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Probleme mit nanobeschichteten Keramikplatten

6Antworten5’560Aufrufevon mischa01 · 24. September 2009letzter Beitrag vor 17 Jahren
  1. mischa01182 Beiträge24. September 2009
    Hallo zusammen,

    Wir haben über die SABAG, Basel, Keramikplatten im Format 50 x 100 eines italienischen Herstellers bezogen. Die Oberflächen der Platten sollten eigentlich einen leichten Glanz haben (sog. "lappato").

    Das Problem ist nun, dass die Platten vom Fabrikanten mit einer Nanobeschichtung versehen werden. Dies soll wohl eine Beschädigung der glasierten Oberfläche verhindern.

    Das ist ja schön und recht, nur bekommt man diese Beschichtung kaum von der Platte weg:59:! Wir haben es bereits mit allen herkömmlichen Reinigern, über Meister Proper bis CIF versucht (noch nicht mit VIM, da hatten wir dann doch etwas zu viel Respekt), haben geschrubbt, poliert, geschwitzt, etc.

    Gestern war dann eine nette Dame von der Schweizer Tochtergesellschaft des italienischen Produzenten bei uns. Sie meinte erst lakonisch, das sei doch gar keine Sache, die paar Streifen wegzuputzen, hat dann aber nach ca. 57 Sekunden schrubben entkräftet aufgegeben....../emoticons/default_rolleyes.gif

    Frage: Kennt Ihr dieses Problem? Wenn ja, wie habt ihr das gelöst? Könnte man diesen Grauschleiern allenfalls mit einer Poliermaschine o.ä. zu Leibe rücken? Alle Tipps sind willkommen /emoticons/default_additional/58.gif

    Gruss,

    mischa

  2. Arcuos2’160 Beiträge24. September 2009
    ...Das ist ja schön und recht, nur bekommt man diese Beschichtung kaum von der Platte weg:59:! Wir haben es bereits mit allen herkömmlichen Reinigern, über Meister Proper bis CIF versucht (noch nicht mit VIM, da hatten wir dann doch etwas zu viel Respekt), haben geschrubbt, poliert, geschwitzt, etc.
    Hallo Mischa,
    habe ich das jetzt recht verstanden, dass Ihr Platten mit Nano-Beschichtung gekauft habt und diese Beschichtung jetzt weg soll...?/emoticons/default_confused.png/emoticons/default_eek.png

    Oberlächen werden mit Nanobeschichtung versehen, dass sich der Schmutz besser davon reinigen lässt, resp. dieser sich gar nicht festsetzen kann!

    Rubbelt man dann darauf rum, dann wird die Oberfläche meist fleckig, weil man die Beschichtung nie ganz weg kriegt. Es ist auch nicht der Sinn, eine Nanobeschichtung weg zu kriegen... sonst hätte man lieber Platten ohne Beschichtung gekauft.../emoticons/default_wink.png

    War der Plattenleger informiert, dass Ihr speziel versiegelte "Nano-Platten" habt?

    Grüssle

    Arcuos

  3. schmidi230 Beiträge24. September 2009
    Hat sich denn die Nanoschicht mit Fugenzement gefüllt. Dann wird das wohl nie was.

    Gruss Schmidi

  4. mischa01182 Beiträge25. September 2009
    Sali Arcuos,

    Die Nanobeschichtung ist als reiner "Transportschutz" gedacht. Wir haben bei der SABAG glänzende Platten ausgesucht. Die Idee des Hersteller scheint zu sein, dass der fleissige Hausmann die Beschichtung dann schon irgendwie wegbekommt. Das ist aber eine Heidenarbeit (man kann sich den Gang ins Fitness dann gleich sparen...!). Laut Vertreterin des Herstellers scheint dieser die Beschichtung mit dem Nanofilm vor ganz kurzer Zeit eingeführt zu haben. Bisher kamen die Platten immer ohne einen solchen "Transportschutz".

    @schmidli: Sieht eigentlich nicht so aus. Wenn man die Platte im Gegenlicht anschaut, bemerkt man einfach einen dumpfen Grauschleier, welcher sich in regelmässigen Bahnen über Teile der Platte ziehen.

    Gruss

    mischa

  5. Arcuos2’160 Beiträge25. September 2009
    Sali Arcuos,

    Die Nanobeschichtung ist als reiner "Transportschutz" gedacht. ...
    /emoticons/default_confused.png O.k. ich lasse mich gerne belehren... dann wäre aber eine abziebare Schutzfolie wohl einfacher & günstiger.../emoticons/default_wink.png
    ...dann sollte zumindest der Hersteller auch sagen können WIE man die Nanoschicht wieder wegbekommt!

    Grüssle

    Arcuos

  6. mischa01182 Beiträge25. September 2009
    ...dann sollte zumindest der Hersteller auch sagen können WIE man die Nanoschicht wieder wegbekommt!
    .. das hätten wir auch gedacht! Die CH-Vertreterin des Herstellers war aber selber überrascht, wie schlecht sich der Schutzfilm entfernen liess.

    Gruss

    mischa

  7. Pfälzer9’908 Beiträge25. September 2009
    über die SABAG, Basel,

    ..... Dame von der Schweizer Tochtergesellschaft .... hat dann aber nach ca. 57 Sekunden schrubben entkräftet aufgegeben....../emoticons/default_rolleyes.gif

    Gruss,

    mischa
    Hallo Mischa01,

    da hatte sie aber wohl keine große Ausdauer.... aber hier würde mich schon interessieren, was denn danach geschehen ist? Kommt da noch eine passende Erklärung vom Hersteller??? Wie seid ihr verblieben?

    Eine solche "Transportsicherung" ist mir in dieser Art noch nicht bekannt. Sehe auch selbst keinen großen Sinn darin, es sei denn, dass die Fliesen sehr empfindelich gegen Kratzer wären und sich der Hersteller daher die evtl. Papier/Pappeinlagen sparen wollte (möchte).

    Dann wäre es aber auch sein Problem dafür zu sorgen, dass diese nur so stark haftet, dass sie nach Verlegung auch mit einem normalen Aufwand, bzw. Mittel (übliches...) wieder restlos entfernbar wäre. Da dies nicht der Fall ist, ist die Fliese letztendenlich mangelhaft. Denn Du möchtest ja keine "dauerhafte Transportbeschichtung" im Wohnraum haben.... also, Hersteller auffordern (ggf. mit/unter Einbeziehung des/Deines Lieferanten, da er ja der Hauptverantwortliche für Dich ist) diese/seine Transportsicherung zu entfernen.

    Ggf. kann ja auch beim Auftrag "etwas passiert sein", ... also zu dick, zuviel aufgetragen, oder sonst passte etwas nicht gem. dem Auftragsvorgaben des Herstellers... all dies lässt sich ja nicht überprüfen. Braucht es auch nicht, das ist dann Sache der Werks-Eigenkontrolle im Punkt Qualiätsicherung.

    Oder hätte diese "Transportsicherung" evtl. vor dem Verfugen bereits wieder entfernt werden müssen? Gibt es da irgendwelche Vorgaben bzw. Produktbeschreibungen, Verlegeanleitungen?

    Schutzbeschichtungen oder ähnliches wurde m.E. bisher nur für stark saugende Fliesen verwendet (z.B. Cotto-Fliesen) um genau dies, das Eindringen der Verfugungsmassen/Zementschleier, zu verhindern....

    Egal wie, das ist Sache Deiner Vertragspartner und nicht Deine persönliche. Sie sollen sich einfach abstimmen, wie und was zu machen ist um die vertragliche (ausgesuchte Oberflächenqualität beim Händler welche zum Vertragsinhalt wurde) Leistung zu erfüllen. Bis dies zu Deiner Zufriedenheit gelöst ist, bleibt das halt ein Mangel. Aber warum schreibe ich Dir das, das weißt Du ja selbst am besten.