ganze Terrain noch neu modelliert werden muss, wird damit erstmal nichts, bis der Gärnter soweit ist. Auf jeden Fall haben wir schon mal Brennholz für die nächsten Jahre gestapelt 😉  

    Schwimmteich wäre ganz toll, leider passt der nicht mehr ins Budget  🙁  

    Unser Teich wird deshalb ein "Schwimmteich"   🙂   - oder eher Lebensraum für Amphibien und andere Wildtiere. Wir sind gespannt, was sich das so ansiedelt.... An einem ganz kleinen Stück am Uebergang zum Sitzplatz können wir die Füsse baden, dort gibts ein kleines Betonfundament mit Platten drüber. Sonst bleibt der Teich wildtierfreundlich flach abfallend... 

    Der Plan ist vom Gärtner, so toll könnte ich das nicht darstellen 🙂   - die Ideen stammen weitestgehend von uns. 

    Aussenrum (Süd und Ost sind abfallende Böschungen) gibts eine Hecke aus frei wachsenden, luftig gepflanzten Wildsträuchern. Vereinzelt hat es bereits Sträucher, die wir erstmal stehen lassen (Berberitze, Stechpalmen, Haseln, Wildapfel etc.) Da es insgesamt eine ganze Menge an Sträuchern braucht, würde es zu aufwändig, jede einzelne Pflanze auszusuchen. Für Vögel und Wildtiere brauchts ja eine möglichst vielfältige Auswahl. Wir werden vermutlich in der Baumschule oder vom Gärtner einfach ein Sortiment zusammenstellen lassen, so dass zu jeder Jahreszeit etwas hübsches zu sehen ist: Blüten, Beeren, Laubfärbung etc.... und dann pflanzen wir unsere Lieblingssträucher dort, wo wir uns oft aufhalten. 

    Sorgfältiger auswählen werden wir das Beet zwischen den beiden Sitzplätzen auf der Westseite , da hätte ich gerne möglichst viele blühende und vor allen auch duftende Pflanzen und Kräuter. Es fällt südlich hab, hat also ganztags sehr viel Sonne. Hättest du da noch Ideen für Pflanzen, die auf 950m gut gedeihen?  Lavendel und Rosen sind schon drin, die frostresistenteren mediterranen Kräuter werden möglich sein (wachsen auch in den Nachbarsgärten), Frühjahrsblüher sind vereinzelt schon drin, werden wir sicher noch ergänzen. Was könnte da noch blühendes (und am liebsten auch duftendes) dazu? Idealerweise einheimische Wildpflanzen, es dürfen aber schon auch andere dazwischen 🙂  

    Herzlich

    Claudia

  4. Susann6’311 Beiträge23. März 2019 · bearbeitet
    Schwimmteich wäre ganz toll, leider passt der nicht mehr ins Budget  🙁  

    Unser Teich wird deshalb ein "Schwimmteich"   🙂   - oder eher Lebensraum für Amphibien und andere Wildtiere. Wir sind gespannt, was sich das so ansiedelt.... An einem ganz kleinen Stück am Uebergang zum Sitzplatz können wir die Füsse baden, dort gibts ein kleines Betonfundament mit Platten drüber. Sonst bleibt der Teich wildtierfreundlich flach abfallend... 
    Ich hab eine ziemlich genaue Vorstellung, was sich ansiedeln wird:
    Erdkröten, meist paarweise
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    Teichfrösche als Dauerbewohner
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    Grasfrösche, erwischt beim Auszug aus dem Teich
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    Teichfrösche als Dauerbewohner
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    Bergmolche, bei dir vielleicht sogar Kammmolche?
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    Nur die Laubfrösche werden es wohl nicht bis zu euch hinauf schaffen...
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    Die Amphibien kommen in jedes natürliche Gewässer, wenn die Wasserqualität gut ist und Pflanzen, Sonne und Schatten vorhanden.  Bei uns zogen sie mit dem Teichfüllen ein 😀  
    Ausserhalb vom Schwimmbereich ist bei uns auch Seichtbereich, da kommen alle Genannten zum Paaren und hinterlassen ihre Nachkommenschaft. Die putzen uns dann die Algen weg, bis sie bis Mitte Sommer ebenfalls ausziehen. Ausser die Teichfrösche, die bleiben. 
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  5. Susann6’311 Beiträge23. März 2019
     Auf jeden Fall haben wir schon mal Brennholz für die nächsten Jahre gestapelt 😉  
    Wir haben heute noch Holz vom Kirschbaum, der vor dem Schwimmteichbau gefällt wurde, das war 2011... Jetzt wurde im letzten Herbst auch der zweite gefällt und wir hatten viel Brennholz zu verschenken 😉  
     

    Wir werden vermutlich in der Baumschule oder vom Gärtner einfach ein Sortiment zusammenstellen lassen, so dass zu jeder Jahreszeit etwas hübsches zu sehen ist: Blüten, Beeren, Laubfärbung etc.... und dann pflanzen wir unsere Lieblingssträucher dort, wo wir uns oft aufhalten. 
    So haben wir das im Steilhang auch gemacht, Schmetterlinge, Bienen, Vögel - und Herbstfärbung. Wir haben Kornellkirsche, Roter Hartriegel, Hasel, Pfaffenhütchen, Sanddorn, Traubenkirsche, Salweide, Holunder, Wolliger und Gemeiner Schneeball als Forstgehölz gepflanzt. Das Wachsen dauert zwar ein wenig länger, aber der Preisunterschied ist erheblich: max. CHF 10 pro Stück.
    Nur die Felsenbirne und die Beerensträucher waren Baumschulpflanzen.
    Die Edleren sind bei uns auch da, wir wir selber sind 😉  

    Sorgfältiger auswählen werden wir das Beet zwischen den beiden Sitzplätzen auf der Westseite , da hätte ich gerne möglichst viele blühende und vor allen auch duftende Pflanzen und Kräuter. Es fällt südlich hab, hat also ganztags sehr viel Sonne. Hättest du da noch Ideen für Pflanzen, die auf 950m gut gedeihen?  Lavendel und Rosen sind schon drin, die frostresistenteren mediterranen Kräuter werden möglich sein (wachsen auch in den Nachbarsgärten), Frühjahrsblüher sind vereinzelt schon drin, werden wir sicher noch ergänzen. Was könnte da noch blühendes (und am liebsten auch duftendes) dazu? Idealerweise einheimische Wildpflanzen, es dürfen aber schon auch andere dazwischen 🙂  
    Mit den Wildpflanzen ist es halt so eine Sache... Oft wuchern sie und konkurrenzieren sie die gezüchteten Sorten. Man muss die beiden also sauber trennen - und die "Wilden" nicht nah zu den Rosen setzen.
    Das gilt übrigens auch für den Lavendel, er gilt zwar als Rosenbegleiter, aber leider ist das nur optisch passend. Rosen brauchen viel Luft und Nahrung, der Lavendel mag es heiss und mager. Kompost ist weniger problematisch, aber Rosendünger mag der Lavendel gar nicht.

    Neben den einheimischen und sehr gut winterharten Stauden wie Wegwarte, Alpenflockenblume, Akelei und Kornblume wäre da die duftenden Moschusmalve (rosa oder weiss zu empfehlen) Ich fülle immer mal wieder Lücken damit auf (vorne rechts und Mitte) und sie duftet wirklich!

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    Etwas speziellere Dufter unter den Wildpflanzen wären Braune Akelei (Aquilegia viridiflora Chocolate soldier), die  Grönland-Margerite (Arctanthemum arcticum Rossum), die Duftende Nachtkerze (Oenothera odorata Sulphurea) oder die Trauben-Silberkerze (Cimicifuga racemosa). Alle gibt's aber eher nur in gut sortierten Staudengärtnereien.

    Dann sind da natürlich auch etwas weniger "wilde", dafür dekorative und duftende Stauden wie Zitronen-Taglilien und den vielfältigen Phlox. Für die nicht ganz vollsonnigen Plätze wären auch Nachtviolen denkbar, die sind abends in der Nähe vom Sitzplatz sehr wirkungsvoll. Auch Lupinen duften übrigens, allerdings muss man auf die Sorte achten. Und: Eine Pfingstrose wäre natürlich bezüglich Duft ungeschlagen!

    Ich könnte jetzt noch endlos weitermachen, ich bin nämlich auch wieder auf der Suche...
    Ich werde mir für den Teichrand wohl die duftende Mädesüss (eigentlich Rosa Spierstaude, Filipendula rubra Venusta) zulegen... 

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  6. Claudia7254 Beiträge29. Juli 2019
    Der Teich hat sich mittlerweile belebt - mit genau den genannten Amphibien  ?-  zusätzlich noch viele Libellen und Wasserschnecken und als  Ueberraschung zahllose Fischchen....  vermutlich eingeschleppt durch Vögel. Die haben unseren Teich offensichtlich als Badestrand auserkoren - sie sind an sonnigen Tagen ganztags am Baden... ?

    Neben der riesigen Freude an allem, was so am, im und auf dem Wasser lebt zeigt sich bei der Teichpflege nun auch die weniger schöne Seite. Der Gärtner hat die komplette Flachwasserzone mit lehmigem Aushub gefüllt und nur eine dünne Schicht Steine drüber gelegt. 

    Der Teich und ist innen jetzt komplett mit einer Lehmschicht „überzogen“. Statt verschiedener hübscher Farben von nassen Steinen  ist alles einheitsgraubeige  - mit grünen Algen .... ?

    Das Entfernen der Algen nur äusserst mühsam möglich, da man mit Anstand zum Teich stehen muss und sofort im nassen Lehm „versinkt“, sobald man versehentlich einen Fuss innerhalb der Teichfolie absetzt. 

    Lässt sich da noch etwas „retten“? Z.B Lehm aus der Flachwasserzone absaugen? Was dann aber auch nur das Sumpfproblem am Rand lösen würde, die Lehmschicht über allen Steinen bliebe dabei ja unverändert... ?

    Oder ist es insgesamt die sinnvollere Lösung?, wenn wir uns einfach damit abfinden, einen lehmigem Teich zu haben?  Manchmal ist es ja auch einfach Energieverschwendung, unveränderliches verändern zu wollen....

    Auf den Fotos ist der Teich als Ganzes und die Sumpfzone im Detail beigefügt. Nach dem heftigen Regen gestern ist der Teich nun komplett trüb - das immerhin ist zum Glück nicht dauernd so... ?

    Dann noch eine Frage zu den Fischen: Müssen die entfernt werden oder reguliert sich der Bestand von selbst? Er ist in den letzten knapp 2 Monaten von 3 Fischen auf sicher hundert angewachsen.

    Die vermehren sich wie verrückt. Vermutlich wären aber nach dem Entfernen auch gleich wieder welche drin, da ja ständig Vögel im Teich baden.

    Wir sind dankbar um Einschätzungen und Rat von erfahrenen Teichbesitzern.57F59144-20D7-4941-A631-A44A33850BEE.jpegD6AC785B-61A2-40BE-B390-41CA15813B3A.jpeg

  7. Susann6’311 Beiträge30. Juli 2019
    Ups, das sieht wirklich ein wenig nach Tümpel aus ? Aber du hast ja offenbar auch die allertrübste Version Bilder eingestellt 😀  

    Was sagt der Gärtner dazu? Ist das Absicht? Ist es ein reiner Lehmteich oder habt ihr eine Folie drunter?
    Es gibt viele verschiedene Teichbausysteme. Ihr solltet halt wissen, was der Gärtner vor hatte oder hat. M.E. ist da zu wenig Kies drauf und (noch) zu wenig Pflanzen - oder habt ihr unter Wasser auch Pflanzen?
    Wie gesagt, es könnte aber auch sein, dass dies Absicht ist. Hier in der Nähe hat ein Gärtner auf seinem Versuchsareal auch zwei Teiche gebaut, mit Folie und Lehm drauf, ohne Kies, ohne Filter und Pumpe. Später hat er dann einen Wasserzulauf und einen Überlaufkanal gebaut. Jetzt im vierten Jahr hat sich der Lehm abgesenkt, der Boden ist von einer Schicht Schlamm bedeckt, da hat wurde in diesem Frühjahr Rohrkolben gesetzt. Sonst ist alles voller Algen, hauptsächlich grüne Schwebealgen.  Aber es scheinen sich so langsam auch Amphibien einzufinden und ein wenig Mikroorganismus zu bilden, soweit man es erkennen kann; das Wasser ist zwar klarer als zu Anfang, aber immer noch sehr trüb. Ich konnte ihn noch nicht fragen, wie seine Versuchsanordnung genau aussieht, ich beobachte nur die Entwicklung...
     

    Saugen halte ich für keine gute Idee, obwohl wir das anfangs auch gemacht haben. Aber  ein Teich ist ein halboffenes System, er muss sich zusammen mit der Umgebung etablieren. Dazu gehören eben auch Flora und Fauna, die längerfristig für die Reinigung des Wassers sorgen. Mit dem Saugen bringt man das ständig durcheinander und saugt eben auch Mikroorganismen ab, ohne die das Wasser einfach "tot" ist. 

    Fische können einen Problem werden, wenn sie die Quappen der Amphibien fressen (ausser Kröten mögen sie alles...). Meist muss man sich zwischen Fischen und Amphibien entscheiden oder genauer, die Amphibien bleiben mit der Zeit weg, wenn zu viele Fische da sind.
     

  8. Claudia7254 Beiträge30. Juli 2019
    Ja, es ist tatsächlich eine sehr trübe Version und dazu noch an einem trüben Tag  🙂

    Der Teich hat sich nach dem Befüllen Ende Mai geklärt, dann kamen die Schwebealgen - und dann war er bis vor der letzten Hitzewelle wieder klar. Jetzt durch den starken Regen wurde halt wieder der ganze Lehm aufgewirbelt.  Das Problem ist auch nicht das aktuell trübe Wasser, das klärt sich mit etwas Geduld sicher wieder, sondern die Masse an Lehm im Teich. 

    Pflanzen hats schon ziemlich viele, ca. alle 30-40cm im Randbereich, aber sie sind halt noch klein, da sie erst im Juni gepflanzt wurden. Unter Wasser hats eine Schwimmpflanze, ich weiss nicht wie sie heisst, und einen Tannenwedel. Der ersten Randpflanzen beginnen bereits in den Teich zu wachsen. 

    Der Gärtner sieht das alles sehr gelassen. Es meint, es sei vielleicht schon ein wenig viel Aushub in den Teich geraten, aber das werde sich mit der Zeit regulieren.  Es ist ein ganz normaler Folienteich  😉  

    Mein Teichwissen ist leider nur theoretisch. Die gelesenen Literatur sagt ca. eine Schaufel Lehm pro Pflanze, damit sie anwachsen kann, sonst nur Kies oder Sand. Praxiserfahrung habe ich keine. Aus Sicht des Gärtner darf es ruhig deutlich mehr Lehm sein. 

    Der Gärtner scheint mir sonst schon sehr kompetent; die Bepflanzungen sind durchdacht, die Antworten auf meine Fragen machen Sinn und als die Schwengelpumpe nicht richtig funktionierte, hat er auch sofort reagiert. Es ist ein etabliertes, kleines Unternehmen der Region, das auch schon viele Teiche gemacht hat. Vielleicht habe ich tatsächlich zu wenig Geduld und das reguliert sich von selbst... Oder ich reguliere einfach ein bisschen mit, indem ich Lehm wegschaufle, wenn nicht gesaugt werden soll.. 😉  

    Wegen der Amphibien war es für uns von Anfang an klar, dass wir ganz sicher keine Fische wollen! ....  🙂

    Dass an Vogelgefieder Fischlaich klebt und der eingeschleppt wird, daran hätten wir im Traum nicht gedacht. Ich konnte es kaum glauben, als ich die ersten Fische sah. 

    Es sind nur so wenige cm lange, gräulich-braune Fischlein, wie man sie oft auch in überfluteten Gebieten von natürlichen Gewässern findet. Frisst diese Fischgrösse auch schon Amphibienlaich? Wenns bei den drei Fischchen vom Anfang geblieben wäre, hätte ich keinerlei Bedenken, aber die rasend schnelle Vermehrung macht mir schon etwas Kopfzerbrechen.... Ich weiss allerdings auch nicht, ob abfischen hilft, die Vögel baden ja weiter...

    Fotografieren kann ich die Fische wegen der Teichtrübung zur Zeit leider nicht. 

  9. Susann6’311 Beiträge30. Juli 2019 · bearbeitet
    Mit Fischen kenne ich mich gar nicht aus, soweit ich weiss, gibt es ein paar Arten, die kein Problem darstellen. Ein Teil des Laichs wird bei uns auch von den Molchen gefressen, das reguliert sich schon natürlicherweise - ausser, eine Art entwickelt sich unverhältnismäßigst, das kann dann schon zum Verschwinden der anderen führen.

    Ein weiteres Problem ist aber, dass die Exkremente der Fische eben auch Nährstoffeintrag bedeuten, ebenso wie der Lehm - das begünstigt das Algenwachstum. Aber es kann schon sein, dass sich das alles einpendelt, wenn sich die festen Stoffe absenken. 

    Bei uns darf es halt nicht zu Ablagerungen am Boden kommen, weil ein Schwimmteich ja auch betreten wird - da wird alles aufgewirbelt und gelangt immer wieder in den Kreislauf... Übrigens geben auch Steine bzw. Kies noch jahrelang Mineralien ab, auch das sind Nährstoffe für die Algen.
    Deshalb sind Pflanzen wichtig, die den Algen das Futter wegfressen oder die Algen als Nährstoffquelle nutzen. Der Renner bei uns ist Wasserminze, die zieht mit ihren langen Wurzeln die Algen an und "verfuttert" sie ?

    Richtig ist, dass sich alles reguliert - oder nicht, dann kippt der Teich und das Wasser ist tot. Aber soweit seid ihr ja noch nicht, es ist ja ja nur lehmiges Wasser, nicht grünes!

    Bei uns hat es jetzt sieben Jahre gedauert, bis wir keine störenden Algenphasen mehr hatten. Schwebealgen hatten wir zwar nie, aber Fadenalgen en masse, zu bestimmten Zeiten. 
    Jetzt wachsen sie kaum noch und wir brauchen nicht einmal mehr ein Netz im Herbst...

  10. Claudia7254 Beiträge30. Juli 2019
    Das mit der Wasserminze klingt gut! die haben wir nämlich 🙂  Und noch viele andere Sumpfpflanzen, die sehr vital und wüchsig aussehen, auch wenn sie noch klein sind.

    Ich glaube ich werde ein bisschen schaufeln und mich ein bisschen in Geduld üben und dann mal sehen, was diese Mischung für ein Resultat ergibt. 7 Jahre sind ja ein ganz schön langer Horizont.... Da hab ich noch viel Zeit zum üben.... 🙂

    Mit den Fischen wird wohl nicht viel zu machen sein, wir können die Vögel ja nicht vom Baden abhalten. Deren Ausscheidungen sind ja auch wieder Nährstoffe... Naja - das Vergnügen, ihnen beim Baden zuzuschauen, entschädigt für ein bisschen trüberes Teichwasser..... die sind so putzig! 

    Herzlichen Dank für deine so prompten Antworten! 

    1× hilfreich
  11. Susann6’311 Beiträge30. Juli 2019 · bearbeitet
    Das mit den Fischen erstaunt mich schon ein wenig... Wir haben seit Beginn immer Vögel, die zum Baden kommen, aber Fischeier habe sie nie gebracht. Dabei leben wir so nah am See, es wäre durchaus möglich!

    Ich hab zwar auch mal gelesen, dass man annimmt, dass die Fische so rein kommen, aber bewiesen ist es nicht. (Mein Mann hatte damals vor dem Bau Bedenken wegen der Mücken, ich wegen der Fische ?)

    Hab ihr das Wasser von einem anderen Teich? Oder den Lehm aus einem Teich? Das scheint mir als Ursache nämlich fast wahrscheinlicher... Wäre es so, dann würde das Abfischen vielleicht schon etwas bringen, denn vielleicht war's der Gärtner, nicht die Vögel ?

    Wir haben gar keinen Lehm im Teich, auch bei den Pflanzen nicht, die müssen alle mit Kies und Wasser auskommen. Allerdings mussten wir sie aus einer nährstoffarmen Zucht beziehen, sonst hätte nichts überlebt. Erstaunlicherweise sind besonders die Sumpfschwertlilien erst richtig gross, seit wir keine Algen mehr haben. Und auch die Seerosen haben nie überlebt, nicht mal einheimische Teichrosen von Andreas; die drei von Bossi haben jetzt schon den zweiten Winter überstanden, sie werden zwar nicht gerade gross, aber sie sind gesund...
    Offen gestanden würde ich das Schaufeln sein lassen, so trübt sich der Teich ja immer weiter ein und kommt nie zur Ruhe. Irgendwann ist der auch ausgewaschen und liegt als Tonsand am Grund...
    Lieber noch eine Lieferung gewaschenen Kies obendrauf, wenn die Trübung so gar nicht verschwinden will...

    Wünsche dir Geduld 🙂  
     

  12. Claudia7254 Beiträge30. Juli 2019
    So ein Teich ist ja irgendwie schon eine „Wundertrucke“. 

    Ich beneide dich ein bisschen um deinen lehmfreien Teich - leider haben wir dem Gärtner einfach vertraut, dass der weiss, wie ein Teich sinnvoll konstruiert wird. Da hätten wir sicher kritischer nachfragen müssen.

    Der Lehm ist unser Aushub, das Wasser kommt aus unserer Wasserleitung. Einzig die Schwimmpflanze kam mit einem Kübel Wasser. Woher das stammt, weiss ich nicht. 

    Wir werden das Abfischen versuchen, sobald die Fische wieder sichtbar sind. Im Moment ist das chancenlos. ? 

    Wenn sie dann nicht wieder auftauchen, wärs tatsächlich das Pflanzenwasser gewesen. Was natürlich super wäre. Fische stehen ja überhaupt nicht auf unserer Wunschliste.... ?

  13. Susann6’311 Beiträge30. Juli 2019 · bearbeitet
    So ein Teich ist ja irgendwie schon eine „Wundertrucke“. 
    Und wie - was wir schon gerätselt haben, warum jetzt wieder was geschieht ? Man kann einfach nicht alles beeinflussen und es braucht Geduld (weil die Chemie fehlt ?).

    Ich hab einfach noch nie gehört, dass man einen Folienteich mit Lehm füllt. Lehm kenne ich nur als Naturteich ohne Folie (bzw. dass es nicht funktioniert, wenn man keinen Bach o.ä. als Zulauf hat) und selbst da wird darauf geachtet, dass man den Boden feststampft, bis er dicht ist. Aber nochmals, ich nehme an, der Gärtner hat das schon öfter so gemacht und hat Erfahrung damit. 

    Bei den Fischen ist es je nach Sorte unproblematisch für die Amphibien; Moderlieschen sind - so weit ich weiss - für Froschlaich und -quappen kein Problem. Stichlinge hingegen... Ich bin ja seit unserem Teich auch in den Froschforen und bei Karch unterwegs, insgesamt mag man Fische unter den Amphibienfreunden eher nicht 😀  
    Hier hab ich mal eine Seite gefunden, leider sind die kleinen Arten nicht mit Bild versehen. Auch Karch beschäftigt sich mit dem Thema, laut ihrer Umfrage (PDF unten) kommen Fische kaum mit Vögeln in den Teich. Leider bringt auch das Abfischen nicht viel, so Karch.

    Anhang anzeigen Projektstudie_Fische_2009.pdf

  14. Claudia7254 Beiträge31. Juli 2019
    Ja, es ist wirklich ein lebendiges Oekosystem und wir kennen wohl oft nur wenige Einflussfaktoren. Insofern ist die Gärnterhaltung, dass sich das reguliert, sicher nicht ganz falsch. Und viel oder gar falsches Eingreifen macht die Sache noch komplexer und unüberschaubarer... Auch wenn ich wie du nach wie vor der zumindest theoretischen Meinung bin, dass Lehm höchstens in Kleinstmengen rund um die Pflanzen in den Teich gehört. Aber daran lässt sich vermutlich nichts mehr ändern. Vielleicht finden wir ja noch raus, wofür der Lehm nützlich sein kann.

    Spannend, was du über die Fische herausgefunden hast. Am ehesten sind es wohl Moderlieschen, was mich ein wenig beruhigt. Für irgend ein grösseres Tier sind die sicher auch wieder Futter.... Wir schauen jetzt einfach mal, ob und wie sich der Bestand reguliert.

    Die Trübung des Teichs ist übrigens vermutlich durch Lehmwasser vom Hang entstanden. Dort wurde ja der Humus abgetragen und eine Blumenwiese angesät, die aber noch winzig klein ist und somit aktuell keinen Schutz für den Boden bietet. Der Hang war darum den massiven Regenfällen komplett ungeschützt ausgesetzt. Die vorherigen Regenfälle habe immer nur zu einer ganz kurzen Trübung des geführt, das Wasser wurde problemlos vom Hang "geschluckt". Das Unwetter vom Wochenende war da natürlich eine ganz andere Kategorie. 

    1× hilfreich
  15. Susann6’311 Beiträge31. Juli 2019 · bearbeitet
    Der Teich ist ja nicht nur für heute und morgen gedacht, der bleibt euch ein Weilchen 🙂  - irgendwann reguliert sich das sicher ?