wir sind zur Zeit an der Planung unseres Hauses im Kanton Baselland. Wir sind aber im Thema Minergie sehr hin und her gerissen. Die einen sagen auf jedenfall machen und andere wieder das Gegenteil. Kann uns jemand einen Rat geben. Besten Dank.
Ja wer sagt denn... "auf keinen Fall"... das würde mich doch einmal interessieren!!
Die MuKEn09 musst Du in BL ja eh erfüllen... ist also aktuell Standard... MINERGIE-Standard.. heisst nach Version 11A... ist nicht mehr so weit davon entfernt.. .. also sollte dies eigentlich keine grossen Entscheidungsprobleme ergeben. Der Wiederverkaufswert wird sicher mit einem Zertifikat höher sein, als ohne. Ich weiss aktuell nicht, welche Förderungen Du noch in BL für MINERGIE bekommst... aber das kannst Du ja selbst schnell und verbindlich abklären.
Ich persönlich empfehle Dir auf jeden Fall MINERIGE zu planen... das ist auch kein grosses Problem im Jahre 2010.... und wenn Dir dies einer einreden möchte, dann hat er selbst eigentlich kein grosses Wissen um den Bau.. aber eben.. wer immer dies war....
Meiner Meinung nach sollte man die Minergie Werte auf jeden Fall anstreben, denn schliesslich sollte man in der heutigen Zeit auf jeden Fall ein energie-effizientes Haus bauen. Dies nicht nur, weil man mit reduziertem Energieverbrauch langfristig Geld spart, sondern weil es in der heutigen Welt einfach sinnvoll und notwendig ist, mit der Energie sparsam umzugehen (ist aber einfach meine rein persönliche Meinung).
Allerdings sehe ich es als sekundär an, ob man schlussendlich wirklich ein Minergie-Zertifikat kriegt / beantragt oder nicht. Wieso? Schlussendlich geht es ja um die Energie-Effizienz, die man auch ohne das olle Zertifikat nachweisen kann. Zudem verkauft man in der Schweiz üblicherweise ein neu gebautes Haus nicht schon wieder innerhalb 3-5 Jahren (könnte man natürlich, machen meines Wissens die Allermeisten aber nicht). Und in 10 oder 20 Jahren, so behaupte ich, interessiert sich niemand mehr für ein Minergie-Zertifikat aus dem Jahre 2010. Denn in 10 oder 20 Jahren werden die Grenzwerte schon wieder ein gutes Stück höher sein und ein Minergie Haus von 2010 ist dann nichts besonderes mehr. So stehen mittlerweile die aktuellsten MuKEn als gesetzliche Mindestanforderung den Minergie-Anforderungen von vor 10-15 Jahren (fast?) um nichts mehr nach. Was nützt dir also heute noch ein Minergie-Zertifikat aus dem Jahre 2000 gegenüber einem anderen Hausbauer, der für sein (1 oder 5 oder 10 Jahre altes) Haus eine vergleichbare Energie-Effizienz auch ohne Minergie-Zertifikat vorweisen kann?
Man möge mich gerne korrigieren, wenn ich nun mit meinem Halbwissen einen Käse erzählt habe.
PS: Wir bauen auch im Basel-Land (ein fast-Minergie-Haus ... vor 10 Jahren wäre es noch ein Minergie-Haus gewesen /emoticons/default_wink.png ) ... Förderungen kriegst du meines Wissens leider nur auf Minergie-Renovationen aber nicht auf Neubau ... genauer Abklären kann aber natürlich nicht schaden.
Allerdings sehe ich es als sekundär an, ob man schlussendlich wirklich ein Minergie-Zertifikat kriegt / beantragt oder nicht. Wieso? Schlussendlich geht es ja um die Energie-Effizienz, die man auch ohne das olle Zertifikat nachweisen kann.
Das Zertifikat könnte in Bezug auf die Hypotheken interessant sein. Manche Banken geben auf Minergiehäuser bessere Konditionen. Allerdings nur gegen Vorweisen eines Zertifikats. Wenigstens im Kt. St. Gallen.
Ja, das stimmt. Allerdings ist das glaub (?) oftmals nur auf die erste Neuhypothek, zudem kriegt man die gleichen Konditionen oftmals auch durch verhandeln oder bei einer anderen Bank. Und schlussendlich bin ich mir auch da nicht sicher, ob du in 10 Jahren noch eine bessere Hypothek kriegen wirst auf ein Minergie 2010 Haus, mein Gefühl sagt nein. Deshalb ist auch das in meinen Augen eher nur ein kurzfristig-finanzielles Argument für ein explizites Zertifikat. Aber wie schon erwähnt, nach Minergie Grenzwerten und Praktiken (z.B. Komfortlüftung) bauen kann ich grundsätzlich nur wärmstens empfehlen.