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Kosten Solar-Kollektor für Warmwasser?

23Antworten3’767Aufrufevon chfishbone · 18. Juni 2014letzter Beitrag vor 12 Jahren
  1. chfishbone15 Beiträge18. Juni 2014
    Aktuell haben wir in unserem EFH eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Um die Kosten für Warmwasser zu reduzieren, spielen wir mit dem Gedanken, einen Solar-Kollektor auf dem Dach zu installieren.
    Kann mir jemand Auskunft geben, was eine solche Anlage in etwa kostet? Die Montage? Wie lange dauert er ungefähr, bis sie amortisiert ist und man mit dieser Investition in den schwarzen Zahlen ist?
    Ist das überhaupt sinnvoll?
    Vielen Dank für eure Erfahrungen und Berichte. Merci.

  2. bizzarini29 Beiträge18. Juni 2014
    Ciao

    Eine kompl. Solaranlage für ein EFH ksotet ca. 25,000.-- (6 qm).

    Je nach Gemeinde, ist es auch noch Bewilligungspflichtig.

    Kosten für Baueingabe (1'500 -3'000.--)

    Gewisse Kantone, unterstüzen zudem eine solche Investition. (Mini -Gutschrift u.o. Bonus bei der Ausnützung usw.)

    Durschnittliche Ammo ca. 5 -10 Jahre.

    Kläre aber unbedingt vorher noch das tech. Zusammenspiel aller Komponeten....

  3. Fred752 Beiträge18. Juni 2014
    Eine thermische Solaranlage für Warmwasser kostet ca. 16 -18'000 Fr.

    Wenn Du den Boiler weiter verwenden kannst, rund 2'000 Fr. weniger.

    Baugesuch brauchts nur in geschützten Ortskernen oder Denkmalobjekten. Normalerweise reicht eine Bauanzeige bei der Gemeinde.

    Subventionen je nach Kanton, 2'000 bis 4'000 Fr.

    Steuerlich in vielen Kantonen 100% absetzbar.

    Amortisation 15 bis 20 Jahre.

    Gruss, Fred

  4. tommuller500 Beiträge18. Juni 2014
    Hallo chfishbone

    Zuerst einmal muss zwischen einer Photovoltaik- (PV) und einer Solarthermie-Anlage unterschieden werden. Während die PV Strom für den Betrieb der WP bereitstellt, richtet sich die Solarthermie-Anlage dem Erwärmen von Wasser für das Brauchwasser und der allfälligen Unterstützung der Heizung.

    Das von bizzarini erwähnte Zusammenspiel ist zu beachten. Je einfacher die Heizanlage ist, desto weniger Verluste entstehen. Das produzierte Warmwasser der Solarthermie muss in den Kreislauf eingebracht werden, ist somit ein Bestandteil der Heizung. Die PV stellt hingegen den Strom zum Betrieb der WP bereit, was nicht wirklich als Heizungserweiterung angesehen werden kann, sondern bloss geringere Betriebskosten nach sich zieht.

    Ich für meinen Teil werde eine PV vorsehen und zu einem späteren Zeitpunkt installieren.

    Gruss

    Tom

  5. Fred752 Beiträge18. Juni 2014
    Hallo chfishbone

    Zuerst einmal muss zwischen einer Photovoltaik- (PV) und einer Solarthermie-Anlage unterschieden werden. Während die PV Strom für den Betrieb der WP bereitstellt, richtet sich die Solarthermie-Anlage dem Erwärmen von Wasser für das Brauchwasser und der allfälligen Unterstützung der Heizung.

    Das von bizzarini erwähnte Zusammenspiel ist zu beachten. Je einfacher die Heizanlage ist, desto weniger Verluste entstehen. Das produzierte Warmwasser der Solarthermie muss in den Kreislauf eingebracht werden, ist somit ein Bestandteil der Heizung. Die PV stellt hingegen den Strom zum Betrieb der WP bereit, was nicht wirklich als Heizungserweiterung angesehen werden kann, sondern bloss geringere Betriebskosten nach sich zieht.

    Ich für meinen Teil werde eine PV vorsehen und zu einem späteren Zeitpunkt installieren.

    Gruss

    Tom
    Tom, ich verstehe nicht wie Du mit einer PV-Anlage eine Wärmepumpe betreiben kannst.

    Gruss, Fred

  6. tommuller500 Beiträge19. Juni 2014
    Hallo Fred

    Vielleicht indem meine PV Strom produziert? Die WP wird ja bekanntlich mit Stom betrieben...

    Klar gibt es die saisonale Problematik, dass im Sommer zu viel produziert wird und im Winter tendenziell zu wenig. Nichts desto trotz kann durch die PV mindestens einen Teil des Strom selber produziert werden, andtatt diesen einzukaufen.

    Ich persönlich schätze einfach die Einsparungen durch eine Solarthermie-Anlage als zu grring ein, als dass sich diese vernünftig amortisieren lässt.

    Gruss

    Tom

  7. MEC142 Beiträge19. Juni 2014
    Das geht auch deutlich biliger, wenn man mal über den Tellerrand hinwegschaut.

    Habe mir bei einem ebay-Anbieter eine Anlage mit 90 Vakuumröhren gekauft, von denen ich am Ende doch nur 60 aufs Dach bekommen habe (grösserer Platzbedarf als gedacht). Dafür habe ich umgerechnet 4'000 CHF bezahlt. Regelung, Speicher und Leitung vom Heizraum unters Dach waren schon vorhanden.

    Installiert habe ich selbst. Ein örtlicher Anbieter hat mir für Flachkollektoren mit gleicher Fläche 15'000 Materialkosten angeboten!

    Da ich selbst installiert habe, musste ich auf Förderungen verzichten - aber selbst mit Förderung hätte ich den Mehrpreis des örtlichen Anbieters nicht ausgleichen können. Armortisation interessiert mich nur am Rande. Ich wollte "grünes" Warmwasser!

    Meine Anlage reicht teilweise sogar im Übergangsbereich zur Heizungsunterstützung. Im Sommer habe ich mehr als genug warmes Wasser.

  8. Pippen2’281 Beiträge19. Juni 2014
    @MEC

    Wieviele m2 sind diese 90 Vakuumröhren denn ca?

  9. fipsli221 Beiträge20. Juni 2014
    Hallo chfishbone

    Unsere thermische Solaranlage mit 9,2 m2 Nettofläche mit Heizunterstützung hat 16'750.- gekostet. In diesem Betrag ist auch der Aufpreis für den grösseren Boiler mit Heizunterstützungsregister und die Montage dabei.

    Wir haben die Anlage beim Hausbau gemacht. Nachträglich dürfte das etwas teurer werden.

    Das Serviceabo für die Kollektoren kostet uns 150.- im Jahr.

    Je nachdem wo du wohnst gibts noch Geld vom Kanton und teilweise von der Gemeinde.

    Die Anlage funktioniert gut. Die letzten 3 Wochen kam sämtliches Warmwasser vom Dach.

    Wieviel Strom wir dadurch gespart haben kann ich dir nicht sagen, da die Wärmepumpe keinen eigenen Stromzähler hat. 

    Wir haben berechnet, dass es 16-18 Jahre dauert bis sich die Anlage amortisiert hat. Das sind aber "Papierwerte" mit den Angaben der Hersteller.

    Wenn du das Warmwasser mit Gas oder Oel machst dürfte die Amortisationszeit etwas kürzer sein.

    Gruss Fipsli

  10. Pippen2’281 Beiträge20. Juni 2014 · bearbeitet
    Bist Du sicher, dass Du nicht schon länger das Warmwasser komplett vom Dach hast?

    Wir haben eine 5m2 Anlage (natürlich ohne Heizungsunterstützung) und haben seit 2.5 Monaten das komplette

    WW vom Dach. Oder braucht ihr derart viel WW?

    Wer hat euch empfohlen mit 9,2m2 eine Heizungsunterstützung zu machen?

    Das bringt nicht wirklich viel. 

    Doch die CHF 16750.- sind ziemlich günstig das muss man sagen.

    Wie gross ist der Speicher?

  11. fipsli221 Beiträge20. Juni 2014
    Hallo Pippen

    Das wurde gerechnet. Wir wollten ein gutes Kosten-Nutzenverhältnis. 

    Unser Boiler hat 800 Liter für 4 Personen. Bei vollem Boiler reicht das für 2 Tage ohne Nachheizen. Ist die Sonne länger weg, läuft halt die Wärmepumpe.

    Die Heizunterstützung haben wir, um auch niedrigere Temparaturen im Winter zu nutzen. Oftmals ist es ja im Winter lange schön aber vom Dach kommen halt nur 30 bis 40 Grad herunter. Die Fläche reicht aber um dann zu heizen.

  12. canaz377 Beiträge20. Juni 2014
    Ich lese hier von Amortisationsdauer zwischen 5-20 Jahren... Meine Meinung: Unmöglich, schon gar nicht wenn bereits eine Wärmepumpe mit im Spiel ist. Ich habe mir das bei unserem Hausbau damals durchgerechnet. Wen die Rechnerei interessiert: 

    Wir haben die Kollektoren dann trotzdem installieren lassen und erfreuen uns seither ab dem warmen Wasser  /emoticons/default_additional/139.gif

  13. maningreen717 Beiträge20. Juni 2014
    Lieber @chfishbone

    Wieso willst Du Dich in zusätzliche Kosten stürzten, die Dir keine Kostenreduktion bringen?

    Mit der LW-WP erzeugst Du im Jahr vielleicht für 500 h Warmwasser.

    Die Wärmepumpe verbraucht in dieser Zeit vielleicht 2'000 kWh Strom.

    Dieser Strom kostet Dir ca. 400 CHF/Jahr.

    Eine thermische Anlage kostet Dir vielleicht gegen 10'000 CHF.

    Somit würdest Du nach 25 Jahren Deine Kosten gesenkt haben.

    Dies macht ja kaum Sinn. Denn nach dieser Zeit hast Du die Wärmepumpe ersetzt und ob die thermische Solaranlage weiter brauchen kannst, ist eher unwahrscheinlich.

    Eher würde ich Dir den Typ geben, eine PV-Anlage zu installieren.

    Für 25'000 CHF (ca. 8 kWpeak) erhältst Du eine solche Anlage.

    Durch das KEV wird Dir 30% (ca. 7'500.--) zurück vergütete.

    Dann kannst Du steuerlich ca. 25% (ca. 6'250.--)  geltend machen.

    Somit kostet Dir die Anlage die Anlage noch etwa 11'250 CHF.

    Während des Jahres kannst Du gegen 5'500-6'500 kWh (1'300.-- CHF) pro Jahr produzieren. Viele EW's bauen Dir einen Rückwärts-Elektrozähler ein.

    Also kannst Du Deine Anlage in kürzester Zeit amortisieren.

    Eines solltest Du wissen, dass eine thermische Solaranlage bei einer bestehende WP-Anlage nicht immer einfach eingebaut werden kann, ohne zusätzlich eine problemlosen Betrieb zu erhalten.

    Sonniger Gruss

    1× hilfreich
  14. Fred752 Beiträge20. Juni 2014
    Lieber @chfishbone

    Wieso willst Du Dich in zusätzliche Kosten stürzten, die Dir keine Kostenreduktion bringen?

    Mit der LW-WP erzeugst Du im Jahr vielleicht für 500 h Warmwasser.

    Die Wärmepumpe verbraucht in dieser Zeit vielleicht 2'000 kWh Strom.

    Dieser Strom kostet Dir ca. 400 CHF/Jahr.

    Eine thermische Anlage kostet Dir vielleicht gegen 10'000 CHF.

    Somit würdest Du nach 25 Jahren Deine Kosten gesenkt haben.

    Dies macht ja kaum Sinn. Denn nach dieser Zeit hast Du die Wärmepumpe ersetzt und ob die thermische Solaranlage weiter brauchen kannst, ist eher unwahrscheinlich.

    Eher würde ich Dir den Typ geben, eine PV-Anlage zu installieren.

    Für 25'000 CHF (ca. 8 kWpeak) erhältst Du eine solche Anlage.

    Durch das KEV wird Dir 30% (ca. 7'500.--) zurück vergütete.

    Dann kannst Du steuerlich ca. 25% (ca. 6'250.--)  geltend machen.

    Somit kostet Dir die Anlage die Anlage noch etwa 11'250 CHF.

    Während des Jahres kannst Du gegen 5'500-6'500 kWh (1'300.-- CHF) pro Jahr produzieren. Viele EW's bauen Dir einen Rückwärts-Elektrozähler ein.

    Also kannst Du Deine Anlage in kürzester Zeit amortisieren.

    Eines solltest Du wissen, dass eine thermische Solaranlage bei einer bestehende WP-Anlage nicht immer einfach eingebaut werden kann, ohne zusätzlich eine problemlosen Betrieb zu erhalten.

    Sonniger Gruss
    Mir stehen die Haare zu Berge, wenn ich das lese.

    Es fehlen in der Rechnung Fr. 500 für ein Plakat am Gartenhag: "Danke liebe Nachbarn, dass ihr mir die PV- Anlage finanziert!"

    Nach 10 Jahren das Geld zurück und danach noch weitere 15 Jahre kassieren. Und wer finanziert dies alles?

    WIR ALLE!

    Ist das unsere Zukunft?

    Fred

    1× hilfreich
  15. canaz377 Beiträge20. Juni 2014
    Warum so frustriert? Es steht jedem frei diese Möglichkeit zu nutzen, auch dir.

    3× hilfreich
  16. canaz377 Beiträge20. Juni 2014 · bearbeitet
    Dann kannst Du steuerlich ca. 25% (ca. 6'250.--) geltend machen.

    Somit kostet Dir die Anlage die Anlage noch etwa 11'250 CHF.
    Du kannst vielleicht in der Steuererklärung 6'250.-- abziehen, das wird dir aber keine effektive Steuerersparnis in derselben Höhe bescheren.
  17. Yogi81239 Beiträge20. Juni 2014
    Ja dann hier noch meine gemessen Werte: Unsere WP benötigte im letzten Jahr 823 kWh Strom für die Warmwasserbereitung, Der Strom kostet im Niedertraif knapp 11 Rp -> 90.55 CHF Energiekosten für Warmwasserbereitung pro Jahr! Eine Solarthermie kann sich nie amortiseren, wenn das WW schon über eine WP gemacht wird! Das ist einfach so!

    @Fred: unsere PV läuft seit 1,5 Monaten auch ohne Plakat im Garten super! ;-)

    3× hilfreich
  18. Fred752 Beiträge21. Juni 2014
    Ja dann hier noch meine gemessen Werte: Unsere WP benötigte im letzten Jahr 823 kWh Strom für die Warmwasserbereitung, Der Strom kostet im Niedertraif knapp 11 Rp -> 90.55 CHF Energiekosten für Warmwasserbereitung pro Jahr! Eine Solarthermie kann sich nie amortiseren, wenn das WW schon über eine WP gemacht wird! Das ist einfach so!

    @Fred: unsere PV läuft seit 1,5 Monaten auch ohne Plakat im Garten super! ;-)
    Ihr braucht 145 Liter warmes Wasser pro Tag. Eigentlich ein kleiner Verbrauch, da lohnt sich keine grosse Investition.

    Jetzt wirst Du natürlich das warme Wasser tagsüber mit eigenem Strom machen.

    Gruss, Fred

  19. Fred752 Beiträge21. Juni 2014
    Warum so frustriert? Es steht jedem frei diese Möglichkeit zu nutzen, auch dir.
    Ich kenn von einem User hier ein Darlehen bekommen.

    Werde morgen unser Dach ausmessen.

    Wie viel Platz braucht eine 8 kW Anlage wie maningreen sie vorschlägt?

    Gruss Fred

  20. canaz377 Beiträge21. Juni 2014 · bearbeitet
    Ich kenn von einem User hier ein Darlehen bekommen.
    /emoticons/default_laugh.pngJe nach Modultyp und Dachform. Wenn du auf einem Flachdach aufständern musst bist du bei etwa 80-100m2 dabei. Bei einem Steildach reichen vermutlich 60-70m2.