Eine Frage zur Aussendämmung im Keller. Momentan haben wir den Beton und anschliessend 20cm EPS Platten. Laut Bauleiter kommt nun noch eine Noppenfolie drauf.
Da wir festgestellt haben, dass zwischen den EPS-Platten zum Teil Hohlräume sichtbar sind oder die Platten nicht ganz aufliegen fragen wir uns ob dies genügt?
Ausserdem haben wir festgestellt, dass ein Teil der Platten schon mit Kies abgedeckt wurde. Da wirds wohl schwierig die Noppenfolie anzubringen...
Danke für den Tipp mit EgoKiefer. Leider hat unser Bauleiter mit denen schlechte Erfahrungen gemacht und uns deshalb von EgoKiefer abgeraten.
Kenne ich. Ich bin zwar aufgrund Preis-Leistungs-Verhältnis "Fan" von EgoKiefer, aber es kommt aber immer sehr darauf an, was für einen Monteur die senden. Einmal hatten wir einen fantastischen. Andere Male musste interveniert werden wegen diverser Sachen....
Wenn es um unseren Neubau geht, werden wir wohl wieder eine Neubewertung vornehmen.
An gewissen Stellen (rund ums Haus verteilt) hats zwischen den Platten Zwischenräume von bis zu 3cm.
Diese wurden mit einem gelben Schaum (vermutlich PA) ausgefüllt.
War ein ziemliches hin und her:
Baumeister sagt, alles ok, da sie dies schon immer so machen.
Bauphysiker meint von ihm aus auch ok. Bauleiter sagt, wenn Baumeister ok und Bauphysiker ok dann muss es ja ok sein.
Unser Bauberater sagte nicht ok.
Habe anschliessend direkt mit Swisspor gesprochen und die meinten es sei nicht ok (Platten dürften nur ca 5mm Zwischenräume haben). Ausserdem dürfe auf denen kein Verputz angebracht werden ausser der Systemanbieter erlaubt dies. Da ein Teil des Kellers freiliegt und auch da dieselben Platten (EPS Perrimeterdämmung 6000) angebracht wurden werde ich dies Morgen zur Sprache bringen.
Unser Bauberater hat mir ein Dokument basierend auf SIA 243 zukommen lassen aus welchem folgendes hervorgeht: "Die Wärmedämmplatten müssen beim Anbringen satt gestossen werden. Die Fugen müssen geschlossen sein!".
Morgen werde ich diese Punkte zusammen mit unserem Bauleiter, dem Baumeister und einem Vertreter von Swisspor auf der Baustelle begutachten (und wieder mal geht ein Tag Ferien für das Bauen drauf).
Bauleiter sagt, wenn Baumeister ok und Bauphysiker ok dann muss es ja ok sein.
..hat er denn keine eigene Meinung dazu? Würde er dies bei seinem Haus auch so machen bzw. durchgehen lassen?
Dies ist mit Sicherheit nicht in Ordnung.
Frage beim Termin doch einfach nach der baurechlichen Zulassung der Bauschaumfuge als "Perimiterdämmung"!
Bin super gespannt auf diese Antwort.
Wie man auf den Bildern sehen kann, wurde diese "Fugen-Schließtechnik" ja auch weiter unten im Bereich der Anfüllung angewandt.
Mit der Überputzbarkeit hat Swisspor recht. Hier könnte man ggf. mit dem ausführenden Putzer sprechen, ob dieser die Haftung übernimmt und die Platten mit einem Außenputz überzieht. Vermute aber eher eine Ablehnung von dessen Seite.
Die gelbe Masse ist kein PU-Schaum sondern Perimeterkleber welcher gemäss Dose auch zur Abdichtung der Fugen verwendet werden darf.
Somit werden die Fugen unter 1.5cm so belassen und bei denjenigen welche grösser 1.5cm wird der Kleber herausgekratzt und anschliessend mit langen Keilen verschlossen.
Die Platten werden dort wo sie sich nicht mehr im Erdreich befinden entfernt und durch andere ersetzt.
Mit dieser Art der Nachbesserung kann auch unser Bauberater leben. Ideal wäre es sicher gewesen, wenn die Platten von Anfang an richtig verlegt worden wären.
Nun sieht es auch schon viel besser aus. Anscheinend ist er ein Mann der Tat, wenn er es gleich macht, wobei er sich das "Geschnippsel" natürlich hätte ersparen können.
Oft ist es leider so, dass der "Spargedanke" vorherrscht und man nach schnellen und einfachen Lösungen für nicht sauber ausgeführte Arbeiten sucht. Die einen finden diese in der Schaumtube die anderen oft/meist in der Silikontube.
Wenn man beide Arbeitsgänge addiert, ist dann aber doch nichts gespart worden. Da hätte man dies auch gleich sauber und ordentlich machen können.
Nun ja, wenn die Dinge wieder korrigiert wurden, dann hast Du persönlich, außer dem Zeitaufwand, ja keinen Nachteil erlitten.
Nun ja, wenn die Dinge wieder korrigiert wurden, dann hast Du persönlich, außer dem Zeitaufwand, ja keinen Nachteil erlitten.
Sehe ich auch so. Der Zeitaufwand meinerseits war jedoch beträchtlich und viel Nerven hat das Ganze auch gekostet. Aber Hauptsache die Sache ist nun bereinigt!
1. Bis wohin wird normalerweise eine Noppenfolie verlegt?
Bei uns ist es momentan so, dass die Noppenfolie verschieden Hoch verlegt wurde. Ausserdem muss noch weiter aufgefüllt werden (ca. 50cm) so dass momentan die Folie komplett im Erdreich verschwinden würde.
2. Kann mir jemand sagen wofür der Schwarzanstrich (wenns denn einer ist) verwendet wurde?
Ein Schwarzanstrich schützt den Baukörper vor eindringender Feuchte im Erdreich. Bei der Verwendung einer "wasserdichten" Betonmischung für das Sockelgeschoss ist dieser eigentlich überflüssig.
Die Noppenfolie hat die Funktion einer "quasi" Hinterlüftung und müssten somit aus dem Erdreich herausragen.
Besser als Noppenfolie sind sog. Sickerplatten aus Beton.
Das Erdreich wird am direkten Kontakt mit dem Baukörper gehindert.
so wie ich dies sehe, hast Du überhaupt keinen Schwarzanstrich an den Kellerwänden? Was Du im Bereich der Perimeterdämmung siehst, wird vermutlich nur der Kleber dafür sein. Oder hast Du die entsprechende Fläche vorher gesehen? Ggf. musst Du dies einmal nachfragen?
Der Bereich im Abgang zum Keller ist ja auch noch mit blankem Beton zu sehen.
Auf dem 3. Bild kann ich nun erstmals erkennen, wie ihr die Betonlichtschächte befestigt. Danke. Die Dämmung geht durch, was gut ist, aber wie dichtet man die Fuge zwischen Dämmstoff und Kante des Lichtschachtes ab?
Wie wird denn im Lichtschacht die Abdichtung (hiermit ist die gegen Feuchte gemeint) zwischen Fenster und Fensteröffnung (Beton) ausgeführt.
Wäre sehr schön, wenn Du davon noch einige Bilder machen könntest!
Die Noppenbahn, oder auch andere Systeme, haben nichts mit einer Hinterlüftung zu tun. Dazu müsste ja auch unten, irgendwo Luft einströmen um oben wieder herauszukommen.
Dem ist natürlich nicht so!
Diese Systeme dienen als Sickerwand. Wie der Name schon klar ausdrückt, dient sie dazu, dass Wasser aus dem Erdreich direkt an dieser Flolie/Wand nach unten zur Sickerleitung geführt wird. Die Noppen oder Rillen oder was es sonst noch gibt, dienen als "Holhraum) zur schnellen, drucklosen "Abführung" nach Unten! Damit bleibt bei normalen Verhältnissen die eigentliche Kelleraussenwand, oder bei Dir auch die Perimeterdämmung relativ trocken.
Die Noppenbahn dient weiterhin dazu, dass ggf. keine Schäden an der Wand/ der Abdichtung oder der Dämmschicht, beim auffüllen der Baugrube, z.B. mit groben, scharfkantigen Steine /Gesteinsbrocken entstehen können.
Die Ausführung ist somit in Ordnung. Optimal wäre sie gewesen, hätte man die mit aufkaschiertem Vlies verwendet!
Die Noppenbahn sollte soweit nach oben gezogen werden, wie angefüllt wird. Je nach dortiger Ausführung (Kies-Randstreifen?) auch bis kurz unterhalb.
Auf jeden Fall sollte sie, weit überlappend, noch "um die Anschlussecke" des Lichtschachtes gezogen werden. Somit mindert sich die Gefahr des driekten Wassereinlaufs in den dortigen Spalt.