Wir haben erste Risse an unseren Fenster entdeckt.
Der Abrieb wurde direkt an das innen bündig gesetzte Holzfenster aufgetragen.
Diese Technik, wenn man das so nennen darf, kannte ich bisher nicht. Bei der Abnahme hatte ich dies Bemängelt, der Bauleiter sagte aber das dies immer so gemacht würde. Meiner Meinung nach, kommt da eine Schattenfuge oder ähnliches ran.
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Wird das wirklich so gemacht wie das der Bauleiter behauptet? Wenn ja, warum zeigen sich nach 6 Monaten bereits Risse?
Von welcher Bauweise sprechen wir denn?? Holzelementbauweise, Massivbauweise, Skelettbauweise???
Also bei erstem (Holzelementbau) werdet Ihr eine Installationsebene, sprich vertikale Lattung und dann eine Gipsplatte mit Abrieb haben.
Bei meinen H-Elementhäusern werden die Fenster auch vielfach Innen-bündig angeschlagen, jedoch heisst Innen bündig bei mir, dass entweder die Wand gegenüber dem Rahmen einwenig vorsteht, oder umgekehrt der Rahmen gegenüber der Wand.
Die Begründung ist einfach:
1. Arbeitsgenauigkeit. Klar, im Holzbau kann man Fläche auf Fläche anpassen. Wenns aber dann bei einem Fenster nicht auf den mm klappen sollte, würde ich mich ärgern.
2. Dein Angesprochenes Problem der Rissbildung: Wenn die Platten zu bündig geschnitten werden, sodass null Luft (oder wie Du es beschrieben hast mit Schattenfuge) mehr vorhanden ist, bekommen wir schnell das Problem der verschiedenen Ausdehnungskoeffizienten der sich berührenden Materialien; verschiedene Verhalten durch Ausdehnung und durch kurzfristiger Feuchtigkeitsbildung führt zu Schwellen und Schwinden der Materialien (vor allem beim Holz) und dabei ist es äusserst unvorteilhaft, wenn sich verschiedene Materialien gerade im Aussenbauteilbereich im Sinne von sattem Stossen berühren....
Würde den Bauleiter an Deiner Stelle nochmals auf das Problem ansprechen.
Es handelt sich um eine Massivbauweise. Es sind Risse an der Innenwand , genau der Fensterkante entlang, entstanden.
Bei dem Einfamilienhaus eines Bekannten habe ich gesehen, dass man mit dem Abrieb nicht bis ganz an das Fenster gegengen ist. Diese Vertiefung (Fuge) wurde mit Silikon weiss gefüllt. Das Haus ist 15 Jahre alt und es sind nie Risse entstanden.
das ist leider so eine fachlich unsaubere Lösung, welche bei vielen GUs aber üblich, da preiswert, ist und daher wohl auch der liebe Bauleiter Dir diese knappe, abwehrende Antwort gegeben hat.
Dem ist aber nicht so. Der Putzer muss den Putz/Abrieb von beweglichen Bauteilen "trennen". Wenn nicht, es kommt (was zu 99 % früher oder später passiert) zum Abriss zwischen beiden Materialien, was wiederum völlig normal ist, dann hat er einen Mangel produziert.
Vermutlich hast Du auch keine innere Bauteil-Fugenabdichtung zwischen Fenster und Wandfläche. Ein weiterer Fehler.
Die Ausbesserung ist ein unnötiges "Gefummel", was meist nicht den erwünschten Erfolg erbringt. Ich würde dies als Mangel an den GU melden. Erklärt er weiterhin, dass dies normal sei, dann mache es wie Quattro und lasse Dir einen vom Verband kommen. Oder wende Dich an einen Kundigen.
Vielen Dank für die Antworten. /emoticons/default_smile.png Diese werden mir mit Sicherheit weiterhelfen.
Gelten die genannten Massnahmen auch für Dachsparren welche durch eine Innenwand getrennt sind, Holztürrahmen, Einbauschränke? Auch hier zeigen sich erste Risse.
Die Trennungsvorgaben gelten für alle unterschiedlichen Bauteile bzw. Baustoffe. Alle reagieren anders, unterliegen verschiedenen Verformungen und daher kann ein "starres System", was ja die Putzfläche ist, nicht mit diesen verbunden werden. Wenn doch, dann gibt es eben die mehr oder weniger schönen Risse.