Habe hier im Forum schon einiges gelesen über Küchen die an Messen zum Meterpreis verkauft werden. Uns wurde dies auch heute an der Züspa von Mussotter und Inpunkto angeboten.
Leider bin ich nicht ganz schlau geworden, ob sich sowas überhaupt lohnt?
Lohnt es sich fast oder gar nicht?
Lohnt es sich nur, wenn man viele teuer Auszuschränke braucht?
Auch uns hat diese Firma Mussotter versucht zu überzeugen, dass wir, falls wir ihren Vertrag unterschreiben, ein Super-Schnäppchen bekommen. Der einzige Haken sei der, dass sie gerne mal vorbeikommen um die Küche zu fotografieren. Als wir uns dann mal ausgerechnet haben, was die Küche kostet und was noch dazu kommt (Geräte, Granitarbeitsplatte), haben wir festgestellt, dass dieser Preis nicht wirklich niedriger war als bei einem 'normalen' Küchenbauer.
Ich weiss nicht wie's euch geht, aber bei diesen Messeverkäufern bin ich immer sehr skeptisch. Ich zahle lieber etwas mehr bei einem regionalen Küchenbauer oder bei jemandem, der mir wirklich professionell vorkommt als mich über den Tisch ziehen zu lassen (siehe auch Beitrag:Küchen-Forum - Küchenkauf nach Meterpreis).
Und zudem denke ich nicht, dass man sich innerhalb von einer viertelstunde eine Küche kaufen sollte...
Freunde von uns sind Anfang September auch auf so ein Meterpreis-Angebot (in D) hereingefallen - leider /emoticons/default_mad.png.
Bereits ein einziger Vergleich in einem Küchenstudio hat ergeben, dass die gleiche Küche dort etwa 10% günstiger war /emoticons/default_eek.png.
Jetzt versuchen sie natürlich, aus dem Vertrag rauszukommen. Der Händler hat abgelehnt bzw. fordert 25% Schadenersatz bei Vertragsauflösung. Anscheinend gibts da aber ein Gerichtsurteil, das Hoffnung machen könnte. Gelesen habe ich das hier: Küche nach Meterpreis
Wir haben uns vorwiegend für Küchen und Fenster interessiert, da diese in den nächsten 2 Jahren ausgewechselt werden sollten.
Bei den Küchen wollte man uns mehrmals ein Angebot "Preis pro Meter" andrehen. Hat jemand Erfahrungen damit (gute/schlechte)?
Grunsätzlich funktioniert das so, dass man einen Fixpreis pro Meter hat und dann die Schränke nehmen kann, welche man am liebsten hätte (bis 2.40 Höhe). Der Preis bei einer ALNO Küche wäre so bei ca. CHF 2500.-gelegen. Bei 6 Metern kämen wir so auf CHF 15000.- (ohne Geräte und Natursteinabdeckung).
Eigentlich fand ich den Preis auf den ersten Blick ganz OK, da man so schon mal den besten Aufbau nehmen kann ohne aufs Geld sehen zu müssen. Ich kann die Preise jedoch noch nicht ganz einordnen. Erfahrungen?
Jedenfalls werde ich nun ein Angebot einholen in einem Fachgeschäft damit ich anschliessend genauer vergleichen kann.
Meine zukünftige Küche hat 9 Meter Möbel. Das macht CHF 22'500.-- für die Möbeln. Ich glaube Spüle, Armatur und Müllbox sind auch nicht dabei CHF 2'365.-- + Elektrogeräte (40 % Rabatt?) CHF 10'866.--. Ich habe schon CHF 35'731.-- ohne Granit und Glasrückwand. Ich habe 2 Zeilen + 4 Hochschränke und auf einer Seite habe ich keine Oberschränke. Ich muss vielleicht bei Ikea gehen...
eine Küche besteht ja nicht nur aus Luxusschränken mit viel Technik drin (wobei ich mir sicher bin, dass diese Schränke nicht im Meterpreis enthalten sind - Kleingedrucktes vorher unbedingt lesen, oder besser noch: hier weiterlesen und das Projekt Meterküche begraben).
Beispiel: Spülenschrank und Geschirrspülerfront machen bereits 1,2 m und kosten dann nach obigen Beispiel allein 3000 CHF, ohne Geschirrspüler wohlgemerkt. Ein Kühlschrankumbauschrank leer bei 0,6 m 1500 CHF und die Krönung sind dann die Ecken, die gerne vergessen werden: Ein Eckschrank 90 auf 90 cm wird dann nicht mit 0,9 m berechnet, sondern 0,9 m an der einen Wand und 0,9 m an der anderen Wand, macht 1,8 m = 4500 CHF. So kann man dann richtig die Leute verarschen und sich eine goldene Nase verdienen.
Natürlich (und zum Glück) habe ich nichts unterschrieben. Einige Dinge habe ich mir auf Anhieb zusammen reimen können. z.B. dass die Abdeckung für den Geschirrspüler so extrem teuer werden würde.
Dabei habe ich zwar vergessen zu erwähnen, dass bei tiefer Höhe (also z.B. beim Spülenschrank) ein Betrag abgezogen wird (ich glaube das waren um die 600 Franken pro Meter).
An die teuren Ecken habe ich nicht gedacht.
Diese wurden als extrem billig "verkauft" da Eckschränke eigentlich eher teurer sind als normale. Dass da aber der Meter doppelt berechnet wird, wurde nicht erwähnt und daran denkt man in dieser Situation auch nicht, da man eher in "Einheiten" denkt...
Und ja: diese Anbieter waren ausschliesslich deutsche Anbieter...
Als wir vor 2 Jahren damit begonnen haben uns in Sachen Küche zu informieren sind wir an der Muba an 2 Firmen geraten die uns locker vom Hocker ein ganz tolles Angebot gemacht haben mit dem System der Meterküche. Einfach nur noch schnell an der Messe unterschreiben und sich dieses unglaubliche Angebot sichern und erst später dann entscheiden wie die Küche im Detail aussehen soll. Als wir mehrmals signalisierten dass wir nie unter Zeitdruck etwas unterschreiben und immer darüber schlafen werden haben die Verkäufer ihr wahres Gesicht gezeigt. Wir wurden einfach abserviert und der Verkäufer suchte sich gleich sein nächstes Opfer.
Mit einer Beratung hatte das ganze nichts zu tun . Es ging nur darum schnellstmöglichst den Kunden an die Firma zu binden damit der Rubel rollt.
Gekauft haben wir dann die Küche zum gunstigen Preis bei einem Familienbetrieb in der Schweiz. Dort arbeitet man ohne Zeit-Druck und bietet eine tolle Beratung. Das Resultat ist eine hochwertige Küche nach unseren Wünschen.
Fazit: Bei allen verlockenden Schnäppchen-Meterküchen nicht vergessen das Gehirn einzuschalten und eine Unterschrift unter einen solchen Vertrag nüchtern überdenken. Bei dem System geht es nur ums Verkaufen und die schnelle Bindung des Kunden ohne eine fertige Lösung verkauft zu haben.
Hallo gromit 43, wir waren am Samstag an der LUGA und haben auch unterschrieben.!! Können wir dies noch rückgängig machen? Für Ihre Hilfe wären wir sehr dankbar!! Vielen Dank