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Probleme mit Fassade - Boden immer nass.

3Antworten2’926Aufrufevon Humphrey · 9. Februar 2012letzter Beitrag vor 15 Jahren
  1. Humphrey7 Beiträge9. Februar 2012
    guten Tag

    ich wende mich an Euch, da ich echt nicht mehr weiterkommen. Wir hatten ein Riesenproblem mit unserem Architekten, da er sich kaum je um den Bau kümmerte und nur seine eigenen Lieferanten beizog (kein GU).

    Nun ist es so, dass wir u.a. mit der Gipser- und Fassadenfirma Probleme haben, Regiearbeiten von plus 50% zu Kostenvoranschlag etc. geringe Qualität etc. deshalb gingen wir vor Gericht und unterlagen haushoch, da unser Architekt alle Regeirapporte zeichnete. Wir mussten 80' Mehrkosten blechen.

    Da die Situation echt ätzend war und wir schon einiges nacharbeiten ließen, verzichtetet wir auf die Garantie INNEN, aber hielten die Garantie AUSSEN aufrecht (so im Gerichtsurteil), da wir aussen Wasserproblem haben (klitschnasse Isolation und Ausbrechend der Fassade)

    Nun zum Problem, die Firma weigert sich trotz Gerichtsurteil den Schaden auch nur anzusehen. Was sollen wir tun, nochmals zahlen und eine andere Firma zuziehen, dies bei 80' Mehrkosten, nochmals klagen? zig tausend Anwaltskosten?

    Was habt Ihr für Erfahrungen?

  2. isitom2’343 Beiträge9. Februar 2012
    Sind die 80k Mehrkosten schon bezahlt?

    Du kannst Dich mit einem Garantieschein auch direkt an die Versicherung wenden. Diese haftet solidarisch.

  3. Humphrey7 Beiträge9. Februar 2012
    Leider, Isitom, haftet der Garantieschein nur wenn der Handwerker Konkurs ist... das habe ich schon geprüft. Ja wir haben die 80K bezahlt, da wir gerichtlich dazu gezwungen wurden, denn unser Architekt hat sämtliche Regierapport unterschrieben, blind, sozusagen.

    Und nun haben wir bezahlt und sitzen zu allem Elend mit dem Schaden da...

  4. jomazi1’373 Beiträge9. Februar 2012
    Hallo Humphrey

    Schlimm, deine geschilderte Geschichte... und verständlich, dass du dir nach dieser Abfuhr beim Gericht sorgen machst, dies nicht noch einmal erleben möchtest!

    Dennoch, der Weg wird wohl nicht an einem Anwalt vorbei gehen. Jedoch würde ich einen anderen beiziehen, der bisherige hat dich offensichtlich nicht gut beraten, sind bei unterschriebenen Regierapporten die Fronten wenigstens rechtlich ziemlich geklärt! Das sollte ein Anwalt wissen, und allenfalls nicht die Handwerker, sondern den Architekten verklagen!

    Dein Problem wirst du mit allen beteiligten lösen müssen, also mit Architekt, der das Detail ja geplant und die Bauaufsicht hatte, den Gipser, der die Fassade baute, den Maurer, der die Stösse bei Übergängen richtig lagern musste und der Zimmermann, der die Dampfsperre im Dach verbaut hat.

    Diese, und deren Versicherungen an einen Tisch zu bekommen wird die Aufgabe eines Anwaltes sein, falls es dir nicht gelingt, diese selber zu motivieren! Es gibt "Hebel" die du anwenden kannst. Am besten ist aber die reine sachliche und anständige Ebene.

    Bei dieser ersten Besprechung geht es um die Aufnahme des Problems. Zu diesem Treffen wird idealerweise auch gleich einen neutralen Bauphysiker beigezogen. Dieser leitet ab dieser Sitzung, sofern er als neutrale Fachperson von allen beteiligten anerkannt wird, dein Schadenfall. Und zwar von der Analyse des Problems und deren Beurteilung bis zur Behebung des Problems. Auch wird er ein Schadenschlüssel vorschlagen, den die Handwerker, da sie seine Unbefangenheit ja bestätigt haben, akzeptieren.

    Bei solchen Problemen ist es ein zentraler Punkt, das in jeder Situation auf gleichen Augenhöhe diskutiert wird! Gelingt das nicht mehr, haben alle verloren, denn ab diesem Punkt wird leider oft in Anwälte und nicht mehr in die Sache investiert.

    Ich wünsche dir viel Kraft, Ausdauer und gutes Gelingen!

    liebs Grüessli, jomazi