seit dem abschluss der rohplanie ist einige zeit vergangen und wir möchten nun - nachdem das terrain ein halbes jahr zeit hatte, sich etwas zu setzten - im herbst mit der bepflanzung beginnen. naturgemäss hat sich mittlerweile einiges an unkraut angesiedelt, dass in einer konzentrierten aktion "beseitigt" werden soll. hat hier jemand erfahrung damit? vor allem, wie geht's nach dem spritzen weiter? alles ausgraben oder einfach abschneiden/rechen? wie lange muss / darf man danach mit dem anpflanzen warten?
ich wäre mit Rundumschlägen vorsichtig - schliesslich kommt da eine Riesenmenge Gift aufs Land, und auch wenn es als ungefährlich deklariert wird - ganz so harmlos kann es ja nicht sein. Gift gegen Rasenunkraut finde ich ok, gegen Klee usw. aber je nach Grundstücksgrösse solltet ihr euch echt überlegen, einfach mal konzertriert ein paar Tage/Wochen hand anzulegen. Nicht alles muss gleich weg, bedenke mal, wie kahl das dann aussieht. Als Gartenneuling musste ich auch feststellen, wie schön Unkraut ist (habe mich wie ein Tiger über die tollen Pflanzen im Garten gefreut, bis meine Mutter meine: iiiiih, alles Unkraut!) Schliesslich hält das Unkraut auch den Garten locker und feucht.
Tipp aus eigener Erfahrung: Nach und nach Unkraut rausreissen, am besten bei feuchtem Wetter. Vorteil: dann gleich die 'richtigen' Pflanzen einpflanzen, dazwischen grosszügig mit viel Rindenmulch abdecken. Hält die Erde feucht ->Pflanzen wachsen noch besser an, ausserdem hemmt es erneuten Unkrautbefall.
Wir haben den alten Rasen abgebrannt (mit dem Allesvernichter), nach 2 Wochen war alles braun, danach bei Wyss den Vertikutierer und ne Walze ausgeliehen und innert eines Vormittag den Rasen neu angelegt. Zusammengerecht haben wir nichts, das Zeug geht bis in die Wurzel kaputt, darum reicht vertikutieren.
Das Gift wirkt ausschliesslich über die Blätter, die benötigte Menge ist minimal. Ausreissen ist wirkungslos, diese Unkräuter haben so lange und tiefe Wurzel dass es immer wieder kommt, auch das haben wir schon hinter uns, den Hausabgang haben wir seit September sicher 3 mal komplett gejätet und das Zeug kommt wieder, auch durch den Rindenmulch durch!
Ich rate euch unbedinngt zuerst alles radikal zu vernichten.
Wir hatten keine grosse Ahnung und haben den Gärtner einfach machen lassen. Leider hat dieser das Unkraut nicht vernichtet sonder einfach zt. ausgerissen und dann den Rasen darüber gesäht.
Wir haben nun seit 1 Jahr einen riesen Unkrautrasen und totzt der riesen Menge Gift die wir leider seither spritzen mussten ist immer noch kein grosser Erfolg in Sicht.
Die "Unkräuter" weichen der Kultur, d.h. wo alle 2 Wochen oder noch häufiger gemäht und gedüngt und gewässert wird, können all diese Arten nicht auf Dauer überleben. Die meisten Arten haben sowieso einen Samenvorrat im Boden und kommen nach einem Gift-Rundumschlag wieder.
Der Spitzwegerich überlebt auch wöchentliches Mähen, dagegen hilft nur Rasenunkrautvernichter, den brauche ich am Mittwoch noch an einer Fläche und dann ist's gut.
Zur Relativierung, wir wollen keinen englischen Rasen, aber als unserer angelegt wurde konnte das Unkraut vorher nicht abgebrannt werden (ständig Regen), dementsprechend sah es von Anfang an aus. Seit September haben wir, mit Ausnahme der Winterzeit, fast wöchentlich gemäht aber wirklich genützt hat dies nicht.
Jäten: Mit dem Häckerli die (möglichst feuchte) Erde lockern, dann Unkraut mit Wurzel entfernen. Nach ca. 1 Woche nochmals hacken, dann vertrocknet nachfolgendes Unkraut gleich wieder. Winden mit Gift bekämpfen.
Rasen: 2 Wochen lang wachsen lassen, dann in 2 Stufen abmähen. Damit wird das meiste Unkraut abgemäht. Danach mindestens 1x / Woche mähen. Klee und Spitzwegerich mit Gift vernichten. Moos durch streuen von gesiebter Asche (vom Cheminée, Grill etc.) vernichten. Nicht zu tief mähen!