Unser Projekt nimmt langsam Formen an, deshalb tauchen nun täglich neue Fragen auf...
Was mich vor allem interessiert: Wie verhält sich der Kubikmeterpreis bei Minergie-Standard?
So wie ich den bisherigen Themen entnehmen konnte, ist ein Kubikmeterpreis von CHF 650.00 durchaus üblich, und entspricht in etwa einem Normalen bis leicht gehobenen Stadard.
Hier im Forum habe ich schon von Leuten gelesen die für CHF 650.-/m3 in Minergie-P bauen. Ich glaube es war paliman. Er baut ein Holzhaus von Pius Schuler. Frag doch mal bei ihm nach.
Morgen treffe ich mich mit meinem Architekten, der auch 650.-/m3 verlangt. Ich kläre das mal ab. Wir würden im Prinzip auch gerne Minergie-P bauen. Ich weiss, dass er auch schon vor ca. 12 Jahren Minergie-P gebaut hat.
Habe noch meine Abrechnung für Minergie-P angeschaut. Der Preis nach Korrekturen war bei knapp 720/m3. Wobei da noch jede Menge Sparpotenzial drin gelegen wäre. Das war Mitte 2005. Heute muss man je nach Region (Baukostenindex) 5 bis 8 % dazurechnen.
Wobei ich behaupte, dass Minergie-P für 650/m3 bei konsequenter Umsetzung möglich ist.
Dann nimmt man also den fertigen Preis durch die m3? Sorry die doofen Fragen.
Unser Haus welches wir gerne kaufen würde kostet nämlich rund 820'000.-.
Es ist ein Flachdachhaus mit Keller, EG und OG. Keller ist zur Hälfte beheizt und EG und OG voll! Aussenmasse sind 10.5m x 10.5m! Es ist in Minergie-Standart gerechnet!
wir kommen demnächst in die detailplannung/devisierung.
du sagst, dass bei "konsequenter umsetzung" einsparungen möglich sind (720 zu 650.-) ...
mal abgesehen vom groben kubikmeterpreis, was meinst du damit, bzw was sind deine empfehlungen um "konsequent umzusetzen" ? was ist bei der planung deiner erfahrung nach zu berücksichtigen?
(unsere eckdaten: holzbau mit keller, minergie. kubisch)
vielen dank im voraus /emoticons/default_smile.png
- keine Experimente des Architekten punkto Ästethik
- klare Architektur. Bei Minergie oder -P ist dies sehr wichtig. Das heisst aber nicht, dass es langweilig sein muss.
- der Architekt und der Bauherr müssen wissen was sie tun. Keine Änderungen während der Bauphase
- der Architekt muss mehr als nur die Grundkenntnisse von wärmebrückenfreiem Bauen besitzen.
- Ein Holzbausystem (ich spreche hier nicht von Fertighäusern) welches bereits in sich luftdicht ist.
- Kurze Leitungsführung
- Innovative Technik: es muss nicht immer Fussbodenheizung sein.
- Gewerke berücksichtigen, die bereits Erfahrung mit Minergie resp. Minergie-P haben. Beispiel: Holzbauer und Fensterlieferant sollten die Systeme aufeinander abgestimmt haben (Anschlüsse)
- Reserven im U-Wert im Voraus einplanen.
Lieber in die Gebäudehülle investieren, als in Luxus zu sterben.