So, es wird Zeit dem Forum auch etwas zurückzugeben...
Als wir mit der Planung unseres Hauses begonnen haben, versuchte ich als Bauneuling Informationen zum Hausbau zu beschaffen und stiess via Internet immer wieder auf dieses Forum. Schlussendlich gab mir dieses immer wieder Ideen oder Sicherheit und nun habe ich den Entschluss gefasst, dieses HBTB (HausBauTageBuch) zu erstellen, in der Hoffnung, es möge auch andere "inspirieren".
Bei uns angefangen hat es etwa im September 2011: Wir suchten ein "zentrumnahes" Bauland, welches es erlaubte ein EFH mit Einliegerwohnung zu erstellen. Zentrumnah in unserem Sinne heisst Einkaufsmöglichkeiten und öffentliche Verkehrsmittel sind in wenigen Minuten zu Fuss erreichbar. Über einen kontaktierten Architekten, der uns bereits vorher bekannt war, sind wir in Flawil SG schnell fündig geworden und die Planung begann....
Am 14.5.2012 erfolgte dann die Einreichung der Formulare für die Baubewilligung an die Gemeinde, welche dann im Juli uns zugestellt wurde. Mitte Oktober begannen dann die Aushubarbeiten und nun besteht bereits die Bodenplatte. Die nächsten Beiträge sind vorerst ein Rückblick bis zu diesem Zeitpunkt...
Vor knapp einem Jahr entstanden diese Aufnahmen auf die Parzelle, welche von uns anschliessend erstanden wurde. Da gemeindeseitig ein Überbauungskonzept erstellt wurde, sind die Garagen bereits zentral geplant und fertiggestellt.
Am 20. Oktober ist das "Schwimmbad" fertiggestellt. Erste Grundrisse sind mit roter Farbe eingezeichnet und der Schlammsammler ist installiert und angeschlossen. Zudem wurde eine Schicht Magerbeton aufgebracht. Nun kann der Baumeister mit den Vorbereitungsarbeiten beginnen.
Wintereinbruch! Diese Bilder wurden am 28.Oktober aufgenommen. Das Schnurgerüst ist erstellt und bei den Gemeindebehörden zur Bewilligung eingereicht.
Was auch eingebrochen ist: die Feuchtigkeit in der bereits fertiggestellten Gararge zwischen Elektrokasten und Mauer. Das Problem sollte im Mai mittels Abdichtung mit Spezialdichtmasse gelöst werden. Mal schauen...
Die Aufnahmen mit der Handykamera (sorry für die schlechte Qualität) am 13. November zeigen, wie die Schmutzwasser-Rohre in den Magerbeton eingelassen werden:
Bauherrenschreck Nr.1 am 14. November: Die Dämmung unter der künftigen Bodenplatte wird angebracht. Verwendet wird dabei ein Produkt namens Swisspor XPS 300 SF und nicht wie in den Ausführungsplänen aufgeführt XPS 500. Die Abklärung beim Hersteller, welches gemäss Ausführungen im Internet dieses Produkt für lasttragende Bodenplatten nicht erwähnt, führen zu der Information, dass dieses Produkt oft wegen der "kleinen" Lasttragfähigkeit im EFH-Bau nicht angewendet werden kann, prinzipiell aber dafür geeignet ist. Auch der angefragte Bauleiter gibt Entwarnung: gemäss Statiker ist der berechnete Druck an den belastensten Stellen mit Reserve gerechnet nicht grösser als 120 kPa (0.12N/mm2). Die Platte verträgt aber 130 kPa.
Gleichentags am Abend ist die Dämmung komplett verlegt und eine Folie flächendeckend aufgebracht. Die beiden Bodenabläufe bleiben dabei "dämmfrei". Im Bereich zwischen der künftigen Kellertreppe und dem Keller wurde bereits ein Dichtband eingelassen.
Die Platten sind mehrheitlich sehr gut verlegt und sitzen satt aneinander. In der ostseitigen Auslegung sind zwischen zugeschnittenen Platten Schlitze von 1-2 cm Breite feststellbar:
22. November und Bauherrenschreck Nr. 2: eigene (laienhafte) Messungen bezüglich Dicke der Bodenplatte zeigen, dass diese nicht wie in den Ausführungsplänen 25cm dick ist, sondern lediglich 22cm. Da der Keller teilweise bewohnt und beheizt sein wird und zudem die lehmige Bodenbeschaffenheit bezüglich der Sickerfähigkeit schlecht ist, wurde der Keller wasserdicht als "weisse Wanne" geplant.
Gemessen habe ich wegen der ringen Zugänglichkeit an der Ostseite.
Der Bauleiter beruhigt mich mit der Aussage, dass die Bodenplatte an der Westseite 26cm dick ist und am schwächsten mit 22-23cm an der von mir gemessenen Stelle an der Ostseite. Dies sei völlig normal und es würden schon 20cm reichen...
02. Dezember, wieder Wochenende. Der Winter, besser gesagt der Schnee, ist wieder da.
Die Beton-Kellermauern scheinen fertiggestellt. Nun bekommt man ein Gefühl für die Dimensionierung des Gebäudes. Vorher empfand man es zu gross, dann wieder zu klein... schon komisch.
15. Dezember: Leider konnte wegen den tiefen Temperaturen nicht viel gemacht werden. Im westlichen Kellerbereicht wurde mit KS-Steinen einige Mauern hochgezogen.