Nachdem ich als passiver Teilnehmer seit einiger Zeit von den Informationen in diesem Forum profitieren konnte, werde ich versuchen, mein Projekt vorzustellen:
Die Renovation eines Berner Bauernhauses
Das Haus wurde im Jahre 1858 erstellt und befindet sich im Kern von Herzogenbuchsee. Das Haus wird seit 1970 nicht mehr für landwirtschaftliche Zwecke verwenden und befindet sich in einem schlechten zustand. Aus Gründen der Sentimentalität (Erlebnisse als Kind) und der Freude an alten Bauernhäuser habe ich mich entschieden, das Haus von Grund auf zu erneuern.
Im Rahmen einer Vorstudie wurde nicht nur die Substanz geprüft sondern auch die zum Teil anstrengende Diskussion mit der Denkmalpflege geführt. Die Arbeiten dauerten fast ein Jahr (2005).
Da das Haus mit 30 Metern Länge, 11 Metern Breite und 3 Stockwerken unsere Bedürfnisse (und Investitionsmöglichkeiten) massiv übesteigt, haben wir uns entschieden, den Umbau in 2 Phasen zu realisieren. In der ersten Phase werden 3 Wohnungen eingebaut.
Das Bauernhaus verfügt über einen Gewölbekeller. Diesen will ich jedoch nicht als Wasch und Heizkeller missbrauchen. Zu diesem Zweck muss mehr Kellerraum geschaffen werden.
Der Rest des Wohnteils, aber auch Teile der Tenne und Stallungen sollen unterkellert werden.
Die Abstützung der Mauern gegen aussen verhindert ein Einbrechen der Wände. Nachdem ca. 1 Meter gegraben wurde, muss unterstellt werden. Dazu werden 2 Meter breite Segmente auf die endgültige Tiefe gegraben, geschalt und mit Beton ausgegossen. Die existierende Erde wird zum Verspannen gebraucht.
Ich finde Dein Projekt toll! Respekt! Schön, dass immer noch jemand den Mut (und die Finanzen) hat unser Kulturgut zu erhalten. Denn die Auflagen der Dankmalpflege sind meines Wissens sehr strikt. Habe aber schon viele tolle umgebaute Bauernhäuser gesehen, in versch. Stilen, d.h. zu mehreren Wohnungen umfunktioniert oder als ganzes Wohnhaus.
Wünsche Dir auf jeden Fall viel Erfolg aber auch Geduld.
Finge euer Projekt sehr spanned und total super. Es gibt doch nichts schöneres als ein renoviertes Bauernhaus. Diese haben wenigstens noch Charme. Leider kann man das nicht so einfach leisten! Aber finde eure Leistung total toll und wünsche euch alles Gute!
Wow, das nenne ich eine wahre Herausforderung! Finde ich super toll, dass ihr so etwas wagt und wünsche euch viel Glück dafür und dass alles gut klappt.
Das wird sicher extrem spannend... /emoticons/default_biggrin.png
Dieser Bau ist ganz bestimmt eine grosse Herausforderung. Da verblasst der "normale" Neubau eines Einfamilienhauses ja richtig /emoticons/default_biggrin.png 😀
Drücke euch die Daumen und wünsche euch die Kraft und Geduld, das Projekt bis zum Schluss durchzuziehen.
Die Bauzeit beträgt nach optimistischen Schätzungen 10 Monate.
Zur Zeit fasziniert mich die Arbeit der Zimmermänner. Zentnerschwere verfaulte Balken werden aus dem Gewirr herausgelöst und durch neue ersetzt. Ab Donnerstag wird das Dach abgedeckt und der wurmzersetzte Dachstock abgebaut.
Weiter haben wir uns entschieden, das Wasser, welches uns etwas das Leben erschwert hat, zu fassen und in einen Brunnen zu leiten.
Wir sind schon angeschlossen. Aber bei den Grabungen für den Keller sind wir auf eine Wasserführende Schicht (Nagelfluh gestossen). Für den Swimming Pool auf der Heubühne reicht es leider nicht, aber für einen kleinen Brunnen schon ;-)
So, nun wurde die Küche beschafft. Es geht noch eine Weile, bis sie eingebaut wird, aber die Anschlüsse müssen nun geplant werden.
Bei den Grabungsarbeiten ist unter dem Haus ein richtiger Teich zum Vorschein gekommen. Wasser aus dem nichts - der Sumpf ist mehr als 1.5 Meter tief. Mal sehen - wie wir das Problem in den Griff bekommen
Das gute Wetter begünstigt die Arbeiten. Der Aushub des Kellers schreitet voran. Ein Novum ist, dass ein Seiteneingang in den Gewölbekeller gebaut werden muss. Bei weiteren Grabungen kommen zum Teil Elemente wie alte Mühlesteine zum Vorschein. Beim Aushub des Kellers für den Schnitzelraum stossen wir auf einen unterirdischen "Teich", der über 1.5 Meter tief ist. Nach einigen Diskussionen wird dem Sumpf mit 5 Tonnen Zement zu leibe gerückt - der Untergrund wird Hart - wieder mal schwein gehabt.
Die Zimmerleute ersetzen defekte oder verfaulte Balken. Im Anschluss daran wird der mit Hausbock durchsetzte Dachstuhl komplett abgebaut.