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Märzveilchen - Viola odorata

0Antworten199Aufrufevon Redaktion · 23. November 2016letzter Beitrag vor 10 Jahren
  1. Redaktion1’197 Beiträge23. November 2016
    Botanischer Name


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Diese beliebte und wohlbekannte Veilchenart wird nicht nur wegen ihres süssen Duftes oder des sprichwörtlichen Veilchenblaus geschätzt. Hauptsächlich bekannt von der Parfümherstellung, wissen viele nicht, dass es schon seit Jahrhunderten seinen festen Platz in der Naturheilkunde hat. Das Veilchen gehört zu den meist gehuldigsten Blumen in der Dichtung, der Musik und in der Mystik. Die zierliche Blume wird in der Sympathie der Menschen wohl nur noch von der Rose übertroffen. Ihr botanischer Name Viola odorata bedeutet "Veilchen - wohlriechend". Das Veilchen gehört in die Familie der Violaceae und ist eine rhizombildende Staude die ca. 10cm hoch wird. Lichte und halbschattige Plätze sind ihre bevorzugten Standorte. Im Garten fühlen sie sich unter sommergrünen Hecken und Büschen sehr wohl. In der freien Natur treffen wir sie an Waldrändern, Bachborten unter Bäumen, Hecken und Büschen. Es gibt rund 500 verschiedene Veilchenarten. Dem Duftveilchen sehr ähnlich sind das Hain- und das Waldveilchen. Für den Laien ist hier kaum ein optischer Unterschied zu erkennen. Einzig der Duft führt uns zu unserem Märzveilchen.[/COLOR]


    Die Vermehrung


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Obschon der Veilchenduft auch viele Insekten anlockt kommt es auf diesem Weg nur selten zur Vermehrung. Mit oberirdischen Ausläufern erobert sich das kleine Gewächs neue Lebensräume. Für den Samentransport benutzen sie die Ameisen, die sich an den nährstoffreichen Samenanhängseln (Elaiosom) gütlich tun. Lässt man das Veilchen wild wachsen bildet sich ein dichter Wurzelteppich. Von März bis April zeigen sich die gespornten, flachen Blüten in dunklem violett, rosa und seltener auch in weiss. In der Mitte der dunkelgrünen herzförmigen Blätter, ragen die blätterlosen Stengel, mit meist nur einer Blüte besetzt, empor. Die kleine vielseitige Staude soll ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammen. Sie verbreitete sich über ganz Europa und wurde als Gartenpflanze beinahe weltweit eingeführt.[/COLOR]


    Als Delikatesse


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Im Mittelalter verwendete man die Blüten in Suppen, Saucen, Salaten und Desserts. Aber auch in Honig eingelegt oder mit Rosenwasser und Mandeln zu einer Art Marzipan zubereitet. Vielerorts hat heute die Viola odorata wieder Einzug in die Küche gehalten. Sie wird von Kennern als Delikatesse hoch gelobt. Vor allem die kandierten Blüten auf Salaten oder Desserts haben es den Gourmets angetan. Gewusst wie, lässt sich aus dieser vielfältigen Pflanze sogar ein Likör herstellen![/COLOR]


    Ein Symbol


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Das Veilchen steht als Symbol für den Frühling, die Liebe und die Fruchtbarkeit. Im Mittelalter für Demut und Bescheidenheit. Dichter (- wie Goethe -) und Musiker (- wie Mozart -) verehrten das Veilchen in vielerlei Hinsicht. So gibt es bis heute unzählige Gedichte und Musikstücke in dem das Duftveilchen seinen würdigen Platz gefunden hat. Der Legende nach wuchs das Veilchen an der Stelle, wo der Sänger Orpheus seine Laute niedergelegt hatte, daher der Zusammenhang mit der Viola. Zur Zeit von Kaiser Nero (37-68 n. Chr.) war das Veilchen die Modepflanze der Antike, im 18. Jahrhundert lief auch in Europa der Veilchenboom auf Hochtouren. Viele der damals gezüchteten Sorten sind heute ausgestorben.[/COLOR]


    In der Heilkunde


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Seit der Antike wird das Märzveilchen als Naturheilpflanze eingesetzt. Schon der griechische Arzt Hippokrates (um 400v.Chr.) behandelte mit Veilchen Kopfschmerzen und Sehstörungen. Auch im Mittelalter fand das wohlriechende Veilchen Verwendung als Husten- und Magenmittel oder zur Behandlung von Augenentzündungen und Hauterkrankungen. Der Theologe, Arzt und Biologe Hieronymus Bock (1498-1554) verwendete das Kraut zur Kräftigung des Herzens. Das Duftveilchen wird auch noch heute bei Rheumatismus und Hautbeschwerden eingesetzt. Wie schon in früheren Zeiten wird das Kraut weiterhin bei Herz- und Befindlichkeitsstörungen sowie bei Erkrankungen der Atemwege angewendet. Zu recht wurde die Viola Odorata letztes Jahr zur Heilpflanze 2007 ernannt![/COLOR]

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