Beim Bau unseres Hauses wurde das Grundstück um ca. 1 m erhöht. Nun wollten wir den Garten umgestalte und unser Gärtner hat jede Menge Bauschutt zu tage befördert. Nun meinte er, dass dies gar nicht erlaubt sei. Auf den Bildern sieht man die doch zum Teil massiv grossen Betonbrocken etc. Hat er recht und ich habe hier ein etwas grösseres Entsorgungsproblem? Der Bau wurde von eine GU vorgenommen.
Vielen Dank für eure Unterstützung und Ratschläge.
Die Sache mit dem Bauschutt hatten wir hier kürzlich schon mal. Im Grundsatz ist es eine Schweinerei und auch nicht legal (siehe Abfallverordnung, VVEA).
Jetzt im Nachhinein würde ich nur soviel abtragen, wie ungedingt für die Gartengestaltung nötig ist (Entsorgung in der Inertstoffdeponie zu entsprechenden Preisen). Alles weitere Material würde ich lassen wo es ist und hoffen, dass es niemand merkt. Sauberer Bauschutt ist gewiss eine Schweinerei, von ihm geht aber keine Gefährdung für dich, deine Familie, deinen Garten oder die Umwelt aus. Schlimmer wäre es, wenn der Bauschutt mit weiteren Stoffen verunreinigt wäre.
Wieso hast du beim Bau nicht besser aufgepasst? Wenn schon mit einem GU gebaut werden soll, dann muss man doch alles tausend mal kontrollieren, das ist doch bekannt. Ein guter GU baut günstig, alle anderen GUs bauen billig, da sind solche Schweinereien immer mal möglich. Ein guter Bauleiter, dessen Seriosität durch entsprechende Referenzen nachgewiesen ist, hätte dem Baumeister Beine gemacht, wenn es zu einer solchen Schweinerei gekommen wäre.
Rechtlich sieht es schlecht für dich aus; du musst dem Verursacher das Verschulden nicht nur zweifelsfrei nachweisen (er wird es sowieso abstreiten), du musst auch abklären, ob die Garantiezeit noch läuft (versteckter Mangel, nach SIA üblicherweise vier Jahre). Ansonsten haftet für Abfälle im Untergrund üblicherweise der Grundeigentümer. Und auch wenn der Verursacher bereit wäre, den Bauschutt abzuholen, was würde das für deinen Garten bedeuten? Alles einmal umgraben?