Ich habe etwas Mühe mit der Ausführung unserer Dachwasser-Anschlüsse.
Werden diese heute so ausgeführt? Diese Anschlüsse sind zwar unter Terrain und werden mit Geröll überdeckt. Aber ich habe irgendwie Bedenken, dass sich der Kitt löst und das ganze Geröll dann in die Leitungen gerät.
Kann mir jemand sagen, ob dies ein Mangel ist oder es sich um eine übliche Ausführung handelt?
NEIIIIIIINNNNN sicher wird so etwas nicht so ausgeführt. Den Unternehmer würde ich fragen ob er je schon mal so ein Gewerk ausgeführt hat. Sofort auf die Baustelle zerren und neu machen lassen.
Es ist schon richtig das Silikon weder auf PE oder PP hält. Genauer ausgedrückt wird zu der Oberfläche keine Verbindung hergestellt, welche für die Dichtheit notwendig wäre. Bei dem Orangen kann es sich auch um PP handeln, da es verschiedene Hersteller so Produzieren. Das grüne Rohr ist das KG 2000 aus Deutschland welches das PVC KG ablösen sollte. Alle diese Werkstoffe sind zugelassen und können eingebaut werden. Einige Gemeinden in der Schweiz haben jedoch das PVC verboten. Deshalb wäre hier eine weitere Klärung notwendig, welche aber nur vor Ort zu machen wäre.
Zu dem Anschluss ist nur zu sagen, dass entweder die Dimension der Rohre auf den Plänen nicht richtig vermerkt ist, oder der Verleger sich eine Reduktion sparen wollte. Egal was nun der Grund ist, wie bereits geschrieben, würde ich den Handwerker auf der Baustelle zwei Köpfe kürzen und auch alles andere was er dort gemacht hat genau unter die Lupe nehmen. Wer so mit dem Lieblingsspielzeug (der Silikonkartusche) umgeht, verwendet diese viel öfter. Als genau Prüfen und sofort Mangel anmelden und ändern lassen. Wenn nötig gleich in Schriftform.
ja das ist in der Tat schon heftig.... und sicher nicht mit einer handwerklich sauberen Arbeit zu bezeichnen. Hier müssen sie passende Reduzierungen anbringen sowie Abeckungen am Übergang.
Man erwischt immer wieder solche Kitt-Helden... sie opfern für ihre Kunden dann gerne auch mal eine Kartusche für einen Anschluss... man könnte auch sagen: Sie wissen nicht was sie tun...
Dafür hast Du aber eine exklusive "Badewannen-Ecke"... wie ich sehen konnte. Schön.
Wie soll ich mich gegenüber dem Unternehmer verhalten?
Gibt es irgendwelche Normen oder Richtlinien auf die ich mich beziehen kann?
Wir haben den Unternehmer bereits mehrere Male auf die Baustelle gebeten um diverse andere Punkte mit ihm zu besprechen. Seine Aussage ist immer die gleiche: "Das macht man so und entspricht absolut einer fachlichen Ausführung!"
Unsere Bauleitung war zu Beginn auch nicht recht überzeugt von der Lösung. Aber mittlerweile steht sie voll hinter dem Unternehmer.
@Pfälzer
Danke fürs Lob betreffend Badewanne. Alles was wir selber entworfen und erstellt haben macht Freude und man weiss, dass es korrekt ausgeführt wurde 🙂
Die Gemeinden verweisen betr. Liegenschafs- und Grundstücksentwässerung normalerweise auf die SN 592 000 (Liegenschaftsentwässerung)und die Richtlinien des VSA-Richlinie "Regenwasserentsorgung" hin. Diese Normen schreiben Rohre, Formstücke und Verbindungen mit VSA-Zulassung vor.
Meiner Ansicht nach handelt es sich bei diesen Anschlüssen um eine Verbindung zweier Kunststoffrohre mit unterschiedlichem Durchmesser, für welche wohl kaum eine Kartusche Silikonkitt empfohlen wird.
Wird nach SIA gerabeitet so hat der Unternehmer nachzuweisen, dass die ausgeführte Verbindung den Richtlinien und Normen entspricht.
Ich würde mal diesen Nachweis verlangen.
Das "Das macht man so" heisst nur, dass ER das so macht und nicht, dass dies allgemein so gemacht wird und als fachmännische Ausführung gilt.
Leider haben wir nicht nur das Dachwasserproblem mit ihm. Er hat unter anderem
- Die Gefällsvorschriften nicht beachtet
- Zusätzliche Arbeiten ohne schriftliches Einverständnis ausgeführt
- und liegt mit der Schlussrechnung über 20% des im Werkvertrag vereinbarten Betrag
Unser Bauleiter stützt dem Unternehmer den Rücken und meint es sei alles Fachmännisch erledigt worden und wir müssen den vollen Betrag bezahlen.
Der Unternehmer will keine schriftliche Abnahme der Arbeiten machen. Er habe ja mit der Bauleitung und meiner Frau vor Ort alles besprochen. Wir sollen erst alles bezahlen und dann eine Mängelrüge schicken.
Kann mit jemand sagen, wie ich mich verhalten soll?
Was ist in einer solchen Situation zu tun? Kann ich mich auf SIA Normen beziehen?
Zuerst solltest Du dem Bauleiter irgendwo hintreten.. denn es ist sein Job das zu machen, zu organisieren und die SIA-Normen, bzw. deren Einhaltung vor Ort zu überwachen. Das solltest Du ihm ggf. passend schreiben.. schliesslich hast Du ja einen Vertrag mit ihm geschlossen, den er erfüllen muss, bevor er sein Honorar bekäme.. also den Rest ggf... und nicht selbst haftbar gemacht werden möchte?
Wenn es einen Auftrag an den Handwerker auf Basis SIA 118 gab, wovon man ja ausgehen darf, dann hat er schon..oder spätestens auf Verlangen der Bauleitung.. oder des Auftraggebers eine ordentliche Abnahme zu machen. Punkt.
Ohne Abnahme ist gilt die Leistung als nicht abschliessend erbracht und ihm steht keine Schlussrechnung zu. Punkt.
Am Bau wird (was ja auch gut ist) immer viel gesprochen.. was aber nicht eine Abnahme ersetzt. Das weiss er genau so gut wie Dein Bauleiter... welcher sich gefälligst seiner Berufsbezeichnung erinnern sollte... nämlich einen Bau zu leiten.. und nicht irgendwelchen Baupfusch zu decken oder gar zu vertuschen...
Pfälzer hats kurz und richtig gesagt. Wenn Du einen SIA-hast gilt für Abnahme und Abechnung die SIA 118, ist kein SIA-Vertrag vorhanden, gilt das OR.
Schlussabnahmen werden vorteilhaft protokolliert und allseitig unterzeichnet. Bei geringen Mängeln kann das Objekt abgenommen werden zusammen mit der Mängelliste, bei groben Mängeln (Wenn das Werk seinen Zweck nicht erfüllt) kann die Abnahme verweigert werden.
Abnahme bedeutet, dass die Fristen zu laufen beginnen, Garantiefristen, Abrechnungsfristen, Zahlungsfristen.
Was nun ein unbedeutender und was ein bedeutender Mangel ist, ist nicht immer klar. Ein Kratzer, z.B. oder ein fehlendes Türschild, usw. sind unbedeutende Mängel. Dein Druckmittel ist, die Abnahme schriftlich zu verweigern und so den Ball zurückzuspielen. Alternativ eine Summe zurückbehalten und klarlegen weshalb.
Juristisch zu streiten kostet beide Seiten Geld und Nerven, wenns mit etwas Druck auch geht, ist die Sache für beide Seiten besser.
Das alles was Du da schreibst, hört sich nicht gut an. Ist der Bauleiter von einer GU oder von einem Architekten?
Welche Qualifikation hat denn der der die Rohrleitungen verlegt hat?
Wie Pfälzer bereits geschrieben hat, ohne Abnahme kein Geld. Es ist diesem Unternehmer wohl nicht klar was er da macht. Der Bauleiter besitzt eine Ausbildung??
An deiner Stelle würde ich Hilfe in Anspruch nehmen, jetzt könnte man eventuell noch etwas retten. Wenn das so weiter geht kannst Du sofort zum Anwalt und das kostet Geld Zeit und Nerven.
Betreffend Vertrag bin ich mir leider nicht ganz sicher. Es steht nur, gemäss SIA. Aber es wird nicht ausdrücklich auf 118 hingewiesen. Gemäss SIA sollte doch aber alles beinhaltet sein oder?
Ich habe eigentlich nicht vor einen Anwalt einzuschalten, das Kostet nur Zeit, Nerven und Geld.
Aber ich würde gerne Hilfe in Anspruch nehmen. Kann mir jemand einen Kontakt nennen?
Habe durch das Forum schon viele hilfreiche Tipps bekommen (Danke an alle), leider bin ich aber zu wenig Standfest wenn es um Fakten, Normen und Verträge geht um mich beim Unternehmer und der Bauleitung durchsetzen zu können.
Als kleines Beispiel zum Ursprung des Themas zurück... Die generelle Meinung ist, ein solcher Dachwasseranschluss ist nicht fachmännisch und als Mangel zu bezeichnen.
Laut einer "Offiziellen-Verband Stelle" ist der Anschluss zwar nicht gerade schön, wird aber tatsächlich meist so ausgeführt! Vor allem wenn der Anschluss unter Terrain ist.
nimm einen fachmann und schau mit dem das ganze haus ausgiebig an. dann vereinbarst du mit dem bauleiter einen termin für die offizielle übergabe. dazu nimmst du diesen fachmann mit.
danach weisst du, welche mängel du hast und noch von wem behoben werden müssen.
so kannst du auch abschätzen welche kosten du besser noch zurückbehalten solltest. der fachmann kann dich auch da beraten.
woher einen fachmann nehmen?
am besten aus dem hausbau-forum! Pfälzer und Bauprofi sind beide versiert und übernehmen solche aufgaben!
Laut einer "Offiziellen-Verband Stelle" ist der Anschluss zwar nicht gerade schön, wird aber tatsächlich meist so ausgeführt! Vor allem wenn der Anschluss unter Terrain ist.
Wer hat denn jetzt recht? 🙂
Mobbel
Tja, und ich versuche ich noch die Handwerker zu verteidigen. /emoticons/default_mad.png Gibt es wirklich nur noch Pfuscher auf dem Bau? Vor 5 Jahre, als ich noch aktiv auf dem Bau gearbeitet habe, war das noch anders. Zumindestens auf unseren Baustellen. Fakt ist, zwischen den Kunststoffleitungen fehlt eine exzentrische Reduktion. Punkt, basta und aus! Hier liefert jemand einen Pfusch für 10.- Ersparnis.
Wenn Silikon als Rohrverbindung "normal" ist, warum um Gottes Willen haben dann die Rohrhersteller kein Silikon im Sortiment!
Tritt Deinem Architekten mal in den Hintern und steck ihm, dass Du Mitglied im Haus-Forum bist und er einen Anderen Kunden verarschen kann!
So, jetzt kaufe ich mir Bickel und Schaufel. Offenbar ist es besser, man👎 baut sein Haus selber./emoticons/default_smile.png
also ich hab nicht den günstigsten genommen und hatte leider Gestern Abend das gleiche Resultat vorgefunden. den Bauleiter hab ich zum Glück auf meiner Seite. Fotos hab ich gemacht und dann aber eigenhändig gleich wieder enfernt. Hab der Firma ne Mail geschrieben falls sie nicht fähig wären diese fachgerecht auszuführen, dann müsse ich mir schwer überlegen ob ich denn nicht etwas in Abzug bringen müsse um es selbst auszuführen.
Stellt nämlich auch für mich als Bürolisten kein Problem dar im Baumarkt entsprechende Teile zu kaufen und diese zu verbauen.
es scheint also als würde diese Art der "Verbindung" öfters gewählt und so hingepfuscht, weils halt am schnellsten geht.
Grüsse Tom+++ das Lachen vergeht mir ob solcher Details hingegen nicht. ;-)