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Plattenlegerarbeiten mangelhaft?

11Antworten4’719Aufrufevon Charlie_Brown · 24. Juli 2013letzter Beitrag vor 13 Jahren
  1. Charlie_Brown4 Beiträge24. Juli 2013
    Hallo Forumsgemeinde

    Nachdem unser Hausbau schon fast auf beängstigende Weise nahezu problemlos und wie in einem Zug von Statten ging, gibt es jetzt in der Schlussphase des Innenausbaues eine erste heftige Diskussion.

    Wie eigentlich alle Baulose haben wir auch die Plattenarbeiten an einen lokalen Fachbetrieb aus der Umgebung vergeben. Nur stellt uns dieses Mal das Ergebnis definitiv nicht zufrieden. Wir haben eine Platte im Format 600x600 ausgewählt, die man für ein Lieferlos auf den Milimeter genau bestellen kann. Das war uns insofern wichtig, da auch wir wie heute üblich relativ schmale Fugen wollten. Der ausführende Betrieb bestätigte dann auch, dass mit dieser Platte Fugen von 3mm prolemlos machbar sind.

    Nun zum Resultat: Wir haben mehrheitlich (70-80% der Flächen) Fugen von rund 5mm. Das ganze kann dann aber auch innerhalb einer Fläche von 2-3 m2 (gleicher Raum) Fugen von 2mm - 5mm aufweisen......zum Teil sogar bei der gleichen Platte (Fuge linke Kante vs. Fuge rechte Kante). Das kann doch nicht der zu erwartende Standard sein oder?

    In der Treppe ist in den Stirnseiten bei mehrerer Stufen ein Versatz von 2mm und mehr feststellbar, da in der Mitte der Stufe ein Fuge die Treppe hochläuft. Linke Platte weisst dann eine Fuge zum "Kanteneisen" von 3mm auf und die rechte Platte eine von 5mm. Das ganze ist auf der Stirnseite der Treppe natürlich sehr augenfällig.

    Einzelne Platten sind schlichtweg schief verlegt und weissen daher zur Nachbarplatte eine Kante auf....so dass man mit der Schuhspitze hängenbleibt.

    Naja, in den nächsten 2 Tagen findet jetzt eine Begehung mit dem Verantwortlichen statt. Hat irgendjemand von euch Erfahrungen mit solchen Themen. Behebung, Minderung was sind da die nächsten Schritte.....ist ein Fugenbild von 5mm anstelle von 3mm welches zudem noch Stellenweise völlig ungleichmässig ist zu aktzeptieren? Ich werde morgen noch Fotos machen und das eine oder andere hier einstellen.

    Danke schon mal für jedes Feedback.

    Gruss

    Charlie Brown

  2. Achyles153 Beiträge25. Juli 2013 · bearbeitet
    Wir wohnen ja noch zu Miete im Moment, auch bei unserem Fussboden mit Keramikplatten waren "extreme" Höhenunterschiede erkennbar...das hängen bleiben mit der Schuhspitze...davon kann ich ein Lied singen.

    Wir waren die ersten in diesem Neubau und es ging ums ausfüllen des Mängelprotokoll bei Einzug, da bekam ich das übliche zu hören als ich es reklamiert habe: "alles in der Toleranz".

    Das konnte ich so nicht akzeptieren und wurde „stinkig“, also wurde nach einigen Diskussionen der Bodenleger aufgeboten und siehe da, 10 Platten komplett ersetzt bzw. neu verlegt. Natürlich nicht auf meine kosten.

    Die Fugen bei uns sind ziemlich genau, ich würde sogar sagen perfekt, was Abstände und Grösse angeht.

    Damit will ich sagen, selbst auf grossen Flächen ist ein sauberes verlegen und verfugen der Platten möglich!

    Das wir auch abstehende Kanten haben bzw. hatten, würde ich aber in meinem eigenen Haus auf keinen Fall dulden und das müsste zu 100% korrigiert werden!

    Also nicht einwickeln lassen und wenn es sein muss, leicht „stinkig“ werden /emoticons/default_wink.png

  3. Charlie_Brown4 Beiträge28. Juli 2013
    Hallo zusammen

    Wie versprochen ein Update inkl. ein paar Bildern. Wir hatten in der Zwischenzeit einen ersten Termin mit dem verantwortlichen Plattenleger. Der Termin verlief nicht sehr zielführend...und so haben wir jetzt einen Sachverständigen vom SPV beigezogen. Der Termin in der grossen Runde finden nun in den kommenden Tagen statt.....Update folgt.

    Im Anhang findet ihr noch ein paar Fotos. Die aufgezeigten Stellen sind nicht abschliessend...solche stellen gibt es bei uns im Dutzend. Bei einigen habe ich noch Massangaben als Kommentar eingefügt....bein einigen erübrigt sich wohl jeglicher Kommentar.

    Danke für jedes Feedback...

    Charlie Brown

    Sockelleiste_Versatz.JPG

    3mm_5mm_7mm.JPG

    Sockelleiste_alles_schief_inkl_Versatz.JPG

    Fugenkreuz.JPG

    Treppe_Stirn_schief_von_links_nach_rechts.JPG

  4. mad9997 Beiträge28. Juli 2013
    Hallo Charlie

    Schlimm!! So würde es aussehen, wenn ich es selber machen würde. Ich hoffe, die Grosse Runde bringt eine gute Lösung für dich.

  5. isitom2’343 Beiträge28. Juli 2013
    Oje! So sollten Platten nicht verlegt werden. Hoffe der Termin mit dem Sachverständigen bringt die Lösung.

    Nehme mal an der Plattenleger ist dann auch vor Ort.

    Hausbau 2009 beendet.

  6. Hauschenbauer30 Beiträge28. Juli 2013
    Diese gottver*** Pfuscher! Das so einer noch die Frechheit besitzt nicht gleich von alleine zuzugeben das seine Arbeit nur armselig ist, nein man muss ja auchnoch darum streiten. Ich hoffe der Sachverständige bezeichnet den Belag als Totalverlust, alles Raus und neu rein!

  7. Automation2’255 Beiträge29. Juli 2013
    Oha, dann sehen meine Plattenböden - verlegt als Laie - ca. 1'500 Mal besser aus. Kreuzfugen heissen Kreuzfugen, weil es ein Kreuz geben sollte....

    Sockelleisten sind ja erbärmlich, der hatte wohl mind 2.5 Promille im Blut......

    Wo bleibt bloss der Stolz der Berufsfachleute....

  8. FrauMeier30 Beiträge6. August 2013
    Hallo Charlie Brown

    Das sieht nicht schön aus...eher nach Pfusch!

    Hat Dein Architekt die Plattenlegerarbeiten so abgenommen?

    Ich hoffe für Dich dass die Sache bald und professionel erledigt wird!

  9. Charlie_Brown4 Beiträge6. August 2013
    Hallo zusammen

    Wieder mal ein Update:

    • 1. Gutachter Termin Verband X mit Architekt, Bauherr, Platterleger
    • Einigung per Handschlag und Vereinbarung in einem Protokoll, welches zur Kontrolle und Freigabe (3Tage) dann verschickt wurde
    • Kurz vor Deadline für die Protokoll-Freigabe dann ein Feedback vom Plattenleger, dass er inzwischen mit einem Gutachter Verband Y auch in userem Haus war und das sie jetzt doch gewisse Punkte nicht akzeptieren. Wir wurden über diesen Besuch in unserem Haus nicht informiert.
    • Wir stinkesauer, sofortige schrifliche Nachricht an Gutachter Verband Y und den Plattenleger, dass wir dieses Vorgehen nicht akzeptieren und einen sofortigen Termin vor Ort mit allen Beteiligten verlangen.
    • Termin fand dann 2 Tage später statt.....wieder Einigung erziehlt. Mehr oder weniger auf dem gleichen Level wie die erste (Beide Treppen und rund napp 40m2 werden rausgerissen und ersetzt, zahlreiche Ausbesserungsarbeiten in den akzeptablen Flächen) Bedenkzeit von 1 Tag für den Plattenleger welche Arbeiten er selber machen will und was wir neu vergeben.
    • Vereinbarung aufgesetzt. Ausbesserung und Rückbau werden durch den Plattenleger gemacht und abgenommen. Die nochmals zu velegenden Flächen vergeben wir an einen anderen Unternehmer.
    Fazit: Nach einigem Hauruck eine Kompromislösung mit der beide Seiten (hoffentlich) leben können. Wir haben einiges gelernt und erfahren wie ermüdend und frustrierend solche Themen sein können.

    Jetzt hoffen wir, dass mit dem Boden nun alles ein gutes Ende nimmt.

    Gruss

    Charlie Brown

  10. Peter A.28 Beiträge7. August 2013
    Hallo Charlie Brown

    Es wäre allenfalls noch interessant zu erfahren nach welchen Kriterien Ihr diesen ersten Plattenleger ausgesucht habt.

  11. Holzwaeller6 Beiträge8. August 2013 · bearbeitet
     Hi Charlie,

    sorry, habe irgendwie Deine Zusammenfassung über den Ausgang nicht wahrgenommen. Das ist ein ganz schöner Rattenschwanz nach all dem Ärger, den Du über Dich ergehen lassen musstest. Aber man kann letzten Endes nicht hinter jedem Handwerker stehen und versuchen sicherzustellen, dass er seine Arbeit richtig macht.

  12. 321meins149 Beiträge2. September 2013
    Aber man kann letzten Endes nicht hinter jedem Handwerker stehen und versuchen sicherzustellen, dass er seine Arbeit richtig macht.
    Und genau das braucht es eben leider heutzutage. Ich richte mir dies immer ein n paarmal reinzuschauen. Und dann den Handwerker direkt ansprechen und nachzufragen wenn mir etwas komisch oder unverständlich scheint. Natürlich ist dies für den Handwerker nicht immer angenehm. Dafür bringe ich dann jeweils auch ein Znüni oder z vieri mit. Aber ich denke es ist immer noch das kleinere Übel als danach einen Rechtsstreit zu riskieren.