Wir haben vor kurzem ein 100 jähriges Stadthaus gekauft und renovieren nun. Vermutlich wurde das letzte mal etwas in den 70zigern gemacht. Der Bauplaner hat einige sachen aufgeführt, bei denen ich mich frage ob es nötig und sinvoll ist. Wir haben in Eigenleistung bis jetzt alle Tapeten entfernt und die Wände und Decken gereinigt. Die Wände sind, zu meiner Überraschung praktisch riss frei und in einem tadellosen Zustand. Die Decken haben einige risse an den Ecken, aber im Grossen und Ganzen sind sie ebenfalls gut erhalten. Beiden braucht meiner Meinung nach keine "Generalüberholung".
1) Auf der Offerte des Gipsers wird ein Abrieb für alle Räume aufgefürt. Ich vermute aber, dass wir mit Kalk verputze Wände haben (sind eher gräulich und wenn man ihn etwas aufkratzt weiss), ca. 2-4mm. Darunter ist eher sandiger Grundputz (oder so), 10-15mm. Da der Oberste putz jedoch so gut erhalten ist, und wir glatte wände Wollen, seh ich den sinn für den Abrieb nicht. Seh ich das richtig, dass wenn ich den Putz örtlich ausgebessert habe ihn man einfach streichen kann?
2) Wie gesagt, die Wände sind praktisch rissfrei und die Decken haben akzeptable Risse in den Ecken. Die Offerte des Malers führt das tapetieren eines Glasfasergewebes auf. Ich hätte aber gesagt, dass man die Risse auch gut mit Putz ausbessern kann und dann einfach überstreichen kann. Es ist ein altes Haus. Risse gehören sowieso dazu...
Ich würde an der Decke das Gewebe unbedingt reinmachen. Nehme an, du hast ja Holzdecken, d.h. die sind immer etwas in Bewegung/Schwingung.
Ein einheitliches "Wandbild" erhälst Du nur, wenn die Wand komplett neu abgerieben wird. Man sieht sonst nach dem Malen nämlich die kleinsten Unterschiede und es wird dich dann nur nerven.