Obschon mehrmals richtig gepostet, haben wohl immer noch einige nicht verstanden wann man im (unbeheizten) Keller lüften soll und wann nicht (bezgl. Feuchtigkeit).
Daher halte ich hier nochmals fest:
Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen (und transportieren!) als kalte Luft. Lüftet man den kalten Keller im Sommer, dann ist dies kontraproduktiv, da die warme Luft die kalte verdrängt und somit zusätzliche Feuchtigkeit in den Keller transportiert! Diese Feuchtigkeit kondensiert dann an den kalten Kellerwänden und man hat genau das, was man eigentlich verhindern wollte!
Faustregel (um die Feuchtigkeit im Keller zu reduzieren/nicht zusätzlich zu erhöhen):
• Im Sommer die Kellerfenster geschlossen halten!
• Im Winter kann gelüftet werden!
Hoffe damit etwas geholfen zu haben.
Grüssle
Arcuos
PS. ...und um effektiv die vorhandene Feuchtigkeit rauszubekommen, ist ein Luftentfeuchter unumgänglich...
Deine Ausführungen sind völlig korrekt. Deshalb sagte ich unten, dass dies (mit dem Lüften) momentan nicht geht. Aber es gibt auch im Sommer Tage, bei denen die Luftfeuchtigkeit 50% ist (auch Nachts bei tiefen Temperaturen).
An diesen Tagen sollte man ausgiebig querlüften! So kriegt man die Feuchtigkeit auch im Sommer weg.
genau so versteh ich das auch ich lüfte im moment höchstens wenn es drausssen unter ca 19 grad fällt, was in letzter zeit auch nachts nicht oft der fall war.
sonst bleiben die fenster geschlossen, eben wegen dem beschrieben prinzip.
gebaut wurde letzen herbst/winter mit vorfabrizierten kellerwänden.
Wenn Keller schon bei der Planung nach SIA-Minimalanforderungen ausgelegt werden. Kann es nicht verwundern, wenn der zukünftige Hausbesitzer zusätzlich noch einen Entfeuchter anschaffen muss.
Nur eine komplette Trennung und Sperrschicht gegen das Erdreich verhindert, dass aufsteigende Feuchte die rel. Luftfeuchte auch bei geschlossenen Räumen auf 80% ansteigen lässt. Rolf hat als Beispiel 45 cm Isolation unter der Bodenplatte und die Wände mit mind. 20 cm oder mehr Isolation gegen das Erdreich gedämmt und mit einer Sperrschicht vor Feuchte geschützt. Sein Keller ist im Dämmperimeter und im ganzen Haus ist eine kontrollierte Lüftung für den Luftwechsel verantwortlich.
Ein unbeheizter Keller mit unisolierten Betonwänden und einer Betonplatte die direkt auf das Erdreich gegossen wurde, muss Feuchtewerte wie beschrieben haben.
Wenn du das UG mehrheitlich als Keller für die Lagerung von Vorräten nutzst, brauchst du keinen Entfeuchter. Willst du hingegen die Räume z.T. als Wohnräume oder Lager für Möbel nutzen, wirst du einen Entfeuchter anschaffen müssen. Im normalen Keller nach Minimalanforderungen SIA hast du eine zu hohe Luftfeuchte und im Winter evt. Kondensatprobleme. Soll die Luftfeuchte dauernd auf einem tiefen Nieveau gehalten werden, muss der Entfeuchter bei geschlossenenen
türen die nötige Feuchte entziehen. Aktuell haben wir eine hohe Luftfeuchte in der Aussenluft.
Durch mangelnde Isolation und nach unten zum Erdreich, wandert immer neue Feuchte in die UG-Räume. Eine der Feuchte angepasste Nutzung ist der einfachere und günstigere Weg.
Wir haben derzeit im EG (Wohnen/Essen) ständig ca. 70% Luftfeuchtigkeit bei ca. 22-23°C. Ist das nicht zuviel? Müssen wir da evt. entfeuchten? Wir haben ein Haus in Holzständerbauweise, also eigentlich relativ wenig Baufeuchte drin.
Bei der aktuellen Luftfeuchte der Aussenluft ist das normal.
Nur mit Entfeuchter oder kontrollierter Lüftung können diese Werte gesenkt werden.
Andy
Also ist das auch nicht schädlich für Mensch oder Haus?
Wir haben eben eine Weissputzdecke, welche anfangs super aussah, jetzt bilden sich so Farbtropfen und Querstriche......glaub die waren anfangs noch nicht da!
Eine momentane Luftfeuchte von ca. 70% bei 23° C. ist absolut normal und keineswegs schädlich. Ist halt - für unsere Verhältnisse - ein ungewohntes Klima hier zu Lande...
...Zigarren lassen sich jetzt auch ohne Humidor perfekt lagern../emoticons/default_biggrin.png
Jetzt aber zu Eurer Weissputzdecke: Könnten diese "Farbtupfer" und "Querstriche" ev. rostrot sein? Dann ist es auch Rost und zwar von Armierungseisen oder Schalungsnägel, welche nicht entfernt oder nicht mit Rostschutzfarbe behandelt wurden, bevor der Putz draufkommt. Dann kommt der feuchte Putz und Weissputzdecken sind prädestiniert, solche "Flecken" erscheinen zu lassen...
...aber ev. liege ich ja ganz falsch../emoticons/default_wink.png
lukas hat ein Haus in Holzständerbauweise! Da ist Deine Vermutung eher unwahrscheinlich.
@Andy
Wie soll man mit einer kontrollierten Lüftung im Sommer entfeuchten können? Das Gegenteil ist der Fall. Mit kontrollierter Lüftung muss man im Sommer aufpassen, nicht eine zu hohe Luftfeuchte in den Wohnräumen zu haben, da (falls eingeschaltet), dauernd gelüftet wird. Eine kontrol. Lüftung mit Entfeuchtung kenne ich bis jetzt noch nicht.
lukas hat ein Haus in Holzständerbauweise! Da ist Deine Vermutung eher unwahrscheinlich.
O.K., das wusste ich nicht... trotzdem gibts dort ja auch Nägel, Schrauben o.Ä.... dann wäre meine Vermutung doch nicht soooo falsch./emoticons/default_wink.png
Ein Foto von diesen Flecken reinstellen und man käme diesem Problem ev. auf die Schliche...
Bei der kontrollierten Lüftung wird im Sommer die Luft durch Abkühlung im Erdregister entfeuchtet. Aus diesem Grund wird auch beim Erdregister ein Kondensatablauf benötigt.