Liebe Gartenfreunde
Weil die Sonne heute schon Frühlingsgefühle bringt, aber der Winter noch lange nicht zu Ende ist, habt ihr vielleicht ein Ohr bzw. ein Auge für mein Anliegen /emoticons/default_icon_wink.gif
Ich hoffe auf euren Rat /emoticons/default_smile.png
Unser Garten fällt gegen Süden steil ab. Auf dem unteren Teil dieser "schiefen Ebene" von ca. 6x15m stehen drei alte Obstbäume (Apfel und Birne) und ein paar eher mickrige Kleingehölze am Ostrand.
Heute früh hab ich ein paar Fotos dazu gemacht: Ihr seht den Hang mit den Bäumen, er ist wirklich steil. Unser Grundstück endet ca. auf der Höhe des Plattenwegs im Hintergrund, direkt neben dem Pavillon.
Die Obstbäume sind ein Erbe des früheren Hausbesitzers, also schon mindestens 30 Jahre alt, das Kleingehölz haben die Nachbarn gepflanzt, zur Sicherung ihres direkt unterhalb liegenden Pavillons; ein Ausläufer ihres Grundstücks begrenzt unseren Südhang, nach der Plattform für den Pavillon setzt sich der Hang gleichermassen steil fort bis unten ins Tobel.
Die Bäume sind nicht mehr wirklich stabil und der Ertrag ist gering. Der Hang selber "bewegt" sich d.h. es wird ständig Material abgetragen (sichtbar an dem zunehmend schräg abfallenden Pflasterweg). Das Trimmen der Wiese ist eine mühsame Angelegenheit, ein dichterer Bewuchs durch Pflanzen, die nur von Zeit zu Zeit geschnitten werden müssen, wäre wünschenswert. Wir planen also, die Bäume zu entfernen und zur Befestigung des Hanges neu zu bepflanzen, auch der Pflasterweg müsste neu gemacht oder ganz entfernt werden.
Wir werden ziemlich sicher die Hilfe des Gärtners in Anspruch nehmen, ich fühle mich als Freizeitgärtnerin überfordert /emoticons/default_icon_redface.gif , schon nur, weil der anstossende Garten der Nachbarn keinen Schaden nehmen sollte. Insbesondere der Pavillon, der direkt an der Grenze steht, ist gefährdet. (Dass er da steht, ist eine andere Geschichte: Wir alle waren nämlich bisher aufgrund falscher Pläne der Meinung, unser Grundstück ende direkt unter dem Pflasterweg, weshalb der Obstbaumstreifen bisher von den Nachbarn gepflegt wurde; erst der Schwimmteichbau brachte den Irrtum zutage...)
Ich halte viel vom genannten Gärtner, dennoch möchte ich viele Ideen und Meinungen sammeln, gerne auch bei euch Profis und Freaks!
Danke!
PS: Lonicera pileata kann mich nicht wirklich begeistern /emoticons/default_icon_rolleyes.gif - gibt es auch noch etwas Ansprechenderes?
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Liebe Susan
Der Vorteil beim erwähnten Lonicera ist jedoch, dass es pflegleicht ist. Falls Du den Arbeitsaufwand nicht scheust und die Lage nicht zu kalt ist - ich weiss leider nicht, in welcher Gegend der Schweiz Du wohnts,- würde ich Dir eine Pflanzkombination von Lavendel und Bodendeckerrosen empfehlen. Die Lavendel kämen allerdigs wegen der rosenverbrauchten Erde - Apfelbäume sind Rosengewächse- dahin, wo die Apfelbäume ihre Wurzeln hatten. Die Rosen in die übrigen Bereiche. Also eher am Rand. Das Ganze könnte man zur Aulockerung noch mit Lonicera ergänzen, dem eventuell einen Formschnitt verpasst wird. Man könnt natürlich auch den Hang terassieren und/oder einen Steingarten anlegen. Auch niedrige Gräser , evetuell in Kombination mit Steinen, wären ganz interessant. Kommt halt drauf an, wie gross das Budget ist und wie gross der Arbeitsaufwand sein darf .Dies mal in Kürze.
Es Grüessli Brigitt
Liebe Brigitt
Danke für deine Antwort - das sind ja schon mal ein paar interessante Vorschläge...
Lonicera ist doch das Waldgeissblatt, oder versteh ich das falsch? Wir haben ums Haus herum und an der Ostseite des genannten Steilhanges ein paar dieser Pflanzen und es ist schwer, diesem Gewächs Einhalt zu gebieten. An einigen Orten mussten wir's ganz ausgraben, weil es in die sommers geöffneten Kellerfenster hinein wucherte /emoticons/default_icon_rolleyes.gif
Nein, ich bin keine Freundin dieser Pflanze /emoticons/default_icon_wink.gif
Mir gefällt natürlich die Idee mit den Rosen. Wir wohnen am Bodensee (siehe Avatar), das Klima ist also verhältnismässig mild, den Rosen gefällt es, sogar die Rosa chinensis mutabilis gedeiht bisher ohne Krankheiten.
Rosen bedingen jedoch ein Gespräch mit den Nachbarn; an der westlichen Grundstücksgrenze haben wir nach dem Schwimmteichbau verschiedene Heckenrosen und Bodendecker gepflanzt, da machten sie sich schon Sorgen wegen der Blätter in ihrer Einfahrt. Und da sie auch Frosch-unverträglich sind, wollen nicht erneut Öl ins Feuer giessen...
Gräser gehören auch zu meinen Favoriten - vielleicht wäre hier auch eine Kombination mit Rosen möglich?
Was würdest du mir für Sorten empfehlen?
Beim Terrassieren brauche ich sicher die Hilfe des Gärtners, vielleicht wäre so etwas auch mit einer Art Faschinen möglich? Ansonsten braucht's bestimmt auch Maschinen - das kommt in nächster Zeit jedoch nicht in Frage, nachdem wir im letzten sonnigen Frühling mit einer Baustelle gelebt haben, ist unser Bedarf erst mal wieder gedeckt /emoticons/default_icon_mrgreen.gif
Sind denn für eine sichere Bewurzelung Rosen, Gräser oder Lavendel ausreichend?? Ich dachte, es müssten mindestens Gehölze hin... (Mein Mann schwört auf Betonpfeiler, was ich mir allerdings als nur mässig dekorativ vorstelle /emoticons/default_icon_cool.gif )
Liebe Susan
Lonicera pileata ist eben nicht die Heckenkirsche, sondern die Böschungsmyrte, ein immergrüner bodendeckender Strauch der tief wurzelt und sich daher gut zum Befestigen von Böschungen eignet. Sie ist sehr schnittverträglich, lässt sich sogar zu Kugeln trimmen. Also wenn Du Dich bei der Gartenarbeit auf ander Bereich konzentrieren möchstest, dann.... /emoticons/default_icon_wink.gif
Bei den Rosen empfehle ich Dir Bodendeckerrosen, z.B. Heidetraum (rosa), Heidefeuer (rot), The Fairy (rosa) oder Swany (weiss). Gibt da aber noch mehr Sorten im Handel. Da Rosen Tiefwurzler sind, eignen sie sich ebenfalls gut für Böschungen. Die meisten Sorten sind völlig gesund und haben relativ kleine Blätter. Und wenns es bei Dir mit der 'Mutabilis' kappt, dann auch mit Lavendel. Der wächst in seiner Heimt an Hängen und macht zwar nicht ein allzu tiefes, meiner Erfahrung nach aber dichtes Wurzelgeflecht. In Kombination mit anderen Tiefwurzlern also kein Problem. Gräser kan man gut mit Rosen, aber auch mit Lavendel kombinieren. Würde da horstbildende, nicht zu hoch werdende Arten wählen und davon mehrere zu Tuffs zusammensetzen.
Dies wieder in Kürze
Es Grüessli Brigitt