Hauskauf über Makler
2Antworten1’205Aufrufevon Gast · 23. April 2015letzter Beitrag vor 12 Jahren
- JolinaJ23. April 2015 · bearbeitetMein Lebensgefährte und ich wollen ein Haus kaufen. - endlich.
wir fragen uns nun: einen makler hinzuziehen oder auf eigene Faust durchziehen?
Wieviel wird der Makler kosten und welche Risiken könnten eintreten? Ich habe bereits ein seriöses Maklerbüro WERBELINK GELÖSCHT in meiner nähe ausfindig gemacht.
Was sind eure Erfahrungen?
- Pfälzer9’908 Beiträge23. April 2015Das war nun Dein 2. Beitrag mit 2 eingestellten Werbelinks. Ich muss heute meinen guten Tag haben, dass Du nicht schon kostenpflichtig gesperrt wurdest... evtl. liegt es am Wetter.
Noch so einen Beitrag mit Link und das war´s dann, egal wie schön das Wetter momentan ist.
- emil172’299 Beiträge24. April 2015 · bearbeitetSeröse Maklerbüros sind so wie ehrliche Gebrauchtwarenhändler: es soll welche geben ...
Der Makler vermittlet einen Kaufvertrag zwischen Hausbesitzer und Hauskäufer. Dafür bekommt er Provision, in der Regel vom Verkäufer. Deshalb wird der Makler vor allem das hervorheben, was den Käufer zum Vertragsabschluss bewegen könnte.
Beim Lesen von Immobilienanzeigen, die oft von Maklern geschatet werden, muss man etwas Bescheid wissen:
Nichts zur Aussicht: keine Aussicht
Hervorragend instand gehalten: Alles alt
Gute Verkehrslage: vorne Autobahn, hinten Güterbahnhof
Für Naturliebhaber: vernachlässigter Garten
Es gibt aber Makler, die recht gute Exposés schreiben und auch Mängel nicht verschweigen, da es bekanntlich keine Rose ohne Dornen gibt. Meist sind sie auch auf bestimmte Arten von Immobilien spezialisiert - wer einen Bauernhof zum selber Renovieren sucht, wird bei einem Vermittler, der Ferienhäuser in hochpreisigen Orten im Portefeuille hat, kaum fündig werden.
Wenn der Verkäufer das Exposé selber macht und in ein Internetportal einstellt, entsteht oft ein ganz falsches Bild der Immobilie - z-B. werden drei Bilder von vollgestopften Badeszimmern gezeigt, aber keine Aussenansicht des Hauses. Es lohnt sich also bei Laienexposés eher, das Objekt zu besichtigen, wenn man nicht weiss ob man soll oder nicht.
Der Makler ist auf seine Erfahrung und Kenntnis des lokalen Marktes angewiesen sowie auf die Informationen, welche der Hausbesitzer ihm zur Verfügung stellt. Für alle Eigenschaften der Kaufsache haftet aber aussschliesslich der Verkäufer. Als Käufer soll man also immer selber genau überprüfen, ob die Kaufsache nicht Mängel sachlicher (Hausbock im Dachstuhl, Altöltank im Garten) oder rechtlicher Art (Zufahrt über Fremdgrundstück nicht durch Servitut gesichert, Grundstück selbst einem anderen dienend, Grundstückgewinnsteuerschulden des Verkäufers bei der Gemeinde, vorrangige Pfandrechte usw.) habe. Ebenso liegt es in der Natur der Sache, dass Käufer und Verkäufer über die Kosten einer Renovation nicht gleicher Ansicht sind.
Ein Vorteil des Maklers liegt darin, dass er den lokalen Markt genau kennen sollte und einem deshalb viel rascher oder überhaupt erst zu einem passenden Objekt verhelfen kann. Sucht man eine Gebrauchtimmobilie weit weg vom Wohnort, geht es deshalb kaum ohne.
Am zielführendsten ist folgendes Vorgehen: Sich von einem interessierenden Objekt Adresse geben lassen und es zuerst einmal allein von aussen besichtigen, nur von der Strasse aus (wichtig - es handelt sich um fremdes Privateigentum!). Wenn es dann noch interessiert, Besichtigungstermin abmachen. Das spart viele unnötige Termine.