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Garten- Bauen mit Totalunternehmer

17Antworten3’773Aufrufevon HausinSicht · 11. Oktober 2017letzter Beitrag vor 9 Jahren
  1. HausinSicht13 Beiträge11. Oktober 2017
    hallo zusammen

    ich bin neu hier? habe schon viel gelesen und bin sehr froh, dass es dieses Forum und viele Spezialisten gibt.

    ich habe nun auch eine Frage: wir bauen mit einem Totalunternehmer und sind unsicher, welche Kosten wir zusätzlich bezahlen müssen. Zum Beispiel; beim Aushub wurde festgestellt, dass eine nicht allzu hohe Humus Schicht vorhanden ist- darunter sind Felsen und Lehm. Zum bauen anscheinend ideal?

    Allerdings wissen wir nicht wie das mit dem Garten ist. Bleibt dann der Regen stehen und bilden sich Pfützen bzw dann sogar Moos? Allenfalls wären drainagen und Sickergrube sinnvoll... und falls ja, wer müsste diese bezahlen? Der TU weil er uns ja ein "gutes" Werk übergeben muss oder wir selbst? Die Kosten können wir nicht beziffern, aber schätzen diese schon auf ca 15'000?

    im voraus herzlichen dank!

    1× hilfreich
  2. jjcolten21 Beiträge11. Oktober 2017
    Guten Tag

    wir bauen ebenfalls mit TU. Wir wussten bereits im voraus dass wir auf Felsen stoßen werden und haben entsprechend kalkuliert. Unser Keller hat einen Grundriss von 9.5x9.5m

    Kalkuliert wurde mit 1/3 Humus, 1/3 Leicht abbaubar, 1/3 schwer abbaubar. Kosten liegen bei ca. 35k. Wir haben diese Woche begonnen.

    Gruss

    Nico

  3. HausinSicht13 Beiträge11. Oktober 2017
    wir haben mit dem TU einen Pauschalpreis abgemacht- darum wissen wir eben nicht ob Sickergruben/Drainagen im Garten budgetiert sind?

  4. jjcolten21 Beiträge11. Oktober 2017 · bearbeitet
    Also wir haben bis auf 3m tiefe lose Felsbrocken in Lehm. Der heutige Sickerungsversuch verlief positiv -  der Untergrund ist also genügend Sickerungsfähig. wir werden das Dachwasser oberflächlich versickern lassen.

    Ich denke das allfällige Mehrkosten nicht im Budget inkludiert sind. Wir haben für die Arbeiten von Kanalisation und Gärtner jeweils eine separate Budgetposition. Im Pauschalpreis sollte ja auch klar definiert sein was dieser beinhaltet oder? Gärtner beinhaltet bei uns  ebenfalls "notwendige Entwässerungsrinnen". Viel Erfolg beim Aushub 🙂

  5. HausinSicht13 Beiträge11. Oktober 2017
    der Aushub ist bereits erledigt, aber danke. im TU Vertrag steht bei uns einfach, dass Rasensaat und erster Schnitt inklusive sind- nichts von Entwässerung, ohje

  6. Alpenwelt542 Beiträge11. Oktober 2017
    Und was sagt dein TU zu deiner Frage?

  7. HausinSicht13 Beiträge12. Oktober 2017
    noch nichts- wollte mich absichern bevor ich ihn frage

  8. HausinSicht13 Beiträge13. Oktober 2017
    okey ich bin vermutlich die einzige, die eine Drainage im Garten braucht......

  9. Kaffeebart693 Beiträge14. Oktober 2017
    wir haben mit dem TU einen Pauschalpreis abgemacht- darum wissen wir eben nicht ob Sickergruben/Drainagen im Garten budgetiert sind?
    Auch bei einem Pauschalpreis oder gerade dann muss es einen ausführlichen Baubeschrieb geben, was enthalten ist.

    Wie du selber schon festgestellt hast ist eine Drainage im Garten nicht unbedingt Standard und daher wohl auch nicht enthalten, aber genau weisst du es nur wenn du die Unterlagen bei dir hast und studierst.

  10. Urs Tischhauser1’559 Beiträge11. Januar 2018
    Liebe HausinSicht

    Du erwartest also, dass Dein TU Dir Geschenke macht, obwohl Du nicht einmal Geburtstag hast? Vermutlich hast Du da unter völlig falschen Vorzeichen einen TU-Vertrag unterschrieben. Ein TU ist daran interessiert, dass alles, wirklich alles was im detaillierten Baubeschrieb nicht explizit erwähnt ist, Dir belastet wird. Logisch: 1'000 Franken weniger Kosten auf seiner Seite und 1'000 Mehrkosten auf Deiner Seite bringt ihm einen Mehrgewinn von ca. 1'200 Franken. Erfahrungsgemäss sind die TU gnadenlos in dieser Hinsicht.

    Jetzt werden wieder alle aufschreien und mir unterstellen, dass ich gegen Generalunternehmer bin. Bin ich wirklich nicht. Aber, einmal mehr muss ich der Gemeinde mitteilen, dass Total- und Generalunternehmer keine karitativen Institutionen sind! Ein altes Sprichwort sagt: "Also prüfe, bevor Du Dich bindest". Bei Dir kommt dieser altkluge Hinweis leider einmal mehr zu spät!

    Trotzdem gute Bauzeit, Urs Tischhauser

    2× hilfreich
  11. HausinSicht13 Beiträge12. Januar 2018
    Hallo Urs Tischhauser

    und was denkst du denn, was es kosten wird? Wir haben da echt keine Ahnung (darum einen GU, weil der ja alles plant und ausführt).

    Wir möchten vermeiden, dass im Garten Pfützen bleiben und Wasser nicht abfliessen kann...

  12. pitw1’273 Beiträge13. Januar 2018
    Hallo HausinSicht

    Ich muss Urs da leider recht geben. Es stellt sich aber noch ein ganz andere Frage, dürft Ihr überhaupt drainagieren, und das Wasser z.B über die Kanalisation abführen? Dies ist normalerweise genehmigungspflichtig, und sollte bereits in den Plänen für die Baueingabe berücksichtigt sein. In vielen Kantonen/Gemeinden wird dies nicht mehr genehmigt, da die Kanalnetze auch nicht mehr dafür ausgelegt werden/wurden. Falls es genehmigt wird, werden auch noch zusätzlich Gebühren  anfallen. Die Pläne solltest du aber bei der Gemeinde einsehen können. Es  bleibt oft nur die Versickerung. Dies alles erhöht schon einmal die Kosten, dann kommt der Aushub, und der Abtransport, so wie der Aufbau den "neuen Bodens" dazu. Diese ausgehobenen "Sickerstellen" werden dann mit Rollkies verfüllt, oder man baut Sickerkörbe o.ä. ein. Bei Fels sickert dann aber schon einmal gar nichts mehr.

    Da  einen Preis zu nennen, wäre schon leichtsinnig, denn da gibt es viel zu viele noch "Unbekannte"

    Da du auch vermutlich noch nicht "offizieller" Eigentümer bist, kannst du je nach Vertrag auch nicht so einfach mit einem fremden z.B Gartenbauer auf das Grundstück, um eine Offerte zu bekommen. Meist muss der TU da zustimmen.

    Also ist dein Weg, den TU zu fragen, was es kostet, den Garten "pfützenfrei" zu halten.

    Gruss Pit

    1× hilfreich
  13. Urs Tischhauser1’559 Beiträge13. Januar 2018
    Liebe HausinSicht

    Ich habe unglücklicherweise derzeit gerade "meine Kristallkugel" verlegt :-D . Mit den gemachten Angaben kannst Du aber schon nicht allen Ernstes verlangen, dass ich Dir eine vernünftige Angabe machen kann! Pit schreibt richtig, dass heute sowieso eine Drainage nicht mehr trivial ist. Mit Sicherheit musst Du eine Retension vorsehen, welches das anfallende Waser dosiert an die Meteorwasserleitung der Gemeinde einspeist. Da gegen unten möglicherweise nichts weggeführt wird, ausser der Fels wäre zerklüftet, was ja durchaus auch möglich wäre könnte dies möglicherweise eine grössere Sache werden. Wenn Du bei Google die Wörter Retensionsbecken und Graf eingibst, kannst Du Dich bei diesem deutschen Hersteller ein bisschen über das Thema schlau machen. Habe keine Aktien von ihm und es gibt natürlich auch andere Hersteller 8) .

    Die CHF 15'000 welche Du geschätzt hast, kann durchaus eine richtige "Hausnummer" sein. Aber es sind einige Parameter dabei zu berücksichtigen....

    Du kannst ja die Zahlen von Deinem TU mal hier reinschreiben, wenn Du sie bekommen hast. Ein Gärtner oder ich werden Dir dann einen Feedback geben.

    Schöns weekend, Urs

    1× hilfreich
  14. HausinSicht13 Beiträge14. Januar 2018
    danke euch! Felsen kommt erst ziemlich weit unten (bei KellerBoden)... mal schaun was der Gärtner meint. Der Bauleiter hat erwähnt dass es wohl nur etwa 2‘000 mehr kosten sollte mit solchen Sicker-rohren? hmm

  15. Pfälzer9’908 Beiträge14. Januar 2018 · bearbeitet
    Wir möchten vermeiden, dass im Garten Pfützen bleiben und Wasser nicht abfliessen kann...
    Hallo HausinSicht

    Du hattest ja in den ersten Beiträgen schon geschrieben, dass im Okt.17 der Aushub bereits getätigt war....inzwischen sollte daher ja das Objekt weit vorangeschritten sein. Daher stellt sich die Frage, ob genügend Zeit und Möglichkeit vorhanden ist, die Ableitung grundsätzlich zu klären. Je früher, umso besser.

    Die Dränage muss ja letztlich an einem Ort enden, wo sie ggf. (wenn auch verzögert) abgeführt  werden kann....oder eben sie versickert im Fels. Wobei dies ja beim Aushub schon im Oktober erkennbar, oder prüfbar gewesen wäre.

    Du solltest also möglichst rasch mit dem Bauleiter und Gärtner die Möglichkeiten prüfen und enstpr. Nachtragsofferten einholen lassen. Wobei, wenn der GU-Gärtner ja im Endpreis schon enthalten ist, wird der sicher nicht den günstigsten Mehrpreis für diese Leistungen anbieten.

    Je nach Beschaffenheit und Dicke des Oberbodens (Humus) kann man, um zumindest oberflächliche Pfützen zu vermeiden, den Boden mit einer entspr. Menge an Rheinsand vermischen. Dadurch wird dieser lockerer und durchlässiger.

    Falls Dränage die bessere Lösung wäre (oder einen zusätzliche), muss das Wasser ja irgendwo hin.... wenn Du es, ggf. mit dem Dachwasser (wo geht dieses eigentlich hin?) gemeinsam, über eine Zisterne führst, kannst Du diese Wassermengen zumindest im Sommer wieder zum giessen verwenden. Aber auch die Zisterne kann überlaufen und braucht dazu einen Ablauf... entweder in die Kanalsisation (eher weniger erlaubt, aber je nach Gemeinde möglich) oder in einen anschl. Sickermulde. Da würde ich dann alllerdings eher auf die Kies/Schotterfüllung verzichten, und entspr. Kunststoffkörbe vorsehen würde.

  16. Urs Tischhauser1’559 Beiträge15. Januar 2018
    Liebe HausinSicht

    Aber wenn - wie Du nun geschrieben hast - geschosshoch Erdmaterial auf dem Fels liegt und Du nicht grade in einer Senke bist, wo der Fels rundherum höher liegt, spielt dieser gar keine Rolle. Die Frage ist dann nur noch, was hast Du für Material darauf hast. Grundsätzlich solltest Du einfach die Rsenflächen mit 2% Gefälle vom Haus weg planen, dann spielt eigentlich alles andere fast keine Rolle.

    Schönen Abend, Urs

    1× hilfreich
  17. el-nino232 Beiträge16. Januar 2018
    Wir haben vor dem Bau ein geologisches Gutachten erstellen lassen. Fazit: "Baugrund super, Versickerung scheisse" (sorry, hat der Geologe so gesagt ;-))

    Die Gemeinde wollte dann, dass wir für das Dachwasser eine ca. 50m lange Leitung durch den Garten des Nachbars graben um das Wasser in den nahegelegenen Bach zu leiten. Wir haben uns dann zusammen mit dem Nachbar dagegen gewehrt (Unverhältnismässigkeit). Jetzt leiten wir das Dachwasser direkt in die Kanalisation. Als Retentionsfläche dient unser Dach, welches extensiv begrünt ist. Wir mussten der Gemeinde einmalig etwas dafür bezahlen, dass wir direkt an die Kanalisation anschliessen dürfen.

    Unter gewissen Umständen ist es also möglich, Regenwasser in die Kanalisation abzuleiten.

  18. HausinSicht13 Beiträge16. Januar 2018
    danke euch allen für eure Antworten. Wir werden mit dem Gärtner und Bauleiter sprechen & dann mal sehn? hoffen einfach, dass die Massnahmen nicht zu teuer werden...