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Schattenfugen beim Fenster

8Antworten4’442Aufrufevon archischreck · 14. April 2009letzter Beitrag vor 18 Jahren
  1. archischreck41 Beiträge14. April 2009
    Hallo Wissende

    Wir haben erste Risse an unseren Fenster entdeckt.

    Der Abrieb wurde direkt an das innen bündig gesetzte Holzfenster aufgetragen.

    Diese Technik, wenn man das so nennen darf, kannte ich bisher nicht. Bei der Abnahme hatte ich dies Bemängelt, der Bauleiter sagte aber das dies immer so gemacht würde. Meiner Meinung nach, kommt da eine Schattenfuge oder ähnliches ran.

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    Wird das wirklich so gemacht wie das der Bauleiter behauptet? Wenn ja, warum zeigen sich nach 6 Monaten bereits Risse?

    /emoticons/default_confused.png

    Gruss

    archischreck

  2. Quattro151 Beiträge14. April 2009
    Bauleiter behaupten relativ viel wenn der Tag lang ist...

    Fragen die zu klären wären:

    Meinst Du nicht Risse an den Wänden, meinst Du wirklich die Fenster?/emoticons/default_confused.png

    Sind im Werkvertrag oder im Baubeschrieb sogenannte Schwedenschnitte vereinbart?

    Also ich kenne es von unseren Fenstern. Teilweise wurden diese Schwedenschnitte gemacht. In einem Raum jedoch nicht, sondern

    mit Hibridfugen "verschönert". Aussage Experte vom Gipser- und Malermeisterverband: Sieht schöner aus mit Hibridfugen, aber es

    erfüllt den Zweck nicht unbedingt. Es kann mit der Zeit Rissbildungen an angrenzenden Wänden geben mit Hibridfugen. Saubere Arbeit

    wäre gewesen: Schwedenschnitte....

    Soviel aus meiner "Erfahrung"...

    Gruss

    Quattro

  3. ad-arch14. April 2009
    Von welcher Bauweise sprechen wir denn?? Holzelementbauweise, Massivbauweise, Skelettbauweise???

    Also bei erstem (Holzelementbau) werdet Ihr eine Installationsebene, sprich vertikale Lattung und dann eine Gipsplatte mit Abrieb haben.

    Bei meinen H-Elementhäusern werden die Fenster auch vielfach Innen-bündig angeschlagen, jedoch heisst Innen bündig bei mir, dass entweder die Wand gegenüber dem Rahmen einwenig vorsteht, oder umgekehrt der Rahmen gegenüber der Wand.

    Die Begründung ist einfach:

    1. Arbeitsgenauigkeit. Klar, im Holzbau kann man Fläche auf Fläche anpassen. Wenns aber dann bei einem Fenster nicht auf den mm klappen sollte, würde ich mich ärgern.

    2. Dein Angesprochenes Problem der Rissbildung: Wenn die Platten zu bündig geschnitten werden, sodass null Luft (oder wie Du es beschrieben hast mit Schattenfuge) mehr vorhanden ist, bekommen wir schnell das Problem der verschiedenen Ausdehnungskoeffizienten der sich berührenden Materialien; verschiedene Verhalten durch Ausdehnung und durch kurzfristiger Feuchtigkeitsbildung führt zu Schwellen und Schwinden der Materialien (vor allem beim Holz) und dabei ist es äusserst unvorteilhaft, wenn sich verschiedene Materialien gerade im Aussenbauteilbereich im Sinne von sattem Stossen berühren....

    Würde den Bauleiter an Deiner Stelle nochmals auf das Problem ansprechen.

    Gruss

  4. archischreck41 Beiträge14. April 2009
    Hallo miteinander

    Vielen Dank für die bisherigen Antworten.

    Ergänzungen:

    Es handelt sich um eine Massivbauweise. Es sind Risse an der Innenwand , genau der Fensterkante entlang, entstanden.

    Bei dem Einfamilienhaus eines Bekannten habe ich gesehen, dass man mit dem Abrieb nicht bis ganz an das Fenster gegengen ist. Diese Vertiefung (Fuge) wurde mit Silikon weiss gefüllt. Das Haus ist 15 Jahre alt und es sind nie Risse entstanden.

  5. Pfälzer9’908 Beiträge14. April 2009
    Hallo archischreck,

    das ist leider so eine fachlich unsaubere Lösung, welche bei vielen GUs aber üblich, da preiswert, ist und daher wohl auch der liebe Bauleiter Dir diese knappe, abwehrende Antwort gegeben hat.

    Dem ist aber nicht so. Der Putzer muss den Putz/Abrieb von beweglichen Bauteilen "trennen". Wenn nicht, es kommt (was zu 99 % früher oder später passiert) zum Abriss zwischen beiden Materialien, was wiederum völlig normal ist, dann hat er einen Mangel produziert.

    Vermutlich hast Du auch keine innere Bauteil-Fugenabdichtung zwischen Fenster und Wandfläche. Ein weiterer Fehler.

    Die Ausbesserung ist ein unnötiges "Gefummel", was meist nicht den erwünschten Erfolg erbringt. Ich würde dies als Mangel an den GU melden. Erklärt er weiterhin, dass dies normal sei, dann mache es wie Quattro und lasse Dir einen vom Verband kommen. Oder wende Dich an einen Kundigen.

  6. Bauratgeber193 Beiträge14. April 2009
    Hallo archischreck

    Pfälzer hat es zwar breits auf den Punkt gebracht.

    Lass Dir einfach nicht einreden, dass solche Schwedenschnitte vertraglich speziel vereinbart werden müssen, damit sie ausgeführt werden.

    Sie stellen "Regeln der Baukunde" dar und sind beim Bauen zu einem festen Preis Bestandteil des Generalunternehmerangebotes.

    Beste Grüsse

  7. archischreck41 Beiträge15. April 2009
    Vielen Dank für die Antworten. /emoticons/default_smile.png Diese werden mir mit Sicherheit weiterhelfen.

    Gelten die genannten Massnahmen auch für Dachsparren welche durch eine Innenwand getrennt sind, Holztürrahmen, Einbauschränke? Auch hier zeigen sich erste Risse.

    Gruss

    archischreck

  8. Pfälzer9’908 Beiträge15. April 2009
    Die Trennungsvorgaben gelten für alle unterschiedlichen Bauteile bzw. Baustoffe. Alle reagieren anders, unterliegen verschiedenen Verformungen und daher kann ein "starres System", was ja die Putzfläche ist, nicht mit diesen verbunden werden. Wenn doch, dann gibt es eben die mehr oder weniger schönen Risse.

  9. archischreck41 Beiträge15. April 2009
    /emoticons/default_additional/114.gif@Pfälzer

    Vielen dank für deine Super Beiträge.

    Gruss

    archischreck