Guten Tag
Ich bin stolzer Besitzer einer Neubauwohnung und bin wie die anderen Mitbewohner überrascht wie gut man die Tritte auf dem Boden von der eigenen Wohnung aber auch der Wohnung darüber und darunter hört.
Der Boden besteht bei uns aus:
- 270mm Beton
- Gopaletti T/SE 20mm
- Anhydrit 40mm
- Parkett 15mm
Weiss jemand ob dies normalerweise ausreichen sollte, bzw. ob dies so den üblichen Dicken entspricht? Falls ja, müsste es wahrscheinlich irgendwelche Schallbrücken geben.
Vielen Dank im Voraus.
Guten Tag
Wir haben weitere Abklärungen unternommen. Es scheint so, dass mit unserer Trittschallisolation alles in Ordnung ist und besser als von den Normen verlangt ist.
Das Problem ist die Trittschallisolation selber. Ich habe es als Laie so verstanden, dass der Boden zusammen mit der Trittschallisolation wie ein Trommel wirkt. Wenn man nun Pech hat, dann hat diese "Trommel" eine Eigenfrequenz im Hörbaren Bereich und dann ist jeder Tritt wie ein Schlag auf dieser Trommel und man kann ihn deutlich hören.
Die SIA Normen decken deshalb bewusst keine Frequenzen unter 100 Herz ab, damit dies kein einklagbarer Mangel ist.
Gibt es vielleicht einen Akustiker im Forum der mehr darüber weiss? Ist es so, dass dies von den Akustikern bei der Planung nicht analysiert wird, weil es eben nicht in den Normen drin ist. Wäre es nicht sinnvoll den Bauherrn darauf hinzuweisen, dass es sinnvoll wäre dies bei der Planung anzuschauen?
Stichwort:
tieffrequente Trittschallgeräusche
http://akustikbuero.com/download/DAGA2002_Estriche.pdf
https://www.irbnet.de/daten/rswb/15029008568.pdf
https://www.irbnet.de/daten/rswb/15069020666.pdf
Wir hören gar nichts, nicht einmal Kinder die Radau machen:
- 28 cm Beton
- 3 cm Swisspor EPS 30
- 2 cm Isover Isocalor Tritschalldämmung
- 2 mm PE-Folie
- 7.8 cm Unterlagsboden
- 2 cm Nutzbelag
Unser Aufbau ist also viel Dicker und sicher auch schwerer was nur noch sehr tiefe Frequenzen durchlässt.
Gruss, Xcoder