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Luft-Wärmepumpe inkl. Installation für unter CHF 30'000?

14Antworten16’377Aufrufevon flueck · 29. Juli 2009letzter Beitrag vor 17 Jahren
  1. flueck25 Beiträge29. Juli 2009
    Salut zusammen

    Ich habe die Auflage, meine alte Oel-Heizung zu sanieren. Ich habe alle Möglichkeiten verglichen, einerseits nach Wirtschaftlichkeit, andererseits nach Oekologischen Grundsätzen.

    Zur Ausgangslage: Aufgrund der Geometerkarte darf ich in meinem Gebiet keine Erdsonde installieren, ebenfalls der Gas-Anschluss ist nicht möglich, da in der Nähe kein Anschluss vorhanden ist. Pellets oder Infrarot kommt nicht in Frage.

    Da ich ein älteres Haus habe (1951), jedoch Fenster und Dach nach Minergie-Standard renoviert habe, ist der Oelverbrauch um ca. 30% zurück gegangen.

    Natürlic habe ich eine Radiatoren-Heizung, komme jedoch bereits jetzt mit einer Vorlauftemperatur von 55 Grad gut zurecht.

    Folgendes soll nun zustande kommen:

    - LW-Wärmepumpe ca. 15km, 55 Grad Vorlauftemp.

    - Aussenaufstellung

    - Zufuhr von Leitungen zum Heizungsraum (ca. 5-7 Meter, sehr gut zugänglich über Aussenwand)

    - inkl. Energiespeicher, Tauchheizkörper und Boiler

    - Demontage Brenner und Kessel (ohne Demontage Tank)

    - Komplette Installation und Inbetriebnahme

    Was denkt Ihr, ist so eine Umsetzung für unter CHF 30'000 möglich?

    By the way:

    Verstehe ich richtig, dass es keinen Sinn macht, das Brauchwasser mit Wärmepumpe zu heizen, das mache ich halt gleichwohl lieber konventionell elektrisch...? Oder mit Solarunterstützung?

    Danke für Euer Feedback.

    Gruess

    flueck

  2. Cino18 Beiträge29. Juli 2009
    Hallo flueck

    Wenn ich die Kosten schätze, wird das mit den 30'000Fr. knapp. Wenn ich elektrisch und sanitär auch mit einkalkuliere.

    folgende Schätzung habe ich gemacht.

    LW-Wärmepumpe 10K (eher knapp)

    Verbindungsleitung aussen 5K

    Speicher/Boiler/Ltg. 7K

    Demontage 2K

    Elektrisch 2K

    Sanitär 2K

    Heizungsmontage 4K

    Isolationen 2K

    Das gibt dann eine Summe von 34'000Fr.

    Ich würde mal eine unverbindliche, kostenlose Offerte bei einem Heizungsinst. einholen.

    Das Brauchwarmwasser mit der Wärmepumpe zu heizen macht schon Sinn, ist aber auf das ganze System abzugleichen. Gute Lösungen gibts auch mit Kombispeichern (z.B. Feuron oder Jenni). Da kann ev. auch eine Solarerwärmung vorgesehen werden.

    Zur Aussenaufstellung der Wärmepumpe sind die Geräusche zu beachten. Siehe auch die diversen Eintragungen im Forum dazu.

  3. Smart_tom155 Beiträge29. Juli 2009 · bearbeitet
    Salut,

    mein Vater hat etwas vergleichbares gemacht im letzen Sommer und hat für die ganze Sache grossomodo 40'000.- bezahlt. Das Fundament für die Aussenaufstellung hat er aber selber betoniert. Der Rest wurde von Firmen gemacht. also deine 30'000.- würde ich als definitiv zu knapp ansehen.

    Das Brauchwasser über die WP macht in meinen Augen Sinn. du kannst mehr WW aus gleichviel Kw/h rausholen als mit konventionellem Boiler.

    mfg Tom

  4. flueck25 Beiträge29. Juli 2009
    Salut zusammen

    Vielen Dank für Eure Antworten. Das gibt mir schon einige spannende Anhaltspunkte. Ich sehe auch ein, dass ich mit erwähntem Budget recht stark an der unteren Grenze bin.

    Betreffend der Brauchwasser-Aufwärmung meine Bedenken: Grundsätzlich macht jede aussen-aufgestellte Luft-Wärmepumpe einen bestimmten Geräuschepegel. Darum sehe ich ab, dass das Ding auch immer laufen sollte, nur um das Brauchwasser zu erwärmen. Ich sehe es eher so, dass die WP vor allem ja im Winter, resp. auch in der Nacht läuft, wo man sich nicht auch noch im Garten aufhält.

    Mittlerweile gibts es ja auch Geräte, welche weniger als 60 db laut sind.

    Somit denke ich, dass eine Aussenaufstellung in der Gartenecke auch nicht so extrem störend sein sollte.

    Gibt es eigentlich eine WP für aussen, welche besonders empfehlenswert in Sachen COP und db-Wert ist?

    LG und sonniger Nachmittag,

    Renato

  5. Gelöschtes Mitglied 111829. Juli 2009
    Warum machst Du eine Aussen-WP. Ich würde eine WP für innen in betracht ziehen. Platz hast ja genug wenn der Oeltank nicht mehr gebraucht wird.

    Zudem würde ich mit einem Pufferspeicher arbeiten und das Brauchwasser über WP erhitzen.

  6. Zeltner14 Beiträge29. Juli 2009
    Salut zusammen

    Gibt es eigentlich eine WP für aussen, welche besonders empfehlenswert in Sachen COP und db-Wert ist?

    Renato
    Hoi Renato

    Das könnte dir evtl. weiterhelfen

    http://institute.ntb.ch/fileadmin/Institute/IES/pdf/WPZ%20Bulletin%2001-2009%20DE.pdf

    Gruss Viktor

  7. Bauprofi739 Beiträge29. Juli 2009
    Hallo flueck

    Bist Du dir sicher das da noch ein vernünftiger COP herauskommt?

    Bei 55° C Vorlauf, geht der in die Knie bzw. Du hast eine Stromheizung. Habe dies für mich auch mal ausgerechnet. Ich zumindest bin wieder zurück auf Oel, da Gas ebenfalls nicht war, und Bohrer auch nicht. Habe dafür Solarnutzung und andere kleine Optimierungen, gemacht. Wenn Du nun schon 30% gesengt hast, dann packst Du sicher mit Kondensattechnik und Solar weitere 20%. Denke das auch oekologisch. Denn Strom ist ja auch nicht nur CO2 neutral. Und abhängig ist man ebenfalls.

    Nur meine Meinung und habe sicher nichts mit der Oellobby zu tun.

    Gruss Bauprofi

  8. flueck25 Beiträge29. Juli 2009
    Salut zusammen

    Erstmals danke für Euren hilfreichen Support.

    Meine Antworten resp. Bemerkungen zu Euren Punkten:

    Grund zur Aussenaufstellung: Der aktuelle Heizoeltank liegt in einem Raum unter der Garage. Diese ist freistehend und nicht direkt mit dem Haus verbunden. Das Installieren der WP wäre das eine, jedoch die ganzen Verbindungen neu zu legen gäbe weit über 20 Laufmeter. Im Moment führ ein altes dünnes Rohr an den Wänden vom Raum unter der Garage ins Haus (dabei noch auf die von der Garage abgewandte Seite).

    Klar, der COP wird nicht unendlich hoch sein, ich möchte jedoch mit Oekostrom eine zeitgemässe Betreibung. Oel und Gas kommt nicht in Frage, weitere Alternativen habe ich ja eigentlich gar nicht...

    Wie sieht es eigentlich mit der Solar-Unterstützung aus?

    a) Lediglich für Brauchwasser

    /emoticons/default_cool.png Kombiniert Brauchwasser und Heizung

    Liegt dies in einem sinnvollen Verhältnis? Könnte ich z.B. bereits einen passenden Kombispeicher instrallieren, die Solaranlage jedoch erst später installieren? Was haltet Ihr davon?

    Danke, Gruess und gute Nacht,

    flueck

  9. Cino18 Beiträge30. Juli 2009
    Hallo flueck

    Dies kommt nahe an Deine Vorstellungen:

    Mit Integral-Wassererwärmer für Beladetemperaturen < 60°C

    Die Solaranlage kann jederzeit nachträglich eingebaut werden.

    Die Firma Jenni Jenni Energietechnik AG - kann sicher auch alternativ solche Kombispeicher anbieten.

  10. Hausi339 Beiträge30. Juli 2009 · bearbeitet
    Jeder Speicher vermindert den Wirkungsgrad der Wärmepumpe durch die höheren VL/RL Temperaturen beim Beladen.

    Kombispeicher sind besonders ungünstig für WP da durch den dauernden Wasserfluss die Schichtung zusätzlich gestört wird.

    Bei einer Wärmepumpe ohne Solaranlage sollte deshalb kein Kombispeicher verwendet werden.

    Bei 55 Grad C Vorlauftemperaturen ist der Wirkungsgrad der WP miserabel; eine Pellet, Gas oder Ölheizung ist in diesem Fall ökonomischer und ökologischer.

  11. Bauprofi739 Beiträge30. Juli 2009
    Hallo Flueck

    Du hast ja geschrieben, das Du ein Angebot hast. Welche WP wurde den eingesetzt und wie sieht das gesamte Schema aus? Soll die Warmwasseraufbereitung auch über die WP laufen? Eventuell über Boiler? Dann brauchst Du da noch höhere Temperatur.

    Wie sieht es bei Dir mit den Sperrzeiten aus? Im Kanton Bern sehr weit verbreitet. Wird dann ein Pufferspeicher gesetzt?

    Hat man Dir mit dem Angebot auch gerechnet welchen Energiebedarf bzw. wieviel Du einsparen kannst?

    Welchen Oelverbrauch hast Du denn über die letzten drei Jahre gehabt?

    Welche Oelheizung ist bei Dir jetzt im Einsatz?

    Ist Offertanbieter der gleiche der bei der alten Heizung die Abgasmessung gemacht hat?

    Du siehst gibt schon ein paar Fragen, die bei so einer Investition überlegt sein wollen.

    Will Dir nicht pauschal sagen, das Du keine Luft WP einsetzen solltest, sondern Dir bei deiner Entscheidung helfen. Dann bist Du später auch lange damit zufrieden.

    Gruss Bauprofi

  12. flueck25 Beiträge3. August 2009
    Hallo Bauprofi

    Danke für Deine Statements, sind sehr gute Punkte darunter, anbei kurz mein Feedback dazu. Wenn jedoch Gas und Oel nicht mehr gehen, und ich keine Erdsonde einbauen darf, sind die Entscheidungen vom System her gesehen eher beschränkt:

    "Du hast ja geschrieben, das Du ein Angebot hast. Welche WP wurde den eingesetzt und wie sieht das gesamte Schema aus? Soll die Warmwasseraufbereitung auch über die WP laufen? Eventuell über Boiler?"

    - Ursprungofferte: 15kw L/W-Wärmepumpe zur Aussenaufstellung, separater Boiler (elektro wie anhin) und Pufferspeicher (auch wegen Sperrzeiten).

    "Dann brauchst Du da noch höhere Temperatur.

    Wie sieht es bei Dir mit den Sperrzeiten aus? Im Kanton Bern sehr weit verbreitet. Wird dann ein Pufferspeicher gesetzt?"

    - siehe oben: Pufferspeicher

    Hat man Dir mit dem Angebot auch gerechnet welchen Energiebedarf bzw. wieviel Du einsparen kannst?

    - Ja; Einspar-Bedarf ist jedoch stark abhängig vom Oelpreis (ob nun 60 USD/Barrell oder 140 USD/Barrell). Energiebedarf 2.5x weniger als mit Elektroheizung, ca. Kosten von ca. CHF 1'400 p.a. (das ist inkl. Warmwasser-Aufbereitung via Elektro).

    Welchen Oelverbrauch hast Du denn über die letzten drei Jahre gehabt?

    - ca. 2'500 Liter, vorher (vor Dach und Fenstersanierung) ca. 3'000 - 3'200 Liter

    Welche Oelheizung ist bei Dir jetzt im Einsatz?

    - Ein älteres Modell: Brenner JG. 1978, Steuerung JG 1983

    Ist Offertanbieter der gleiche der bei der alten Heizung die Abgasmessung gemacht hat?

    - Nein, ein anderes Unternehmen.

    Du siehst gibt schon ein paar Fragen, die bei so einer Investition überlegt sein wollen.

    Will Dir nicht pauschal sagen, das Du keine Luft WP einsetzen solltest, sondern Dir bei deiner Entscheidung helfen. Dann bist Du später auch lange damit zufrieden.

    --> Was ist denn die Alternative? Ehrlich gesagt, ich sehe in meiner Ausgangslage keine andere Variante /emoticons/default_sad.png

    Gruss Bauprofi

    - Gruss Flueck

  13. heliopower56 Beiträge6. August 2009
    Salut zusammen

    Was denkt Ihr, ist so eine Umsetzung für unter CHF 30'000 möglich?

    Danke für Euer Feedback.

    Gruess

    flueck
    das ist ganz sicher möglich (jedoch ohne "Abbrucharbeiten", da diese nur nach einer Beurteilung vor Ort berechnet werden können.

    Es gibt LuftWasser WP mit COP über 4, mit einem Geräuschpegel unter 25 dB die sowohl aussen oder als split Gerät zur deine Anforderungen decken..

    mfg

    Guido

  14. Pippen2’281 Beiträge6. August 2009
    @Heliopower

    COP 4 bei welcher Aussentemperatur und welcher Vorlauftemperatur?

    25dB finde ich doch ein wenig tief. Könntest Du diese WP genau angeben (Marke, genauer Typ)? Am besten gleich mit einem techn. Datenblatt.

  15. heliopower56 Beiträge6. August 2009
    @

    COP 4 bei welcher Aussentemperatur und welcher Vorlauftemperatur?

    25dB finde ich doch ein wenig tief. Könntest Du diese WP genau angeben (Marke, genauer Typ)? Am besten gleich mit einem techn. Datenblatt.
    COP: 4.65 bei A7/W35;

    4.00 bei A2/W35

    Schall: 15 dB auf 10m, 20 db auf 5m

    (TüV Prüfungen)

    ich darf leider keine zusätliche Angaben veröffentlichen..

    Aber mit Google und mein alias findest du sicher die gewünschten Infos...