Wir sind am planen. Unser Traumhaus soll gut Isoliert sein (mindestens Minergie, Wunsch Minegie-P) und wird mit einem Tiro Naturofen beheizt. Für Warmwasser planen wir Sonnenkollektoren.
Fragen:
- wer hat Erfahrungen mit Tiro Naturofen?
- macht es Sinn mit Sonnenkollektoren die Heizung zu unterstützen?
- was muss für die Luftzufuhr für den Ofen berücksichtigt werden?
- solle ein Bufferspeicher (z. Startivari von Soltop) eingebaut werden?
- wie gross sollte ein Bufferspeicher sein?
- was muss bei der kontrollierten Lüftung berücksichtigt werden
- wie verhält sich das Haus im Winter, wenn wir z.B. 2 Wochen in den Ferien sind? (wir besitzen Schildkröten die warm brauchen)
Wenn ihr noch in der Hausplanung seid, könnt ihr die Architektur sehr gut auf die Heizung abstimmen.
Hier nur zwei Dinge:
-Den Speicher möglichst so aufstellen, dass die Abwärme, die es unweigerlich auch bei sehr guter Isolierung gibt, zur Heizung des Badezimmers (oder eines anderen Raumes) beiträgt, also z.B. hinter einer Trennwand im Bad. Hat auch den Vorteil sehr kurzer Warmwasserleitungen.
-Brennholzlogistik optimieren: Das Holz sollte einfach und rationell vom Vorrat zum Feuerloch des Ofens gebracht werden können, z.B. mit Kisten auf Rollen. Auf keinen Fall das Holz korbweise über Treppen bringen!
Das beste, wenn man es richten kann, ist ein Schuppen mit Zufahrt von aussen, genug Platz für das Holz für mindestens 2 Jahre sowie für Säge und Spaltvorrichtung, sowie von dort ebener Zugang durch einen Nebeneingang bis zum Ofen. Dann kann man waldfrisches Meterholz kaufen und fährt so günstiger, als wenn man ofentrockenes abgelängtes Scheitholz besorgen muss.
Holz schleppen wäre doch im Passivhaus gut! Dann strahlt dein Körper nach ein paar Körben Holz mehr als 100 Watt Wärme. Gratis Zusatzheizung und erst noch körperliche Fitness.
Spass beiseite: absolut einverstanden mit deinen Voten!
Den Speicher im Dämmperimeter aufstellen und die Abwärme ist im Haus.
Achtung bei einer Kollektorfläche mit Heizunterstützung - hier besteht im Sommer ein Überangebot an Wärme - gute Dämmung gegen Überhitzung vom Wohnbereich ist wichtig.
-Den Speicher möglichst so aufstellen, dass die Abwärme, die es unweigerlich auch bei sehr guter Isolierung gibt, zur Heizung des Badezimmers (oder eines anderen Raumes) beiträgt, also z.B. hinter einer Trennwand im Bad. Hat auch den Vorteil sehr kurzer Warmwasserleitungen.
-Brennholzlogistik optimieren: Das Holz sollte einfach und rationell vom Vorrat zum Feuerloch des Ofens gebracht werden können, z.B. mit Kisten auf Rollen. Auf keinen Fall das Holz korbweise über Treppen bringen!
Das beste, wenn man es richten kann, ist ein Schuppen mit Zufahrt von aussen, genug Platz für das Holz für mindestens 2 Jahre sowie für Säge und Spaltvorrichtung, sowie von dort ebener Zugang durch einen Nebeneingang bis zum Ofen. Dann kann man waldfrisches Meterholz kaufen und fährt so günstiger, als wenn man ofentrockenes abgelängtes Scheitholz besorgen muss.
Wie schon Wellingtonia geschrieben hat: Das muss man in Abhängigkeit von Hausgrösse, Isolation, Neigung und Ausrichtung der Dachfläche, Anzahl Bewohnern usw. berechnen; sollte für die Anbieterfirma kein Problem sein (die haben Computerprogramme dafür). Wichtig sind nicht die kWh gewonnene Energie (was nützen Dir 100 Kubikmeter kochendes Wasser im Juli), sondern eine möglichst lange Periode ohne Zusatzheizung, ohne dass es im Hochsommer zur Überhitzung kommt. Lass Dir die Anlage daraufhin optimieren und für 2-3 typische Kollektorflächen (z.B. 6, 10, 16 m2) berechnen. Du kannst dann entscheiden, was die Mehrinvestition für Konsequenzen hat.
Wenn Du ein Schwimmbecken hast, das Du im Sommer mitheizen kannst, wäre das ideal, weil Du dann mehr Kollektorfläche installieren kannst und im Frühling und Herbst dadurch zusätzlich autarke Zeit gewinnst.
Wichtig ist auch die Beantwortung der Frage, was bei Sonnenschein im Sommer und einem Stromausfall geschieht (ist hoffentlich unwahrscheinlich, aber im schlimmsten Fall bläst dir das Überdruckventil einige Liter kochendes Frostschutzgemisch des Primärkreislaufes in den Heizungskeller).
Zur Frage des Holzschleppens: Wenn Du schleppen musst, hast du bei der Planung nicht aufgepasst.
Der Speicher sollte so gross sein, dass bei maximalem Heizbedarf mehr als ein Tagesverbrauch ohne Nachheizen gedeckt werden kann, ohne dass die Speichertemperaturen unzulässig schwanken. Da 1000 Liter Wasser pro Grad 1.1 kWh speichern, kannst Du z.B., wenn Dein Haus pro Tag maximal 50 kWh verbraucht, um die Innentemperatur zu halten, einen Speicher von 2000 Liter um 23 Grad erwärmen und wieder abkühlen, um dies zu decken. Der Holzofen sollte dann diese 50 kWh mit einer Füllung liefern (es sind ca. 50/4.3 = 12 ... 15 kg Holz). Ist der Speicher (und der Ofen) grösser, wird es bequemer, weil man weniger oft anheizen muss.
Umgekehrt kann es sich lohnen, einen zusätzlichen Ofen zu installieren, um die Bedarfsspitzen, die ja selten sind, abzudecken, und die Installation kleiner zu halten.
Das alles sollte das Programm der offerierenden Firma berechnen können, und die Firma sollte entsprechend passende Öfen und Speicher vorschlagen.