Komfortlüftung mit Wärmepumpe
- maunzimaus1 Beiträge6. Juli 2010Hallo,
wir planen ein Minergie-P EFH und suchen nach der idealen Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung samt Warmwasserwärmepumpe und Anschluss für die Solaranlage.
Wir sind hierbei auf die Alpha-Innotec LLB 315+S gestoßen.
Kennt jemand die Anlage ?
Gibt es einen ungefähren Preis ? In der Preisliste ist das Gerät nicht zu finden.
Würde mich über eine Antwort sehr freuen.
Danke
Gruß
- Amanfang25 Beiträge6. Juli 2010Hallo Maunzinmaus,
Diese Anlage kenn ich nicht. Wir sind auch gerade am Bauen eines Minergie P Hauses.
Wir werden ein Stiebel Eltron Gerät verwenden. Sehr gute Preis Leistung und gutes Servicenetz.
LWZ 304/404 SOL - Erneuerbare Energien - STIEBEL ELTRON
Gruss Amanfang
- marey55 Beiträge7. Juli 2010Wir werden ein Stiebel Eltron Gerät verwenden. Sehr gute Preis Leistung und gutes Servicenetz.
LWZ 304/404 SOL - Erneuerbare Energien - STIEBEL ELTRON
Hallo,
wir werden uns auch diese einbauen lasse. Habe nur gutes gehärt und Preis ist super. knappe 17000 CHF.
Liebe grüsse
Marey
- Ford Prefect35 Beiträge8. Juli 2010Hallo zusammen,
schaut euch doch mal die Drexel und Weiss Geräte an, kosten zwar mehr, die können aber Objektbedingt auch als reine Luftheizung betrieben werden. Die Luftwärmepumpe kühlt bei D&W die Warme Abluft herunter. Auf eine Solaranlage kann verzichtet werden.
Haben wir schon oft eingebaut!
drexel und weiss: Passivhaustechnik von drexel und weiss: Komfortlüftung vom technologischen Marktführer, aerosmart L
lg
Ford
- Hausi339 Beiträge8. Juli 2010Drexel und Weiss, aerosmart L:
Die Heizleistung der eingebauten Luft-Wasser WP beträgt nur gerade 1695 Watt bei +5 Grad Aussenlufttemperatur und ca. 1420 Watt bei -3 Grad C.
In der Regel ist dies auch für ein Passivhaus zuwenig weshalb zusätzlich eine elektrische Heizung eingebaut ist (Heizstab mit 2000 Watt).
Die Zuluft muss zwingend über ein Erdregister oder elektrischen Heizstab auf über -3 Grad C erwärmt werden.
Fazit: Bei einer Heizleistung von mehr als 1.5 kW ist dieses Gerät unwirtschaftlich und verschwendet Strom.
- Ford Prefect35 Beiträge13. Juli 2010
Drexel und Weiss, aerosmart L:
Hallo Hausi,
Die Heizleistung der eingebauten Luft-Wasser WP beträgt nur gerade 1695 Watt bei +5 Grad Aussenlufttemperatur und ca. 1420 Watt bei -3 Grad C.
In der Regel ist dies auch für ein Passivhaus zuwenig weshalb zusätzlich eine elektrische Heizung eingebaut ist (Heizstab mit 2000 Watt).
Die Zuluft muss zwingend über ein Erdregister oder elektrischen Heizstab auf über -3 Grad C erwärmt werden.
Fazit: Bei einer Heizleistung von mehr als 1.5 kW ist dieses Gerät unwirtschaftlich und verschwendet Strom.
die Luftwärmepumpe von Drexel und Weiss arbeitet auch nicht mit der kalten Aussenluft!
Das System funktioniert wie folgt: Die Kalte Aussenluft wird angesaucht und durch ein Erdregister auf 4-10° vorgerwärmt. Die vorgewärmte Luft wird dann durch einen Wärmetauscher mit der warmen Abluft der Zimmer 'gekreuzt', die Zuluft hat dann annähernd Zimmertemperatur, auch im Winter, es muss also nur noch sehr wenig nachgeheizt werden. Zum Nachheizen wird die Wärmepumoe verwendet, die dafür (Sommers wie Winters) 5-10° Warme Luft zur Verfügung hat, und damit eine gleichmässigen hohen Wirkungsgrad hat.
Eine Luftheizung eignet sich aber Tatsächlich nicht zum Aufheizen eines Gebäudes und auch nur in seltenen Fällen zum ausschliesslichen Beheizen eines Gebäudes. Dieses Gebäude muss sehr konsequen Energieeffizient geplant und gebaut werden. In vielen Fällen reicht aber schon eine Unterstützung der Luftheizung mit einem Holzofen, der an besonders kalten Tagen genutzt werden muss (war diesen kalten Winter in unserem Büro insgesamt zwei Wochen).
Wir haben diese Produkte schon ein paar mal eingebaut und noch nie Reklamationen gehabt, allerdings muss ich zugeben, dass wir, obwohl es rechnerisch möglich gewesen wäre, immer auf Bauherrenwunsch noch einen Holzofen Installiert haben.
Auch andere Produkte haben wir schon verbaut, die deutlich günstiger waren, aber durch ihre Aussenluftwärmepumpe deutlich mehr Strom verbrauchen, weil der Wirkungsgrad natürlich je kälter es wird auch immer schlechter wird.
Bei Erdsondenbohrungen sind die zusätzlichen Kosten der Bohrungen und der Stromverbrauch der Pumpen auch nicht zu vernachlässigen.
MfG
Ford Prefect
- Hausi339 Beiträge13. Juli 2010@Ford Perfect
Allein für die Erwärmung des Warmwassers (ca. 4000 kWh pro Jahr) muss die WP ca. 7 Stunden pro Tag arbeiten.
Für die Beheizung des Hauses steht also nur noch eine durchschnittliche Heizleistung von ca. 1 kW zur Verfügung.
Auch bei einem Minergie-P Haus (spez. Heizleistungsbedarf < 10 W/m2) wird somit noch eine zusätzliche Heizquelle benötigt um die kältesten Tage zu überbrücken.
Als zusätzliche Wärmequelle kann zum Beispiel die eingebaute elektrische Direktheizung oder ein Holzofen verwendet werden.
Fazit: Das erwähnte Gerät eignet sich nur für kleinere Passivhäuser. In den meisten Fällen ist eine Zusatzheizung erforderlich.
- Asino24 Beiträge4. August 2010Hallo Hausi
Deine Aussage, dass das nur für kleine Passivhäuser funktioniert, stimmt so nicht. Es braucht auch nicht immer einen Holzofen... Es hat aber in fast allen Fällen ein PTC-Element, welches reinelektrisch bei Bedarf zusätzlich heizt. (So stimmt also deine Aussage)
Die Verbrauchswerte der Passivhäuser (EFH ab 200 - ca. 300m2) betragen pro Jahr zwischen Fr. 500.- -1'000.- für den gesamten Stromverbrauch (Heizen, Warmwasser, Lüften, Beleuchten, Kochen etc.). Ich denke, wenn alle Systeme so tiefe Verbrauchswerte hätten, wäre dies sehr erfreulich..
Damit du dich von diesen Systemen überzeugen kannst, möchte ich Dir die "Nationalen Tagen Minergie-P 2010" vom 13. - 14.11.2010 empfehlen. Da hat es in der Ostschweiz ca. 30 Häuser welche offen haben (von 120 schweizweit), welche mit einem Drexel und Weiss System beheizt werden. (siehe IG Passivhaus Schweiz :: Mitglieder).
Im "Probewohnen.ch" kann man als "Skeptiker" auch Ferien in so einem Haus verbringen...
- mausi4. August 2010Hallo
Eine Luftheizung reicht bestenfalls für's Passivhaus.
Die Zusatzheizung ist ein el. Einsatz oder ein separater Chemineéofen.
Bei el. Einsatz wird man beim Minergie-P Antrag bestraft.
Ein Chemineéofen ist ein zusätzliches Heizsystem das ein Kamin benötigt.
Der gesamte Bereich Heizung und Warmwasser wird somit für einen kW-Bedarf von ca. 10'000 kWh pro Jahr unverhältnismässig teuer.
Das ganze kann noch mit einer teuren Photovoltaikanlage für den Minergie-P Antrag beschönigt werden.
Gesucht sind günstige Lösungen, für Familien, die unsere Ressourcen schonen und durch tiefe Betriebskosten glänzen.
mausi
- marcello34 Beiträge12. August 2010Hallo
Wir sind am Bau eines nicht zertifizierten Passivhauses (Schwörer). Wir kennen die Probleme der Minergie-P Zertifizierung: Strafen für Elektro(not)heizung (PTC Elemente in der Lüftung) und "Nichtannerkennung" von unserem Schwedenofen (Pellet wäre o.k.). Wir lieben es aber mit unserem Schwedenofen im Winter zu heizen und wollen uns nicht von einer Behörde eine Pelletofen vorschreiben lassen um ein Stück Papier (und eventuell etwas Subventionen) zu erhalten. Für uns war eine ideale Ausrichtung (viel Fensterfläche gegen Süden und Westen (Westen wegen der Aussicht) und nur minimale Fensterflächen gegen Norden und Osten wichtig. Ein Passivhaus wird so auch recht günstig (ca. 620 Fr./m3), trotz hohem Ausbaustandard.
marcello
- Pippen2’281 Beiträge13. August 2010@marcello
Wie hoch ist bei diesem Haus denn der Energiebedarf in kWh/m2a?
- marcello34 Beiträge13. August 2010Hallo Pippen,
Es sind etwas mehr als 200 m2 Enegiebezugsfläche. 20.3 kWh/m2a für Heizung und 13.9 kWh/m2a für Warmwasser , wobei 11.1 kWh/m2a des Warmwasser durch Solar und 11.0 kWh/m2a durch eine kleine Luft/Luft Wärmepumpe gedeckt weden können. Der Rest muss mit Abwärme (5 Personen Haushalt), dem Schwedenofen und den PTC Elementen abgedeckt werden. Dies ist aber alles rein rechnerisch im Energieausweis enthalten, ich glaube jedoch das individuelle Energiebedürfnisse sehr unterschiedlich sind.
- Hausi339 Beiträge13. August 2010Ohne Einsatz des Schwedenofens müssen somit gemäss den Berechnungen ca. 2420 kWh elektrischen Strom pro Jahr im PTC-Element verheizt werden.
Der gewichtetet Energieverbrauch beträgt somit ca. 36 kWh/m2 (Heizung, Warmwasser und Lüftung) und liegt damit klar über dem Minergie-P Grenzwert von 30 kWh/m2.
Fazit: Trotz komplizierter und aufwändiger Haustechnik (Wärmepumpe, Solar, Schwedenofen, elektr. Direktheizung) resultiert ein hoher gewichteter Energieverbrauch. Ohne den regelmässigem Einsatz des Schwedenofens wird der Passivhaus-Standart nicht erreicht.
Einfacher, komfortabler und viel energieeffizienter wäre der Einsatz einer Erdsonde-WP mit Auslegung gemäss STASCH2 gewesen:
Heizung (JAZ 4.5): 9 kWh/m2 gewichtet Energie
Warmwasser (JAZ 3.5): 8 kWh/m2 gewichtete Energie
Lüftung: ca. 5 kWh/m2 gewichtete Energie
Total: 22 kWh/m2 gewichtete Energie
- klöti14. August 2010Hallo Hausi
Beiträge zum Thema:
http://www.haus-forum.ch/elektrisches-technische-geraete/3588-wp-mit-sonde-okonomisch-sinnvoll.html
http://www.haus-forum.ch/elektrisches-technische-geraete/4275-sole-wasser-oder-luft-wasser-waermepumpe.html
Bei diesem Beitrag werden die Erdsondenbohrungen noch günstiger !
Die Amortisationszeit der Bohrung beträgt trotzdem noch 30 Jahre !!
Die Lebensdauer einer WP liegt bei 15 Jahren.
Du bist offensichtlich in der Branche tätig.
Ein Passivhaus lässt sich auch ohne Solebohrung nur mit einer Luft-WP und ohne zusätzlichen Schwedenofen betreiben.
Was rechtfertigt bei so schlechter Amortisation, der relativ kurzen Lebensdauer der angeschlossenen Komponenten, überhaupt die Mehrinvestition einer Bohrung ?
klöti
- Mycroft191 Beiträge14. August 2010Minergie ist keine Behörde, sondern ein Verein.
- marcello34 Beiträge14. August 2010
Ohne Einsatz des Schwedenofens müssen somit gemäss den Berechnungen ca. 2420 kWh elektrischen Strom pro Jahr im PTC-Element verheizt werden.
... und so sind wir genau wir genau beim Schwachsinn MinergieP Grenzwert angelangt! Man rechnet und gewichtet, gibt Strafen für PTC-Elemente und akzeptiert den Schwedenofen mit Holzstückfeuerung nicht, den wir ja nur benötigen wenn die Sonne nicht scheint !! Wir wollten auf die PTC-Elemente verzichten, dies geht jedoch auch nicht, da für die MinergieP Zertifizierung jeder Raum individuell beheizbar sein muss !! Wie sieht es dann mit der Wärmeverteilung aus? Die mit der Erdsonde-WP produzierte Energie muss ja dann verteilt werden. Wenn dies über die Luftheizung geschieht kann die Wärme nicht indviduell in die Zimmer abegegeben werden (Komfortsverlust !!). Eine Bodenheizung ist viel zu träge und macht im Passivhaus keinen Sinn, oder wird die Bodenheizung mit dem Wetterbericht vernetzt?? In unserem Dorf sind Erdsonden sowieso nicht erlaubt! Schwörer Passivhäuser sind ökonomisch sinnvoll, gerade weil kostengünstig (Pauschal ca. 35.000 Fr. Mehrpreis). Diese Mehrkosten werden nicht nur durch Minderenergiekosten sondern auch um tiefere Folgekosten amortisiert und sind so für jeden Hausbauer tragbar. Die Hauskosten sind in etwa gleich wie mit einem konventionellen Haus mit Wärmepumpe und Bodenheizung ohne Solaranlage für Warmwasser. Ich plane unser Haus ohne elektrische Energie zu beheizen (weder Wärmepumpe noch PTC Elemente einzusetzen), nur den Restbedarf des Warmwassers durch die Wärmepumpe zu decken. Den Rest mit Schwedenofen, den wir nicht in die Kosten einkalkuliere müssen da ein schönes Feuer uns schon jetzt etwas wichtiges ist.
Der gewichtetet Energieverbrauch beträgt somit ca. 36 kWh/m2 (Heizung, Warmwasser und Lüftung) und liegt damit klar über dem Minergie-P Grenzwert von 30 kWh/m2.
Fazit: Trotz komplizierter und aufwändiger Haustechnik (Wärmepumpe, Solar, Schwedenofen, elektr. Direktheizung) resultiert ein hoher gewichteter Energieverbrauch. Ohne den regelmässigem Einsatz des Schwedenofens wird der Passivhaus-Standart nicht erreicht.
Einfacher, komfortabler und viel energieeffizienter wäre der Einsatz einer Erdsonde-WP mit Auslegung gemäss STASCH2 gewesen:
Heizung (JAZ 4.5): 9 kWh/m2 gewichtet Energie
Warmwasser (JAZ 3.5): 8 kWh/m2 gewichtete Energie
Lüftung: ca. 5 kWh/m2 gewichtete Energie
Total: 22 kWh/m2 gewichtete Energie
- marcello34 Beiträge14. August 2010
Minergie ist keine Behörde, sondern ein Verein.
... das ist vielleicht das Problem ?! Welche Interessen werden da vertreten ? Die von Erdsonden- und Bodenheizungslieferanten ?
- Hausi339 Beiträge14. August 2010@ Kloeti
Nein, ich bin nicht in der Branche tätig. Allerdings besitze ich ein Minergie-Haus mit einer Sole-Wasser WP und erfasse die entsprechenden Betriebsdaten.
Folgende Punkte möchte ich anfügen:
- Sole-Wasser Wärmepumpen (ohne Erdsonde) kosten weniger als entsprechende Luft-Wasser WP.
- Erdsonden sind wartungsfrei und haben eine Lebensdauer > 50 Jahre. Die Amortisationszeit der Erdsonde darf deshalb ruhig 30 Jahre betragen.
- Leider ist es so, dass sich bei den heutigen Energiepreisen kaum eine Investition in Energiesparmassnahmen rechnet. Nicht ohne Grund werden beinahe alle Energiesparmassnahmen entweder subventioniert oder gesetzlich vorgeschrieben.
- Bei einem gut gedämmten Haus mit niedrigem Wärmeverbrauch rechnet sich wirtschaftlich gesehen weder eine Erdsonde-WP noch eine Luft-Wasser WP. Wirtschaftlich gesehen am günstigsten ist zurzeit eine Erdgasheizung (geringste Anlagekosten).
- Die Energie-Einsparung eines Passivhauses verglichen mit einem neuen normalen Haus rechnet sich wirtschaftlich gesehen in keiner Weise. Gegenüber einem Minergie-Haus werden beim einem Passivhaus noch ca. 1600 kWh an gewichteter Energie pro Jahr zusätzlich eingespart. Das entspricht 800 kWh Strom oder 160 Liter Öl bzw. ca. 150 CHF an Energiekosten.
- klöti14. August 2010Hallo Hausi
Nachhaltige Investitionen in niegrigere Energieverbräuche sind für unsere Zukunft.
Leider ist duch Unkenntnis des Zahlers vielfach high-tech die Folge.
Warum wird viel Geld in Technik investiert - wenn das selbe Geld in Dämmmassnahmen fliesst, ist high-tech nicht mehr nötig.
Sofort einen Gasanschluss für Heizung und Warmwasser.
Die kW-Stunde liegt zur Zeit um die 6 Rappen !!
Nochmals (ohne über Zusatzinvestitionen in Niedrigenergie herzuziehen) wo liegt dein persönlicher Vorteil bei einer Solebohrung (Prozente im Wirkungsgrad und Höhenlage über 800 müM zählen nicht) ?
Das Argument der Rückkühlung im Sommer halte ich nicht für stichhaltig, wenn der Wärmeeintrag durch die Südfenster mit der Kühlleistung eine Solebohrung aufgewogen wird.
Die Nachtkühlung erzielt höhere Kühlleistungen.
klöti