Meine Frau und ich haben zusammen ein ganz ordentliches Einkommen. Ich hatte darum nie damit gerechnet, dass wir bei der Tragbarkeitsrechnung unseres geplanten EFH Schwierigkeiten bekommen könnten. Nun habe ich kürzlich gelesen, dass die gängige Praxis bei der Tragbarkeitsrechnung ist, dass bei Doppelverdiener-Ehepaaren mit Kinderwunsch nur das höhere von beiden EK berücksichtigt wird. Das hat mich darum ziemlich verunsichert. Bei meinem EK alleine komme ich bei 5% Zins auf 43% Einkommensbelastung. Das Einkommen meiner Frau müsste zu 40% berücksichtigt werden, um auf 33% runterzukommen. Natürlich habe ich gleich bei meiner Bank angerufen und versucht eine grobe Einschätzung unserer Situation zu bekommen. Die hat zwar zunächst positiv reagiert und gemeint, dass unser Hauswunsch "realistisch" sei, wenn das Einkommen der Frau zu einem gewissen Prozentsatz mitberücksichtigt wird. Trotzdem bin ich verunsichert. Da aber wahrscheinlich die meisten Hausbesitzer einmal vor diesem Problem gestanden sind, hoffe ich hier auf aufklärende Erfahrungsberichte.
Konkret möchte ich wissen: Wie hoch war bei euch die Einkommensbelastung mit nur einem Einkommen und wieviel Prozent vom Einkommen der Frau wurde mitberücksichtigt? Wichtig: Bitte immer angeben, ob zu dem Zeitpunkt der Finanzierung ein Kinderwunsch vorhanden war oder nicht.
Bei mir warens 36% nur von meinem Gehalt (auch bei 5%). Meine Partnerin studiert noch und anschliessend wollen wir bald Kinder. Somit war die Rechnung einfach.
Bei uns hat die Bank beide Einkommen zu 100% angerechnet. Wir haben die Thematik damals mit unserem Kundenberater besprochen und er meinte, sie interessiere nur, was jetzt an Einkommen verfügbar sei. Dies war für die Tragbarkeitsberechnung gut, allerdings sollte man sich natürlich selber seine Gedanken zu einer zukünftigen Tragbarkeit (mit nur einem Einkommen) machen. Vielleicht noch anzumerken ist, dass meine Partnerin bei der Bank arbeitet, wir also einen Personalkundenberater hatten. Ob dies einen Einfluss hatte weiss ich nicht.
Hallo zusammen auch wenn ich mich wiederhole. Ich würde bei Kunderwunsch immer nur mit einem Verdienst rechnen. Wir waren mit 30 auch in dieser Situation. Es hat 8 Jahre gedauert, bis ich das Gehalt meine Frau "mitverdient" hatte. Erst danach haben wir uns unseren Traum erfüllt. Meine Frau Arbeit jetzt wieder und das Geld ist "nice to have"....ein beruhigendes Gefühl. Gruss moudi
Bei uns hat die Bank beide Einkommen zu 100% angerechnet. Wir haben die Thematik damals mit unserem Kundenberater besprochen und er meinte, sie interessiere nur, was jetzt an Einkommen verfügbar sei.
Und ihr habt explizit erwähnt, dass ihr mal noch Kinder bekommen wollt? Darf ich fragen, bei welcher Bank das war (allenfalls per PM).
Dies war für die Tragbarkeitsberechnung gut, allerdings sollte man sich natürlich selber seine Gedanken zu einer zukünftigen Tragbarkeit (mit nur einem Einkommen) machen.
Das ist natürlich klar. Wir haben das jetzt schon ein paar mal durchgerechnet. Wir möchten bis zur Umsetzung des Kinderwunsches die ganze 2. Hypothek amortisieren und unser Haus soll nach Minergie-Standard gebaut werden. Wir können dadurch während der Babypause ohne Amortisation und mit tiefen Nebenkosten auskommen. Und natürlich überbrücken wir die Babypausen mit Festhypotheken. So sollte es gar kein Problem sein. Nach der Babypause haben wir dann sicher wieder mehr als 100% Einkommen. Meine Frau soll ja nicht umsonst studiert haben /emoticons/default_smile.png.
Ich finde das etwas leichtsinnig wenn nicht sogar unseriös dieses Bankberaters. Eine Eigenheimfinanzierung muss doch längerfristig möglich sein. Daher sollte nicht nur die aktuelle Situation betrachtet werden.
Ich bin der gleichen Meinung wie Moudi. Auch wir haben nur mit einem Einkommen gerechnet. Der zusatzverdienst meiner Frau ist heute natürlich herzlich willkommen, jedoch würde es auch ohne diesen funktionieren.
Konkret möchte ich wissen: Wie hoch war bei euch die Einkommensbelastung mit nur einem Einkommen und wieviel Prozent vom Einkommen der Frau wurde mitberücksichtigt? Wichtig: Bitte immer angeben, ob zu dem Zeitpunkt der Finanzierung ein Kinderwunsch vorhanden war oder .
Die Belastung lag bei 18%, Frauenverdienst wurde nicht eingerechnet und Kinderwunsch war nicht vorhanden.
Ich denke nicht, dass dein Problem dadurch gelöst wird, dass du hier Beispiele findest welche dir bestätigen , dass es doch gehen könnte.
Fakt ist, dass eine seriöse Bank sich an diese Vorgaben von Tragbarkeit mit 5% bei 1 Einkommen hält und dies auch zum Schutze der Bankkunden.
Wenn ihr zusammen ein ordentliches Enkommen habt, dann würde ich euch empfehlen 3-4 Jahre richtig gross zu sparen - auf Reisen Auto etc verzichten und dann kann der Traum wahr werden.
Ich denke nicht, dass dein Problem dadurch gelöst wird, dass du hier Beispiele findest welche dir bestätigen , dass es doch gehen könnte.
Fakt ist, dass eine seriöse Bank sich an diese Vorgaben von Tragbarkeit mit 5% bei 1 Einkommen hält und dies auch zum Schutze der Bankkunden.
Wenn ihr zusammen ein ordentliches Enkommen habt, dann würde ich euch empfehlen 3-4 Jahre richtig gross zu sparen - auf Reisen Auto etc verzichten und dann kann der Traum wahr werden.
Bis unser Haus dann mal steht sind sowieso wieder 2-3 Jahre ins Land gestrichen. Und wenn wir nach dem Einzug den Rest der 2. Hypothek amortisiert haben, sind wir auch bei meinem jetzigen Einkommen auf 33%. Vorher gibt es bei uns keine Kinder. Wir möchten gerne noch die aktuell tiefen Zinsen ausnutzen, weil wir auf diese Weise deutlich günstiger wohnen werden als jetzt in der Mietwohnung. Wir würden nie ein höheres Risiko eingehen. Aber wir würden unter dem Strich viel Geld sparen, wenn wir das Haus jetzt und nicht erst in 3-4 Jahren bauen würden. Darum müssen wir eine Möglichkeit finden, wie wir unser Haus auch zum jetzigen Zeitpunkt schon finanziert bekommen.
Unsere Bank hat mit 5% und 1.5 Einkommen gerechnet. Wir haben vor einen grossen Teil als 10-Jahres Festhypo zu machen und den Rest relativ kurzfristig zu den Superkonditionen. Die nächsten 5 Jahre wollen wir beide Vollgas die 2. Hypo amortisieren, danach können die Kinder kommen. Bei den aktuellen effektiven Zinssätzen reicht sein Einkommen locker, ich will auch nicht ganz auf Arbeit verzichten und wenn die Hypo in 10 Jahren ausläuft, gehen unsere Kids bereits in den Kindergarten, dann wäre wenn nötig auch ein grösseres Arbeitspensum möglich (ich bin 24, er 26). Ganz blauäugig sollte man hier schon nicht wirtschaften, nützt einem ja auch nichts wenn man den Zins kaum bezahlen kann und mit den Kids am Minimum leben muss oder sie dauernd weggeben um mehr Arbeiten zu können.
Wir (beide 30 und Kinderwunsch ist da) haben die Tragbarkeit auch ganz klar mit nur einem Einkommen berechnet. Haben der Bank auch klar gesagt, dass wir Kinder möchten. Alles andere finde ich sehr "mutig" - ausser es ist bekannt, dass man nie Kinder möchte.
Wir bauen bewusst so, dass wir uns das Haus wirklich leisten können - auch mit nur einem Einkommen. Und wenn dann später ein zusätzliches Einkommen dazu kommt, umso besser.
In meinen Augen eigentlich irrelevant, was die Bank finanziert und nicht. Ebenso ob du jemanden hier findest der mit ähnlichen Rahmenbedingungen es geklappt hat oder nicht.
Ich muss es gegenüber mir und der Familie verantworten und nicht der Bank!
Wir haben nur mit einem Einkommen gerechnet, das bei 5% Zins, mit einer Belastung wo wir weder uns nur noch Brot und Wasser leisten können, aber auch keinen ausschweifenden Lebenssytl.
Es hängt also auch stark davon ab, was ihr sonst neben dem Hausbau finanzieren müsst und wollt. Ausgaben wie Auto, oder Betreuung (Was wenn ein Kind Betreuung braucht, weil es eine Krankheit hat.....) sind ebenso einzurechnen wie auch Ferien, Anschaffungen (Luxus). ODer auch anders geasgt, auf was könnt ihr verzichten.
Bei den einen sind 30% des EInkommens zu hoch, weil der Lebensstyl mehr als die restlichen 70% schlucken, bei anderen reichts es mehr als genug.
Grundsätzlich kann ich Automation zusteimmen, allerdings wird die Bank den Rahmen stecken innerhalb dem sie bereit ist ein Risiko einzugehen.
Die Hausbank welche gesehen hat wie die Kontobewegungen waren in den latzten Jahren und sieht dass ein Paar einen relativ grossen Anteil des Einkommens sparen konnte, wird vielleicht bereit sein den Rahmen etwas weiter zu stecken.
Ansonsten klar auch der Meinung dass der Bedarf bei jeder Person anders aussieht - darum gehe ich mit 60 Frühzeitig in Pension weil ich weiss, dass ich mit 55 % meines jetzigen Einkommens gut über die Runden kommen werde - auch wenn der Hypozins auf 6% ansteigt 🙂
Ich hab' jetzt nochmals etwas gerechnet. Zumindest bei der Migrosbank sollten wir bis im August genug EK zusammen haben, um auf 33% Einkommensbelastung zu kommen. Muss allerdings noch meinen Töff und die Säule 3a verkaufen (sonst wird es dann halt Herbst). Habe nämlich gelesen, dass auch die Einkünfte aus dem Nebenerwerb berücksichtigt werden. Und da ich noch nebenbei Fotograf bin, kommt da nochmals was zu meinem Grundeinkommen dazu. Sollte also schon klappen /emoticons/default_smile.png. Und wenn irgend eine Bank noch was vom Einkommen meiner Frau mitberücksichtigt - umso besser /emoticons/default_cool.png.
Ich hab' jetzt nochmals etwas gerechnet. Zumindest bei der Migrosbank sollten wir bis im August genug EK zusammen haben, um auf 33% Einkommensbelastung zu kommen. Muss allerdings noch meinen Töff und die Säule 3a verkaufen (sonst wird es dann halt Herbst). Habe nämlich gelesen, dass auch die Einkünfte aus dem Nebenerwerb berücksichtigt werden. Und da ich noch nebenbei Fotograf bin, kommt da nochmals was zu meinem Grundeinkommen dazu. Sollte also schon klappen /emoticons/default_smile.png. Und wenn irgend eine Bank noch was vom Einkommen meiner Frau mitberücksichtigt - umso besser /emoticons/default_cool.png.
Also die 3.Säule verkauft man nicht sondern bringt diese als Eigenkapital mit ein..........Ich find es immer wieder witzig wie Leute hier Fragen in den raum stellen ohne konkrete Zahlen zu nennen.
Hättest Du von Anfang an geschrieben wie hoch Dein Einkommen ist und wie hoch der Kaufpreis für das Haus ist und wieviele Eigenmittle Du aufbringen kannst,dann hättest Du vermutlcih mehr und konkretere Antworten erhalten....aber der Schweizer spricht halt nicht über Geld, auch nicht in einem Forum in dem niemand weiss wer schreibt.
Auch da musste mal geschrieben werden 🙂
P.S. wenn es eine Bank gibt welche die Grundsätze der Eigenmittel und des Einkommens in der Regel sehr eng sieht dann ist es die Migrosbank.
Ich finde das etwas leichtsinnig wenn nicht sogar unseriös dieses Bankberaters. Eine Eigenheimfinanzierung muss doch längerfristig möglich sein. Daher sollte nicht nur die aktuelle Situation betrachtet werden.
Ich bin der gleichen Meinung wie Moudi. Auch wir haben nur mit einem Einkommen gerechnet. Der zusatzverdienst meiner Frau ist heute natürlich herzlich willkommen, jedoch würde es auch ohne diesen funktionieren.
Also mit einer Libor Hypo ist das sicher leichtsinnig. Mit dem passenden Produkt - einer 10 bis 15 jährigen festen Hypo in der heutigen Zeit und gleichzeitig 1 bis 1.5% Amoritsierung funzt es hingegen schon. Das sind zusammen erst 3.5% Belastung, das trägt man dann auch gut mit einem Einkommen. Und wenn die Hypo dann fällig wird, hat man bereits weitere 20% am Eigenheim erworben. Dann wird in der Regel die 66% Schwelle beim Fremdkapital schon unterschritten sein, und für die Tragbarkeitsrechnung dannzumal muss keine Amortisation mehr berücksichtigt werden. Ausserdem sind in 10 bis 15 Jahren oft auch die Probleme mit nur 1 Verdienst weg, weil die Knder schon gross genug sind.
Ohne zu wissen wieviel jemand tatsächlich verdient und wie teuer das Objekt ist kann man doch keine gesicherten Aussagen machen.
wenn jemand 5'000.-- verdient und ein Haus für 300'000.-- kauft und dann noch 100'000.-- anzahlt geht das sicher aber bei jemandem der jetzt ein Doppelverdienereinkommen von 12'000.-- hat und denkt er kann ein Haus für 1 Million kaufen und 200'000 anzahlen der muss sich nicht wundern wenn er das Geld nicht bekommt.
Immer wieder interessant hier im Forum, dass Leute zwar Antworten auf ihre Fragen suchen jedoch nnicht bereit sind offen anzugeben wieviel sie verdienen oder was das Haus / der Umbau kostet.