SucheFür Unternehmer
ThemaStart · Forum

Soltop Strativari mit Fernwärem kombinierbar?

3Antworten3’860Aufrufevon solid · 12. Mai 2012letzter Beitrag vor 14 Jahren
  1. solid2 Beiträge12. Mai 2012
    Hallo,

    zur Zeit haben wir Fernwärme für die Fussbodenheizung und einen Elektroboiler für WW.

    Idee ist den Boiler mit einer Soltop Strativari Anlage zu ersetzen und gleichzeitig die Heizung zu unterstützen.

    Hat jemand damit Erfahrung? Ist es überhaupt möglich?

    Die Fernwärme kommt je nach Aussentemperatur mit 30-45 Grad ins Haus. Die Fussbodenheizung hatte selbst bei den -20 Grad nur max 32 Grad Vorlauftemperatur.

    Danke für Eure Infos

  2. Pfälzer9’908 Beiträge12. Mai 2012 · bearbeitet
    Ist es überhaupt möglich?
    Hallo solid

    Technisch ist immer und fast alles machbar.... aber... in dem Falle solltest Du vorgängig bitte prüfen, falls noch nicht geschehen, ob der Vertrag mit dem Versorger (Fernwärme) dies überhaupt zulässt?

    In der Regel sind die Verträge so gestaltet, dass alleinig die Energie aus dem Fernwärmenetz bezogen werden darf....also muss... Irgendwo muss ich ja die Investition in das Versorgungsnetz wieder als Gewinn auszahlen....

  3. Fred752 Beiträge13. Mai 2012
    Mit "Strativari" bezeichnet Soltop einen Heizungs-Kombispeicher. Ich nehme an, Du moechtest diesen mit einer Solaranlage kombinieren.

    Das Problem mit der Fernwaerme ist, dass Du die Brauch-Warmwasserversorgung nicht sicherstellen kannst. Also braeuchtest Du nebst Fernwaermeanschluss und Solaranlage einen dritten Energielieferanten. Ein elektrischer Heizstab in einem Kombispeicher ist dabei die schlechteste aller Loesungen. Auch eine reine Warmwasser-Solaranlage mit elektrischer Nachheizung ist problematisch.

    Ich stell mir auch vor, dass das Fernwaermenetz im Sommer nicht in Betrieb ist, eine Temperatur von 30 Grad C wuerde keinen Sinn machen.

    Bist Du sicher, dass die 30 - 45 Grad C. in der Zuleitung nicht vorgemischt sind, d.h. das Netz hoeher laeuft und die Temperatur in der Uebergabestation vorgemischt wird?

    Gruss, Fred

  4. MEC142 Beiträge3. Oktober 2012
    Hallo solid

    Technisch ist immer und fast alles machbar.... aber... in dem Falle solltest Du vorgängig bitte prüfen, falls noch nicht geschehen, ob der Vertrag mit dem Versorger (Fernwärme) dies überhaupt zulässt?

    In der Regel sind die Verträge so gestaltet, dass alleinig die Energie aus dem Fernwärmenetz bezogen werden darf....also muss... Irgendwo muss ich ja die Investition in das Versorgungsnetz wieder als Gewinn auszahlen....
    Auch wenn der Treadersteller wohl nicht mehr mitliest, möchte ich hier noch eine Frage in den Raum stellen:

    Kann ein Fernwärelieferant rechtlich abgesichert wirklich eine "Zusatzheizung" verbieten?

    Wenn die Wärme nicht ganzjährig zur verfügung steht, und die Vorlauftemperaturen im Winter nicht mal hinreichen, um Warmwasser zu produzieren, halte ich das für bedenklich.

    Bei uns ist es z.B. so, dass die Gemeinde auch die Fernwärme liefert. Ich bevorzuge hier jedoch den Begriff Heizzentrale, denn im Mai wird abgestellt und erst mitte September wieder Wärme geliefert. Komischerweise wird der mit Holzhackschnitzeln betriebende Kessel auch im Sommer für 3 Mehrfamilienhäuser angefeuert, um dort warmes Wasser bereitstellen zu können. Andere Gebiete hängen an einem Unterverteiler dran, wo die Vorlauftemperatur auch im Winter noch runtergeregelt wird. Laut Reglement sollen bei -10° Aussentemperatur 80° im Vorlauf geliefert werden. Selbst im Letzten Winter habe ich nie über 60° erhalten! Da ich Fussbodenheizung und einen Chemineeofen (der genehmigt ist) habe, ich nicht frieren müssen. Aber selbst in der Heizperiode warmes Wasser über Strom erzeugen zu müssen, kann es ja wohl auch nicht sein!

    Wenn jetzt zwischen Mitte Mai und Mitte September eine Käteperiode eintritt, sitzen die Anwohner ohne Chenineeofen und wohlmöglich noch mit Radiatorenheizung im Kalten?! Kann das rechtlich wirklich so durchgezogen werden??

    Ich verstehe schon, dass der Betreiber eines Fernwärmenetzes Geld verdienen will und muss. Aber ich will in den eigenen 4 Wänden auch heizen können, wenn mir kalt ist.

    Ich halte Fernwärenetze im ländlichen Raum ohnehin für suboptimal. Die Verteilungsverluste sind dabei viel zu gross. In stätischen Gebieten sieht das natürlich anders aus. Da versorge ich nicht alle 50 m ein einfamilienhaus sondern Wohnblöcke mit entsprechendem Bedarf. Aber das soll hier ja nicht das Thema sein ;-)

    Nochmals die Frage in Kurzform: Darf mir ein Betreiber einer Heizzentrale wirklich eine Zusatzheizung verbieten, wenn nicht ständig hinreichende Energie zur Verfügung steht??

    En Gruess

    Christoph