kann ein Architet mit Bauleitung einfach so aussteigen?
- rkoster20 Beiträge6. Februar 2012 · bearbeitetHallo ich hoffe jemand von euch kann mit weiterhelfen
Mein Bau ist soweit zu aber innen noch nicht fertig
Fenster sind auch drin aber noch nicht abgedichtet
Da ich sehr interessiert bin bei allem was so in mein Haus kommt, will ich auch bei allem einigermassen informiert sein
Leider mag das mein Architekt der auch die Bauleitung macht nicht wirklich glaub
letztes Beispiel Abluft Küche
erst sagte er er habe immer Umluft eingerechnet
Da ich jegliche Systme auch den Unterhalt mit eingerechnet haben will und darauf aufmerksam machte das man die Filterkosten bitte auch reinrechnen soll, änderte sich die schon seit anfang geplante Anlage in eine Fortluftanlage
danach fragte ich wieder nach der Lösung der Nachströmenden Luft da es ja ein Minergie P Haus ist
und schlug vor das ich bei meinen Nachforschungen ein System gesehen habe das an der kontrolierten Lüftung angeschlossen werden könne
danach kam die Antwort das dieses System etwa 17'000SFR und somit einige Mehrkosten Verursachen würde
Ich holte eine Offerte ein über die benötigten Teile (Materielwert ca 2000SFR pro Küche , hab zwei = 4000SFr, ohne Haube nur anbindung an Kontrollierte Lüftung, aber sein Betrag umfasste die Gleiche Leistung)
und so viel Arbeit ist es nun auch wieder nicht
diese Offerte leitete ich weiter
Und anstatt die Nachströmlösung bei der Fortluftvariante
bekam ich zu hören das er jetzt dann aufhören wolle und das Projekt nicht mehr weiterbetreuen wolle
So Frage : kann er das machen ich mein ich wäre ohne Bauleitung und Architekt schon ein wenig aufgeschmissen
zum zweiten kostet ein wechsel sicher wieder unsummen da sich ein anderer erst wieder einstudieren muss
zweite Frage : es ist doch legitim nachzufragen und Entscheidungsgrundlagen zu kennen
also ich mein erstens leb ich danach da drin und zweitens ist es mein Geld (ok das meiste der Bank)
ich würde mich auf Antworten oder Meinungen freuen
ich wurde zu einem Termin zu Ihm morgen delegiert
(und wenn ich mal was brauche muss ich immer warten)
danke
- Pfälzer9’908 Beiträge6. Februar 2012
1. Da ich sehr interessiert bin bei allem was so in mein Haus kommt, will ich auch bei allem einigermassen informiert sein
Hallo rkoster
Leider mag das mein Architekt der auch die Bauleitung macht nicht wirklich glaub
2. So Frage : kann er das machen ich mein ich wäre ohne Bauleitung
3. zweite Frage : es ist doch legitim nachzufragen und Entscheidungsgrundlagen zu kennen
also ich mein erstens leb ich danach da drin und zweitens ist es mein Geld (ok das meiste der Bank)
1. Ja das ist natürlich legitim und eigentlich auch Normalität. Es ist ja schliesslich Dein Geld das hier verbaut wird. Und ja, das mögen nicht alle..
2, Ja, kann er. Jeder kann dies, da es ein normaler Vertrag zwischen 2 Parteien ist. Jede Partei kann den Vertrag kündigen. Wobei die SIA hier einen schönen Begriff parat hält... "Kündigung zur Unzeit"... dies hängt dann damit zusammen, dass es hier ums Geld geht. Für den, der den Vertrag zu unpassender Zeit und ohne trifftigen Gründe aufkündigt. Bei Dir wird er vermutlich anführen, dass durch diese ständigen Rückfragen und Infragestellung seiner Kompetenz, das nötige Vertrauen nicht mehr vorhanden ist.... Dies könnte ich mir zumindest als Argument so vorstellen... Das wirst Du aber ggf. noch herausfinden.
3. siehe Punkt 1.
Sofern zu diesem Zeitpunkt alle, oder fast alle Aufträge an Handwerker vergeben sind (davon sollte man zum dem Stadium ja ausgehen können?) fällt eine Vertragsaufhebung meist etwas leichter, einfacher, da die Abgrenzung hinsichtlich des Honorars relativ einfach wäre. Aber natürlich könnte man auch darüber streiten... oder auch nicht, wenn er absolut nicht mehr will, dann könnte dies auch einfach gehen.
Wenn Du dies vermutlich auch nicht willst.. überlege, ob es wirklich Sinn machen würde, nachdem er offensichtlich nicht mit Deiner Nachfragerei klar kommt,. ob es gut wäre auf eine Weiterführung zu bestehen.
Die Entscheidung liegt bei Dir... oder er hat sie für sich schon getroffen..?? Das wirst Du ja in Kürze hören.
So einen ähnlichen Fall hatten wir hier schon im Forum, da ging es auch darum, dass die Fragen und angebrachten Zweifel der Bauherrschaft den dortigen Architekten missfallen hatten.. und er kündigte an den Vertrag auflösen zu wollen. Man kann auch spekulieren, dass dies anfänglich nur eine Drohung war... oder auch nicht.. letztlich konnte ihm die Bauherrschaft "seinen Wunsch" erfüllen.
Diese...ähnliche Geschichte..findest Du hier: http://www.haus-forum.ch/allgemeines/8664-pfaelzer-unsere-rettung.html#post100517
Für den Termin wünsche ich Dir alles Gute.. evtl. wird dies ja noch was..... Nicht gut wäre es allerdings, wenn Du dafür berechtigte Fragen zum Bau nicht mehr stellen dürftest.
- rkoster20 Beiträge7. Februar 2012 · bearbeitetHallo Pfälzer
danke für die schnelle Antwort
wie ist den das mit den Kosten muss er die Mehrkosten für den übergang tragen
vorallem auch allfällige Verzögerungen die sich durch die Situation ergeben könnten
was ist mit den Konzepten ich meine er hat entscheidungen gefällt die ein anderer dann ausbaden muss
und wo haftet da wer
gerade bei Minergie P da wird ja erst am Ende geprüft ob das geplante auch so standhält
Und vergeben ist eigendlich alles was nun gerade ansteht der Rest was noch kommt ist Budgetiert aber noch nicht vergeben
aber es kann sein das er da Offerten schon hat ich krieg die normalerweise ein paar Wochen bevor die Arbeiten anstehen
(zB Küche sind noch sachen offen, also hauptsächlich die Geräte das Layout steht soweit. Oder auch die Fertigböden sind noch nicht vergeben nur die Art ist definiert also wo Parket, Plättli)
und dann die ganze Abnahme(unter anderem für Minergie P) ist ja auch noch zu machen und das trau ich mir als Laie nicht zu
Und dann auch noch die Kosten er hat Budgets gemacht und ich hoff mal stark das er die auch halten kann
also wir haben ein max Endpreis definiert den es zu Halten gilt
und laut seinen Budgetdefinitionen gehts aber wenn dann die nicht halten seh ich ein wenig alt aus
und wenn er aussteigt und nur als Beispiel wieder die Küchenabluft
nehmen wir an er macht eine Fortluft
dann gehts das nicht oder nur mit einem definierten Zuluftsystem
wer steht da gerade dann
ihn wird das ja dann nicht mehr intressieren ob die Systeme miteinander funktionieren oder nicht oder was man dann an Mehrpreise hat das es geht
gruss roman
- never1003 Beiträge22. Februar 2012Hallo rkoster
Ich weiss nicht wo du Baust aber ich hatte das gleiche auf dem Lande und bin am Schluss mit den Handwerkern, nicht den billigsten, zusammengesessen. Die haben mir sofort praktische und gute Lösungen angeboten.
Ich habe das nie geglaubt, aber Bauherren können sich mit Ihrem Projekt so intensive auseinandersetzen, vor allem mit der Haustechnik, dass ein Architekt in Erklärungsnot kommen kann.
Ich habe keine Sekunde bedauert nachdem ich den Vertrag mit dem Architekten aufgelöst habe.
Gruss und drann bleiben, es ist dein Projekt und du zahlst die Rechnungen.
never100
- rkoster20 Beiträge23. Februar 2012 · bearbeitethallo never 100
Haustechnik und Energiemanagement ist seit Anfang bei mir da mein Architekt leider wenig Ahnung hat
ich bin überzeugt das wenn ich das nicht selber viel zeit investiert hätte und alles überlassen hätte es schon sicher 10 mal daneben gegangen wäre
ich sag nur nicht isollierte Leitungen, Wärmebrücken, oder Minergie P Haus mit Luft Wärmepumpe (ok da kann es nun andere Meinungen geben aber jemand der sich mit der Materie befasst der sieht die ironie dahinter, und gerade in solchen Dingen gibts ja auch Experten die Komische Meinungen vertreten ich denke da an die die echt guten gewissens den von der PV Anlage erzeugte Strom in einer Wärmepumpe verbraten wollen aber das ist ein anderes Thema)
ich habe eh das Gefühl das es sehr wenige Architekten gibt die das Haus als Gesamtsystem verstehen viel verbreiteter ist die Meinung es sei eine Summe aus einzelkomponenten
Ich bau übrigens auch auf dem Lande
und alles was man hier nicht kennt kann prinzipiell erstmal gar nicht funktionieren
naja langsam gehts dem Ende entgegen
er ist bis jetzt noch nicht ausgestiegen hat "nur" das Budget zum 2ten male um 50T nach oben korrigiert und mich nun sehr an die Wand gestellt
aber prinzipell ist die Ausführung ok und die meisten Fehler konnte ich retten und die Systeme so umsetzen wie ich es dachte
wobei ich da sehr viel Eigenleistung bringen musste
nun werde ich bei den optischen Sachen günstig gehen müssen aber die kann man austauschen irgendwann die Dichtigkeit und das Gesamtsystem haus nicht
mal sehen wie es endet in ca 3 Monaten sollte eh alles vorbei sein
und wie du schon sagtest wirklich überrascht haben mich einige Handwerker teils positiv und manche auch negativ
aber wenn du ein zwei gute hast helfen die dir auch gerne über Ihre Grenzen hinweg und das hat mich einigemale gerettet
im nachhinein habe ich nur ein Zeichner bekommen, die Architekt und Bauleiter Aufgaben haben meist die Handwerker übernommen oder eben selber gemacht.
berechnet wird aber wohl alles werden (obwohl ich fairerweise sagen muss das er mir auf den Bauleiterposten einige % entgegengekommen ist da er wohl gemerkt hat das ich da viel übernahm)
vielleicht war er auch mit meinem Haus überfordert denn eben auf dem Lande geht man wohl davon aus das alle so bauen wie es alle vor Ihnen taten
aber dann hätt ich auch ein Fertighaus kaufen können
gruss roman
- idotter139 Beiträge23. Februar 2012
ich denke da an die die echt guten gewissens den von der PV Anlage erzeugte Strom in einer Wärmepumpe verbraten wollen
und was ist dann deiner Ansicht nach angemessen? - MEC142 Beiträge23. Februar 2012einen "Fachmann" der es nicht vertragen kann, wenn Nachfragen kommen, braucht kein Mensch!!
Der versteht wahrscheinlich vom Bauen soviel, wie ein Rind vom Tangotanzen.
Ich musste meinem Architekten sogar die simpelsten Details erklären, für die er eigentlich die Bauleitung übernommen hat. Der wusste nicht mal, wie eine Rohrdurchführung abgedichtet wird. Wer barucht solche "Fachleute"?!?!
Die verbraten Dein Geld und wenn am Ende was nicht klappt, bist Du als Bauherr immer der Gelackmeierte!
Du scheinst Dich ja ohnehin besser auszukennen als er - also schick ihn in die Wüste ;-)
Gruss
Christoph
- rkoster20 Beiträge23. Februar 2012Naja wenn du eine Optimale Lage und Ausrichtung hast und die neuste Generation PV Module erreichst du ca 20% Wirkungsgrad und dass nur am Mittag
so im Schnitt wirst du 10 % oder drunter haben
die wandelst du dann wieder Idealerweise mit ca Faktor 4 in Wärme um normal wird der Faktor kleiner sein je nach Typ
so hast du also ca 40% der Energie in Form von Wärme
dies macht meiner Meinung wenig Sinn
Meiner Meinung machen Energieumwandlungen wenig Sinn da sie immer verlustbehaftet sind
und gerade bei Wärme, denn der grösste Teil an Verlusten fällt in Wärme an
übrigens auch bei der PV Anlage die restlichen 80% - 90% die eben nicht in Strom umgewandelt werden werden zu Wärme (reflexionsverluste sind minim)
Meiner Meinung nach ist der Wärmebedarf mit Wärmekollektoren zu erzeugen
und Abwärme kann man auch einfach nutzen
Beispiel PV Anlage und Kontrolierte Lüftung; saug die Luft unter den Pannels an dann hast die Abwärme einfach genutzt
musst nur die Situationen zb Sommer auch beachten dann halt nicht unter den Panels ansaugen
das ist nur als Beispiel eine relativ einfache Lösung
es gibt aber noch viel mehr
aber ich will nicht belehrend wirken oder so
denn auch die PV WP Kombination ist immer noch besser als den Strom in Stromheizern zu verbraten oder gar fosile Energien zu verbrennen
es ist einfach meine Meinung die muss nicht richtig sein
gruss Roman
- rkoster20 Beiträge23. Februar 2012übrigens wenn meine Ideen alle so klappen wie geplant schreib ich die mal nieder
aber das wird sich definitiv erst im Betrieb zeigen und auch ob in der kalkulierten Effizienz (sieht aber bis jetzt gut aus 🙂 auch wenn ich da einiges an Zeit und Nerven investiren musste)
und habe einige Ideen umgesetzt , gerade im Bereich Energiemanagement
und das wird noch ca 3 Monate minimum Dauern bis das Haus fertig ist
- tosci2’951 Beiträge23. Februar 2012Etwas OT: Ich habe mal von wassergekühlten PV-Modulen gelesen. Macht doch Sinn: Die Module verlieren je wärmer sie werden an Leistung. Wenn man sie nun mit Wasser kühlt, hat man leistungsfähigere Module und Warmwasser - oder sehe ich das falsch? Hat sich das nicht durchgesetzt? Warmluft absaugen ist zwar auch eine Lösung, die mit der Wasserkühlung ist mir aber irgendwie sympathischer /emoticons/default_smile.png
Bin zwar Admin aber noch lange kein Bau- oder Energieexperte /emoticons/default_smile.png
LG
Tosci
- rkoster20 Beiträge23. Februar 2012 · bearbeitetja meine sind wassergekühlt und die ansaugung der Luft erfolgt auch unter der PV Anlage
Grund ist mein Planer der davon leider nix verstand aber nun hab ichs halt doppelt gemoppelt. kommt mir aber entgegen da ich die wasser kühlung erst bei über heiz temp abnehme heisst bei ca 30 grad und darunter kühlt halt die luft respektive heizt es mir die ansaugluft hoch was im winter auch net schlecht ist
wassergekühlt ist durch die mehrinvestition nur sinnvoll wenn du
1. einen Pufferspeicher hast
2. die Temperaturen auch niederlevelig nutzen kannst (pv abwärme erst entziehen wenn bei 60 Grad macht kein sinn, desshalb hab ich ne kombi aus abwärme oder kühlung wobei das nicht aktiv gekühlt wird nur abwärme abgeführt und dann die wärmekollektoren die dann die nötigen 55 -60 Grad machen)
3. das gesamtsystem darauf ausgelegt ist
ich habe zb das kaltwasser des mischers im unteren Bereich des speichers vorgewärmt was mir weniger heisswasser verbraucht und ich auch ne gewisse kühlleistung bekomme, zb für klimatisierung im sommer oder kühlkreisläufe etlicher Art
mein ziel ist die energie in der form zu nutzen in der sie gesammelt wird
und , zb bei der wärme , möglichst viel energie
bei tiefen temperaturen zu nutzen
denn je höher die temp desto mehr aufwand die auch zu erzeugen
und ja das siehst du richtig
wie hoch dieser Effekt ist werd ich sobald sie in Betrieb gehen
ich mein nur das ansaugen mit der kontrollierten Lüftung wäre einfach und kostensparend
gruss Roman
- never1003 Beiträge24. Februar 2012Hallo Zusammen!
Als ich mit der Planung angefangen habe und mit Bauherren sprach, hat mir jeder wärmstens den Hinweis gegeben, jeden Tag auf die Baustelle zu gehen und sich vom Baufortschritt selber ein Bild zu machen.
Ich habe das nicht verstanden, haben ich doch qualifizierte Handwerker und Architekt wo diese Arbeit täglich machen.
Als es um die Details ging habe ich meine Meinung geändert.
Durch den glücklichen Umstand, dass ich technisches Verständnis, gute Kollegen habe wo sich mit Bauen auskennen und in der Planung mit Handwerkern gesprochen habe, konnte ich Einfluss nehmen bevor es zu spät war!
Bei den Gesprächen mit Handwerker bekommst du erstens gute Tips und du bekommst ein Bild vom Handwerker. Vor allem deshalb ist der günstigste nicht immer der beste.
Natürlich gibt es auch Projekte wo der Bauherr von A-Z mit allem zufrieden ist und alles super gelaufen ist. Leider habe ich bis heute keinen getroffen.
Wir habe alle verschiedene Ansprüche und Vorstellung. Das wäre eigentlich Aufgabe vom Planer, alles so gut wie möglich umzusetzen. In meinem Fall hat der Architekt mehr an sich selber und seine "Vertrags-Handwerker" gedacht.
Wie ich aber aus dem Forum entnehmen kann bin ich nicht der Einzige wo Überraschungen erlebt hat.
Gut dass es so ein Forum gibt. Wäre schön wenn mehr Bauherren darauf aufmerksam gemacht werden und Beiträge Verfassen.
Gruss never100 /emoticons/default_smile.png