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Kontrolierte Wohnraum Be- Und Entlüftung

75Antworten34’074Aufrufevon niclasmama · 11. Dezember 2006letzter Beitrag vor 15 Jahren
  1. profi1. August 2007
    Ja es ist halt schon extrem mit dem heutigem bauen.

    Ohne die kontrollierte lüftung im haus würden wir ja buchstäblich ersticken...

  2. raycecile2’603 Beiträge1. August 2007
    Jede Technik hat seine Anhänger, bei einem konventionell gebautem Haus ist eine kontrollierte Lüftung vielleicht eher Luxus/Komfort, bei einem Minenergie-Haus aber unabdingbar.

    Die Energie-Verluste beim Lüften beschränken sich doch im wesentlichen auf die wenigen Wintermonate von November-März, also wie immer und alles relativ...

  3. lukas_ch921 Beiträge1. August 2007
    Der Punkt ist aber noch der: Ein Holzhaus ist niemals so dicht wie ein Backsteinhaus, somit ist das Thema "dichte Häuser" dort eigentlich keins mehr womit eine Lüftung nicht mehr so unabdingbar wird.....wir werden wohl eher darauf verzichten aus diesem Grund.

  4. raycecile2’603 Beiträge1. August 2007
    Der Punkt ist aber noch der: Ein Holzhaus ist niemals so dicht wie ein Backsteinhaus, somit ist das Thema "dichte Häuser" dort eigentlich keins mehr womit eine Lüftung nicht mehr so unabdingbar wird.....wir werden wohl eher darauf verzichten aus diesem Grund.
    Minenergie-Häuser sind aber meistens aus Holzelementen gebaut, die Dichtheit wird durch Folien in den Wänden sichergestellt, ausserdem müssen Minenergie-Häuser den Dichtheitstest bestehen damit sie das Label erhalten, von dem her ist eine Lüftung ein Muss damit die Bewohner nicht ersticken.../emoticons/default_additional/46.gif
  5. Katja136 Beiträge1. August 2007
    Hallo,

    ich finde angenehm, dass durch die Lüftungsanlage weniger Getier im Haus ist, gerade auf Mücken kann ich gut verzichten ;-)

    Wir haben weniger Staub und Pollen. Durch die Anlage ist es noch ruhiger, wir hören (fast) nichts von draußen.

    Ich muss nicht die Fenster aufreißen, wenn ich von der Arbeit komme um wieder frische Luft im Haus zu haben. Es kommt also im Sommer auch keine heiße Luft rein.

    Und ich habe bisher immer die Luftfeuchtigkeit gehabt, die ich haben wollte und bin so (hoffentlich) vor Schimmel geschützt.

    Grüße

    Katja

  6. verygood993 Beiträge2. August 2007
    Hallo zusammen

    Ich finde diese Diskussion sehr interessant und zeigt doch die ganze Palette an Meinungen.

    Um einen 0.5 bis 1 fachen Luftwechsel in einem konventionell gebauten Haus mit der Fensterlüftung zu bewerkstelligen müssten alle 2 Stunden die Fenster für 5 bis 10 Minuten geöffnet werden. Tag und Nacht, Sommer und Winter. Aber wer kann das? Es gibt Messungen und auch Angaben resp. Grenzwerte die in einem Haus nicht überschritten werden sollten. Der CO2-Gehalt sollte 1000 ppm nicht überschreiten. Bei einem geschlossenen Schlafzimmerfenster steigt dieser Pettenkoffer-Grenzwert auf das dreifache der gewünschten CO2-Konzentration an. Profi hat es wahrscheinlich ironisch gemeint, dennoch kann man hier absolut von stickiger Luft sprechen.

    Das Holzhäuser weniger dicht sein sollen ist mir auch neu. Das kommt sehr auf die Gewerke an, die an einem Haus arbeiten. Zudem ist das Holzbausystem ebenfalls entscheidend. Es gibt Systeme, welche in sich schon luftdicht sind und es gibt Systeme welches mittels Windpapier oder Dampfsperre dicht gemacht werden müssen.

    Klar, jeder kann da frei entscheiden ob eine Lüftungsanlage mit WRG Sinn macht. Je dichter die Gebäude werden, desto höher werden die Ansprüche an ein gutes Raumklima. Mit reiner Fensterlüftung ist dies ohne hohe Energieverluste nicht zu erreichen.

    Herzliche Grüsse

    Rolf

  7. anfield2. August 2007
    ... wirklich eine gute Diskussion hier!

    Ich probier mal die Vor- und Nachteile zusammenzutragen. Es soll doch jeder so gut sein, diese Liste zu ergänzen oder allenfalls zu korrigieren. Denke, so gewinnt auch jemand mit wenig Vorkenntnissen recht schnell einen Überblick.

    Vorteile:

    - kein Lüften "von Hand" notwendig

    - Feuchtigkeit (z.B. Nasszellen) wird bei geschlossenen Fenstern laufend abgeführt.

    - Externe Lärmimmissionen (z.B. Strassenlärm) dringen nicht ins Haus.

    - Verbesserte Lebensqualität für Allergiker, da Pollen in der Anlage hängen bleiben.

    - keine Mücken und dergl. die einem den Schlaf rauben

    - angenehmes Raumklima (z.B. im Sommer nachts, oder nach längerer Abwesenheit usw.)

    - höherer Wiederverkaufswert

    Nachteile:

    - "hohe" Investitonskosten (Fr. 15'000 - 20'000)

    - Unterhalts- ev. Sanierugnskostenkosten

    - höhere Ringhörigkeit im Haus (Schlitze zw. Türe und Boden)

    Gruäss!

  8. Mirella1’252 Beiträge2. August 2007
    Die Diskussion hier ist wirklich sehr interessant...

    [ironie-modus on]

    Seit ich auf dieser Welt bin, habe ich nur in Häusern ohne Lüftungssystem gelebt und bin daran bisher noch nicht gestorben.../emoticons/default_biggrin.png

    [ironie-modus off]

    Nein, im ernst, selbstverständlich zweifle ich nicht daran, dass ein Lüftungssystem komfortmässig sehr viel bringt. Ich arbeite auch den ganzen Tag auswärts und habe daher nicht die Möglichkeit, die Fenster alle 2 Stunden aufzureissen.

    Womit ich aber nicht uneingeschränkt einverstanden bin, ist das Argument von wegen Energieeinsparung. Denn unabhängig davon, ob eine solche Anlage nun 10,000.--, 15,000.-- oder 20,000.-- kostet, bis ich diese Kosten durch Energieersparnis wieder amortisiert habe, bin ich schon längstens tot.

    Mirella /emoticons/default_smile.png

  9. Sunset0817 Beiträge23. September 2007
    Hallo Leute,

    wir haben auch eine kontrollierte Belueftung fuer unser Haus vorgesehen. Was ich aber nicht verstanden habe, wie denn die Regulierung der Luftfeuchtigkeit funktioniert? Insbesondere im Winter soll die Luftfeuchtigkeit z.B. 55% sein. Geht das ueberhaupt?

    Gruesse,

    Sunset08

  10. HEUREKA97 Beiträge23. September 2007
    Nach 6 Monaten ein erstes Fazit:

    Positiv:

    - Praktisch geräuschlos

    - Kühle Räume im Sommer

    - Dank Wärmerückgewinnung dieses Jahr (Einzug April) noch keine Minute heizen müssen

    - Gute Luftqualität auch nach längerer Abwesenheit

    - Hervorragende Schlafqualität dank mückenfreier kühler Frischluft

    Negativ:

    - Der Installateur hat für den Ablauf des Kondenswassers einen Siphon zur Abwasserleitung eingebaut. Da über Monate kein Kondenswasser anfiel, ist dieser ausgetrocknet und daher wurde falsche Luft hereingesaugt, was nicht so angenehm roch. Ablauf geändert, alles wieder i.O.

    Im Moment ist die Luftfeuchtigkeit etwas tief, wir haben wenig Pflanzen und werden daher noch eine Luftbefeuchter aufstellen. Es gibt auch KWL Geräte mit "Entalphie-Tauscher", d.h. mit Feuchtigkeites-Rückgewinnung. Unser Installateur traut diesen jedoch nicht über den Weg (hygienische Bedenken). Ein Nachbar hat allerdings seine Anlage in der Zwischenzeit auf dieses System umgestellt, ich werde mal nachfragen ob er zufrieden ist.

    Ansonsten: Auf KWL verzichten heistt ganz klar am falschen Ort sparen! Zudem wir der Werterhalt über lange Zeit mit dieser nicht mehr nachzurüstenden Option gesichert.

  11. verygood993 Beiträge23. September 2007
    @sunset08

    Die Feuchteregulierung ist in der Tat der grösste Schwachpunkt der kontrollierten Lüftung. Es gibt aber Geräte von Hoval, welche einen Entalphie-Tauscher haben. Oder aber umstellen auf den Oekolüfterm den wir in unserem Haus einsetzen. Der läuft bei uns seit rund 2 1/2 Jahren. Die Luftfeuchtigkeit beträgt im Winter konstante 50-55 %. Es ist allerdings ein dezentrales Gerät. Punkto Hygiene sehe ich da kein Problem, auch nicht mit dem Gerät von Hoval.

    Einen Luftbefeuchter einzusetzen erachte ich persönlich hinsichtlich Energieverbrauch eher problematisch.

    Nachrüsten lässt sich so ein System aber allemal, wenn man sich für ein dezentrales Gerät entscheidet.

    Ab wann beginnst du mit dem Bau? Im November haben wir bei uns wieder Tag der offenen Tür anlässlich der Tage des Passivhauses. Oder aber du schickst mir eine PN.

    Herzliche Grüsse

    Rolf

  12. reina99offroad3 Beiträge5. März 2008
    Hallo Zusammen,

    Ich habe den Faden bis hierher mit Interesse verfolgt. Leider ist der nun abgerissen.

    Da mich das Thema auch schon lange quält, würde ich gerne von euch Erfahrenen wissen, ob es Sinn macht eine Anlage mit Feuchterückgewinnung zu verbauen oder eine "normale" mit Gegenstrom Plattentauscher. Die Preisdifferenz ist ja sehr hoch. Wenn dann nur "etwas feuchtere Luft" zurückkommt, kann ich mir doch auch einen Befeuchter in die Stube stellen? Der kostet nicht so viel.

    @ Heureka: Was sind deine Erfahrungen unterdessen?

    @ verygood:Was meinst du mit Oekolüfter? und warum erachtest du einen Luftbefeucher als Problematisch?

    Herzliche Grüsse, Robert

  13. verygood993 Beiträge5. März 2008
    @Robert

    Wieso erachte ich einen Luftbefeuchter als problematisch?

    Einerseits willst du mit einer KWL den Energieverbrauch senken und andererseits musst du mit einem Luftbefeuchter während der Heizsaison wiederum unnötig Strom verbrauchen.

    Eine Anlage mit Feuchterückgewinnung macht in jedem Fall Sinn!

    Mit dem Oekolüfter kannst mit einfachsten Mitteln resp. Kosten die Feuchtigkeit im Haus regulieren. Mit einer Kalziumchloridlösung ist alles ereldigt. Kostet ca. 9 Franken! Das ist alles.

    Herzliche Grüsse

    Rolf

  14. Pippen2’281 Beiträge5. März 2008
    @reina

    Hast denn Du konkrete Zahlen, dass Du sagen kannst, die Feuchterückgewinnung sei viel teurer.

    Wir bauen bei unserem Haus den HomeVent von Hoval ein. Wir konnten den beim GU angeben, nachdem die Pauschale bereits beim Hauspreis inbegriffen war. Deshalb kann ich mir niht vorstellen, dass die Differenz so gross sein soll. Sonst hätte unser GU dies nur akzeptiert, wenn wir die Differenz separat bezahlt hätten.

    Zahlen würden mich auch interessieren.

  15. Katja136 Beiträge5. März 2008
    Hallo,

    bei unserer Anlage kannst du den Feuchterückgewinnungsgrad einstellen; hast also immer die Luftfeuchtigkeit im Haus, die du haben möchtest.

    Das finde ich schon sehr praktisch.

    Grüße

    Katja

  16. Pippen2’281 Beiträge5. März 2008
    @Katja

    Ja das kann man beim HomeVent auch. Was habt ihr für ein Gerät? Hersteller?

  17. Katja136 Beiträge5. März 2008
    Hallo Pippen,

    wir haben auch den HomeVent von Hoval /emoticons/default_wink.png

    Grüße

    Katja

  18. HEUREKA97 Beiträge6. März 2008
    Hallo

    Wir haben immer noch zu trockene Luft im Winter und sind uns am überlegen, ob wir das Gerät gegen eines mit Entalpie-Tauscher tauschen werden.

    Gruss

    Kurt

    Hallo Zusammen,

    Ich habe den Faden bis hierher mit Interesse verfolgt. Leider ist der nun abgerissen.

    Da mich das Thema auch schon lange quält, würde ich gerne von euch Erfahrenen wissen, ob es Sinn macht eine Anlage mit Feuchterückgewinnung zu verbauen oder eine "normale" mit Gegenstrom Plattentauscher. Die Preisdifferenz ist ja sehr hoch. Wenn dann nur "etwas feuchtere Luft" zurückkommt, kann ich mir doch auch einen Befeuchter in die Stube stellen? Der kostet nicht so viel.

    @ Heureka: Was sind deine Erfahrungen unterdessen?

    @ verygood:Was meinst du mit Oekolüfter? und warum erachtest du einen Luftbefeucher als Problematisch?

    Herzliche Grüsse, Robert
  19. reina99offroad3 Beiträge11. März 2008
    Hallo, zäme,

    @Rolf: Der Oekolüfter ist in der Tat ein sehr interessantes Gerät. Was kostet eine Einheit?

    Wegen der Feuchtefrage. Du hast schon recht und ich will das auch nicht in Frage stellen. Wärmerückgewinnung ist wichtig und richtig . Für mich auch, keine Frage!

    Mein Gedanke war jedoch folgender: Einen einfachen Kreuzsstromwärmetauscher gibt es schon für unter 2000 Franken. Dieser ist dann aber nicht Rückfeuchtetauglich.

    Ein Hoval der das kann ,kostet ,ich sag mal ab 8500.- Also warum nicht ein einfaches Gerät kaufen und einen Raumbefeuchter dazustellen? Stromverbrauch 20 bis 25W? Der Energie-mehrverbrauch ist dann fast zu vernachlässigen.

    Ist ja nur so eine Idee 🙂

    Das mit dem Kalziumchlorid hab ich nicht verstanden.

    Ich muss jedoch gestehen dass ich die Oekolüfter HP noch nicht gelesen habe.

    @Pippen: Der HomeVent ist sicher ein sehr gutes Gerät. Ist mir aber zu teuer.

    Der Markt ist gross. Es gibt z.B Zehnder, Paul, Enervent u.v.m. mit Enthalpiesystem.

    Mit Homevent bist du wahrscheinlich sehr gut bedient.

    Preise? Schwierig. Ich könnte ein paar Link's einstellen wo's Preise hat. Würde Dir das Helfen?

    @Kurt: Welches Gerät wurde bei Euch verbaut?

    Gruss, Robi

  20. Pippen2’281 Beiträge11. März 2008
    Hallo Robi

    Kostet der HomeVent 8500.-? Das wusste ich nicht. Bei unserem GU hat alles zusammen (Gerät, Installation, Leitungen, ...) 15'000.- gekostet.

    Was kosten denn die anderen Enthalpiesyteme?

    Ähnlich viel oder einiges günstiger?