Wir haben in unserem Haus vor drei Jahren eine Küche mit Granitabdeckung eingebaut. In diesen drei Jahren haben wir festgestellt, dass die Kleider meiner Frau immer an derselben Stelle kaputtgehen. Den Grund dafür haben wir nicht herausgefunden.
Kürzlich haben wir mit Freunden über die kaputten Klamotten gesprochen. Diese haben uns gesagt, dass Sie diesselben Probleme hatten - das wäre auf eine eckig-geschliffene Kante der Granitplatte zurückzuführen, welche beim Arbeiten nahe an der Kante Kleider zerstöre. Bei rund gesofteten Kanten trete das nicht auf. Das sei ein offensichtlich bekanntes Problem und der Küchenbauer hätte uns darauf aufmerksam machen müssen.
Wir werden nun die Kanten nachschleifen - wobei das wohl eher Pflästerlipolitik ist. Kennt sich hier im Forum mit der Thematik aus oder hat solches schon selber erlebt oder davon gehört?
das höre ich zum ersten Mal. Die Kanten müssten ja derart scharf sein, dass Ihr Euch auch die Haut anritzen müsstet, wenn Ihr mit den Fingern darüberstreicht.
Kontaktiert doch mal Euren Küchenbauer und schildert das Problem. Die Kanten selbst nachzuschleifen, davon rate ich ab, da das nicht so einfach ist, wie man vielleicht denken mag.
Dieses Problem hatten wir und viele Mitbewohner unseres Mietblocks auch. Alle T-Shirts waren immer vorne mit kleinen Löchern übersäht. Eine Kollegin musste mal eine Arbeitsplatte wegen eines Risses reparieren lassen. Der Arbeiter hat dann gleichzeitig die vordere Kante nachpoliert. Nachher war Schluss mit Löchern...
Genau! Im Uebrigen wird die Firma das Nachpolieren (vielleicht) machen. Mich erstaunt es einfach, dass im Internet zur Problematik nichts steht, obwohl (s. Threat von Tom) die Thematik offensichtlich bekannt ist.
Der Beitrag von Emil17 ist hoffentlich ironisch gemeint - ansonsten finde ich ihn - das sage ich lieber nicht... Lustig ist er auf jeden Fall nicht /emoticons/default_mad.png
Es ist nun mal einfach so, dass bei uns drei Generationen in der Küche arbeiten und halt nicht alle 1.70 Meter Norm-Mass haben. Deshalb müssen selbige Menschen halt näher an der Platte arbeiten.
Wenn die Arbeit in üblicher Art und Weise und Qualität ausgeführt worden ist (also keine sägerauhe Kante), dann kann man dem Küchenbauer wirklich keinen Vorwurf daraus machen. Wenn man bezüglich solchen Details keine besonderen Vereinbarungen trifft, werden sie "so wie üblich" ausgeführt. Das stand vermutlich im Werkvertrag.
Das sei ein offensichtlich bekanntes Problem und der Küchenbauer hätte uns darauf aufmerksam machen müssen.
Ich finde, diese Einstellung sei hoffentlich auch ironisch gemeint -- ansonsten finde ich auch --- das sage ich lieber nicht... lustig ist sie auf jeden Fall nicht.Man hat als Bauherr auch eine gewisse Eigenverantwortung. Wenn Du die Arbeitsplatte mit vorstehender Kante ausführen lässt, was üblich ist, damit die Unterschrankfronten nicht so rasch verschmutzen, dann hat es eben diese Kante.
Eine gute Lösung für kleinwüchsige Leute ist, sich beim Arbeiten auf extra angefertigte Unterlagen aus Holz zu stellen, damit man höher steht.
Zum Nachbearbeiten der Kante sollte man sich an einen Betrieb wenden, der solche Arbeiten ausführen kann, selbst wird man ziemlich sicher die Platte verderben.
Das stimmt eben nicht immer. Laut Schreinerkollegen von uns ist es durchaus normal, dass vor der Bauausführung gefragt wird, ob die vorstehende Kante abgrundet und geschliffen oder einfach ein 45-Grad-Winkel gefräst wird. Die Problematik gibt es nämlich nur mit den 45-Grad-Winkeln.
Im Uebrigen ist es ja vermutlich der Sinn von Foren, dass solche Themen diskutiert werden? Das Haus ist ja nicht unser erstes Objekt, das wir realisiert haben - und bei den anderen Objekten (inkl. Ueberbauung mit 48 Mietwohnung) war die Ausführung IMMER abgerundet/geschliffen standart. Offensichtlich hat es sich erst in den letzten Jahren eingeschlichen, dass die deutlich einfachere und automatisierte Ausführung mit der 45-Grad-Kante als Standart genommen wird.