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Temperaturschwankung beim Duschen - ärgerlich

17Antworten9’666Aufrufevon umbauer · 26. April 2011letzter Beitrag vor 15 Jahren
  1. umbauer180 Beiträge26. April 2011
    Liebes Forum

    Ich habe folgendes Problem:

    Beim Duschen wird das Wasser merklich kälter (bis kalt) wenn jemand einen anderen Wasserhahn (v.a. warmwasser) öffnet /emoticons/default_mad.png. Kaltwasser/WC Spülung macht nichts. Woran kann das liegen, bzw. wie finde ich heraus was geändert werden muss?

    Zusatzinformationen:

    Das Warmwasser wird mittels Ölheizung aufbereitet. Der Boiler (150l?) ist in der Heizungsanlage integriert. Eine Zirkulationspumpe für den Trinkwasserkreislauf haben wir nicht. Die Distanz vom Heizraum zur Dusche beträgt ca. 15-20m (Leitungslänge).

    Danke für Hinweise /emoticons/default_additional/148.gif

    Euer Umbauer

  2. redzack2 Beiträge28. April 2011
    Hallo Umbauer

    Ich bin absolut kein Profi. Aber wir hatten in unserem Miethaus ( 23 Jahre alt ) erst gerade das gleiche Problem. Bei uns war der Boiler hinüber. Sobald jemand warmes Wasser laufen liess, wurde es unter der Dusche eiskalt und dann siedend heiss.

  3. Bauprofi739 Beiträge28. April 2011
    Hallo Umbauer

    so wie Du dein Problem beschreibst, ist dies ein altbekanntes Problem. Die Warmwasserleitung ist einfach falsch Dimensioniert.

    Gruss Bauprofi

  4. Walter600 Beiträge29. April 2011
    Hallo Umbauer

    Bauprofi hat recht. Für die Dusche müsste die Leitung 3 Liter/ Minute bringen.

    Ändern geht nur mit neuen Leitungen. Ev. gibt es auch einfache Lösungen. Hast Du einen Grundrissplan? Fotos von der Warmwasserverteilung?

    Gruss Walter

  5. Fred752 Beiträge29. April 2011
    Die Leitung zur Dusche müsste pro Minute 18 lt. bringen.

    In der Praxis sind es weniger, normale Handbrausen haben einen Durchfluss von ca. 12 lt./min.

    Wenn die Anlage zu Beginn funktioniert hat, musst Du Dich auf die Störungssuche machen. Mögliche Fehler:

    Der Rückflussverhinderer vor dem Wassererwärmer öffnet nicht.

    Der Auslauf vom Wassererwärmer ist verkalkt.

    Der Einlauf beim Wassererwärmer ist verkalkt.

    Auch möglich, aber eher selten:

    Zwischen dem Kaltwasser- und dem Warmwassersystem gibts eine Druckungleichheit, d.h. der Druckminderer ist vor dem Wassererwärmer eingebaut und öffnet nicht mehr / zu wenig.

    Gruss, Fred

  6. umbauer180 Beiträge29. April 2011
    Danke für die Hinweise, ich bin selbst mit einem Sanitär auf die Suche gegangen und diverse Punkte ausgeschlossen und ev. den Fehler u.U. entdeckt.

    - Die angeschlossenen Mischer sind allesamt dicht.

    - Druckverminderer ist (zentral) an der richtigen Stelle eingebaut.

    Früher stand der (reine) Elektroboiler im Keller in der Waschküche (zentraler Raum, in der Mitte des Hauses gelegen, direkt unter der Dusche und Badewanne (die wir nicht mehr haben)). Vor ca. 15 Jahren wurde die im Haus bestehende Elektroheizung rausgerissen und durch eine Ölheizung (Radiatioren) ersetzt. Der Brenner (mit integrierten 150l Boiler) wurde in einem damals neu aussen ans Haus angebauten Heizungsraum untergebracht. Die Kaltwasserleitung (inzwischen sind die Rohre neu gemacht) wurden mehr oder weniger so belassen, d.h. direkt vom Anschluss an die angeschlossenen Geräte. Die Warmwasserleitung geht nun (als Kaltwasser) zunächst rund ca. 7-8 Meter (d.h. unter der Decke, quer durch 2 Keller) in den angebauten Heizungsraum, fliesst durch den Boiler und dann (als echtes Warmwasser) die gleiche Strecke zurück und erst dann, quasi parallel zum Kaltwasser zu den Abnehmnern.

    Gemäss Sanitär sind die Rohre zu den Abnehmern schon richtig dimensioniert, die "Umleitung" wurde jedoch nicht richtig berücksichtigt (es gibt da offenbar Merkblätter, die Leitungsart, Winkel und Abzweiger etc. berücksichtigen).

    Ich stehe nun vor der Frage wie wir Abhilfe schaffen wollen (ich hatte meiner Frau versprochen, dass nach dem Badezimmerumbau (vor 3 Jahren) das bereits damals bestehende Problem behoben werde -> was bis heute eben nicht geschehen ist....)). Ich sehe folgende Möchlichkeiten:

    - Leitungsquerschnitt Warmwasser"umleitung" angemessen vergrössern, oder

    - Den bereits rund 14 Jahre alten Boiler stilllegen und durch einen Wärmepumpenboiler ersetzen, der dann wieder in die Waschküche kommt (da stellt sich jedoch die Frage nach der Zu/Abluft ?)

    In Anbetracht des Alters des Boilers tendiere ich eher zur Lösung Wärmepumpenboiler...

    Was meint ihr?

    Liebe Grüsse

    Umbauer

    PS: Zwecks weiterer Faktensammlung habe ich mir nun ein "Duschthermometer" bestellt um die Temperaturunterschiede zu dokumentieren ;-)

  7. Herzog7 Beiträge29. April 2011
    Wir sind noch nicht in unsere neue Bleibe gezogen, im Moment wohne Ich noch in einer Mietwohnung und habe dasselbe Problem. Ich ignoriere die kurzen Kälteschübe mittlerweile einfach und sehe es als spontanes Wechselduschen an 🙂

  8. Bauprofi739 Beiträge3. Mai 2011
    Hallo Umbauer

    wenn ich das genau lese, dann ist es ein klares Druckproblem. Durch die Umwege wie Du es beschreibst, hast Du beim Warmwasser einen anderen Druck (geringer) als bei Kaltwasser. Bei diesem Aufbau müsste dein Sanitär doch selbst auf die Lösung kommen. Aber er scheint lieber einen WP Boiler zu verkaufen. Würde an deiner Stelle nicht eine Einzellösung kaufen, denn der Oelkessel hat ja das selbe alter und wird demnach in 5 Jahren auch fällig. Wenn würde ich eine Gesamtlösung mit Solar wenn möglich überdenken. Lieber noch etwas zur seite legen und dann richtig sanieren. Es braucht dann eben ein Druckminderventil fürs kaltwasser was dann genau abgeglichen wird. Dann bekommst du auch keine wechselduschen mehr.

    Gruss Bauprofi

  9. knallhuuch49 Beiträge4. Mai 2011
    Wenn Du die Leitungen nicht wieder aufstemmen willst, -TiPP: Versuchs mal mit einem Thermostat-Duschenmischer. Dieser regelt die Temperatur selbständig auf die vorgegebene Temperatur.

  10. umbauer180 Beiträge5. Mai 2011
    @Bauprofi:

    Herzlichen Dank für die Hinweise. Der Vorschlag mit dem "isolierten" WP-Boiler kam von mir (da muss ich den Sanitär doch in Schutz nehmen 🙂 ). Mein Hintergedanke war, dass ich mit dem neuen "alten" Boilerstandort auch gleichzeitig den Misstand beseitige, dass warmes Wasser im Badezimmer erst nach rund 35-40 Sekunden aus dem Hahn fliesst. Über Sonnenenergie habe ich mich auch schon zu informieren versucht, wir wohnen an einer sehr sonnigen Lage im Fricktal, d.h. wir haben (das ganze Jahr, die Regen- und Wolktentage ausgenommen) Sonne, Nebel gibt es praktisch nicht. Verstehst Du unter "Solar" Kollektoren oder eine Photovoltaik Anlage? Verstehe ich Dich richtig, dass ich "einfach" ein zweites Druckreduzierventil an das Kaltwasser hänge und es so einstelle, dass es dem Warmwasserdruck (an der langen Leitung) entspricht?

    @Knallhuuch: Ob das wirklich so einfach und zuverlässig funktioniert? Zudem haben wir die Mischer in der Dusche "leider unpraktisch - optisch aber schön" in der Wand versenkt...

    Grüsse

    Umbauer

  11. emil172’299 Beiträge5. Mai 2011
    Warmwasserstrang zu lang und Querschnitt zu klein, daher zu grosser Druckabfall, und noch kleinerer Druck wenn noch anderswo Warmwasser gezogen wird.

    Andere Heizquelle bringt nichts, Leitungsquerschnitt vergrössern ist am besten, allerdings wird dann der Energieverlust durch das Leitungsvolumen (bei jedem Verbrauch wird das Warmwasser, das noch in der Leitung ist, verloren) auch grösser.

    Druckreduktion im Kaltwasserstrang dürfte eher nicht helfen, weil ja die Schwankungen bleiben.

  12. Fred752 Beiträge6. Mai 2011
    Schon oft so gesehen.

    Ursprünglich: Elektroboiler in der einen, Heizung in der andern Hausecke.

    Boiler und Heizung werden ersetzt, mit den Sanitärleitungen durch den ganzen Keller gefahren.

    Untaugliche Lösung, dem Heiziger fehlt das "Sanitärdenken" über Ausstosszeiten, grossen Druckverlusten bei hohen Geschwindigkeiten, usw..

    Bessere Lösung: Der Wassererwärmer kommt dahin wo der alte Elektroboiler stand/hieng.

    Die Ladeleitungen führen vom Heizkessel um Wassererwärmer durch den Keller. Ladezeiten beschränken (2 mal am Tag) vermindert dann auch die Wärmeverluste gegenüber einer langen Warmwasserleitung, die x mal am Tag wieder abkaltet.

    Gruss, Fred

  13. umbauer180 Beiträge26. Mai 2011
    ... ich hatte mich schon damit abgefunden, dass wir das "Dusch"-Problem erst mit der Heizungssanierung angehen werden als gestern unverhofft Murpy zugeschlagen hat!

    Ich gehe in den Heizungsraum, stehe vor der Boiler/Brenner Kombination und blicke auf eine mit Wasser randvoll gefüllte Auffangschale (die eigentlich für Öl gedacht ist). -> Der Boiler (ist gemäss Etikett doch 15 Jahre alt) rinnt....

    Ein Wink des Schicksals? Nun haben wir uns entschlossen, einen (freistehenden) Wärmepumpenboiler zu installieren (losgelöst von der Heizung).

    Welches Gerät (Marke/Inhalt) wird empfohlen?

    - 4 Personenaushalt (6.5 Zimmer, 2 Badezimmer)

    - Standort in der Waschküche im Keller (~20m2, Türen sind meist offen), möglichst ohne zwingend Zu/Abluft aus anderen Räumen einbeziehen zu müssen.

    - Gegenwärtig keine Sonnenkollektoren vorhanden (obwohl Sonnenlage sehr gut wäre) -> Unklar ob Kosten/Nutzen effektiv etwas bringen.

    Danke für Hinweise im Voraus

  14. emil172’299 Beiträge26. Mai 2011
    Bei den Fabrikaten kenne ich mich nicht aus, aber den Standort sollte man optimieren. Zur Waschküche, wo an wenigen Tagen viel Warmwasser aufs mal verbraucht wird, darf die Leitung länger sein als zur Küche. Ausserdem erzeugt das Ding Abwärme (Speicherverluste), und die sind nicht verloren, wenn das Gerät im Wohnbereich montiert wird.

    Achte also auf Lebendauer und Betriebsgeräusche, erst dann auf den Preis.

  15. knallhuuch49 Beiträge2. Juni 2011
    Ich sehe da eher ein Grundlegendes Problem.

    Nach Deiner Schilderung wurden in mehreren Schritten immer wieder neue Geräte, Leitungen, Anbauteile und Umlenkungen eingebaut. Diese sind von der Installation her sicher richtig dimensioniert. Haben aber von Anfang an schon nicht richtig funktioniert.

    Wenn Du die Erneuerung in Angriff nimmst, dann mach doch den grossen Aufwasch und eliminiere alle Sanitärleitungen ebenfalls, ordne die Leitungsführung und die Dimensionierung neu. Das sollte ein weiteres Dilemma weitgehendst vermeiden.

    Ein guter Installateur wird die richtige anordnung finden und Du kannst den neuen Boiler richtig nutzen.

  16. stromas186 Beiträge3. Juni 2011
    vielleicht könnte auch das isolieren der leitungen etwas bringen, zusätzlich noch eine rohrbegleitheizng installieren, dann musst du nicht so lange auf warmes wasser warten.

  17. edi6393 Beiträge3. Juni 2011
    Hallo

    Wir kennen die Temperaturunterschiede beim Duschen auch, zuerst bei normalem Boiler, danach mit Kompakt WP. Nun ist das Problem ist weg, seit ich die Sparduschbrause gegen eine normale gewechselt habe!

  18. Fema161 Beiträge1. November 2011
    Bist du sicher, dass der Boiler rinnt und nicht der Heizkessel?