Hallo, wir haben die Baulandzusage erhalten und sind mitten in der Hausplanung. Uns würde das Haus Kokos von freshhaus (Marty Häuser) sehr gut gefallen da es eine riesige Fensterfront hat. Die Fenster machen die ganze Hauslänge aus (ca. 12 Meter) inkl. seitlich noch ca. 4 Meter aus. Im OG wären es nochmals so viele. Habt ihr Erfahrung gesammelt mit so vielen Fenstern? Heizkosten? Problem K-Wert etc., kalt im Winter, heiss im Sommer? Für Euer Feedback im Voraus vielen Dank.
Wir haben im Wohn-Esszimmer auf zwei Seiten alles Verglast (8 x 9 Meter), zu dem Heizverbrauch oder K-Wert kann ich Dir aber leider nichts sagen, kenn mich zu wenig aus. Bezüglich Erwärmung durch die Sonne muss ich sagen dass es schon ziemlich warm wird im Sommer, sogar im Winter mit Sonne wirds manchmal fast unangenehm warm. Wir haben aber keine herkömmlichen Lamellenstoren sondern nur Soloscreen aussen (wetterfeste Rollos). Anfangs war es für mich sehr gewöhnungsbedürftig mit so viel Glas, es fehlte mir das "heimelige" Gefühl. Vor allem im Winter wenn es draussen kalt und grau war hatte man das Gefühl zu "frieren". Ebenfalls fand ichs am Abend nicht so toll, denn Fensterglas ist dann wie eine "schwarze Wand". Nun haben wir Vorhänge und gefühlsmässig hat sich dadurch alles Verbessert. Es fühlt sich mit Vorhängen "wohnlicher" an und doch kann man diese ja auch öffnen und hat dann die Weite und Natur im Haus.
Schlussendlich ist es aber eine absolute Geschmacks- und Gefühlssache wofür man sich entscheidet. Heute fühl ich mich wohl und würde sicher wieder so bauen.
Noch ein Nachtrag: Nicht zu vergessen ist auch die Möglichkeit der Möblierung. Es ist wesentlich schwieriger einen Raum zu möblieren wenn er aus viel Fensterfläche besteht, da man ja folglich weniger Wände hat. Wir haben so z.B. unser Sofa mitten im Raum damit die eine Wand für den Fernseher Platz hat, Sideboards oder ähnliches sieht auch nicht gerade toll aus vor einem Fenster. Auch bei den Kinderzimmer ist dies ein Punkt der beachtet werden muss. So haben unsere Kinderzimmer eine Front aus Glas, dort kann aber kein Bett oder Schrank gestellt werden.
Hallo ENF, vielen Dank auch für diese Ausführung. An diesen Punkt haben wir gedacht und aus diesem Grunde möchten wir im OG die Fenster nicht bis auf den Boden. Lieber Gruss
Ich kann die Ausführungen von ENF nur bestätigen. Abends werden solche Fensterflächen zu riesigen schwarzen Löchern. Wir haben zwar "nur" ein riesiges Panoramafenster, das praktisch eine Wand im Wohnzimmer ausmacht. Zudem steht das Haus so, dass kein Aquarium-Effekt entstehen sollte, da im Grund dort niemand hinschauen kann. Trotzdem, erst seit die Vorhänge da sind, fühlt man sich wirklich wohl. Auch nicht ganz unwichtig ist der Hinweis von ENF betreffend der Möblierung. Ganze Wände aus Glasfronten schränken die Möglichkeiten sehr stark ein.
Auf der anderen Seite, es ist ein wunderbares Gefühl, wenn die Sonne so hineinscheint und der Garten fast Teil des Wohnzimmers wird.
Wir haben auch entlang sämtlicher Fenster Deckenspots, doch gegen die "Schwarzen Löcher" finde ich hilft das wenig. Es ist dann eher der Fall das man sich im Fenster spiegelt (zumindest bei unseren).
Das ist meine persönliche Erfahrung, ebenso kann jemand anders dies überhaupt nicht als störend empfinden.
Wir haben auch entlang sämtlicher Fenster Deckenspots, doch gegen die "Schwarzen Löcher" finde ich hilft das wenig. Es ist dann eher der Fall das man sich im Fenster spiegelt (zumindest bei unseren).
Das ist meine persönliche Erfahrung, ebenso kann jemand anders dies überhaupt nicht als störend empfinden.
Gruss ENF
Aus diesem Grund installierten wir über den grossen Terrassen-Fenstern Aussenlampen, die dezent die Terrassenflächen beleuchten. Am Abend und in der Nacht wird damit die Terrassenflächen in den Wohnraum "integriert" und die "schwarzen Löcher" eliminiert.
Danke für den Tipp, so hab ich das noch nie probiert, auch wir haben Aussenspots vor den Fenstern für die Beleuchtung der Terrassen. Werde das heute Abend gleich mal ausprobieren was das für eine Lichtstimmung gibt.
Danke an alle für die guten Tipps und Anregungen. Wäre toll noch etwas zu erfahren betr. Heizkosten und ob bestimmte Fenster angebracht wären. /emoticons/default_additional/20.gif
Für den Sommer braucht es unbedingt eine Beschattung, wenn direktes Sonnenlicht reinscheinen kann, sonst wird man "gegrillt". Und diese (z.B. Lamellenstoren) helfen im Winter zusätzlich isolieren und reduzieren (je nach Farbe) auch etwas die schwarzen Löcher.
Mit heruntergelassenen Lamellenstoren sind auch bei unter Null unsere dreifach-Fenster (auch wir haben eine Front über zwei Stockwerke) vom Gefühl her nicht kälter als die Wände daneben.
Heutzutage gibt es die Fenster mit sehr gutem U-Wert. Nach Energieverordnung müssen die Fenster einen U-Wert von mind. 1.3 W/m2K haben. Der Energieverbrauch hängt von deinem Bedürfnis ab. Für die grobe Energieberechnung nimmt man 25-30W/m2 und ca. 1700 Heizstunden.
Schön zu sehen, dass auch "alte" Beiträge gelesen werden /emoticons/default_smile.png Betreffend Aussenbeleuchtung liegst du richtig, unbedingt einplanen. Ich würde aber den Aussenbereich nicht flächendeckend ausleuchten, sondern einzelne Bereiche be-/ ausleuchten, das wirkt viel spannender. Licht-Akzente setzen, lautet das Stichwort!
Unsere grossen Fenster weisen einen Gesamt-Energiewert von 1.02 W/m2 auf (Dreifachverglasung). Diese Fenster entsprachen annodazumal (2009) dem Stand der Technik, in den Wintermonaten spüren wir keine unangenehmen kühlen Bereiche nahe den Fenstern. Die Innenrähmen beziehungsweise Innengläser werden auch bei Aussentemperaturen im tiefen Minusbereich nicht kühler wie 17 Grad Celsius.
Mit den schwarzen Löchern war der Zustand bei runtergelassenen Lamellenstoren gemeint, ohne Vorhänge wirkt's dann wirklich gespenstig kühl. Mit unseren hellbeigen Fadenvorhängen siehts bereits besser aus, trotzdem plane ich die Montage von LED-Strippen direkt hinter die Vorhangsschienen (also zwischen Fenster und Vorhangsschiene) und bin gespannt, wie die "rückwärtige" dezente Beleuchtung der Fadenvorhänge wirkt.
Wenn das bereits jemand verwirklicht haben sollte, wäre ich sehr an Fotomaterialien interessiert, wie das ausschaut.
Genau aus diesen Grüden, Möbel aufstellen, Freie Sicht nach Ihnen und Wärmeabstrahlung hatten wir damals entschieden, auf grosse Fensterfronten zu verzichten.
Nach 3 Jahren sind wir immer noch von unserem Entscheid überzeugt.
Es ist wichtig, dass der U-Wert möglichst tief gehalten wird. Soviel ich weiss, gibt es heute schon Fenster mit dem U-Wert von 0.5.
Was ganz wichtig ist, dass die Rahmenkonstruktion möglichst mit dem Bau integriert wird. Somit können Wärmebrücken möglichst klein gehalten werden.
Aber: Reicht dies auf der Südseite auch aus, damit wir im Sommer nicht gegrillt werden?
Hallo scorpion32
Das verhindert alleine die gute Beschattungsmöglichkeite! Nicht das Glas.
Also lege Wert auf eine sehr gute und ausreichende Beschattung der Süd-Glasflächen. An sonnigen Wintertagen wird man umgekehrt froh über den Wärmeeintrag über die Süd-Fenster sein. Je nach Grösse geht da die Heizung einfach aus...da es genügend Wärmeeintrag von Aussen hätte.
Betreffend Aussenbeleuchtung liegst du richtig, unbedingt einplanen. Ich würde aber den Aussenbereich nicht flächendeckend ausleuchten, sondern einzelne Bereiche be-/ ausleuchten, das wirkt viel spannender. Licht-Akzente setzen, lautet das Stichwort!
Eine Frage hierzu: Ich kann mir gut vorstellen, dass der "Trick" mit der Aussenbeleuchtung für euch einen tollen Effekt bringt. Ich frage mich hierbei aber (um mal die Energieverbrauch-Diskussion aussen vor zu lassen, die sowieso jeder für sich beantworten muss), was die Nachbarn davon halten? Mich persönlich würde es sehr stören, wenn meine Nachbarn permanent eine Aussenbeleuchtung an hätten, denn dies würde mir die abendliche / nächtliche Stimmung doch etwas "versauen" (Thema "Lichtverschmutzung").
Bitte nicht falsch verstehen, ist nicht böse oder als "Anklage" an euch gemeint. Kam mir einfach spontan in den Sinn. Vielleicht habt ihr auch gar keine Nachbarn in der Nähe. Es würde mich einfach interessieren, ob das berücksichtigt wurde (wie?) und/oder ob es allenfalls Rückmeldungen aus der Nachbarschaft gab.