Es gibt eine Faustregel, dass man pro Meter Bohrung dem Erdreich 50 Watt entziehen kann. Das Produkt kannst Du dann mit der Nicht-Elektrischen Leistung (JAZ) der Wärmepumpe verrechnen. Im Kanton Zürich kannst Du z.B. im GIS sämtliche Bohrungen finden mit der Angabe der Tiefe und ob eine Probe entnommen wurde (Bodenbeschaffenheit).
Bei mir wurde eine Tiefe von 230 Meter vorgeschlagen (Ingenieur-Unternehmen) für eine 15 kW Wärmepumpe. Diese Heizung wäre aber masslos überdimensioniert - also aufgepasst - immer zwei bis drei Meinungen bzw. Offerten einholen!
In unserem Fall war für eine 7.4 kW Anlage eine Tiefenbohrung von 180 m vorgesehen. Unsere Bohrung verlief dann aber nicht nach Plan, nach 118 m war wegen "schlechten" Bodens dann erst mal Schluss. Im Abstand von etwa 8 m zur ersten Bohrung erstellten sie eine zweite mit einer Tiefe von 65 Metern und verbanden diese mit nicht billig aussehenden "Riesen"-Verteilern im Technikraum an die Wärmepumpe (Hoval Thermalia 12 H), zwei zusätzliche Kernbohrungen mit speziellen Durchführungen waren nötig. Irgendeiner musste vermutlich gewaltig draufgelegt haben, ich nehme mal an die Bohrfirma, der GU wird sich sicherlich abgesichert haben.