Wenn du noch mehr UK hast, kannst du anstelle von zwei grösseren Balken halt 3-4 in der Breite verteilen.
So bleibt die Brücke von der Seite dünn und wirkt nicht so klobig.
Lege dir im gewünschten Abstand Steine hin und belaste das Holz, in der Regel lieber +1 zu gunsten der Stabilität. Ich nehme an dass die Brücke ohne Wölbung ausgeführt werden soll?
70x45 scheint mir relativ knapp, wenn ich an die Fichtenlatten 60x40 denke, mit denen ich letzthin gearbeitet habe. Und sonst würde ich sicherlich mit mehr als zwei Tragbalken arbeiten.
Ich hatte mit einer XLS-Tabelle gerechnet, welche ich noch irgendwo ... ahäm rumliegen ... habe. Eigentlich wär' es nur eine Demoversion. Aber käme wohl auf dasselbe resultat.
Als Ing. rechne ich (obligatorischerweise) für eine Brücke für Fussgänger (muss Menschenansammlungen aushalten) mit 500kg/m² bzw. 5kN/m² Nutzlast. ( =Verkehrslast).
[und frag mich nicht mehr, was ich oben geschrieben hatte. Moment aus 5kN/m² ergäbe:
(5kN/m²*0.6m)^2 / 8 = 1.125kNm..... aber item.]
Beim Eigengewicht bist Du eher hoch, ebenfalls bei der Schneelast.
Je nach Qualität Deiner Träger dürftest Du auch auf C24 erhöhen, insbesondere wenn Du siehst, dass keine Astlöcher da sind. Aber eben. Du willst ja nicht ein richtiges Ingenieurbauwerk haben, sondern ein Brüggli einfach für Dich. Damit wäre Deine Berechnung i.O., als Ing übernehme ich KEINE HAFTUNG. Ich sage klar und deutlich: Ich habe an Deiner Brücke nix projektiert und nix gerechnet.
Meine Erfahrung mit Brüggli:
Im Studium hatte ich für einen Bergbauern ein Brüggli mit Stahlträgern gerechnet. Und weil der Stahl so teuer und schwer (Transport im Seilbähnli) war, haben wir nur Statik gerechnet, keine Durchbiegungen. Das Brüggli (immerhin 8m Spannweite...) haben wir dann selber gebaut, es ist immer noch in Betrieb. Aber wenn der Bergbauer vom Holzen kommt, dann unterstützt er die Brücke, weil sie «so starch waggelet und gaagelet». Lerne: Zu viel Durchbiegung --> fühlt sich etwas unsicher an.