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Grosse Bäume pflanzen

12Antworten6’720Aufrufevon idotter · 31. Januar 2012letzter Beitrag vor 15 Jahren
  1. idotter139 Beiträge31. Januar 2012
    Hi zusammen

    Wie ihr an anderer Stelle hier im Forum lesen könnt, müssen wir wegen einer Kanalisation einen alten, schönen Hochstammapfelbaum fällen. Dieser sollte uns als Sicht-/Lärmschuz, Spielgelegenheit für unseren Sohn und Naturbiotop für Vögel und Insekten dienen.

    Gemäss meinen Infos muss der Baum angemessen ersetzt werden ... doch wie gross ist die Maximalgrösse von Bäumen, die man kaufen kann? Unserer ist ca 50 und dementsprechend gross, ich nehme nicht an, dass solch grosse Bäume käuflich erworben und gepflanzt werden können.

    Was hat ein solcher Baum Wert?

    Danke

  2. Gelöschtes Mitglied 76331. Februar 2012
    Grundsätzlich kann man auch grosse Bäume ausgraben (Spezialfirma) und woanders wieder eingraben. Unter Umständen ist das sogar günstiger als den aktuellen Baum zu fällen, entsorgen und neuen Baum kaufen und eingraben.

  3. isitom2’343 Beiträge1. Februar 2012
    Es gibt Gärtnereien da kann man "fertige" Bäume in fast beliebiger Grösse/Höhe kaufen. Kosten dann halt je nach Grösse ein kleines Vermögen. Je dicker der Stamm desto teurer.

  4. idotter139 Beiträge1. Februar 2012
    Danke für die info euch beiden. Wer macht sowas/ hat solches angebot?

  5. idotter139 Beiträge1. Februar 2012
    Und von welchen Beträgen sprechen wir da? /emoticons/default_wink.png

  6. isitom2’343 Beiträge2. Februar 2012
    Kann Dir nur Beispiele für eine Schirmplatane geben:

    Normalgross bei Gärtner ca. 1'200

    Stammdicke 30-35cm ca. 4'000-6'000

    Ganz gross (weiss allerdings die Stammdicke nicht mehr) ca. 15'000.

    Bei enea in Zürich wirst du zu entsprechenden Preisen fündig.

    P.S Nein, wir haben keine Pflanzen von dort /emoticons/default_smile.png

  7. idotter139 Beiträge2. Februar 2012
    Danke, isitom

    Ist das geliefert und "montiert" /emoticons/default_wink.png da ich nichts bezahlen muss (bin jedenfalls dieser meinung) wäre das mal eine ansage

  8. isitom2’343 Beiträge2. Februar 2012
    Müsstest du direkt bei enea fragen.

    Aber wie schon vorgängig erwähnt: evtl. kommt's günstiger den jetzigen Baum auszubuddeln und wieder einzubuddeln.

  9. idotter139 Beiträge4. Februar 2012
    Finde bei enea keine preise, bin ich doof?

  10. isitom2’343 Beiträge4. Februar 2012
    Du musst dort wirklich direkt anfragen. Ausser Internet gibt's ja auch noch so veraltete Technologien wie Telefon... /emoticons/default_smile.png

  11. emil172’299 Beiträge6. Februar 2012 · bearbeitet
    Bei grösseren Bäumen braucht man Hebezeug, um pflanzen zu können.

    Man kann möglicherweise auch mit der Leitung einen Umweg machen und die alte drin lassen, um den Baum nicht anrühren zu müssen, das dürfte die beste Lösung sein.

    Vielleicht kommen auch Verfahren in Frage, die Leitung unter den Boden, d.h. unter dem Baum durch zu verlegen, ohne aufgraben zu müssen; es gibt hierfür Spezialfirmen.

    Alte und schöne Bäume kann man nicht kaufen - eine Leitung neu zu verlegen dauert vielleicht eine Woche, der Baum braucht Jahrzehnte. Es ist also durchaus nicht absurd, sich das zu überlegen.

    Baäume, die nicht regelmässig verschult, d.h. umgepflanzt worden sind, haben in der Regel ein sehr ausgedehntes Wurzelwerk und müssen sehr stark zurückgeschnitten werden, wenn sie die Verpflanzung (vielleicht) überleben sollen. Deshalb sind grosse Bäume in Baumschulen auch so teuer, weil sie regelmässig verpflanzt werden. Wachsen tun sie an sich gratis.

    Weil sie so häufig umgepflanzt werden müssen und weil man aus wirtschaftlichen Gründen daran interessiert ist, dass der Wurzelballen klein bleibt, werden sie nur auf besten Böden und mit Bewässerung kultiviert.

    Das bedeutet, dass sie bei der Umpflanzung auf schlechtere Böden längere Zeit kümmern, bis die Wurzeln wieder der Krone angepasst sind (je schlechter der Boden, desto mehr Wurzelwerk).

    Oft überholen kleinere Bäume die grösseren wieder, weil die Umstellungsprobleme für den Baum geringer sind. Grosse Bäume pflanzt man deshalb nur dort, wo es nicht anders geht (z.B. in öffentlichen Anlagen) oder wo der Käufer viel Geld und wenig Geduld hat.

    Schon aus wirtschaftlichen Gründen werden Obstbäume nicht gross verpflanzt, sondern meistens als 2 -bis dreijährige Unterlagen und dann an Ort veredelt, wenn sie angewachsen sind. Es wird deshalb sehr schwer werden, grosse Obstbäume zum Pflanzen zu finden.

  12. idotter139 Beiträge12. März 2012
    Danke für die Voten. Wie schnell wächst ein junger Obstbaum? Also wann ist er wieder so gross dass er Früchte trägt, Kinderspielplatz und Sichtschutz ist?

  13. emil172’299 Beiträge12. März 2012 · bearbeitet
    Kommt auf den Boden, die Lichtverhältnisse und vor allem auf die Unterlage der Veredelung an - es gibt stark- mittel- und schwachwüchsige Unterlagen. Manche Sorten wachsen stärker ins Holz als andere.

    Man kann nun nicht starkwüchsige Unterlagen nehmen, damit es rasch geht, und die kurz halten, denn dann hätte man jedes Jahr viel Holz zum Herausschneiden und der Baum käme nie recht in Ertrag, weil er eben zuerst gross werden will. D.h. man sollte die Endgrösse durch die Unterlage, nicht durch den Schnitt festlegen.

    Man kann auch die ersten Jahre die Früchte wegnehmen, dann wächst er etwas schneller.

    Schneiden muss man sowieso, sonst gehen die Äste zu stark nach oben und man kann keine Leiter mehr anstellen.

    Wenn eine Höhe von 2 -3 m angestrebt wird, geht es recht rasch; bei mir ist ein Wildling, anderthalbjährig veredelt, 4jährig inzwischen etwa 3.5 m hoch. Es ist ein Wildling aus Holzapfelkern selbst gezogen, d.h. der wird ein Hochstamm und also riesig werden.

    Sichtschutz - na ja, unten ist natürlich nichts, da müsste man Büsche unterpflanzen. Bis Kinder drauf rumturnen können, muss er schon recht robust sein, also 10 Jahre oder länger stehen.

    Am besten geht man in eine gute Baumschule. Im Super- oder Baumarkt bekommt man oft nur zwergwüchsige Unterlagen, die trödeln ewig, tragen dafür aber schon bald. Wichtig ist auch eine Sorte, die unter den lokalen Verhältnissen robust ist. Wenn der Baum jedes Jahr voll Mehltau oder Schorf ist, hat man bald keine Freude mehr daran. das ist dann gewöhnlich falsche Sortenwahl. Auch hier sollte die Baumschule beraten können.