Du solltest einfach daran denken, dass diese Gifte auch für den menschen nicht so unbedenklich sind. Vorallem bei Kindern muss man aufpassen - auch wenn man nichts mehr riecht kann es immer noch genügend Gift im Raum haben.
Ich würde es mal mit speziellen Schabenfallen versuchen, da bleiben die Tierchen drin kleben und hauchen Ihr Leben aus - auch grausam, aber besser als zerquetschen.
Bei meinem Arbeitsplatz hat es ein Museum und diese hatten eine Ausstellung mit hölzernen Kunstobjekten aus Australien. Irgendwelche Tierköpfe waren auch von Käfern befallen. Ich habe hier grosse -20°C Kühlräume und man stellte diese Objekte für 3 Wochen ein. Die australischen Käfer mochten wohl diese eisige Temperaturen nicht und sind verendet.
Denk einfach dran 1 überlebendes Weibchen in einer Kiste kann innert kurzer Frist tausende von Nachkommen bringen !
bist du ganz sicher, dass es sich bei deinen tierchen um kakerlaken (= küchenschaben) handelt? ich hatte nämlich dieses jahr einen riesenschreck - habe auch geglaubt, dass wir 'untermieter' haben. ein paar tage später war dann in unserer zeitung zufällig ein artikel über waldschaben, die den küchenschaben offenbar aufs haar gleichen...
ich konnte dann einen käfer einfangen und habe ihn zur bestimmung einem bekannten gezeigt - es ware eine waldschabe.
weiter habe ich beim googlen unter www.kammerjaeger.de noch einen artikel zur bekämpfung von küchenschaben gefunden: was mit gekochten kartoffeln und mit borax/puderzucker. eines absolut ungiftig, das andere nicht so ein hammer. wenn du also wirklich kakerlaken hast - ein versuch ist's wert.
Vom Holz kommen eher Holzkäfer, ein guter Tip, holt euch beim Baumarkt die durchsichtigen Kunststoffkisten mit gut schliessendem Deckel und packt das Holz da rein.
Ich würde kein Holz so offen im Haus lagern, nur draussen.
Ja, das Holz werden wir auch nach draussen bringen und dann weiter die Tierchen bodigen. Wenn dann Ruhe ist, waren diese Käfer eindeutig im Holz, oder im Sack.
Schaben sind dafür bekannt dass sie sich fast unbeschränkt vermehren können. Ein Weibchen kann innert kurzer Zeit tausender Eier legen. Ist also logisch, dass Du den Keller da schnell voll hast.
In der Apotkeke gibt es auch viele Mittel, unter anderem das für Warmblüter (Mensch) ungefährliche Biokill. Dies musste ich mal in der Küche gegen Käfer einsetzen.
Das mit dem Holz portionenweise verpacken, den Sack ausgiften und einfach mal liegen lassen ist eine gute Idee. So kriegst Du Stück für Stück sauber. Aber es ist halt schon so eine überlebende Schabe und alles fängt wieder von vorne an.
Nichts gegen "Biokill & Co." - diese Variante wäre mir pers. auch symphatischer.
ABER: Bei Schaben hört der Spass auf und ich würde dringend den Beizug eines professionellen Kammerjägers empfehlen! (Sofern es dann wirklich die eckeligen "deutschen Küchenschaben" sind...)
Die bösen Küchenschaben verkriechen sich aber sofort, wenn das Licht angeht... falls Du die Tierchen also bei Licht immer noch antriffst, sind es vermutlich harmlosere Tierchen (Waldschabe).
Bei Tieren und Pflanzen jeglicher Art geht alles immer zuerst über das Bestimmen der Art! Wenn ihr erst mal einen lateinischen Namen habt, ergibt sich alles weitere (sind die Tiere/Pflanzen harmlos oder nicht, muss man sie überhaupt bekämpfen) viel leichter.
Ihr könnt von kleinen Insekten einige in ein Gläschen mit Brennsprit tun und z.B. dem Sammlungsbetreuer eines naturhistorischen Museums oder einem Mitglied einer entomologischen Gesellschaft schicken, Pflanzen einem Botanischen Institut oder der kantonalen Naturforschenden Gesellschaft, wo es fast immer hervorragende Liebhaber gibt, für die es Ehrensache ist, das Tier oder die Pflanze zu bestimmen (Google hilft, solche Adressen zu finden). Nachher eine Flasche Wein an die gleiche Adresse kann nicht schaden.
Wenn Ihr wirklich Küchenschaben oder ähnliche Mitbewohner habt, ist das keine Schande, aber ohne professionelle Hilfe wird man die Viecher oft nicht los, es sei denn man zünde das Haus an. Mit Insektenvernichtungsmitteln wäre ich sehr vorsichtig - Ihr wohnt ja da drin!
Käfer und Holzwespen in Brennholz sind hingegen meist harmlos - die Arten die im Wald frisch gefälltes Holz befallen sind nicht die gleichen die in verbautes Holz gehen. Brennholz würde ich trotzdem nicht in grösseren Mengen im Keller lagern - dafür wäre mir der umbaute Raum zu schade oder es ist zu feucht - und schon gar nicht in verschlossenen Plastikbehältern.
sehr viele, Tier lang, biegsam: Hundert-oder Tausendfüssler, harmlos
viele, Tier mit Schuppenpanzer, grau: Assel, harmlos (aber vielleicht dann Raum zu feucht)
8 Beine; Beine sehr lang: Weberknechte; harmlos
8 Beine; ohne Scheren: Spinnen (in CH einige 100 Arten, die meisten nie in Häusern: harmlos, erschrecken aber machmal Hausfrauen
8 Beine; mit Scheren: Skorpione, selten höchstens im Tessin
6 Beine: Insekten; Aussehen sehr verschieden; in CH einige 10'000 Arten, die meisten nie oder nur als Irrgäste in Häusern
4 Beine: Eidechsen, Schildkröten, Mäuse, Ratten, Meerschweinchen, Hamster, Katzen; in Graubünden neuerdings auch Bären
weniger als 4 oder scheinbar gar keine Beine: wahrscheinlich Insektenlarven oder Schnecken, auch Blindschleichen
Bis auf Tausendfüssler oder 'Hüüslischnägge' können alle manchmal auf dem Rücken liegen; alle die überhaupt Beine haben 'zappeln' damit wenn sie auf dem Rücken liegen und noch leben
Bären schliess ich aus weil ich nicht glaube, dass man sie mal unter einer leeren Kleiderschachtel findet.
Liebe® nasche, erbarme dich unser und mach ein Bild! (und fortgrafier einen Fünfer mit zum Grössenvergleich)