wir sind nun seit 7 Jahren in unsere Eigentumswohnung (Neubau) und hatten immer wieder Probleme mit den Küchenablauf. Immer wieder muss der Ablauf gereinigt werden (1 bis 2 mal im Jahr).
Jetzt wollte ich es besser wissen und habe es von einer Firma mit einer Kamera analysieren lassen. So wurde festgestellt das die Leitung eine Versackung / Bogen aufweist, dadurch entsteht ein Rückstau durch stehendes Wasser in der Leitung. Der zuständige Sanitär lehnt jegliche Haftung ab, mit der Begründung es sei alles kontrolliert und abgenommen worden. Die Rügefrist für verdeckte Mängel von 5 Jahren ist verstrichen.
Nun frage ich mich wie wir vorgehen sollen und ob wir Rechtlich noch etwas erreichen können, vor allem weil schon 7 Jahren verstrichen sind.
Ich weiss nicht was du unter Versackung / Bogen verstehst.
Sollte das Gefälle nicht stimmen dürfte nicht der Sanitär sondern der Maurer oder sonst jemand auf dem Bau für das verschieben der uneingemauerten aber "ordentlich" befestigten Rohre verantwortlich sein.
Soweit zur Schuldzuweisung.
Haftung: Kannst du vergessen.
Lösungsweg: Möglicherweise bringt ein automatischer Belüfter welcher in der Küchenkombination montiert wird Besserung. Hab damit in ähnlichen Fällen gute Erfahrungen gemacht. (Lange liegende Leitung?)
Für lange, liegende Leitungen welche automatisch zu Rückstau und stärkeren Ablagerungen führen, kann der Sanitär nichts.
Wobei ich ihn damit nicht freisprechen will. Es ist nur nicht immer so einfach.
Einen Persilschein für den Sanitär würde ich trotzdem nicht ausstellen. Aber wo Du Recht hast: Nach fünf Jahren ist die Frist abgelaufen, das heisst auf juristischer Basis sind sämtliche Unternehmer damit auf der sicheren Seite. Ausser z.B. der Sanitär würde zugeben dass er bewusst gespart und die notwenigen Befestigungen ausgedünnt hätte, was dann ja zu einem "Sack" im Rohr führen könnte. Dann wäre es ein mutwilliger Mangel für welche eine Verjährungsfrist von zehn Jahren gelten würde. Aber wenn ein Unternehmer das zugeben würde.....
Lieber Enzo
Das beste Mittel ist eben wirklich nur Wasser den Küchenablauf runterzulassen und nicht noch die Resten von gestern. Damit kannst Du die Reinigungsintervalle verlängern. Hie und da das Becken mit sauberen Wasser füllen und die Leitung damit spülen. An allen anderen Massnahmen dürftest Du aus Kostengründen keinen Gefallen finden!
Und sonst gibt es don't cook, eat.ch. Dann brauchst Du den Küchenausguss viel weniger /emoticons/default_smile.png
Wenn es eine Eingentumswohnung ist, ist die falsch verlegte Grundleitung Problem aller.
Wenn es nur Deine Wohnung und da nur den Küchenablauf betrifft, würde ich die Leitung richtig verlegen lassen. Es gibt für Geberit-Rohre Schalen aus Blech, die ein Durchhängen der Rohre verhindern. In den Montagevorschriften für Geberit-Rohre sind alle Details der Montage zu finden.
Ein Sack in der Leitung führt aber nur dann zu "regelmässigen" Verstopfungen, wenn ebenso regelmässig nicht nur Spülwasser abgelassen wird. Von regelrecht zugewachsenen Rohren wegen übermässigem Zahnpasta-Verbrauch bis zu Rüstmessern und Kaffeelöffeln im Siphon findet man so ziemlich alles. Scheuerpulver im Übermass kann zu recht stabilen Ablagerungen im Rohr führen.
Die Siebe in den Abläufen sind zwar lästig, haben aber eine Existenzberechtigung. Ganz übel als Verstofungsursache sind z.B. einzelne Späne von Edelstahlwattenschwämmen, wie sie gerne als Pfannenschrubber benutzt werden.
Eine weitere Ursache kann ein von Hand falsch stumpfgeschweisstes Rohr sein; es bildet sich dann innen im Rohr ein viel zu grosser Schweisswulst. Das wäre aber mit der Kamera zu sehen gewesen.
Zur Rohrreinigung gibts Aufsätze für Hochdruckreiniger; man kann sie sich auch aus einem Gartenschlauchende basteln, wenn man genug Druck auf der Leitung hat: Ende des Schlauches mit Zapfen druckfest verschliessen, mit Akkuschrauber und 2.5 mm Bohrer viele Löcher in die letzen 5cm vor dem Ende bohren. Dann Siphon abmontieren und mit dem Schlauch und vollem Druck ins Rohr fahren.
Wenn das Rohr gerade verstopft sein sollte, führt man die Prozedur aus naheliegenden Gründen nicht von oben her durch, oder bohrt zuerst mit einer Spirale (im Baumarkt) vor.