Doch das geht: Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung (Wärmepumpentechnik): Frische Aussenluft wird dabei angesaugt, gereinigt und erwärmt, bevor sie als Zuluft in die einzelnen Räume strömt. Gleichzeitig wird verbrauchte Luft nach draussen geführt.
Wie gesagt, wir sind erst am planen und noch nicht sicher, ob wir dieses System auch umsetzen wollen. Bei Diskussionen ist oben erwähnte Frage mit den Bodenplatten aufgetaucht.
Zu Deiner Frage: Die Platten werden im Winter dann kalt sein. Also falls Du wirklich bei dieser Luftheizung bleiben willst, würde ich Dir keine Platten empfehlen,
sondern nur Parkett, Laminat, Kork, ... oder etwas derartiges.
Ich würde Dir empfehlen, den Architekt nach Referenzen zu fragen, wo er schon eine Luftheizung eingesetzt hat. Von diesen Referenzen würde ich dann min. den
Energiebedarf in kWh/m2 und Jahr verlangen und vielleicht mal nachfragen, wie sie dort zufrieden sind. Dann würde ich die Energiewerte mit Deinen vergleichen
und entscheiden, ob Du es wirklich willst.
Mit was wird denn heute geheizt? Sind Radiatoren vorhanden? Was sind die Gründe auf eine Luftheizung umzustellen?
Der Einsatz einer Luft/Luft-WP ist kein Problem, aber gerade im Altbau ggf. aber die geschickte und korrekte Kanalverlegung. Da die gewünschte und benötigte Temperatur ja dort ankommen muss, wo sie soll, nämlich am Auslassgitter, muss ggf. eine passende Isolierung vorgesehen werden. Auch die braucht Platz.
Im Idealfall lässt sich dies noch mit einem Erdregister komplettieren. Was auch eine Kühlung im Sommer erlaubt.
Grundsätzlich: Fliesen ohne FBH sind nicht grundsätzlich "unangenehm" kalt. Im Winter läuft man auch höchst selten, und wenn nur über kurze Wege, wirklch barfüssig in der Wohnung.. am Sitzplatz liegt meist noch ein Teppich... also alles halb so schlimm... merklich kühler sind dann Laminatbeläge, da sie im Gegensatz zur Fliese keine Umgebungswärme aufnehmen.
Aber, es gibt natürlich auch wasserführende Fussbodenheizungen die einen maximalen Aufbau von ca. 26-28mm benötigen. Dies sollte Dein Architekt, wenn er Erfahrungen bei Umbauten und Renovationen hat, selbst wissen. Also prüfe auch diese Möglichkeiten sorgfältig ab!
Diese Systeme lassen sich auch an die vorhandene Heizung anschliessen.. auch in Verbindung mit ggf. einer weiteren Nutzung von Radiatoren.
Das 45-jährige Haus steht seit mehr als einem halben Jahr leer. Geheizt wurde mit Holz, wobei diese Heizung nächstens den Geist aufgibt. Im Zusammenhang mit der Komfortlüftung sind wir auf die Luftheizung gekommen. Jedoch müssen wir sicher die Fussbodenheizung auch prüfen, da es heute ja auch mit minimalen Aufbau geht. Das Problem könnte in diesem Zusammenhang die Treppe sein, die wir nicht rausreissen wollen (zu hohe Kosten). Zudem sind die Radiatoren veraltet und mit Fussbodenheizung mit zusätzlicher Solaranlage kann die Heizung besser und kontrollierter eingestellt werden.
Vielen Dank für die Antworten. Jeder Mensch empfindet anders und ich habe u.a. aus dem Grund gefragt, da ich im Winter sehr oft kalte Füsse habe. Wir werden nun alles prüfen und abwägen und mit dem Architekten besprechen.
Es gibt ja unterschiedliche Arten von Plattenböden. Ich finde z.B. die hochglanzpolierten und glatten viel fusskälter als die etwas offenporigen und strukturierten. Also kann man schon mit der Wahl der Platte einiges beeinflussen, denke ich.
Vielleicht käme für Euch ja auch eine Wandheizung in Frage, wenn das mit der FBH nicht klappt? Löst zwar das Problem der kalten Füsse nicht so, soll aber auch eine angenehme Form von Wärme sein.
Materialien mit hohem Wärmeübergangswert wie Stein, Keramik etc. werden sich immer kälter anfühlen als solche mit einem niedrigen, da üblicherweise die Oberflächentemperaturen von Bauteilen unter Deiner Körpertemperatur liegt (sonst würde ich dringend zum Arzt oder Heizungsinstallateur /emoticons/default_wink.png). Du heizt also mit Deiner Körperwärme die besser wärmeleitenden Materialien auf, diesen Wärmeverlust spüren wir als Kälte.
So hätte ich dies jetzt mal so laienhaft ausgedrückt.
Eine KWL hat im Gegensatz zur landläufigen Meinung meiner Ansicht nach fast immer einen höheren Wärmeverlust zur Folge als Fensterlüften, obwohl >90% der Abwärme rückgewonnen wird, da die Luftwechselraten viel höher sind - anders gesagt, nicht KWL-Häuser werden seltenst korrekt belüftet.
In ein schlecht isoliertes Haus würde ich keine einbauen, und erst recht nicht mit Stromheizung. Wennschon könntet ihr versuchen, die Wärme eines Holzofens mit einer KWL zu verteilen und wenn möglich die Hülle besser isolieren.