Ich bin schon länger hier im Forum am lesen. Eine genaue Erklärung oder einen solche Situation habe ich leider nicht gefunden.
nun zu meinen Gedanken:
ich bin Besitzer eines geerbten Hauses. Der Zustand des Hauses ist nicht ganz so optimal wie man das sich vorstellt.
Es wird wohl so ausgehen dass ich ins Haus investieren sollte. Der Umfang der Renovation wird abhängig sein von meinen Eigenmitteln. Das Haus ist schuldenfrei. Kann ich das Haus als Eigenmittel benutzen um einen. Baukredit zu bekommen oder muss ich trotzdem 20% als Eigenkapital einschiessen um eine Renovation vorzunehmen?
weiterhin habe ich geplant das Haus zu vermieten. grundsätzlich bekomme ich da ja auch einmal eine Unterstützung von meinem "Mieter" der mir ja meine Hypothek quer finanziert. Wiederum ein Argument für die Bank...
Wird landwirtschaftsland auch als Eigenkapital angesehen? mir ist bewusst dass ich da nicht viel rausholen kann aber wenn ich 3.- den qm2 berechne habe ich da schon mal 30.000 als Eigenkapital....
nun ich habe nicht gerade vor morgen mein Projekt vor zu lancieren, aber wenn ich da ein paar Infos von Euch bekommen könnte war ich doch sehr dankbar.
Grundsätzlich benötigst du keine Eigenmittel in Bar. Die bisher unbelastete Liegenschaft kann bis zu 65 % des Verkehrswertes mit Hypotheken belehnt werden. Voraussetzung ist natürlich, dass die Tragbarkeit gegeben ist. Ich gehe davon aus, dass bei einer vermieteten Liegenschaft die erzielbare Miete genügend hoch ist, um die Zinsen plus allfällig geplante Amortisationen zu decken.
Ob Landwirtschaftsland ebenfalls als Eigenmittel angesehen werden kann weiss ich leider nicht... Ich denke aber, dass die Sanierung des Hauses kaum über 65 % des aktuellen Verkehrswertes des Hauses sein wird... 🙂
ich würd unverbindlich das gespräch mit einer Bank suchen. Die schätzen das schon und sagen dir dann, ob und wieviel sie dir leihen würden für eine Renovation.Unterlagen, die du jetzt schon hast kannst du mitnehmen, wenn was fehlt sagen die das auch.
Ich würde auch mal zu einer Bank gehen und bezüglich Belehnung nachfragen. In der Regel macht die Bank dann eine so genannte hedonische Schätzung, bei der Wer von Vergleichsobjekten herangezogen wird.
Wenn das Haus vermietet ist kannst du bei einigen Banken durch eine Forderungsabtretung der Mietzinseinnahmen den Hypo-Zins weiter senken.
Du kannst auch die Bank fragen ob sie den geschätzen Wert "nach" der Renovation als Objektwert akzeptieren.
Z.B: Haus heute 500k, Haus nach Renovation: 700k. Dann könntest du 455k statt 325k Hypothek aufnehmen.
Am Besten mal bei einer, oder gleich mehreren Banken unverbindlich vorbei schauen. Du wirst schnell merken wer dir nur Standard Hypotheken verkaufen will und wer sich wirklich die Zeit nimmt eine geeignete Lösung für deinen Fall zu finden.
Ergänzung zu Vorredner: 65% des Verkehrswertes (aktueller Schätzpreis einer Liegenschaft) ist bei einer Vermietung an Dritte eher etwas hoch angesetzt. 55 bis 60% scheint mir im heutigen Umfeld eher realistisch. Die 65% gelten i.d.R. bei selbstbewohnten Liegenschaften.
Hallo, vielen Dank für Eure Antworten und Mühen das hier nieder zu schreiben!
Ich werde einen Termin vereinbaren bei meiner Hausbank. Wie Riven erwähnt hat werde ich ja schnell merken ob die Bank mir ein gutes Angebot machen kann oder einfach das Geschäft Hypothek abwickeln und dann einkassieren will.
Ein weiteres Treffen mit einem Architekten habe ich bereits in die Wege geleitet.