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Neues Gesetz Isolation bei Neubau?

9Antworten4’739Aufrufevon Bäröschli · 9. April 2008letzter Beitrag vor 19 Jahren
  1. Bäröschli703 Beiträge9. April 2008
    Guten Morgen

    Habe eben gerade in den Nachrichten gehört, dass es ein neues Gesetz zum Wärmeverbrauch bei Neubauten geben soll. Was bedeutet das nun? Wir warten gerade auf die Baubewilligung. Muss man da noch nachrüsten /emoticons/default_confused.png

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    Viele Grüsse vom Bäröschli

  2. baumanager150 Beiträge9. April 2008
    Habe das auch gehört aber bis jetzt mich nicht weiter informiert.

    Nehme an, dass die neuen Vorgaben erst zu einem späteren Zeitpunkt in Kraft tretten und somit eure Bewilligung nicht tangieren wird.

  3. paliman215 Beiträge9. April 2008
    Folgender Link könnte Euch da weiterhelfen: http://www.endk.ch/download/MuKEn08_MM_de(08.04.08).pdf

    Gruss Paliman

  4. emil172’299 Beiträge9. April 2008
    Zur Abwechslung einmal ein nützliches Gesetz. Ich erhoffe mir davon eine Wirkung vor allem im Zweitwohnungsbau. Generalunternehmer, welche Überbauungen in Feriengebieten machen und die Häuser dann zum Kauf anbieten, sind daran interessiert, den Endpreis pro umbautem Raum möglichst niedrig zu halten. Also eine Heizung mit wenig Installationsaufwand und Raumbedarf. Beliebt sind zur Zeit Wärmepumpen. Wer sich eine Zweitwohnung für Skiferien leistet, hat ja eh zuviel Geld - und die Häuser stehen dann die meiste Zeit leer, aber geheizt, herum. Der dafür verheizte Strom läuft genauso unter "Strombedarf" wie das, was z.B. in der Industrie (die immerhin produktiv ist) verbraucht wird.

    Wer nicht ganz blind ist, wird für sein neues Haus sowieso mehr als das gesetzlich vorgeschriebene Minimum machen.

  5. Sonar17 Beiträge10. April 2008
    Ganz sicher mal wieder eine sinnvolle Sache, die uns der Gesetzgeber da vorlegt (sind ja ansonsten nicht besonders viele die das Prädikat "wertvoll" verdienen... /emoticons/default_wink.png).

    Versteht mich bitte nicht falsch, nur stellt sich bei mir die Frage, an wem die ganzen Mehrkosten dann wieder hängenbleiben? Die Kantone selber werden wohl nicht einfach so jedem Hausbauer mehrere 10t CHF für die Mehrkosten hinterherwerfen. Im Endeffekt wird das Eigenheim noch mehr zum Luxusgut, welches sich wirklich nur noch die "Bestverdienenden" leisten können.

  6. paliman215 Beiträge10. April 2008
    Gewisse Kantone haben ja mächtig aufgestockt was die Subventionen betrifft. Das Energie-Förderprogramm im Thurgau unterstützt z.B. Minergie und Minergie-P nicht unwesentlich. Für Minergie-P gibts momentan je nach Ausführung mind. 16'000 Fr. Dazu gibt es noch weitere 2500.- als Solarbonus (thermisch) und für eine Wärmepume zwischen 750.- und 1500.- So kommt man gut und gerne auf einen Betrag gegen 20'000.- Voraussetzung für diese Subventionen ist allerdings das Zertifikat, das vor Bauvollendung beantragt werden muss!

    Für alle die es interessiert, hier der Link zum Förderprogramm:

    http://www.energie.tg.ch/documents/Foerderprogramm_2008_-_Ausfuehrliche_Version.pdf

    Das Förderprogramm im Thurgau wurde im 2008 übrigens von 600'000.- auf 5.15 Mio Fr. aufgestockt.

    Liebe Grüsse

    Paliman

  7. emil172’299 Beiträge10. April 2008
    Wer rechnen kann, wird nicht bei der Wärmedämmung sparen; das amortisiert sich nach einigen Jahren über die verminderten Heizkosten. Ausserdem war Bauen noch nie etwas für arme Leute.

    Am meisten "unproduktive" Kosten entstehen beim Bauland; für den "Mehraufwand" bei der Isolation - die Dir auch besseren Wohnkomfort bringt - kriegst du in der Region ZH gerade mal 20 m2 Land.

  8. verygood993 Beiträge10. April 2008
    Hallo Leute

    Ganz Eurer Meinung. Das ist ja das, was ich schon vor einem Jahr hier im Forum gepostet habe. Der Schritt zum Minergielabel ist nicht mehr weit. Aber wahrscheinlich war ich da mit ein anderen ein einsamer Rufer in der Wüste.

    Die Minergievorschriften wurden auf 1.1.2008 nochmals verschärft.

    Punkto Mehrkosten sehe ich dies nicht so schwarz. Bei einer sauberen Planung fallen hier praktisch keine Mehrkosten an. Und eben: vielleicht kann man am einen oder anderen Ort (Luxuseinirchtungen) ein paar Einsparungen machen.

    Ich finde dies den richtigen Ansatz.

    Herzliche Grüsse

    Rolf

  9. Sonar17 Beiträge10. April 2008
    Servus

    Ich bin ja auch der gleichen Meinung wie Ihr. Bei der "Grundsubstanz" sparen ist am falschen Ende gespart.

    Nur steigen allg. die "Lebenshaltungskosten" in der Schweiz schon seit Jahren vermehrt proportional unverhältnismässig zu den Einkommen - alles wird noch teurer bzw. ist grösstenteils überteuert. Die Kluft zwischen den Superreichen und "Otto-Normalbürger" wird immer wie grösser und der sogenannte "Mittelstand" wird allmählich verschwinden, oder weshalb haben wir in diesem Land bereits heute 1 Million Menschen, welche unter ihrem Existenzminimum leben, sprich „arm“ sind?

    Ich möchte damit nur sagen dass, obwohl in diesem Fall wieder einmal ein sinnvolles Gesetz vorliegt, die "Mehrkosten" wie überall der kleine Bürger zu tragen hat.

  10. verygood993 Beiträge10. April 2008
    @Sonar

    Das was du sagst ist alles richtig. Aber eben: wieso muss es eine Küche für 35'000 Franken sein. Für 30'000 ist eine schöne Küche auch zu haben. Somit sind die Kosten für die Mehrdämmung längst wieder drin.

    Gruss

    Rolf