Wir befassen uns derzeit intensiv mit dem Kauf einer Wohnung/Einfamilienhaus. Wir lesen einschlägige Literatur, kontaktieren Bekannte und sind mit Internet-Recherche zu div. Themen beschäftigt. Dabei sind wir auf dieses Forum gestossen. Viele Informationen haben wir beim Lesen bereits erhalten!
Derzeit (zum ersten Mal) haben wir ein aktuelles Angebot (Vorkauf-Vertrag auf dem Tisch). Dabei sind die div. Zahlungsetappen aufgeführt:
1. Zahlung: bei Unterzeichnung des Vorvertrages
2. Zahlung: ca. 20% des Kaufpreises (Landkauf) und ca. 1/4 Anteil des Restkaufpreises
3. Zahlung: 1/4 Anteil des Restkaufpreises fällig Rohbauvollendung
4. Zahlung: 1/4 Anteil des Restkaufpreises fällig Beginn Gipserarbeiten
5. Zahlung Restkaufpreis bei Nutzantritt
Wir gehen davon aus, dass wir bereits bei Punkt 2 die Bank um "finanzielle Hilfe" bitten müssen. D.h. dass wir bereits relativ früh mit monatlichen Zinsbelastungen des Baukredits rechnen müssen. Bei einem geplanten Bau-Zeitraum von 12 Monaten kommen somit während langer Dauer und zunehmend monatliche Zinsbelastungen des Baukredits auf uns zu.
Frage an euch:
1. entsprechen diese Zahlungsetappen der Norm?
2. besteht hier Verhandlungsspielraum, dass zB nur bei drei Etappen, anstatt 4 Zahlungen getätigt werden müssen?
Ob es da eine "Norm" gibt, das weiss ich nicht, mit SIA hat es aber mE. nach nichst zu tun.
Mein Tip: die letzte Zahlung sollte erst nach Erstellung der Bauabrechnung fällig werden. So hast Du noch Spielraum, um die kleinen Problemchen (die es immer geben wird) noch ausbessern zu lassen
Die Zahlungbedingungen sind sicher zu verhandeln und meist nicht in Stein gemeisselt. Daher würde ich sicher einmal versuchen einen Gegenvorschlag zu machen welcher für beide Seiten fair ist.
Ich habe mit einem GU Gebaut. Ich konnte gleich mit einer Hypothek und somit ohne Baukredit bauen. (Bauzeit 5 Monate)
Die Zahlungbedingungen sind sicher zu verhandeln und meist nicht in Stein gemeisselt. Daher würde ich sicher einmal versuchen einen Gegenvorschlag zu machen welcher für beide Seiten fair ist.
Ich habe mit einem GU Gebaut. Ich konnte gleich mit einer Hypothek und somit ohne Baukredit bauen. (Bauzeit 5 Monate)
Gruss Stef
Vielen Dank für eure Antworten.
@Stef.D.h. ist Du hast erst "etwas" bezahlt, als Du auch wirklich eingezogen bist und hattest somit während der Bauphase keine Doppelbelastungen (Miete und Baukredit)?
Diese Zahlungsetappen waren bei uns ähnlich. Wir haben die Mehrkosten jedoch zurückbehalten und werden diese erst bezahlen, wenn alles OK ist. Unser GU hat natürlich keine Freude, aber ohne Druckmittel wird es bei der Mängelbehebung meistens schwierig...
Diese monatlichen Zinsbelastungen haben wir bei unseren Berechnungen einkalkuliert. Ebenso Notariatskosten usw... All diese Nebenkosten sumieren sich und werden oft vergessen einzurechnen.
Würde auch zuerstmal noch verhandeln und die Bank von anfang an miteinbeziehen (Tragbarkeitsrechnung, Finanzierung u.s.w.). Es gibt verschiedene Möglichkeiten wie Hypo von Anfang an oder z.Bsp. auch, dass der Baukredit in die Anlagesumme gerechnet werden kann (ist dann in der Hypo drin). Wie alles im Leben gibt es natürlich bei den verschiedenen Möglichkeiten steuerliche "Vor- und Nachteile". Hypo kann geltend gemacht werden, kommen die Zinsen des Baukredites in die Anlagekosten, können diese nicht geltend gemacht werden (dafür ist die abzugsberechtigte Schuld höher).
@Stef.D.h. ist Du hast erst "etwas" bezahlt, als Du auch wirklich eingezogen bist und hattest somit während der Bauphase keine Doppelbelastungen (Miete und Baukredit)?
Merci!
Hey
Doch wir hatten wärend ca. 3 Monaten eine Doppelbelastung. (konnte bereits eine Festhypothek anstelle eines Baukredites machen) Bis 3 Monate vor dem Einzug haben wir total 50% des Kaufpreises bezahlt. Den Rest haben wir mit der Hausabnahme bezahlt. Ich konnte für mich mit dem GU eine gute Lösung finden, wie ich finde. Unser GU war allgemein sehr grosszügig.
Wie bereits vorher erwähnt, einfach Verhandelnd und hoffen, dass du was rausholen kannst.
Wir hatten auch rund 10 Monate einen Baukredit laufen, wobei die Zinsen/Kosten einfach auf den Gesamtkredit aufgeschlagen wurden. Sprich wir haben merklich keine Doppelbelastung (Miete/Zinsen) gehabt. Dies wäre bei einer Hypothek anders gewesen und hätte uns schon Probleme verursacht.
Wir hatten auch rund 10 Monate einen Baukredit laufen, wobei die Zinsen/Kosten einfach auf den Gesamtkredit aufgeschlagen wurden. Sprich wir haben merklich keine Doppelbelastung (Miete/Zinsen) gehabt.
Das ist meiner Meinung nach auch so, dass die Baukreditzinsen nicht bezahlt werden müssen (klingt irgendwie falsch), sondern, dass diese zum Kreditbetrag hinzuaddiert werden und dann der Schlussbetrag in eine Hypothek umgewandelt wird. Einfach gesagt: die Kreditzinsen bleiben als Schuld bestehen und belasten somit das Budget vorerst nicht.
Das ist meiner Meinung nach auch so, dass die Baukreditzinsen nicht bezahlt werden müssen (klingt irgendwie falsch), sondern, dass diese zum Kreditbetrag hinzuaddiert werden und dann der Schlussbetrag in eine Hypothek umgewandelt wird.
Richtig - der Vollständigkeit halber sollte aber noch erwähnt werden dass in den meisten Kantonen die Baukreditzinsen nicht vom steuerbaren Einkommen abziehbar sind im Gegensatz zu den Hypozinsen. Zudem entstehen beim Baukredit meist halbjährlich oder quartalsmässig weitere Kosten/Provisionen die bei der Hypo nicht sind. Dafür hast Du in der Bauphase wo man ja meist Mieter ist keine Doppelbelastung.
Dafür hast Du in der Bauphase wo man ja meist Mieter ist keine Doppelbelastung
das ist leider nicht unbedingt wahr. du bezahlst einfach nur die miete. die zinsen der bank bezahlst du erst später, dafür mit zinseszins.
fürs bauen braucht man geld. dafür nimmt man (meistens) einen kredit auf. solange man noch zur miete lebt, bezahlt man beides, unabhängig ob die bankzinsen gleich bezahlt oder auf später verschoben werden.
'
ob man dem 'doppelbelastung', 'sinvolle erhöhung des hypokredits' oder 'freudiges geldausgeben' sagt, ist ansichtssache. /emoticons/default_smile.png
Richtig - der Vollständigkeit halber sollte aber noch erwähnt werden dass in den meisten Kantonen die Baukreditzinsen nicht vom steuerbaren Einkommen abziehbar sind im Gegensatz zu den Hypozinsen. Zudem entstehen beim Baukredit meist halbjährlich oder quartalsmässig weitere Kosten/Provisionen die bei der Hypo nicht sind. Dafür hast Du in der Bauphase wo man ja meist Mieter ist keine Doppelbelastung.
Es ist richtig, dass die während der Bauphase aufgelaufenen Zinsen je nach Kanton abziehbar sind oder eben nicht. Im Kt. FR sind diese z.B. NICHT abziehbar. In manchen Kantonen besteht sogar ein Wahlrecht....
WICHTIG: Dabei ist es völlig unerheblich, ob diese Zinsen als "Baukredit" oder als "Hypothek" auflaufen! Relevant ist lediglich das Datum der Nutzung des Objektes: Ab dem Zeitpunkt können die anfallenden Zinsen (auch wieder unerheblich, ob noch als Baukredit oder schon als Hypothek) in jedem Fall abgezogen werden.